<Desc/Clms Page number 1>
Kleinheimsauna
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kleinheimsauna, die aus einem einen Sessel umgebenden, über den
Badnehmer zu gebenden Badeumhang aus weichem, luftdichtem Material, wie Plastikfolie usw., welcher durch auf den Sessel und/oder den Badnehmer aufzulegende Abstandhalter in Distanz vom Körper des
Badnehmers gehalten ist, und einem unter den Sessel zu stellenden Heizkörper besteht.
Es sind Kleinheimsaunas bekannt, bei denen eine paravantartige Wand rund um einen Sessel gestellt wird, sodass eine Art Zylinder entsteht. Die Oberseite des Zylinders ist abgedeckt und hat eine Öffnung zum Durchstecken des Kopfes. Ein Heizkörper wird dabei unter einen Sessel gestellt und erzeugt in diesem Raum die nötige Wärme. Diese Art von Saunas hat verschiedene Nachteile. Die steife Wand benötigt relativ viel Raum zum Aufheben. Die ganze Anlage ist nicht allzu billig herzustellen. Der zu erwärmende Luftraum ist relativ gross. - Es sind ferner Badeumhänge aus weichem Plastikmaterial be- kannt, die um den Badenden und die Heizquelle gelegt werden. Zum Teil liegen diese Umhänge stellen- weise am Körper an, wodurch die Luftzirkulation behindert wird, zum Teil sind sie weiter als nötig durch
Abstandhalter vom Körper distanziert.
Der Schnitt des Umhanges hat eine komplizierte Form.
Diese Nachteile vermeidet die vorliegende Erfindung dadurch, dass der Badeumhang aus einem etwa 2, 50 x 1, 40 m grossen Folienstück besteht, welches gefaltet ist, so, dass die Vorderseite zirka 1, 30 m und die
Rückseite zirka 1, 20 m lang ist und dass Vorder- und Rückseite an den Seiten verbunden sind, wobei in der
Mitte eine Öffnung zum Durchstecken des Kopfes vorgesehen ist und etwa brillenförmige Halter zum
Distanzieren des Umhanges von den Schultern eingeschoben sind, wobei die Vorderseite in der Mitte etwa 1, 30 m weit aufgeschnitten ist und der Schnitt mit einem Reissverschluss ausgestattet ist und neben dem oberen Ende des Reissverschlusses die brillenförmigen Halter eingeschoben sind, und dass etwa 55 cm vom oberen Reissverschlussende beiderseits des Reissverschlusses vorzugsweise in Taschen Isoliermaterial, etwa ein Plastikschwamm,
zur Auflage auf den Oberschenkeln und Knien angeordnet ist.
Die Abdeckung besteht aus einer weichen Plastikfolie, die sich klein zusammenfalten oder wie ein Mantel aufhängen lässt und sehr wenig Raum beansprucht. Damit diese Folie nicht am Körper aufliegt, sind die Abstandhalter vorgesehen. Diese Abstandhalter halten einerseits die Folie in nötiger Distanz, bewirken anderseits, dass diese Distanz nicht zu gross ist, sodass der zu erwärmende Luftraum auch nicht sehr gross ist. Dies bedeutet anderseits, dass zur Erwärmung des Luftraumes wenig Energie benötigt wird. In der Praxis hat es sich gezeigt, dass ein elektrischer Ofen mit einer Leistung von etwa 1200-1800 Watt vollkommen ausreicht. Es kann dabei ein infrarot strahlender Ofen oder ein Heizventilator mit Gebläse Verwendung finden.
Der Ofen findet seinen Platz unter dem Sessel, u. zw. so, dass er die Strahlen direkt nach oben richtet und nirgends mit einem Plastikmaterial in Berührung kommt.
Der Umhang lässt sich aus einem Folienmaterial sehr ökonomisch herstellen und genügt vollkommen den Ansprüchen an eine Kleinheimsauna. Durch Öffnen des Reissverschlusses kann man bequem in den über den Sessel gelegten Umhang hineinsteigen und ihn für das Bad schliessen. Die Halter werden auf die Schulter gelegt und verhindern, dass der Umhang dicht auf den Schultern aufliegt. Zweckmässig wird ein Handtuch um den Hals gelegt, wodurch eine bessere Abdichtung des Umhanges nach oben erzielt wird. Zur Distanzierung des Umhanges von den Knien ist etwa 55 cm vom oberen Reissverschlussende beiderseits des Reissverschlusses vorzugsweise in Taschen Isoliermaterial, etwa ein Plastikschwamm od. dgl. zur Auflage auf den Knien angeordnet, welcher direkt auf den Knien liegt. Eine Wärmeleitung der kälteren Aussentemperatur auf die Knie wird dadurch vermieden.
Auf den Sessel wird zweckmässig eine Sitzauflage gegeben. Eine auf der Sitzauflage befestigte Schutzklappe, etwa ein dünnes Brett, ist vorteilhaft vorne an der Sitzauflage befestigt und dient zum Wadenschutz sowie dazu, die heisse Luft entsprechend zum Oberkörper zu lenken. Vorteilhaft wird auf die Sitzauflage ein wasserundurchlässiges Material wie Plastikfolie od. dgl. über einem dickeren Handtuch, etwa Frotteehandtuch aufgelegt, damit der Körper nicht direkt mit dem Sessel in Berührung kommt und der abfliessende Schweiss von der Plastikfolie aufgefangen wird. Diese Auflage kann auch leicht gereinigt werden.
Die Erfindung ist an Hand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausgangsbeispieles näher erläutert, ohne sich darauf zu beschränken. Fig. l zeigt eine Plastikfolie, aus der der Mantel gefertigt wird, mit den
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1