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Vorrats-und Abgabebehälter für verflüchtigbare oder verdunstbare Stoffe bzw. Flüssigkeiten
Die Erfindung betrifft einen Vorrats- und Abgabebehälter für verflüchtigbare oder verdunstbare Stoffe bzw. Flüssigkeiten, insbesondere durch Inhalieren aufnehmbar aromatische, medizinische od. dgl. Stoffe, bei dem die Lufteintritts-und Luftaustrittsöffnungen als ins Behälterinnere ragende tüllenoder rohrförmige Vorsprünge ausgebildet sind, deren Länge wenigstens der Höhe des Flüssigkeitsspiegels des nach Gebrauch im Behälterinneren zurückbleibenden Flüssigkeitsrestes entspricht.
Ein Behälter der eingangs genannten Art wird zur Aufnahme von aromatischen Stoffen und zur Verbesserung des Mundgeruches sowie zur Aufnahme von medizinischen Stoffen und Anregungsstoffen, wie Koffein, Appetithemmern, wie Anisaldehyd oder Antinikotinstoffe od. dgl. verwendet. Dabei werden sowohl prophylaktische als auch heilende Behandlungen der Luft-und Atemwege des menschlichen Körpers durch Inhalieren vornehmbar.
Als Stoffe zu diesem Zweck eignen sich alle flüssigen oder verflüssigbaren Stoffe, die verdunstbar oder verflüchtigbar sind oder durch geeignete Massnahmen, wie Hinzufügung eines geeigneten Lösungsmittels, in einen verdunstbaren oder verflüchtigbaren Zustand überführt werden können.
In der USA-Patentschrift Nr. 2, 579, 362 ist bereits ein Behälter der in Rede stehenden Art beschrieben, bei welchem sich die Lufteintritts- und Luftaustrittsöffnungen an den Enden von rohroder tüllenförmigen Fortsätzen befinden, die ins Behälterinnere hineinragen und infolgedessen geeignet sind, ein Auslaufen von Flüssigkeit zu verhinder. Das heisst, dass ein Behälter dieser bekannten Ausführungsform in den Taschen der Garderobe oder auch in andern Taschen ohne die Gefahr einer Verschmutzung mitgeführt werden kann. Bei diesem bekannten Behälter sind jedoch die Vorsprünge für die Lufteintritts-und Luftaustrittsöffnung koaxial ineinander angeordnet, d. h., dass die Lufteintritts- und Luftaustrittsöffnung nahezu in einer Ebene liegen.
Die in den Behälter einströmende Luft wird daher unmittelbar nach dem Austritt aus der Lufteintrittsöffnung sofort kurzschlussartig in die Luftaustrittsöffnung eingesaugt. Sie kann daher aus dem Behälterinneren nur dann Anteile des aromatischen Stoffes entnehmen, wenn dieser bereits von selbst durch seine eigene Flüchtigkeit in den Bereich dieser kurzschlussartigen Luftströmung gelangt. Intensive Anreicherungen der Luft mit den verflüchtigbaren Stoffen, die zu Heilzwecken häufig unerlässlich sind, können daher nicht verwirklicht werden. Die Anwendung von schwerer verflüchtigbaren Stoffen scheidet völlig aus.
Es ist zwar bereits bekannt, durch einen luftdurchlässigen porösen und für den zu verdunstenden Stoff saugfähigen Körper eine grosse Berührungsfläche zwischen der mit dem Inhalationsstoff anzureichernden Luft und dem Inhalationsstoff selbst zu schaffen. In der USA-Patentschrift Nr. 2, 721, 551, in welcher diese Massnahme erläutert ist, muss der Behälter, in welchem sich die Inhalationsflüssigkeit befindet, sorgfältig in einer bestimmten Gebrauchslage gehalten werden, damit die in ihm enthaltene Flüssigkeit nicht aus der Austritts-oder Eintrittsöffnung für die Luft herausläuft.
Tüllenförmige oder rohrförmige Fortsätze, an denen sich die Lufteintrittsöffnung bzw.
Luftaustrittsöffnung befindet, fehlen diesem Behälter. Es ist daher unmöglich, diesen Behälter in der Tasche mitzufiihren.
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Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, den eingangs genannten auslaufsicheren Vorratsund Abgabebehälter für verflüchtigbare oder verdunstbare Stoffe bzw. Flüssigkeiten so auszubilden, dass auch eine intensive Anreicherung der hindurchströmenden Luft mit dem zu verdunstenden Stoff erzielt wird. Die vorgenannte Aufgabe wird dadurch gelöst, dass bei dem einleitend erwähnten Behälter die Vorsprünge für die Lufteintritts-und Luftaustrittsöffnung an einander gegenüberliegenden Bereichen der Behälterwand vorgesehen sind.
Durch die genannte Anordnung der Lufteintritts-und Luftaustrittsöffnung wird die durch den Behälter hindurchströmende Luft gezwungen, den Behälter vollständig zu durchströmen und dabei auch über die Oberfläche der im Behälter befindlichen Flüssigkeit hinwegzufliessen. Die Luft wird daher stark mit dem zu verdunstenden Stoff angereichert.
Die genannte Wirkung lässt sich noch erheblich steigern, wenn zwischen den beiden Vorsprüngen ein an sich bekannter luftdurchlässiger, saugfähiger Körper angeordnet ist. Ein solcher Körper bildet für die strömende Luft einen Strömungswiderstand, zugleich aber schafft er eine sehr grosse Oberfläche der zu verdunstenden Flüssigkeit. Infolge der Porosität wird die Luft beim Hindurchströmen innig mit der Flüssigkeit in Berührung gebracht, und es können selbst relativ schwer verdunstbare Stoffe in hohem Masse an die durchströmende Luft abgegeben werden.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand schematischer Zeichnungen an mehreren Ausführungsbeispielen näher erläutert. Fig. l zeigt eine axiale Schnittansicht durch eine Ausführungsform des neuen Behälters. Fig. la zeigt eine weitere Ausgestaltung des Behälters gemäss Fig. l, wobei die obere Hälfte im Schnitt dargestellt ist. Fig. 2 stellt den Behälter gemäss Fig. l in einer andern Lage dar. Fig. 3 zeigt eine weitere Ausgestaltung des neuen Behälters. Fig. 4 zeigt einen Schnitt durch ein mittels des neuen Behälters gebildetes unauffällig benutzbares Tascheninhalationsgerät. Fig. 5 stellt eine weitere Ausgestaltung des Behälters in der Form als Tascheninhalationsgerät dar.
Wie die Fig. l zeigt, ist ein Behälter--l--zur Aufnahme aromatischer Stoffe, insbesondere zur
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h.Endstirnseiten-3 und 4-des zylindrischen Hohlkörpers sind koaxial zur Rotationsachse rohrförmige Vorsprünge --5-- angeformt, die zur Behältermitte hin vorspringen und an ihren Enden
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beispielsweise ein Wattebausch, ein Wickel aus Kreppapier, ein poröser Kunststoffblock od. dgl.
Wenn Luft in Richtung der Pfeile-8- (die Richtung kann auch umgekehrt werden) durch die rohrförmigen Vorsprünge --5-- und die Löcher --6-- hindurchgetrieben wird, dann muss diese Luft den tränkbaren Körper--7--durchdringen und wird dabei mit einer sehr grossen Flüssigkeitsoberfläche des Inhalationsstoffes--2--, mit dem sich der tränkbare Körper-7-aus dem Vorrat im Behälter-l-stets sättigt, in Berührung gebracht.
Die Luft reichert sich daher sehr stark mit verdampftem bzw. verdunstetem Inhalationsstoff an.
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von den Wandungen des Behälters wird die Grösse des im Behälter-l-einfüllbaren Inhalationsstoffvorrates-2-vorgegeben. Der in den Fig. l und 2 gezeigte Behälter kann nämlich in jede beliebige Lage übergeführt werden, ohne dass Inhalationsstoff aus dem Behälter ausfliessen oder austropfen kann, solange dafür gesorgt ist, dass der Inhalationsstoff-2- (s. auch Fig. 2) nicht an eines der Löcher --6-- heranreicht. Solange diese Forderung erfüllt ist, bleibt der Behälter--l-- gegen ein Austreten des Inhalationsstoffes absolut dicht.
Fig. 3 zeigt, dass der Behälter nicht nur in der gezeigten Zylinderform gemäss den Fig. l und 2, sondern auch in Kapsel-, Ei-, Ellipsoid-oder Kugelform ausgebildet sein kann. Es ist auch erkennbar, dass die Vorsprünge --5-- trichter- oder tüllenartig ausgebildet sein können. Das Einführen von Inhalationsstoff --2-- kann beispielsweise mittels geeigneter Pipette od. dgl. durch einen der trichteroder tüllenförmigen Vorsprünge --5-- erfolgen. Die Fig. 3 zeigt aber, dass der Behälter--l--auch zweiteilig ausgebildet sein kann und aus den Teilen-la und Ib-bestehen kann. Diese beiden Teile - la und Ib-können mittels eines geeigneten flüssigkeitsdichten Verschlusses --9-- lösbar miteinander verbunden werden.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel der Fig. 3 ist ein Gewinde vorgesehen.
Ähnlich wie die in Fig. 3 gezeigte Ausgestaltung des kugelförmigen Behälters-l-kann aber auch jeder anders geformte Behälter--l--beispielsweise der zylindrische Behälter nach den Fig. l und 2 zweiteilig ausgebildet werden. Dadurch lässt sich gegebenenfalls der tränkbare Körper--7- austauschen, der Inhalationsstoffvorrat--2--ergänzen oder auch das Behälterinnere einfach reinigen.
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Die Fig. 4 und 5 zeigen die Ausbildung bzw. Anwendung des neuen Behälters-l-in der in den Fig. 1 und 2 gezeigten Gestalt zur Bildung eines Tascheninhalationsgerätes--10 und 10a--. Bei dem in Fig. 4 gezeigten Tascheninhalationsgerät--10-- ist, wie bei dem Gerät --10a--, die völlig unauffällige Form einer Zigarettenspitze gewählt worden. Bei dem Beispiel in Fig. 4 ist die Zigarettenspitze aus einem Mundstück-11-und einer vorderen Hülse --12-- zusammengesetzt, u. zw. in der bekannten Weise mittels eines Schraubgewindes--13--. In einem in der Hülse--12-- vorgesehenen Hohlraum wird die bevorzugte zylindrische oder patronenförmige Ausführungsform des
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Grösse der Filterpatrone anzupassen.
Danach kann die Zigarettenspitze völlig unauffällig als Sauginhalationsgerät benutzt werden.
Bei dem Ausführungsbeispiel des Inhalationsgerätes --10a--, das in Fig. 5 wiedergegeben ist, besteht der Unterschied zu dem Ausführungsbeispiel in Fig. 4 lediglich darin, dass an einem Ende des Behälters-l--ein Mundstück--lla-unmittelbar fest angeformt ist. Der Behälter-l-kann dabei sowohl einstückig, gemäss den Fig. 1 und 2, als auch zweiteilig gemäss Fig. 3 ausgebildet werden.
Die Fig. 5 zeigt als Beispiel die zweiteilige Ausführungsform, bei welcher der vordere in der Figur linke Teil des Behälters--l--abnehmbar ist.
Die Fig. la zeigt eine dreiteilige Ausbildung des Behälters --1--. Bei dieser Ausbildung sind zwei Endstücke-la und 1b-- sowie ein Mittelstück --1c-- vorgesehen, welche lösbar und flüssigkeitsdicht verbunden sind. Das Mittelstück-lc--bildet zugleich den tränkbaren Körper --7--, d. h. es ist mit einem porösen Innenkörper versehen.
Viele Stoffe sind fest oder dickflüssig und enthalten Duftstoffe, die aber infolge geringer Verdunstungsneigung nicht ohne weiteres genutzt werden können. Mit geeigneten Lösungsmitteln, die leicht verdunsten, lassen sich diese Duftstoffe aber meist aus den Körpern herauslösen und zur Inhalation verwenden. Manche Stoffe werden durch Lösungsmittel in einen Zustand überführt, in dem sie leicht verdunsten. Der poröse Körper --7-- im Mittelstück --1c-- bei dem Behälter gemäss Fig. 1 kann z. B. ein solcher Stoff sein, während als Flüssigkeit ausschliesslich Lösungsmittel im Behälter enthalten ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrats-und Abgabebehälter für verflüchtigbare oder verdunstbare Stoffe bzw. Flüssigkeiten, insbesondere durch Inhalieren aufnehmbare aromatische, medizinische od. dgl. Stoffe, bei dem die Lufteintritts- und Luftaustrittsöffnungen als ins Behälterinnere ragende tüllen- oder rohrförmige Vorsprünge ausgebildet sind, deren Länge wenigstens der Höhe des Flüssigkeitsspiegels des nach Gebrauch im Behälterinneren zurückbleibenden Flüssigkeitsrestes entspricht, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Vorsprünge (5) für die Lufteintritts-und Luftaustrittsöffnung (6) an einander gegenüberliegenden Bereichen der Behälterwand vorgesehen sind.
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