<Desc/Clms Page number 1>
Vorrichtung für die Auskleidung der Innenfläche eines vorerwärmten, hohlen Metallkörpers, z. B. eines Rohres, mit einer Kunstharzschicht
Das Stammpatent Nr. 249827 bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung für die
Auskleidung der Innenfläche eines vorgewärmten, hohlen Metallkörpers, z. B. eines Rohres, mit einer
Kunstharzschicht, bei dem durch den Hohlkörper ein Gemisch von Luft und fein verteiltem Kunstharz gesaugt oder geblasen wird. Als Kunstharzmaterial eignen sich besonders Superpolyamide, chlorierte
Polyester und Nylon. Bei dem im Stammpatent unter Schutz gestellten Verfahren findet das
Durchsaugen oder Durchblasen stossweise statt.
Die im Stammpatent Nr. 249827 unter Schutz gestellte Vorrichtung zur Durchführung des
Verfahrens, bei welcher der vorerwärmte Hohlkörper, insbesondere Rohr, mit einem Flansch auf einer Lochplatte mittels Klemmen befestigt wird und über diese Lochplatte mit einem Wirbelkasten für das
Luft-Kunstharzpulver-Gemisch, insbesondere Wirbelbett, in Verbindung steht, besteht im wesentlichen darin, dass auf dem oberen Flansch des Hohlkörpers ein Saugstück festgeklemmt ist, das durch eine biegsame Leitung mit einem Staubfänger-Vakuumbehälter in Verbindung steht und dass vor und hinter dem Hohlkörper ein Abschlusshahn vorgesehen ist.
Durch dieses Verfahren und durch diese Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens wurden in der Praxis bei der Auskleidung von Rohren od. dgl. hervorragende Ergebnisse erzielt. Vor allem wurde durch die stossweise Füllung und Leerung des Hohlkörpers mit dem Kunstharzpulver und durch den innigen Kontakt dieses Pulvers mit der vorerwärmten Wand des Hohlkörpers eine dichte Auskleidungsschicht erzielt, welche besonders korrosionsfrei und porenfrei ist und überall praktisch die gleiche Stärke aufweist. Ausserdem ist es durch Verwendung einer biegsamen Leitung zwischen dem oberen Saugstück und dem Staubfänger-Vakuumbehälter auch möglich, in bestimmten Grenzen Rohre mit einer beliebigen Länge sowie auch gekrümmte Rohre und Winkelstücke zu behandeln.
Durch dieses Verfahren ist es weiters möglich, auch bereits mit Flanschen versehene Rohre auszukleiden, so dass es nicht notwendig ist, an bereits ausgekleidete Rohre nachträglich Flansche anzuschweissen, wodurch die Auskleidungsschicht beschädigt werden könnte. Dieses Verfahren ermöglicht die rasche Auskleidung einer grossen Anzahl von Rohren im Fliessbandverfahren, wobei keine schädlichen Gase in den Arbeitsraum austreten können.
Die Erfindung bezweckt nun, dieses bekannte Verfahren sowie die Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens in folgender Hinsicht zu verbessern.
Die Öffnung und Schliessung für die Zu-und Abfuhr des Luft-Kunstharzpulver-Gemisches erfordert ziemlich grosse Kräfte ; an erster Stelle bezweckt die Erfindung, solchen Kräften vorzubeugen und besonders ein neues Abschlussorgan zu schaffen, durch welches das Luft-Kunstharzpulver-Gemisch besonders schnell in das Rohr, welches behandelt werden soll, treten kann.
Weiters wird zur Erreichung einer schnelleren, aber vor allem gleichmässigeren Behandlung der Rohre vorgeschlagen, die aufeinanderfolgenden Arbeitsgänge zu automatisieren.
<Desc/Clms Page number 2>
Zum Schluss bezweckt die Erfindung noch die Anhaftung vom Kunstharzpulver an der Wand des
Rohres, welches behandelt werden soll, zu verbessern, was besonders von Bedeutung ist, um kleine
Unregelmässigkeiten auf der Innenfläche des Rohres komplett mit einer Pulverschicht zu bedecken.
Zur Erreichung der genannten Zwecke ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass das
Abschlussorgan in der Zufuhr des Luft-Kunstharzpulver-Gemisches aus einem ferngesteuerten Ventil mit einem Sitz und einem gegen diesen von unten auf- und abbewegbaren Teller besteht, der an einer Schubstange befestigt ist, welche durch einen losen Kolben läuft und in einem Doppelkragen endet, gegen welchen an der Oberseite eine starke Zugfeder und an der Unterseite eine schwächere Druckfeder anliegt, wobei der lose Kolben in einem Zylinder auf-und abbewegbar ist und der Raum über dem Kolben mit einer Druckluftzufuhrleitung verbunden ist, in welcher ein ferngesteuertes Ventil angeordnet ist und im Raum unter dem losen Kolben eine Entlüftungsöffnung angebracht ist.
Durch die besondere Konstruktion kann nach der Erfindung eine sehr schnelle Zufuhr des Luft-Kunstharzpulver-Gemisches erreicht werden, während die Kräfte, welche etwa für die Bedienung mit der Hand benötigt werden, auf ein Minimum beschränkt sind.
Ausserdem ist das vorgeschlagene Abschlussorgan besonders geeignet für eine vollständige Mechanisierung. Deshalb kann nach einem weiteren Kennzeichen der Erfindung die Vorrichtung mit vorzugsweise elektrisch arbeitendem Programmschalter versehen werden, der durch einen Motor antreibbar ist und eine elektrische Kupplung und einen Schalter zur Einstellung der Anzahl der Arbeitsvorgänge des Auskleidungszyklusses aufweist, wobei nach dem Einschalten des Programmschalters durch einen Kontakt-Vakuummesser beim Auftreten des erwünschten Vakuums im auszukleidenden Hohlkörper durch einen Kontakt die elektromagnetische Kupplung eingeschaltet wird, weiters durch eine Leitung das elektrisch gesteuerte Ventil für die Zufuhr von Druckluft zum Arbeitsraum des Kolbens, welcher das Ventil für die Zufuhr des Luft-Kunstharzpulver-Gemisches mit Hilfe der Zugfeder betätigt,
geöffnet wird und dass nach Abschliessen des ersten Ventiles ein zweites ferngesteuertes Ventil für die Entlüftung des Zylinders betätigt wird, so dass das Zufuhrventil für das Luft-Kunstharzpulver-Gemisch durch die Druckfeder in die Schliessstellung bewegt wird, wonach durch eine andere Leitung ein ferngesteuertes Ventil am Vakuumbehälter betätigt wird, worauf der Auskleidungszyklus wiederholt werden kann.
Rohre, welche nach dem Verfahren nach der Erfindung behandelt worden sind, zeigen im allgemeinen eine glatte Auskleidungsschicht, welche porenfrei ist, wenn die Innenfläche des Hohlkörpers, der behandelt werden soll, vorher mit dem Sandstrahlgebläse genügend gereinigt und rostfrei gemacht ist.
In den Zeichnungen ist eine Ausführungsform der erfindungsgemässen Auskleidungsvorrichtung schematisch dargestellt. Fig. 1 zeigt einen schematischen Querschnitt der erfindungsgemässen Vorrichtung, Fig. 2 einen schematischen Querschnitt vom Luft-Kunstharzpulver-Gemisch-Zufuhrkasten für die elektrische Ladung des Pulvers und Fig. 3 ein Detail der Vorrichtung nach den Fig. 1 oder 2.
EMI2.1
--2-- Luft zugeführt,Membrane --24-- treten kann. Oberhalb der platte --24-- befindet sich das Kunstharzmaterial - -28-- in einer sehr fein verteilten Pulverform, welches Pulver in geeigneter Weise schwebend gehalten wird.
Der Kasten-l-ist mit einem Auslass --5-- versehen, um die überflüssige Luft
EMI2.2
durch Klemmen --10-- auf der Platte --9-- vorzugsweise in einer vertikalen Lage festgeklemmt. Auf dem oberen Flansch --13-- des Rohres --11-- ist durch Klemmorgane ein Saugstück - festgeklemmt, an dem eine biegsame Leitung --17-- angeschlossen ist, in der ein
EMI2.3
--18-- eingebautStaubfänger-Vakuumbehälter--20--angeschlossen ist. Durch ein Vakuumrohr--27-wird der Druck im Vakuumbehälter-20-reduziert.
Nachdem der untere Flansch --12-- des auszukleidenden Rohres --11-- durch die Klemmorgane --10-- auf der Platte --9-- festgeklemmt ist und auch die biegsame Leitung - 17-an den Vakuumbehälter angeschlossen ist, wobei das Ventil --6-- oder das Zufuhrorgan für das Luft-Kunstharzpulver-Gemisch geschlossen sein sollen, wird nach dem bekannten Verfahren das Ventil-18-geöffnet, so dass in dem Rohr-11-der Druck reduziert wird.
Danach wird das
<Desc/Clms Page number 3>
Ventil --18-- geschlossen und das Zufuhrorgan --6-- für das Luft-Kunstharzpulver-Gemisch plötzlich geöffnet, so dass sich das vorerwärmte Rohr mit einer Temperatur von 300 bis 3500C mit Kunstharzpulver vollsaugt, wodurch dieses mit der ganzen Fläche der Innenwand des Rohres in
EMI3.1
Es ist möglich, den beschriebenen Auskleidungszyklus mehrere Male zu wiederholen, so dass in dieser Weise die Stärke der Auskleidungsschicht eingestellt werden kann.
Bei händischer Bedienung der beschriebenen Ventile ist es natürlich nicht möglich, die Bedienungszeiten genau einzuhalten. Ausserdem sind die Kräfte für die Betätigung der Ventile, besonders des Luft-Pulvergemisch-Organes, relativ gross.
Deshalb schlägt die Erfindung die automatische Betätigung sämtlicher Ventile sowie die ganze
EMI3.2
ein Teller --29-- auf und abbewegbar ist, welcher mit einer Schubstange --30-- verbunden ist, die durch einen losen Kolben --31-- läuft und in einem Doppelkragen--35--endet, gegen welchen auf der Oberseite eine starke Zugfeder-36-drückt, welche mit dem Kolben-31verbunden ist, während gegen die Unterfläche des Kragens --35-- eine schwächere Druckfeder --37-- drückt, welche bestrebt ist, den Teller --29-- in die Schliessstellung zu drücken, in welcher der Teller von unten gegen den Sitz --4-- anliegt.
Der Kolben --31-- kann sich in dem Zylinder - auf-und abbewegen und ist gegen diesen und gegen die Schubstange --30-- durch
EMI3.3
und das Gemisch dem auszukleidenden Rohr --11- zugeführt werden soll, wird das Ventil-39geöffnet, wodurch aus dem Behälter --47-- Druckluft in den Raum über dem Kolben --31-- strömt. Dadurch gleitet zuerst der lose Kolben --31-- über die Schubstange --30-- und spannt die Zugfeder-36-, während durch den Kragen --35-- die Druckfeder zusammengedrückt wird.
Sobald die Spannkraft der Zugfeder --36-- die Kraft in der Druckfeder--37--vermehrt durch den Druck gegen den Teller --29-- übersteigt, wird dieser Teller --29-- plötzlich von seinem Sitz - abgehoben, wodurch ein starker Strom Luft-Kunstharzpuler-Gemisch in das auszukleidende Rohr --11-- hineingesaugt wird.
Danach wird das ferngesteuerte Ventil--39--geschlossen und das ferngesteuerte Ventil - 41-- geöffnet, so dass die Druckluft im Raum über dem Kolben --31-- entweichen kann, wodurch der Kolben--31--, die Schubstange --30-- und der Teller --29-- durch die Druckfeder --37-- in die Schliessstellung zurückbewegt werden. In dieser Stellung ist die Zufuhr des Luft-Kunstharzpulver-Gemisches abgeschlossen. Für die Einstellung der Stärke der Bekleidungsschicht ist es möglich, den oben beschriebenen Zyklus beliebig oft zu wiederholen.
Für eine fortlaufende Behandlung einer grossen Anzahl von Rohren nacheinander schlägt die Erfindung die Automatisierung des beschriebenen Verfahrens vor. In diesem Falle ist ein vorzugsweise elektrisch arbeitender Programmschalter --45-- vorgesehen, welcher durch einen Elektromotor - angetrieben wird. Der Programmschalter weist eine eingebaute elektrische Kupplung und einen Schalter für die Einstellung der Anzahl der Arbeitsvorgänge auf. Nachdem die Vorrichtung in Betrieb gesetzt und der Motor --46-- durch das Einschalten eines Schalters --46'-- eingeschaltet ist, wird die elektromagnetische Kupplung über die Leitung --40-- durch einen Kontakt-Vakuummesser --38-- eingeschaltet, so dass sich die Walze des Programmschalters --45-zu drehen beginnt.
Jetzt wird über die Leitung --62-- das ferngesteuerte Ventil-39-betätigt, wodurch der Teller --29-- plötzlich von seinem Sitz --4-- gezogen und das Luft-Kunstharzpulver-Gemisch stossartig dem Rohr --11-- zugeführt wird. Nach einer vorbestimmten Zeit wird das Ventil --39-- wieder geschlossen und über die Leitung --42-- das ferngesteuerte Entlüftungsventil --41-- geöffnet, so dass der Druck über dem Kolben --31-- abgebaut und der Teller --29-- wieder durch die Druckfeder --37-- gegen seinen Sitz --4-- gedrückt wird.
Zum Schluss wird über die Leitung --43-- das ferngesteuerte Ventil --18-- betätigt, das das Rohr - mit dem Vakuumbehälter --20-- in Verbindung bringt, wodurch das überflüssige Pulver abgesaugt wird. Der Beschichtungszyklus kann nun beliebig oft wiederholt werden.
Bei der Ausführungsform der Vorrichtung nach Fig. 2 besteht der Zufuhrkasten--l-ganz aus
<Desc/Clms Page number 4>
einem Isoliermaterial und ist an seiner Innenseite mit einem leitenden, aber isolierten Material--51-versehen, das über eine Leitung--50--mit dem positiven Pol eines Gleichrichters--48-verbunden ist. Der negative Pol des Gleichrichters steht über eine Leitung --53-- mit einer Kette --52-- oder einem ähnlichen Organ in Verbindung, die bzw. das um das Rohr --11-- geschlungen wird. Bei dieser Ausführungsform der Vorrichtung werden also die Kunstharzteilchen, bevor sie in das zu behandelnde Rohr geführt werden, positiv geladen, so dass sie bei der Annäherung an das negativ geladene Rohr-11-von dessen Wand angezogen werden.
Auf diese Weise können eingebuchtete und herausragende Stellen der Rohrwand ebenfalls mit einer Harzschicht bedeckt werden.
EMI4.1
Fernschalter abgeschaltet, welches über eine Leitung --44-- durch den Programmschalter-45-gesteuert wird.
In Fig. 3 ist ein weiteres Detail der erfindungsgemässen Vorrichtung gezeigt, welches die Absaugung des im zu behandelnden Rohr vorhandenen Kunstharzpulvers nach dem Absenken des
EMI4.2
sich ein Filter-60--. Soll jetzt aus dem Rohr nach einer Auskleidung das überflüssige Pulver abgesaugt werden, dann wird zuerst das Ventil --58-- geschlossen, so dass das Pulver nicht länger schwebend gehalten wird, sondern abfällt. Jetzt wird das Ventil--61-- geöffnet, während das Ventil - geschlossen ist. Wenn darauf das Ventil --39-- geöffnet wird und daher der Teller - von seinem Sitz --4-- abgehoben wird, kann das noch im Rohr --11-- vorhandene Kunstharzpulver aus dem Wirbelkasten-l-gesaugt werden.
Im Bereich der Erfindung können bei den beschriebenen Ausführungsformen der erfindungsgemässen Vorrichtung mehrere Änderungen vorgesehen werden. So ist bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform ein plattenartiger Ventilteller --29-- vorgesehen, während bei der Ausführungsform nach Fig. 2 dieser Teller eine konische Form aufweist, wodurch das Pulver nach öffnung des Ventiles nach unten in den Kasten-l-fällt. Der Teller --29-- kann jedoch auch noch andere Formen besitzen.
Weiter ist es technisch äquivalent, den positiven Pol des Gleichrichters an das Rohr zu legen und das Pulver negativ aufzuladen.
Bei einer abgewandelten Ausführungsform von Fig. 3 ist es auch möglich, das Rohr--59--mit dem Ventil-61--dem Druckluftbehälter-47-und einem Punkt vor dem Ventil-18anzuschliessen, wodurch es möglich ist, das sich noch im Rohr befindliche Pulver unter Druck aus dem Rohr-11--zu blasen, wenn das Ventil--18-- geschlossen und das Zufuhrventil-4-geöffnet wird.
Es wird besonders hervorgehoben, dass für das Schwebend-Halten des Kunstharzpulvers auch andere Mittel statt des Mischens mit Luft verwendet werden können, es kann dies beispielsweise auch durch Ultraschall- oder mechanische Schwingungen erreicht werden.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.