AT2761U1 - Gegenschneide für schneidwerke - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Gegenschneide für Schneidwerke, wobei die Schneidkante durch ein oder mehrere Schneidsegmente (4) gebildet ist, und wobei das/die Schneidsegment(e) (4) zwischen einem Grundkörper (2) und einer Halteplatte (1) form- oder reibschlüssig gehalten ist (sind).
Description
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Die Erfindung betrifft eine Gegenschneide für Schneidwerke, wobei die Schneidkante durch ein oder mehrere Schneidsegmente gebildet ist. Solche Schneidwerke werden z. B. bei fahrbaren oder stationären Häckslern eingesetzt. Die Schneidkante der Gegenschneide bei Trommel- oder Scheibenräderschneidensystemen, wie sie in Häckslern zur Ernte und Zerkleinerung von landwirtschaftlichen Früchten eingesetzt werden, führt zu einem wesentlich grösseren Verschleiss, als die an ihnen vorbeiführenden Schneidmesser. Beispielsweise werden bei einer Trommel mit 12 Messern alle 12 Messer an der einen Schneidkante der Gegenschneide vorbeigeführt.
Es gibt daher seit langem Bemühungen, den Verschleiss dieser Schneidkanten zu reduzieren, um damit die Schneidqualität und die Lebensdauer der Schneidkante zu erhöhen. Deshalb werden die Schneidkanten von Gegenschneiden in einer besonders verschleissfesten Ausfüh : run3 herge- stellt. Solche Schneidleisten sind z. B. aus der US-PS 3 635 271 (Deere & Conpany), der US-PS 3 805 660 (Gehl Company) oder des Deutschen Gebrauchsmusters G 87 00403. 8 (Karl Mengele & Söhne) bekannt. Eine besonders verschleissfeste Ausführung ist in der AT-PS 398 509 (Busatis GmbH) dargestellt. Diese Schneidleisten weisen eine, seitlich an der Schneidleiste angebrachte, hochverschleissfeste Hartstoffbeschichtung auf.
Diese hat den Nachteil, dass im Fall einer ständigen Berührung mit den Messern die Verschleissschicht zusätzlich abgenutzt wird. Die aufgebrachten Verschleissschutzschichten sind meist sehr spröde und brechen aus, wenn harte Fremdkörper z. B. Steine zwischen Messer und Schneidkante gelangen. Ein weiterer Nachteil liegt darin, dass im Fall einer starken Beschädigung die Schneidkante nicht weiter benutzt werden kann, und die gesamte Schneidleiste ausgetauscht werden muss.
Eine andere Lösung, nämlich durch Aufkleben oder durch Auflöten von vorgefertigten Hartmetallschneidplatten, ist im DE-GM 297 16 511. 9 (Busatis GmbH) geoffenbart. Bei dieser Lösung liegt der Nachteil darin, dass bei Lösung der Verbindung durch Krafteinwirkung die Hartmetallschneidplatten durch den Häcksler wandern, und dies zur Beschädigung der im Schneidwerk eingelagerten Zerkleinerungswalzen (Crackerwalzen), führen kann.
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Mit der vorliegenden Erfindung sollen die geschilderten Nachteile vermieden werden. Beschädigte Teile der Schneidkante sollen einfach ausgetauscht werden können. Entsprechend den gegebenen Anforderungen
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die Schnittoberfläche der Gegenschneide als Verschleissteil leicht auswechselbar sein.
Gemäss vorliegender Erfindung ist die erfindungsgemässe Gegenschneide
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Im folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnungen in zwei Ausführungsbeispielen näher beschrieben.
Fig. 1 zeigt die Ansicht und Fig. 2 die Aufsicht auf eine fertig montierte Gegenschneide. Die Figuren 3 und 4 zeigen zwei Ausführungbeispiele in einem Schnitt nach der Linie III-III in Fig. 1. Fig. 5 ist eine schematische Darstellung der Vorderansicht der Gegenschneide mit abgenommener Halteplatte.
Die Fig. 1 zeigt die Gegenschneide im Aufriss. Die Schneidsegmente 4 sitzen entlang der Schneidkante 16 auf einem Grundkörper 2. Die Schneidkante 16 erstreckt sich entlang oder parallel zur Längsachse 18 der Gegenschneide. Vom Grundkörper 2 sieht man die Stirnfläche 5 und als Linie die Unterseite 20. Von den Schneidsegmenten 4 sieht man die Messerflächen 13, die die Höhe 15 aufweisen.
Gemäss Fig. 2 weist der Grundkörper 2 Befestigungslöcher 25 auf, die der Befestigung der Gegenschneide am Schneidwerk dienen. Von den Schneidsegmenten 4 sind die Messerflächen 12 sichtbar, die von der Halteplatte 1 bis zur Schneidkante 16 reichen. Die Breite der Messerflächen 12 ist mit 14 bezeichnet. Die Schraublöcher 23 dienen zur
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Aufnahrre der von unten geschraubten Schrauben 3 für das Befestigen der Halteplatte l, die sämtliche Schneidsegmente 4 form-oder reibschlüssig mit dem Grundkörper 2 verbindet.
Gemäss den Figuren 3 und 4 ist die Halteplatte 1 mit dem Grundkörper 2 durch eine lösbare Verbindung, hier durch die Schrauben 3, verbunden.
Dadurch kann die Halteplatte 1 als Verschleissteil ausgewechselt werden. An ihrer Oberfläche 6 ist die Halteplatte 1 bevorzugt gehartet oder mit einer Verschleissschutzschicht versehen. Diese Oberläche 6 ist durch das aufschlagende Schneidgut einem besonderen Verschleiss unter- worfen. Der Schraubkcpf 19 der Schrauben 3 sitzt in der Unterseite 20 des Grundkörpers 2, wodurch diese Schrauben 3 auch bei Verschleiss an der Oberfläche 6 unbeschädigt bleiben und wieder gelöst werden können.
In der Ausführung nach Fig. 3 liegen die Schneidsegmente 4 in einer Aufnahmenut 7 schräg zu Oberfläche 6 der Halteplatte 1 und schräg zur Stirnfläche 5 des Grundkörpers 2. Die eine Haltefläche 8 ist durch die Halteplatte 1 gebildet und die Gegenhaltefläche 9 durch den Grundkörper 2. Die Schneidsegmente 4 sind mit ihrer Rückseite 10 an einer
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2 abgestützt.Oberfläche 6 der Halteplatte 1 und die andere Messerfläche 13 etwa in der Ebene der Stirnfläche 5 der Gegenschneide angeordnet sind. Die eine Messerfläche 12 weist eine geringere Breite 14 auf, als es der Hohe 15 der anderen Mssserflache 13 entspricht.
Die Haltefläche 8 und die Gegenhaltefläche 9 sind gemäss einer bevorzugten Ausführungsform nicht parallel zueinander, sondern in Richtung 17 zur Schneidkante 16 hin konisch zusammenlaufend ausgebildet. Der Winkel zwischen der Oberfläche 6 und der Haltefläche 8 bzw. der zugeordneten Fläche des Schneidsegmentes 4 beträgt hier 420 und der Winkel zwischen Stirnfläche 5 und der Gegenhaltefläche 9 bzw. der dieser zugeordneten Fläche des Schneidsegmentes 4 beträgt 450. Durch diese konische Ausbildung wird ein Herausbrechen der Schneidse3er nte 4'
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starker verhindert als bei einer parallelen Anordnung mit bloss reibschlüssige Verbindung.
Bei der Ausbildung nach Fig. 4 sind die Haltefläche 8 und Gegenhaltfläche 9 zueinander parallel ausgebildet. Die Schneidsegmente 4 weisen eine Nase 24 auf, die in eine Hinterschneidung der Haltefläche 8 der Halteplatte 1 greift. Damit ist ein Ausbrechen der Schneidsegmente ebenfalls sicher verhindert. Die Ausbildung nach Fig. 3 hat den Vorteil, dass ein Nachstellen der Schneidsegmente in Richtung 17 dadurch möglich ist, dass zwischen Anschlagrippe 11 und dem Schneidsegment 4 ein Distanzstreifen eingelegt werden kann, sodass an der Schneidkante 16 abgenutzte Schneidsegmente wieder in der gewünschten Schneidkantenlinie zu liegen können.
Das Material der Schneidsegmente 4 kann jedes dafür geeignete Hart-
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Bevorzugte Materialst rken für die Schneidsegmente liegen über 2 mm und vorzugsweise zwischen 3 und 8 mm.
Claims (15)
- ANSPRÜCHE 1. Gegenschneide für Schneidwerke, wobei die Schneidkante durch ein oder mehrere Schneidsegmente gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das/die Schneidsegment (e) (4) zwischen einem Grundkörper (2) und einer Halteplatte (1) form-oder reibschlüssig gehalten ist (sind).
- 2. Gegenschneide nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die gesamte Schneidkante (16) aus einer Reihe mehrerer Schneidsegmente (4) gebildet ist.
- 3. Gegenschneide nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteplatte (1) mit dem Grundkörper (2) durch eine lösbare Ver- bindung wie Schrauben (3) verbunden ist, sodass die Halteplatte (1) als Verschleissteil auswechselbar ist.
- 4. Gegenschneide nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteplatte (1) an ihrer Oberfläche (6) gehärtet oder mit einer Verschleissschutzschicht versehen ist.
- 5. Gegenschneide nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidsegmente (4) in einer Aufnahmenut (7) schräg zur Oberfläche (6) der Halteplatte (1) und Stirnfläche (5) des Grundkörpers (2) angeordnet sind, wobei eine Haltefläche (8) durch die Halteplatte (1) und die Gegenhaltefläche (9) durch den Grundkörper (2) gebildet sind.
- 6. Gegenschneide nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidsegmente (4) mit ihrer Rückseite (10) an einer Anschlagrippe (11) abgestützt sind.
- 7. Gegenschneide nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Anschlagrippe (11) und Schneidsegment (4) ein Distanzstreifen einlegbar ist. <Desc/Clms Page number 6>
- 8. Gegenschneide nach einem der Anspruche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidsegmente (4) entlang der Schneidkante (16) zwei Messerfl chen (12, 13) aufweisen, von denen eine (12) etwa in der Ebene der Oberfläche (6) und die andere (13) etwa in der Ebene der Stirnfläche (5) angeordnet sind.
- 9. Gegenschneide nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Messerfläche (12) in der Ebene der Oberfläche (6) eine geringere Breite (14) zur Schneidkante aufweist als der Höhe (15) der anderen Messerfl che (13) entspricht.
- 10. Gegenschneide nach einem der Anspruche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltefläche (8) und die Gegenhaltefläche (9) in Richtung (17) zur Schneidkante (16) konisch zusammenlaufend ausgebildet sind.
- 11. Gegenschneide nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel zwischen Oberfläche (6) und der Haltefläche (8) bzw. der zugeordneten Fläche des Schneidsegmentes (4) bei etwa 420 und der Winkel zwischen Stirnfläche (5) und der Gegenhaltefläche (9) bzw. der dieser zugeordneten Fläche des Schneidsegr ntes (4) bei etwa 45 beträgt.
- 12. Gegenschneide nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteplatte (1) entlang der Längsachse (18) eine Durchbiegung aufweist, um eine durchgehende Klenmung der Schneidsegmente (4) zwischen Halteplatte (1) und Grundkörper (2) sicherzustellen (Fig. 5.).
- 13. Gegenschneide nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraubköpfe (19) der Schrauben (3) an der Unterseite (20) der Gegenschneide angeordnet sind.
- 14. Gegenschneide nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Rücken (21) der Halteplatte (1) an einer Schulter (22) des Grundkörpers (2) abgestützt ist. <Desc/Clms Page number 7>
- 15. Gegenschneide nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneidsegment (4) eine Nase (24) aufweist, die in eine Hinterschneidung der Haltefläche (8) der Halteplatte (1) greift.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT0026198U AT2761U1 (de) | 1998-04-20 | 1998-04-20 | Gegenschneide für schneidwerke |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT0026198U AT2761U1 (de) | 1998-04-20 | 1998-04-20 | Gegenschneide für schneidwerke |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT2761U1 true AT2761U1 (de) | 1999-04-26 |
Family
ID=3485844
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT0026198U AT2761U1 (de) | 1998-04-20 | 1998-04-20 | Gegenschneide für schneidwerke |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT2761U1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102014108607A1 (de) * | 2014-06-18 | 2015-12-24 | Betek Gmbh & Co. Kg | Gegenschneide |
| EP4049528A1 (de) * | 2021-02-26 | 2022-08-31 | Gebrüder Busatis Gesellschaft m.b.H. | Mähbalken, insbesondere gegenmesser für häckselmaschinen |
-
1998
- 1998-04-20 AT AT0026198U patent/AT2761U1/de not_active IP Right Cessation
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102014108607A1 (de) * | 2014-06-18 | 2015-12-24 | Betek Gmbh & Co. Kg | Gegenschneide |
| EP4049528A1 (de) * | 2021-02-26 | 2022-08-31 | Gebrüder Busatis Gesellschaft m.b.H. | Mähbalken, insbesondere gegenmesser für häckselmaschinen |
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