AT27297B - Verfahren zur Herstellung eines als Druckfarbe verwendbaren Eisenoxyduloxyds. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines als Druckfarbe verwendbaren Eisenoxyduloxyds.

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  Verfahren zur Herstellung eines als Druckfarbe verwendbaren Eisenoxyduloxyds. 



   Bekanntlich besteht Druckerschwärze im wesentlichen aus zwei Bestandteilen, einem öligen Bindemittel und einem schwarzen Farbstoff. 



   Als Farbstoff werden gewöhnlich gewisse Modifikationen des Kohlenstoffes (Lampenschwarz, Russ) benutzt, aber die   Ungleichmässigkeit   dieses Materials in bezug auf seine physikalischen Eigenschaften und die hieraus sich ergebende Unsicherheit der Wirkung der schwarzen Druckfarbe machen es   äusserst schwierig,   ein gutes Fabrikat zu mässigem Preise auf den Markt zu bringen. 



   Bei der im folgenden beschriebenen Farbe wird dieser Nachteil durchaus vermieden, indem das   Kohlenschwarz durch   einen zusammengesetzten Körper ersetzt wird, der aus gefälltem, schwarzem, magnetischem Eisenoxyduloxyd besteht, das nach einem besonderen Verfahrenhergestelltwird. 
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   Losung her   ; hiezu eignen sich gut die sonst wertlosen Lösungen, die man beim Beizen von Eisenblech usw. erhält. Die in einem passenden Behälter enthaltene Lösung wird in der Kälte mit Soda in geringem   Überschuss versetzt und   so auf einmal   vollständig   gefällt, 
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 man die   Flussiglieit   nach dem Abstellen der Luft zum Sieden bringt und sie   einige Minuten     auf dieser Temperatur erhält.

   Die fortschreitende Oxydation wird von gewissen Änderungen   
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 grün, dann blau, dann   braun, und gegen Eude tiefbraunschwarz.   



   Die wichtigste Frage war nun die Feststellung des Punktes. bei dem die Zuführung von Luft unterbrochen werden muss. Solange diese Frage nicht gelöst war, schlugen die meisten der Versuche   fehl und   nur hin und wieder wurde unerwartet ein befriedigendes Produkt erhalten. 



   Schliesslich kam man auf. den Gedanken, das Produkt in verschiedenen Stadien des Verfahrens zu untersuchen, hiebei jedoch nicht die absolute Menge der Bestandteile zu bestimmen, sondern nur ihre verhältnismässigen Mengen, weil man sonst von einer ab-   gewogenen Probe hätte ausgehen müssen,   deren Herstellung ein Waschen, Filtrieren und 
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 und je nach dem erhaltenen Wert wird die Oxydation fortgesetzt oder unterbrochen. Das Filtrieren und Waschen geschieht auf die gewöhnliche bekannte Weise. 



   Das niedergeschlagene Eisenoxyduloxyd, nach dem eben beschriebenen Verfahren hergestellt, besitzt eine prachtvolle schwarze Farbe von hoher Beständigkeit, und am schönsten treten diese Eigenschaften hervor, wenn die Darstellung so geleitet wird, dass das Verhältnis von Oxyduleisen zum Oxydeisen zwischen   1 :   2 und   1 : 2. 5   liegt. 



   Da der Körper durch Fällung entstanden ist, so lässt er sich leicht zu einem unfühlbaren Pulver zerkleinern, das sich vollkommen mit dem Öl mischt. Man erhält so eine Druckfarbe von vorzüglichen Eigenschaften, die sich sowohl für gewöhnlichen Buchdruck wie für das Drucken von Stichen und Radierungen eignet, besonders auch für die schwierig herzustellenden Halbtondrucke, bei denen die meisten schwarzen Druckfarben gänzlich versagen. Der nach dem Verfahren hergestellte Farbkörper besitzt dagegen immer die gleichen physikalischen Eigenschaften, und liefert daher eine Druckerschwärze von immer gleich bleibender Wirkung. 



   Um die Schwärze herzustellen, ist es nur nötig, das   Ö !   (Leinöl   oder Harxu l)   in solcher Menge mit dem Farbstoff zu mischen, dass die gewünschte Konsistenz erhalten wird. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur llersteliung eines als Druckfarbe verwendbaren Eisenoxyduloxyds durch Fällung einer Ferrosalzlösung mit Alkali oder Alkalikarbonat und nachträgliche
Oxydation des gefällten Eisenoxyduls, dadurch gekennzeichnet, dass die Oxydation nur so weit getrieben wird, dass das Verhältnis von   Oxydu1eisen   zum Oxydeisen innerhalb der 
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 der Luft bei niedriger Temperatur getrocknet wird.

Claims (1)

  1. 2. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 1, darin bestehend, dass das nach dem Verfahren des Anspruches 1 durch Faltung von Eisenoxydul und spätere Luftoxidation oder auch auf dem üblichen Wege hergestellte Eisenoxydutoxyd. bei welchem das verhältnis von Oxyduleisen zu Oxydeisen ungefähr wie 1 : 2 ist, unter Luftabschluss oder im Vakuum etrocknt wird.
AT27297D 1905-09-20 1905-09-20 Verfahren zur Herstellung eines als Druckfarbe verwendbaren Eisenoxyduloxyds. AT27297B (de)

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