AT272505B - Verfahren zur Herstellung von Bikomponentenfäden oder -fasern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Bikomponentenfäden oder -fasern

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AT272505B
AT272505B AT843067A AT843067A AT272505B AT 272505 B AT272505 B AT 272505B AT 843067 A AT843067 A AT 843067A AT 843067 A AT843067 A AT 843067A AT 272505 B AT272505 B AT 272505B
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AT
Austria
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fibers
bicomponent
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diamine
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AT843067A
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Hans Dr Kraessig
Fritz Dr Straberger
Gerhard Dr Hofinger
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Chemiefaser Lenzing Ag
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Bikomponentenfäden oder-fasern 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Es wurde gefunden, dass die genannten Polyamide insofern eine Sonderstellung einnehmen, als sie beim gemeinsamen Verspinnen mit Polyäthylenterephthalat zu Bikomponentenfasern oder-fäden eine wesentlich bessere Haftung der beiden Komponenten aneinander ergeben als andere Polyamide. 



   Als Erklärung hiefür kann angenommen werden, dass der Sequenzreihe der Polyäthylenterephthalatkette, welche Sequenzreihe aus abwechselnden Struktureinheiten des   Terephtha1s urerestes,   gemessen von 
 EMI2.1 
 und des   Äthylenglykolrestes,   wieder gemessen von 
 EMI2.2 
 
 EMI2.3 
 
 EMI2.4 
 
 EMI2.5 
 -C-gegenüberstehen kann. 



   Diese grosse Häufung der Sequenzgleichheit der zur Wasserstoffbrückenbildung befähigten Gruppen kann Kristallgittergleichheit und damit die Ursache für Cokristallisation über mehrere Sequenzlängen ergeben. 



   Die Herstellung der erfindungsgemässen Bikomponentenfäden oder -fasern erfolgt, wie bekannt, derart, dass die beiden Polymeren getrennt voneinander gleichzeitig einer gemeinsamen Spinndüsengruppe zugeführt, ausgepresst und die entstehenden Fäden oder Fasern verstreckt werden. Vorzugsweise werden die beiden Komponenten in einem Verhältnis von 50   : 50 Gew. 4a   eingesetzt, doch kann die Menge des Polyamids von 20 bis 80   Gew. ""/0   variiert werden. 



   Die Bikomponentenfäden kräuseln sich spontan nach dem Verstrecken, wenn sie von der Streckspule abgenommen werden, also nach Aufhebung der Fadenspannung. Das Ausmass dieser räumlichen, spiralförmigen Kräuselung ist, ausser von den   gewählten Komponenten,   weitgehend von dem bei der Verstrekkung angewandten Streckverhältnis abhängig. Die Filamente zeigen in diesem Zustand naturgemäss beträchtlichen Kochschrumpf. 
 EMI2.6 
 chung definiert : 
 EMI2.7 
 wobei LS die Länge des Fadens im gestreckten Zustand, unter einer Spannung von 200 mp/den bedeutet (200 mp/den ist die Spannung, unter der die Kräuselung bereits ausgezogen, die "Substanz" jedoch noch nicht wesentlich belastet ist). LK ist dieLänge des gekräuselten Fadens unter einer minimalen definierten Spannung, nämlich von 2 mp/den. 



     Der"Kochschrumpf',   abgekürzt Kg, ist die Änderung der Länge   des Filaments oder Fadens in 0/0.   bezogen auf die ursprüngliche Länge, bei einer   1/2stündigen,   spannungslosen Behandlung desselben im Sattdampf von 100 C. Er ist ein Mass für den Fixierungszustand des vorliegenden Fadenmaterials. Die verstreckten Bikomponentenfäden können anschliessend nach an sich bekannten Methoden zum Zweck der Fixierung einer Nachbehandlung, wie z. B. einer Wärmebehandlung durch Heissluft oder Sattdampf oder Einwirkung von eine Fixierung bewirkenden Medien, wie z. B. Methylenchlorid   usw.,   unterworfen werden. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



   Alle diese   Fixiermethoden, die kontinuierlich   am laufenden Faden oder diskontinuierlich am Strang angewandt werden können, bewirken je nach der dabei angewandten Spannung eine Erhöhung oder Er- 
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 auf   Falschzwirn - oder Stauchkräuse1maschinen   erhaltenen Endlosgamen weitgehend entsprechen. 



      Unter"mechanischer Kräuselbeständigkeit"KB , ist   das Verhältnis der Einkräuselung nach einer Belastung des Filaments zu der Einkräuselung vor dieser Belastung,   in 0/0,   zu verstehen. Als Belastungen zwischen den beiden Messungen der Einkräuselung    können Werte'wie 0, 6, 0, 8, 1, 0   oder 1, 2 p/den gewählt werden. Die Belastungsdauer sowie die Zeit für die Erholung der belasteten Faser vor der zweiten Messung der Einkräuselung beträgt 1 min. Auch betreffend die   Kräuselbeständigkeit   sind die erfindunggemässen Bikomponenten-Endlosgarne durchaus mit den nach dem   Falschdraht- oder Stauchkräuse1ver-   fahren hergestellten, mechanisch texturierten Endlosgamen vergleichbar und zum Teil sogar überlegen. 



   Die Prüfung und Beurteilung der Haftfähigkeit der beiden Komponenten im Bikomponentenfaden wurde auf folgende Art vorgenommen :
Betrachtet man einen Faserquerschnitt von Bikomponentenfäden, so kann man die beiden Kompo- 
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 <Desc/Clms Page number 4> 

 
 EMI4.1 
 
B.und   10/0   getrennte Fäden beobachtet. 



   Bei den Beispielen 1 bis 4 wurden nach einer diskontinuierlichen Fixierung des Fadenmaterials im Strang bei 1300C im Sattdampf unter verschiedener Spannung Einkräuselungswerte zwischen 3 und   3   o   und ausgezeichnete mechanische Kräuselbeständigkeit erhalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Bikomponentenfäden oder-fasern mit hoher mechanischer Kräuselbeständigkeit durch gemeinsames Verspinnen von Polyestern als eine Komponente und Polyamiden als andere Komponente aus denselben Spinndüsenlöchern und anschliessendes Verstrecken und gegebenenfalls Fixieren der Fäden, dadurch gekennzeichnet, dass als Polyester Polyäthylenterephthalat und als Polyamid Polydodekalactam, Polytetramethylendiaminsuberat, Polyhexamethylendiaminsuberat oder Polytetramethylendiaminsebazat verwendet werden.
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