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Verfahren zur Herstellung von Spannbetonträgem
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von aus spielfrei aneinandergereihten
Einzelteilen bestehenden Spannbetonträgem, wobei benachbarte Einzelteile zeitlich nacheinander unter
Heranziehung der Stirnbegrenzungsfläche eines Einzelteiles als Schalung für die Bildung der korrespondierenden Stirnbegrenzungsfläche des benachbarten Einzelteiles vorfabriziert werden und die Montage des Spannbetonträgers unter Einhaltung der bei der Vorfabrikation vorgesehenen Reihenfolge der Einzelteile erfolgt.
Bei einem bekannten Verfahren dieser Gattung werden die benachbarten Einzelteile zeitlich einer nach dem andern derart hergestellt, dass die Stirnseite eines bereits fertiggestellten und zumindest teilweise ausgehärteten Einzelteiles als Form für die Stirnseite des nächstfolgenden Einzelteiles dient.
Der Umstand, dass die Herstellung des nächstfolgenden Einzelteiles die ausreichende Aushärtung des vorhergehenden Einzelteiles bedingt, hat zwischen der Herstellung je zweier benachbarter Einzelteile die Einschaltung einer für das Aushärten erforderlichen Wartezeit, z. B. im Ausmass eines Tages, zur Folge. Deshalb beträgt nach dem bekannten Verfahren die Herstellungsdauer für einen beispielsweise aus fünf Einzelteilen zusammengesetzten Spannbetonträger etwa fünf Tage, erfordert also einen im modernen Bauwesen als zu lang zu bezeichnenden Zeitraum.
Zu diesem Grundnachteil tritt als weiterer Nachteil hinzu, dass die beim bekannten Verfahren angewendete Herstellungsform auf einen einzigen Einzelteil beschränkt ist und der Anschluss einer solchen Form an einen bereits vorher in ihr hergestellten Einzelteil nicht so genau möglich ist, dass ein exakt plangerechter und spielfreier Anschluss aller fertiggestellten Einzelteile nicht erreichbar ist. Man belässt deshalb zwischen den Einzelteilen Fugen wie sie beim Anschluss von Bauteilen unter Zwischenschaltung von Mörtel erforderlich wären und füllt diese während der Montage mit einer Kunstharzmasse aus.
Alle diese Nachteile werden durch die Erfindung dadurch vermieden, dass zuerst in über die ganze Länge des Spannbetonträgers durchlaufenden Seitenschalungen nichtbenachbarte Einzelteile samt ihren Hüllrohren fertiggestellt und hierauf zwischen den zum scher- und torsionsfesten Anschluss der Einzelteile ausgebildeten Stirnbegrenzungsflächen dieser Einzelteile die restlichen Einzelteile samt ihren Hüllrohren hergestellt werden, wobei eine Abdichtung der aneinanderschliessenden Hüllrohre, insbesondere gegen Austritt von in die Hüllrohre einzubringender Injektionsmasse aus dem Bereich der Hullrohrübergänge, erfolgt und zur Montage des Spannbetonträgers die Einzelteile in der in der Schalung erhaltenen geradlinigen Aufeinanderfolge unmittelbar aneinandergeschlossen werden.
Da die erfindungsgemässe Herstellung aller Einzelteile in einer über die ganze Länge des Spannbetonträgers durchlaufenden Form, unabhängig von der Anzahl der Einzelteile, in lediglich zwei Betonierungsphasen erfolgt, ist gegenüber dem bekannten Verfahren eine überraschend hohe Zeitersparnis gegeben. Für einen z. B. aus fünf Einzelteilen bestehenden Spannbetonträger ist eine Herstellungsdauer von bloss etwa zwei Tagen gegenüber fünf Tagen beim bekannten Verfahren erforderlich. Neben diesem wesentlichen Vorteil gewährleistet das erfindungsgemässe Verfahren den exakt plangerechten Anschluss aller Einzelteile aneinander ; unbeabsichtigte Abweichungen von Einzelteilen aus der Trägerebene können als Folge der über die gesamte Trägerlänge durchgehenden Form nicht vorkommen.
Deshalb können benachbarte Einzelteile nicht nur mit spielfreier Anlage aneinander hergestellt, sondern auch exakt und spielfrei aneinanderliegend montiert werden, wodurch
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nicht nur jeder Zeitaufwand für das früher erforderlich gewesene Ausrichten der Einzelteile bei der Montage wegfällt, sondern auch mangels Fugen an den Anschlussstellen der Einzelteile die Anwendung irgendwelcher Füllmassen unterbleibt.
Für die Herstellung und Montage von aus Einzelteilen bestehenden Spannbetonträgem bringt das erfindungsgemässe Verfahren somit einen entscheidenden Fortschritt.
Zur Verhinderung des Austrittes von Injektionsmasse aus dem Bereich der Hüllrohrübergänge können nach einem weiteren vorteilhaft anwendbaren Kennzeichen der Erfindung die Hüllrohre unter gleichsinniger überlappung ineinander übergeführt werden.
Bei der möglichen Wahl stumpf aneinanderschliessender Hüllrohre sieht die Erfindung zur Abdichtung des Überganges solcher Hüllrohre Dichtungsringe vor.
In den Zeichnungen sind mehrere Ausführungsbeispiele und Einzelheiten hiezu schematisch in Längsschnitten veranschaulicht, ohne dass die Erfindung auf diese Beispiele in irgendeiner Weise eingeschränkt sein soll.
Der in Fig. 1 dargestellte Spannbetonträger, welcher ein beliebiges Querschnittprofil aufweisen
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geschlossenen Einzelteile sind mit --9-- bezeichnet. Es kann eine Unterteilung des gesamten Trägers in so viele Einzelteile erfolgen, dass jedes von diesen leicht transportierbar und versetzbar ist. Das beispielsweise in Fig. 1 als gebrochener Linienzug dargestellte Profil der Berührungsflächen --9-- muss eine Aufnahme der Schnittkräfte im Spannbetonträger sicherstellen. Weiterhin darf die Gestaltung der
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2, 3, 4, 5- nichtaneinanderschliessen, dass die in die Hüllrohre --6-- eingebrachte Zementmörtelinjektion nicht heraussickem kann. Die Gewährleistung einer vollkommenen Füllung muss gegeben sein.
Während in Fig. 1 die Einzelteile--1, 2, 3, 4, 5- in der durch Anspannen der Spannseile-7- satt aneinanderliegenden Lage des fertigen Trägers dargestellt sind, ist in den auf das Detail der Ausgestaltung der Berührungsflächen beschränkten Fig. 2, 3 und 5 eine Montagelage dargestellt, in welcher die Spannseile-7-noch ungespannt sind und benachbarte Einzelteile-1, 2- noch nicht bis zum gegenseitigen Anliegen genähert sind, so dass zwischen ihren Berührungsflächen --9,9'-- noch eine Fuge vorhanden ist.
Der Dichtschluss der aufeinanderfolgenden Hüllrohre --6-- aller Einzelteile -1,2,3,4,5-kann durch Überlappung der Hüllrohrenden erfolgen, wie dies für einen Berührungsbereich benachbarter Einzelteile in Fig. 2 veranschaulicht ist. Das Ende des einen Hüllrohres kann, wie dargestellt, eine konische Verjüngung-10--aufweisen, mit welcher es in das zylindrische Ende des folgenden Hüllrohres hineinragt. Beim Anspannen der Spannbewehrung--7--werden die Einzelteile-1, 2- zum Anliegen gebracht, so dass ihre Berührungsflächen satt aufeinanderliegen. Durch das tiefere Eindringen der konischen Verjüngung-10-des einen Hüllrohrendes in das folgende Hüllrohr wird auch der durch die aneinanderschliessenden Hüllrohre gebildete Kanal dichtgeschlossen.
Um das dichte Aneinanderschliessen aller Einzelteile-1, 2, 3, 4, 5- unter gleichzeitigem dichten Anschluss aller Hüllrohre --6-- aneinander für die in Fig. 2 veranschaulichte Ausbildung zu ermöglichen, ist es erforderlich, auf eine gleichsinnige Überlappung aller ineinander übergehenden Enden von Hüllrohren - zu achten. Nur bei einer solchen ist die Einführung des Spannkabels in der Richtung der Verjüngungen--10-ohne weiteres möglich.
Eine andere Möglichkeit zum abgedichteten Übergang der Hüllrohre --6-- der Einzelteile - 1, 2, 3, 4, 5-- ist in Fig. 3 dargestellt. Bei dieser Ausführung ist ein stumpfer Stoss benachbarter Hüllrohre --6-- vorgesehen. Zur Dichtung dienen mehr oder weniger elastische oder plastisch verformbare Dichtungsringe --11--, welche in Ausnehmungen --12-- angeordnet sind, die in den benachbarten Einzelteilen, z. B.-1, 2-- im Bereich von deren Berührungsflächen ausgespart sind.
Die Entfernung der Stirnwände --13-- der Ausnehmungen --12-- benachbarter Einzelteile --1,2-ist in bezug auf die Breite des Dichtungsringes--11--so gross gewählt, dass die Dichtungsringe
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beimHüllrohre --6-- anpressen und damit einen Austritt von Injektionsmasse aus dem durch die aneinanderschliessenden Hüllrohre-6-gebildeten Kanal unmöglich machen.
Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung der Spannbetonträger ist insbesondere aus Fig. 4 zu entnehmen. Nachdem die Seitenschalungen für den gesamten Träger über dessen ganze Länge aufgestellt wurden und die notwendigen Bewehrungen sowie die Hüllrohre --6-- in den Teillängen der vorgesehenen Einzelteile-1, 2, 3, 4, 5- in die Schalung eingebracht worden sind, erfolgt in einem ersten Arbeitsgang nach Anordnung von Schalungen für deren stirnseitige Begrenzungsflächen-9- die Betonierung der nichtbenachbarten Einzelteile-1, 3 und 5--. Nach deren Erhärtungsbeginn werden ihre stirnseitigen Begrenzungsflächen-9-ausgeschalt. In einem zweiten Arbeitsgang erfolgt die Betonierung der restlichen Einzelteile--2 und 4--.
Wenn die einzelnen Hüllrohre--6--mit stumpfem Stoss aneinanderschliessen, ist es erforderlich, sie gegen Eindringen von Betonmasse beim Betonieren der Einzelteile zu sichern. Dies kann z. B. durch einen Pfropfen-14-- (Fig. 5) erfolgen.
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2, 3, 4, 5-- -1, 3 und 5-mit einem adhäsionshindernden Auftrag zu versehen, bevor die Einzelteile-2, 4im zweiten Arbeitsgang hergestellt werden.
Die nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellten Einzelteile gewährleisten über ihren gesamten Querschnitt absolut spielfrei und satt aneinanderliegende Berührungsflächen-9-, wodurch nach dem Spannen der Spannbewehrung-7-die statische Wirksamkeit der aneinandergeschlossenen Einzelteile als einheitlicher Träger gegeben ist.
Das Einziehen der Spannbewehrung-7-in die durch die Hüllrohre gebildeten Kanäle kann nach verschiedenen bekannten Methoden erfolgen.
Die Erfindung soll auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsmöglichkeiten nicht beschränkt sein. Die in die Patentansprüche aufgenommenen Bezugszeichen dienen lediglich als die Orientierung im Hinblick auf die in den Zeichnungen dargestellten Beispiele erleichternde Behelfe, ohne dass durch die Aufnahme dieser Bezugsziffern der über die Ausführungsbeispiele hinausgehende Schutzumfang der Patentansprüche in irgendeiner Weise beschränkt sein soll.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von aus spielfrei aneinandergereihten Einzelteilen bestehenden Spannbetonträgern, wobei benachbarte Einzelteile zeitlich nacheinander unter Heranziehung der Stirnbegrenzungsfläche eines Einzelteiles als Schalung für die Bildung der korrespondierenden Stirnbegrenzungsfläche des benachbarten Einzelteiles vorfabriziert werden und die Montage des Spannbetonträgers unter Einhaltung der bei der Vorfabrikation vorgesehenen Reihenfolge der
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Spannbetonträgers durchlaufenden Seitenschalungen nichtbenachbarte Einzelteile (1, 3, 5) samt ihren Hüllrohren (6) fertiggestellt und hierauf zwischen den zum scher- und torsionsfesten Anschluss der Einzelteile ausgebildeten Stirnbegrenzungsflächen dieser Einzelteile (1, 3, 5) die restlichen Einzelteile (2, 4) samt ihren Hüllrohren (6)
hergestellt werden, wobei eine Abdichtung der aneinanderschliessenden Hüllrohre, insbesondere gegen Austritt von in die Hüllrohre einzubringender Injektionsmasse aus dem Bereich der Hüllrohrübergänge, erfolgt und zur Montage des Spannbetonträgers die Einzelteile in der in der Schalung erhaltenen geradlinigen Aufeinanderfolge unmittelbar aneinandergeschlossen werden.
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