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Markierungselement
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Einflüssen, die üblicherweise auf einen Textilgegenstand während seiner Lebenszeit einwirken können, insbesondere wiederholt angewendeten Wasch- und Chemisch-Reinigungsvorgängen.
Das Markierungselement kann zur Gänze aus löslich gemachtem, linearem Polyamid bestehen, es kann aber auch von beiden Seiten zwischen Lagen eingeschlossen sein, von denen die eine die Unterlage bildet und die andere aus dem löslich gemachten, linearen Polyamid besteht oder ein solches Polyamid enthält.
Das Markierungselement kann auf einer Seite mit einem kontinuierlichen Belag aus löslich gemachtem, linearem Polyamid versehen sein, der zum Haften an dem Textilgegenstand unter Wärme- und Druckeinwirkung bestimmt ist.
Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung ist es vorteilhaft, wenn die aus einem löslich gemachten, linearen Polyamid bestehenden oder ein solches Polyamid enthaltenden Teile mit einem an sich bekannten Katalysator, vorzugsweise Zitronensäure, versehen sind.
Eine Reihe von Ausführungsbeispielen der Erfindung ist in den Zeichnungen veranschaulicht und an Hand dieser beschrieben. Es zeigen die Fig. 1 und 3 Markierungselemente in Ansicht, die Fig. 2 und 4
Teilquerschnitte der Markierungselemente entlang den Linien ici der Fig. 1 und IV-IV der Fig. 4, Fig. 5 ein Markierungselement anderer Ausführungsform im Teilquerschnitt, Fig. 6 die Anwendung eines
Markierungselementes nach Fig. 4 auf einen Gewebegegenstand und wie der vorübergehend angebrachte
Träger abgelöst wird und die Fig. 7, 8 und 9 ein Markierungselement in Form einer Etikette in Ansicht, im Querschnitt nach der Linie VIII-VIII der Fig. 7 und in der Anwendung.
Wie in Fig. l gezeigt, ist auf einem vorübergehend vorhandenen Träger --11-- ein dekoratives
Muster bzw. eine Markierung --12-- auf einer Seite, z. B. mittels Filmdruckes, aufgebracht, wobei als
Druckfarbe ein gefärbtes, löslich gemachtes, lineares Polyamid verwendet wird.
Das Markierungselement ist in Fig. 2 im Querschnitt gezeigt. Das Zeichen oder Muster-12- kann ein- oder mehrfärbig ausgeführt sein und kann, wie an Hand der Fig. 6 erklärt, aufgebracht werden.
Die Fig. 3 und 4 veranschaulichen eine Anordnung, bei der zusätzlich eine Decklage-13- vorgesehen ist, die einen z. B. kontrastierenden Hintergrund abgibt, nachdem die dekorative Markierung auf den Textilgegenstand aufgebracht wurde. Die Decklage erstreckt sich über das gesamte
Markierungselement. Die Decklage--13--kann durchsichtig, durchscheinend, aber auch undurchsichtig sein. Sie besteht aus einem löslich gemachten, linearen Polyamid ähnlicher Art wie das
Ausgangsmaterial, aus dem das Muster oder Zeichen--12--hergestellt ist. Sie kann z. B. ein Film oder eine Folie sein.
Die Fig. 5 zeigt eine andere Ausführungsform der Erfindung, bei der der zeitweise vorhandene Träger --11- - von Anfang an mit einem kontinuierlichen Belag--14--aus einem löslich gemachten, linearen Polyamid versehen ist. Die ebenfalls aus einem löslich gemachten, linearen Polyamid bestehende Markierung--12--ist an der Aussenseite des Belages angebracht. Bei Anwendung eines solchen Markierungselementes auf einen Textilgegenstand werden sowohl der Belag - 14--als auch das Muster--12--zum Haften an diesen Gegenstand gebracht. Der Belag --14-, der in diesem Falle normalerweise durchsichtig sein wird, stellt einen Schutzbelag für das dekorative Muster dar und kann überdies einen zusätzlichen dekorativen Zweck erfüllen.
Die Beläge --13 oder 14--geben eine zusätzliche Festigkeit oder Steifheit, die allenfalls erwünscht sein kann.
Die Fig. 6 zeigt beispielsweise das Auftragen eines Markierungselementes nach den Fig. 3 und 4 auf einen Textilgegenstand--15--mit Hilfe zweier Platten--16, 17--, die das ganze Element an den Gegenstand anpressen, wobei mindestens die Platte--16--beheizt sein muss. Nachdem Wärme und Druck eine genügende Zeit aufgebracht worden sind, werden die Pressplatten entfernt und der vorübergehend vorgesehene Träger --11-- abgezogen, wobei das Muster mit der mit ihm vereinten Grundlage--13--am Textilartikel--15--haften bleibt.
Die Fig. 7 bis 9 zeigen ein Markierungselement,. das nicht notwendigerweise einen vorübergehend vorgesehenen Träger haben muss, obwohl bedarfsweise das Markierungselement an einem Träger befestigt sein kann, der vor oder nach der Aufbringung des Elementes auf einem Textilartikel entfernbar ist. Die Markierungselemente nach den Fig. 1 bis 6 können auf alle Fälle erst dann von ihrem Träger befreit werden, nachdem sie am Textilgegenstand befestigt worden sind.
Die Fig. 7 zeigt ein Etikett von im allgemeinen gleicher Art wie das nach den Fig. 1 und 3. Das Markierungselement zeigt in jedem Falle einen mehrlagigen Aufbau und besteht aus einem Muster oder Zeichen--22-, eingepackt zwischen den Lagen--23, 24-- und gehalten von einem Träger --25--, z. B. aus Papier.
Die beiden Lagen-23, 24-- bestehen aus einem löslich gemachten, linearen Polyamid und
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gegebenenfalls besteht auch der Träger aus diesem Material. Eine oder beide Lagen-23, 24- können gefärbt sein und wenigstens jene Lage, die an der Aussenseite des Gegenstandes liegt, soll durchsichtig oder durchscheinend sein. Das Zeichen--22--kann z. B. aus einer Druckfarbe bestehen, die von beiden Seiten durch die Lagen-23, 24- geschützt ist.
Die Fig. 9 illustriert die Art und Weise, wie ein Etikett nach den Fig. 7 und 8 auf einem
Textilartikel angebracht werden kann. Der Textilartikel ist mit-15-, das Etikett mit-31- bezeichnet. Der Träger-25-ist bereits entfernt worden. Der Artikel --15-- und das Etikett --31-- werden zwischen den Platten--16, 17--, von denen mindestens eine beheizt ist, gepresst, um den an dem Textilartikel anliegenden Belag des Etiketts zum festen und dauernden Haften an demselben zu bringen.
Die erwähnten, löslich gemachten, synthetischen, linearen Polyamide bestehen vorzugsweise aus löslich gemachtem Nylon. Üblicherweise wird ein Nylon, wie es das im Handel mit "Nylon 66" bezeichnete ist, verwendet. Es wird durch Behandlung mit einem Aldehyd löslich gemacht, wie dies in der brit. Patentschrift Nr. 592, 382 beschrieben ist, und das Endprodukt kann ein Molekulargewicht zwischen 10000 und 15000 haben. Ein geeignetes, löslich gemachtes Material ist unter dem
Handelsnamen"Maranyl C. 109/P" bekannt.
Die beim Aufbringen des Markierungselementes auf einen Textilgegenstand erfolgende Anwendung von Druck und Wärme steigert die Trägheit der Polyamidverbindung und verleiht der übertragenen Markierung eine ausserordentliche Widerstandsfähigkeit gegen alle physikalischen und chemischen Einflüsse, denen der Gegenstand normalerweise unterworfen wird. Diese Widerstandsfähigkeit kann durch die Einwirkung kleiner Mengen von Katalysatoren, wie Säuren oder Salzen von starken Säuren, gesteigert und verbessert werden. Solche Katalysatoren können bereits in den Grundstoffen enthalten sein, aus denen die Etiketten hergestellt werden, oder sie werden aufgetragen, sobald der Gegenstand die Markierung erhalten hat.
In den meisten Fällen ist es vorzuziehen, der Lösung eine kleine Menge von Säuren zuzusetzen, ehe sie zur Herstellung des Markierungselementes verwendet wird, und dafür ist die Zitronensäure die günstigste, weil bei geeigneter Bemessung ihrer Menge, das Markierungselement eine ausreichende Lagerfähigkeit erhält, während die Umwandlung in den relativ unlöslichen Zustand durch Wärmezufuhr nach einer gewissen Verzögerung nach Zufuhrbeginn der Wärme einsetzt.
Für die Herstellung der erfindungsgemässen Markierungselemente kann ein Polyamid verwendet werden, das in einem bestimmten Lösungsmittel durch Behandlung mit einem Aldehyd löslich gemacht wurde, z. B. gemäss der brit. Patentschrift Nr. 591, 382.
Das Zeichen oder Muster kann auf vielerlei Weise hergestellt werden. Eine oder mehrere löslich gemachte Polyamidverbindungen können zur Herstellung von Drucktinten verwendet und in geeigneten Druckprozessen verarbeitet werden, um in einer oder mehreren Farben Serien von Mustern auf Trägern zu erzeugen. Bei der Trocknung des Druckes ist darauf zu achten, dass keine Reaktion hervorgerufen wird, die eine unliebsame Härtung des Druckes ergibt.
Die Markierungselemente können natürlich als beliebig langes Band erzeugt werden, von dem die einzelnen Elemente abzuschneiden sind. Der Druck kann etwa 10 sec lang angewendet werden, die geheizten Platten können eine Temperatur von etwa 200 bis 2300C aufweisen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Markierungselement zur Anbringung einer dauerhaften Markierung an einem Textilartikel od. dgl. unter Wärme und Druck, bestehend aus einem gegebenenfalls auf einer Grund- oder Decklage aufgebrachten oder zwischen diesen Lagen eingebrachten Musterauftrag (Markierung, Schriftzeichen,
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Decklage), die zur Verbindung mit der Ware bestimmt sind, aus einem löslich gemachten, linearen Polyamid bestehen oder ein solches enthalten.
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