<Desc/Clms Page number 1>
Gestellrahmen mit Einschüben
Die Erfindung bezieht sich auf einen Gestellrahmen mit Einschüben, bei dem jeder Einschub über eine Steckverbindung, die aus Buchsen-und Steckerleisten mit quer zur Einschubrichtung angeordneten Kontaktbuchsen und-steckern besteht, an die jeweilige Anlage, insbesondere eine Fernmeldeanlage, angeschlossen wird.
In der Nachrichtentechnik werden häufig elektrische Bauelemente auf einer Trägerplatte zu elektronischen Baueinheiten vereinigt. Ein Einschub fasst dann mehrere dieser Baueinheiten zusammen.
Dabei werden die Baueinheiten über Steckverbinder an die Verdrahtung des Einschubes angeschlossen.
Zum Anschluss der Einschübe an die Gestellrahmenverdrahtung verwendet man vielfach Steckverbindungen. Diese bieten gegenüber den nichtsteckbaren Verbindungen, also denen, die mit dem Gestell fest verbunden sind, den Vorteil, dass sie für Prüf-, Einstell-und Servicearbeiten leicht demontiert und im Störungsfall schnell ausgewechselt werden können.
Bisher wurden die Steckverbinder, die den Einschub an die Verdrahtung des Gestells anschliessen, in der Regel so angeordnet, dass alle Anschlusskontakte gleichzeitig in Eingriff kommen (Fig. la). Dabei waren die Kontakte der Steckverbinder in Einschubrichtung angeordnet. Die Verriegelung der Einschübe, d. h. die mechanische Befestigung am Gestell, erfolgte dann jeweils getrennt, wenn die elektrische Verbindung durch die Stecker hergestellt war. Mit der ständig zunehmenden Bauteiledichte wächst jedoch auch die Zahl der Leitungsanschlüsse und somit der Steckverbinder. Das Stecken und Ziehen von Einschüben erfordert deshalb grosse Steckkräfte, die durch aufwendige Schraub-und Hebelverschlüsse überwunden werden müssen. Ausserdem ist ein genaues Einlehren der Steckverbinderhälften zueinander unerlässlich.
Nun ist zwar aus der brit. Patentschrift Nr. 706,246 schon eine Steckverbindung bekannt, deren Kontaktstecker quer zur Einschubrichtung angeordnet sind. Bei der bekannten Anordnung sind die Einschübe jedoch auch an in Einschubrichtung liegende Kontaktstecker angeschlossen, so dass beim Einschieben Steckkräfte zu überwinden sind. Da indessen bei dieser Anordnung die Anschlusszahl je Einschub klein ist, tritt ein Bedürfnis nach Verriegelung der Steckkräfte nicht auf.
Die Erfindung strebt es demgegenüber an, Einschübe an ihre Gestellrahmen trotz hoher Anschusszahl mit geringer Kraft anzuschliessen, ohne dass dafür Schraub-und Hebelverschlüsse sowie genaues Einlehren der Steckverbinderhälften notwendig werden.
Gemäss der Erfindung wird dieses Problem dadurch gelöst, dass sowohl die Buchsen-als auch die Steckerleiste in mehrere kleine Einheiten aufgeteilt und mindestens ein Teil jeder kleinen Einheit (entweder Buchsen-oder Steckerleiste) beweglich ausgeführt ist.
Auf diese Weise ist es erreichbar, Einschübe mit hoher Anschlusszahl ohne grossen Kraftaufwand in das Gestell einzuschieben und die einzelnen Einheiten der Steckverbindung nacheinander zu schliessen, so dass immer nur ein Teil der gesamten Steckkontakte gleichzeitig in Eingriff kommt.
In einer vorteilhaften Ausführungsform ist die Steckverbinderhälfte drehbar angeordnet. Die Hebelwirkung des schwenkbaren Kontaktleistenbügels erleichtert das Schliessen der Steckverbinder.
<Desc/Clms Page number 2>
Gleichzeitig mit dem Schliessen der Steckverbinder ist dann der Einschub mit dem Gestellrahmen über die quer zur Einschubrichtung angeordneten Kontakte, ohne zusätzliche Hilfsmittel zu gebrauchen, verriegelt, da die quer zur Einschubrichtung angeordneten Steckkontakte sowie Kugelstifte und Buchsen ein Herausziehen des Einschubs nicht mehr gestatten. Der Aufbau und die Zahl der Steckeinheiten sowie der Steckverbinder je Steckeinheit lassen sich beliebig variieren. Ein weiterer Vorteil ist die gute Zugänglichkeit der Steckverbindungshälften im Gestellrahmen bei herausgenommenem Einschub. So ist es z. B. leicht möglich, das Schrank-bzw.
Gestellkabel von der Vorderseite aus an die Steckverbinderhälfte des Gestellrahmens anzulöten und zu prüfen. Man kann also die Anschlüsse ohne Ausbau des Gestellrahmens prüfen oder vertauschen.
Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus einem Ausführungsbeispiel, das in den Fig. 2 und 3 dargestellt ist :
Der mit Baueinheiten bestückte Einschub wird auf Gleitschienen in dem Gestellrahmen - bis zum Anschlag eingeschoben. Dabei sind die am Gestellrahmen drehbar angeordneten
EMI2.1
gegenüber. Durch Schwenken der mit Federleisten bestückten Federleistenbügel nach rechts-r-- werden die Steckverbinder nacheinander und quer zur Einschubrichtung --E-- geschlossen. Federund Messerleisten müssen nicht eingelehrt werden, eil sie mit ausreichendem Spiel an den entsprechenden Bügeln befestigt sind. Im Ausführungsbeispiel sind die Steckverbinderhälften schwimmend an Kugelstiften (Messerleisten) bzw. Buchsen (Federleisten) aufgehängt, die in die Federbzw. Messerleistenbügel eingeschraubt sind.
Werden die Federleistenbügel nach rechts--r-- geschwenkt, so nehmen die Buchsen die Kugelstifte auf. Der Einschub wird dadurch mit dem Gestellrahmen verriegelt. Kugelstifte und Buchsen fangen Kräfte auf, die in der oder gegen die Einschubrichtung-E-wirken, und bewirken damit, dass Kontaktstecker und-buchsen mechanisch nicht unnötig beansprucht werden.
Das Abdeckblech--5-- (Fig. 3) lässt sich nur aufsetzen, wenn alle Steckverbinder geschlossen sind und bewirkt dann eine mechanische Verriegelung der schwenkbaren Steckeinheiten. Zu diesem Zweck trägt es Winkel, die hinter die vorderen Enden der Federleistenbügel greifen und damit verhindern, dass diese unbeabsichtigt, z. B. durch Erschütterungen, nach links--l--schwenken.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Gestellrahmen mit Einschüben, bei dem jeder Einschub über eine Steckverbindung, die aus
EMI2.2
d gekennzeichnet, dass sowohl die Buchsen-als auch die Steckerleiste in mehrere kleine Einheiten aufgeteilt und mindestens ein Teil jeder kleinen Einheit (entweder Buchsen-oder Steckerleiste) beweglich ausgeführt ist.