AT2708U1 - Universalimplantatsystem bestehend aus einem universell anwendbaren marknagel mit zugehörigem zielgerät - Google Patents
Universalimplantatsystem bestehend aus einem universell anwendbaren marknagel mit zugehörigem zielgerät Download PDFInfo
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Abstract
Universell einsetzbarer Marknagel (1) zur Versorgung komplexer Brüche des Oberarms, Oberschenkels und Unterschenkels mit 5 Bohrungen (2)-(6) am proximalen und 3 Bohrungen (9),(10),(11) am distalen Nagelende und mit Zielgerät (15) als mechanisches Hilfsmittel zum Setzen der Verriegelungsschrauben am proximalen Ende.
Description
AT 002 708 Ul
Das Universalimplantatsystem gehört zu den biomechanischen Hilfsmitteln der Medizintechnik zur Versorgung von Knochenbrüchen an Röhrenknochen.
Dem Stande der Technik entsprechend werden schwerer Knochenbrüche an Röhrenknochen durch Öffnen der Knochen an einem Ende und Einbringen eines sogenannten Marknagels, welcher verspreizt bzw. mittels Schrauben, die durch Bohrungen quer zur Nagelachse hindurch in den Knochen geschraubt werden, verriegelt wird. Es haben sich verschiedenste Bauformen entwickelt, welche spezialisiert auf Oberarm, Ober - bzw. Unterschenkel anwendbar sind. Aus Gründen der wirtschaftlichen Lagerhaltung und Vereinheitlichung und damit Vereinfachung der Anwendbarkeit ist ein Universalimplantatsystem, welches an allen 3 Röhrenknochen anwendbar ist wünschenswert. Dies wird mit dem Universalimplantatsystem wie folgend beschrieben erfindungsmäßig gelöst:
Der Universalmarknagel (1) dient zur Versorgung von komplexen Brüchen des Oberarmes, Oberschenkels und Unterschenkels. 5 Bohrungen im proximalen und 3 im distalen Nagelende sollen eine Verriegelung in der Sagital- und Frontalebene des jeweiligen Knochenendes ermöglichen. Im proximalen Ende befindet sich eine sagittale dünne Bohrung (2) für die Verriegelung am Oberarm- bzw. Schienbeinkopf. Die Bohrung (3) und (5) dienen der Verriegelung des Oberarm- bzw. Schienbeinkopfes in der Frontalebene und sind dicker ausgeführt. Die Bohrungen (4) und (6) sind noch dicker ausgefuhrt und nehmen Schrauben zur Fixierung des Schenkelhalses am Oberschenkel in der Sagitalebene unter einem Winkel von 120°-140° auf. Am distalen Nagelende (12) finden sich eine dünne -Bohrung (10) in der Sagittal- und zwei dünne Bohrungen (9,11) in der Frontalebene für die Aufnahme von Schrauben im Oberarm- und Schienbeinende bzw. im Oberarm-, Oberschenkel-und Schienbeinende. Das Proximale Nagelende ist beginnend distal der Bohrung (6) verdickt ausgefuhrt. Eine 6°-12°-Krümmung leitet auf den dünneren, runden Schaft über. Die Nagellängen reichen von 200 - 400mm und sind in Schritten gestuft.
Das Umversalzielgerät (15) dient der Verriegelung des proximalen Nagelendes. Es wird so auf den Nagel aufgesetzt, daß es mit seiner Orientierungszunge (25) in die Orientierungsnut des Nagels (14) paßt. Eine spezielle Schraube (16) fixiert es im Innengewinde (13) des Nagels (1). Diese Schraube hat einen gerändelten Kopf (23), welcher dem hündischen Festziehen der Schraube und dem Einschlagen des Nagels dient. Unterhalb des Kopfes befindet sich ein Sechskant (24) zum Festziehen der Schraube. Die Bohrhülsenführungen (17, 18, 19) dienen der Aufnahme von Schraubhülsen (26) und Bohrhülsen (27) zum Setzen von Verriegelungsschrauben in der Frontalebene an Oberarm bzw. Oberschenkel und in der Sagittalebene am Schienbeinkopf. Die Bohrhülsenfuhrungen (21, 22) sind zur Verriegelung in der Frontalebene am Schienbeinkopf vorgesehen und befinden sich an einem für rechts und links (Schienbeinkopf!) umsetzbaren Querbügel (20) des Zielgerätes, der mit den Schrauben (28.) und Paßstift (31) auf der benötigten Seite fixiert wird. Ein Griffstück (29) dient dem Halten des Zielgerätes. 2 AT 002 708 Ul
Figurenverzeichnis:
Fig.l: Universalmarknagel
Fig.2: Zielgerät für die Verriegelung in der Anwendung am proximalen Marknagelende 3
Claims (4)
- AT 002 708 Ul Ansprüche: 1. Universalmarknagel (1) mit zwei Bohrungen (4) und (6) zur Fixierung des Oberschenkelhalses, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrungen im verdickten Kopf des Marknagels angebracht sind, im Wesentlichen in der Knickebene des Marknagels verlaufen , Winkel zwischen 120° und 140° zur Achse des Marknagelkopfes einnehmen, im Wesentlichen parallel zu einander verlaufen und Durchmesser im Bereich 5 bis 9 mm aufweisen, desweiteren mit einer Bohrung (2) zur Verriegelung des Oberarm bzw. Schienbeinkopfes, wobei ^dadurch gekennzeichnet, daßjj die Bohrung im verdickten Kopf des Marknagels angebracht ist, im Wesentlichen in der Knickebene des Marknagels verläuft , im Wesentlichen normal zur Achse des Marknagelkopfes verläuft, und Durchmesser im Bereich 3 bis 7 mm aufweist, desweiteren mit zwei Bohrungen (3) und (5) zur Verriegelung des Oberarm bzw. Schienbeinkopfes, fladurch gekennzeichnet, dafr die Bohrungen im verdickten Kopf des Marknagels angebracht sind und Durchmesser im Bereich 5 bis 9 mm aufweisen, desweiteren mit zwei Bohrungen (9) und (11), zur Verriegelung am Oberarm- Oberschenkel- und Schienbeinende, (dadurch gekeanzeiciinet,/ 4a£) die Bohrungen in Nähe des Marknagelendes angebracht sind, im Wesentlichen in der Knickebene des Marknagels verlaufen, im Wesentlichen zu einander parallel verlaufen und Durchmesser im Bereich 3 bis 6 mm aufweisen, desweiteren mit einer Bohrung (10) zur Verriegelung am Oberarm-Oberschenkel- und Schienbeinende, »dadurch gekennzeichnet» die Bohrung in Nähe des Marknagelendes angebracht ist, im Wesentlichen normal zur Knickebene des Marknagels verläuft und Durchmesser im Bereich 3 bis 6 mm aufweist, desweiteren mit einer oder mehreren Orientierungsnuten (14) am verdickten Marknagelende, zur fluchtenden Ausrichtung mit einem Zielgerät (15).
- 2. Universalmarknagel (1), gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Marknagelschaft (8) zum verdickten Marknagelkopf (7) einen Winkel zwischen 5° und 12° einnimmt.
- 3. Universalzielgerät (15) zur Verriegelung des Universalmarknagels (1), gemäß Anspruch 1 oder 2, am verdickten Ende, dadurch gekennzeichnet, daß das Zielgerät mittels Spezialschraube (23) am verdickten Marknagelende unter Einsatz eines Gabelschlüssels an Sechskant (24) eingeschraubt werden kann, desweiteren in Anwendungsposition mittels einer Orientierungszunge (25) in eine oder mehrere Orientierungsnuten (14) am verdickten Marknagelende ragt und so eine Lagezuordnung hergestellt wird, desweiteren eine Bohrhülsenführung (17) zur Aufnahme von Bohrhülsen (27) und Schraubhülsen (26) zur Verriegelung durch die Bohrung (6) des Universalmarknagels (1), ^dadurch gekennzeichnet, daß| die Bohrhülsenführung (17) in Anwendungsposition koaxial in Verlängerung der Marknagelbohrung (6) liegt und mit keinem Punkt der Außenkontour der Marknagelachse näher als 60 mm kommt, desweiteren eine Bohrhülsenführung (18) 4 AT 002 708 Ul zur Aufnahme von Bohrhülsen (27) und Schraubhülsen (26) zur Verriegelung durch die Bohrung (4) des Universalmarknagels (1), fladurch gekennzeichnet,—daß] die Bohrhülsenführung (18) in Anwendungsposition koaxial in Verlängerung der Marknagelbohrung (4) liegt und mit keinem Punkt der Außenkontour der Marknagelachse näher als 60 mm kommt, desweiteren mit einer Bohrhülsenführung (19) zur Aufnahme von Bohrhülsen (27) und Schraubhülsen (26) zur Verriegelung durch die Bohrung (2) des Universalmarknagels (1), dadurch gekennzeifitnet, dai| die Bohrhülsenführung (19) in Anwendungsposition koaxial in Verlängerung der Marknagelbohrung (2) liegt und mit keinem Punkt der Außenkontour der Marknagelachse näher als 60 mm kommt, desweiteren eine Bohrhülsenführung (21), Idadurch gekennzeiciKnet, daß) die Bohrhülsenführung (21) in Anwendungsposition genau koaxial in Verlängerung der Marknagelbohrung (5) liegt und mit keinem Punkt der Außenkontour der Marknagelachse näher als 60 mm kommt, desweiteren eine Bohrhülsenführung (22), idadurch gekennzeichnet,-dafl die Bohrhülsenführung (22) in Anwendungsposition koaxial in Verlängerung der Marknagelbohnmg (3) liegt und mit keinem Punkt der Außenkontour der Marknagelachse näher als 60 mm kommt.
- 4. Universalzielgerät (15), gemäß Anspruch 3 mit einem Querbügel (20), der die Bohrhülsenführungen (21) und (22)trägt, dadurch gekennzeichnet, daß der Querbügel (20) rechts oder links am Zielgerät in definierter Lage, beispielsweise mit Schrauben (28) und Paßstift (31), fest montiert werden kann. 5
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