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Verfahren zum Stabilisieren von Ton oder Lehm enthaltenden Erdformationen
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niederen Alkanolen, behandelt wird.
Die oben erwähnten Behandlungsmittel müssen in einer genügenden Menge verwendet werden, um die Ton enthaltenden Formationen zu stabilisieren.
Als Guanidinsalze werden vorzugsweise Halogenwasserstoff-Salze, wie beispielsweise Guanidinhydrochlorid und Guanidinhydrobromid, oder Guanidinnitrat bzw. Guanidinacetat und Mischungen davon verwendet.
Das Verfahren nach der Erfindung eignet sich insbesondere bei den sekundären Gewinnungsverfahren, bei denen Wasserfluten oder Dampfeinpressen als sekundäre Antriebskraft verwendet werden, um Öl aus der Formation zu gewinnen. Bei einem solchen sekundären Gewinnungsverfahren wird beispielsweise beim Wasserfluten das Einpresswasser in die Formation durch eine Einspritzbohrung unter Druck eingeführt und in die Öl enthaltende Formation herausgetrieben. Der Druck, der auf das in die Formation eingepresste Wasser ausgeübt wird, verdrängt oder treibt das Öl in Richtung auf die Förderbohrung, die sich von der Einspritzbohrung relativ entfernt befindet. An der Förderbohrung wird das dort hingetriebene Öl mit herkömmlichen Mitteln gewonnen.
Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, die Guanidinsalze im speziellen polaren sauerstoffhaltigen aliphatischen Kohlenwasserstoff-Lösungsmittel durch die Einspritzbohrung in die Formation einzupressen, um die eingepresste Behandlungslösung mit dem lehmigen Teil der unterirdischen Formation über einen längeren Zeitraum in Kontakt zu halten. Beispielsweise wird die Behandlungslösung etwa 1 bis etwa 7 Tage in der Formation gelassen, damit der Ton stabilisiert wird. Anschliessend wird die Einpressflüssigkeit des sekundären Gewinnungsverfahrens in die Formation entsprechend den bekannten verfahren eingeführt.
Wenn die Durchlässigkeit der Formation gegenüber der Einpressflüssigkeit des sekundären Ge- winnungsverfahrens vermindert wird, was durch den geringeren Ölausfluss aus der Förderbohrung erkennbar ist, wird der Strom der Einpressflüssigkeit des sekundären Gewinnungsverfahrens in die Einpressbohrung unterbrochen. Dann wird die Behandlungslösung nach dem erfindungsgemässen Verfahren in die Einpressbohrung eingeführt, u. zw. in einer Menge, die ausreicht, um die Durchlässigkeit der Formation gegenüber der Einpressflüssigkeit nach dem sekundären Gewinnungsverfahren wieder herzustellen. Das Widerherstellungsverfahren wird wie oben beschrieben durchgeführt. Nach der Wiederherstellungsbehandlung wird die Einpressflüssigkeit des sekundären Gewinnungsverfahrens wieder in die Einpressbohrung geleitet.
Die Konzentration der Guanidinsalze in dem polaren sauerstoffhaltigen aliphatischen Kohlenwasserstoff-Lösungsmittel kann je nach Salzlösigkeit in dem Lösungsmittel von etwa 0. 5 bis etwa 65 Gel.-% variieren, jedoch haben Konzentrationen zwischen etwa 5 und etwa 20% zufriedenstellende und wirksame Ergebnisse geliefert. Die Verwendung von Guanidinsalzkonzentrationen unter etwa O, 50/0haben sich als nicht vorteilhaft erwiesen, da relativ grosse Mengen einer solchen verdünnten Behandlungslosung benötigt werden, um das Guanidinsalz-Behandlungsmittel mit dem Ton in der und umdie Einpressbohrung in Kontakt zu bringen, um so die Durchlässigkeit des Tones zu verbessern.
Konzentrationen über etwa 2 5 bis 30% bringen keine Verbesserung der Durchlässigkeit und sind auch unwirtschaftlich. Eine bevorzugte Konzentration des bevorzugten Salzes Guanidinhydrochlorid liegt bei etwa 5 bis etwa 20 Gew. -%.
Bei der Behandlung der unterirdischen Formationen gemäss dem vorliegenden Verfahren hat sich Methanol als das wirksamste Lösungsmittel erwiesen und ist auch auf Grund seiner relativ niedrigen Beschaffungskosten und der leichten Verfügbarkeit von Vorteil.
In den folgenden Beispielen wird das Verfahren nach der Erfindung im einzelnen erläutert.
Beispiel 1 : Ein Kern wurde aus einem Bohrloch bei einer Tiefe von 1069 bis 1070 m erhalten.
Ein Teil davon in Form eines Pfropfens mit einem Porenvolumen von 2,02 ml wurde aus dem Kern entfernt. Der Pfropfen wurde mit Toluol gereinigt und seine Porosität und Luft-und Wasserdurchlissigkeit wurden in herkömmlicher Weise bestimmt. Die Luftdurchlässigkeit betrug 5, 5. 10' cm2. die Wasserdurchlässigkeit 0, 97. 10-"CM und die Porosität 25%.
Anschliessend wurde das etwa 9,5fache des gemessenen Porenvolumens an 10 gew.-% iger Natrium- chlorid-Salzlaugelosung in den Pfropfen eingepresst, bis der Pfropfen mit der Salzlauge gesättigt war.
Dann wurde das 35fache Porenvolumen an 5 gew. -%iger Lösung von Guanidinhydrochlorid in Methanol in den Pfropfen eingepresst und die Flüssigkeitsdurchlässigkeit bestimmt. Die Durchlässigkeit betrug 123, 5% der ursprünglichen Durchlässigkeit gegenüber der Salzlaugelösung.
Beispiel 1A : In den nach Beispiel 1 behandelten Pfropfen wurde das 5fache Porenvolumen an destilliertem Wasser eingepresst und die Durchlässigkeit wieder bestimmt. Die Durchlässigkeit des behandelten Pfropfens betrug 79% der ursprünglichen Durchlässigkeit. Die Verminderung beträgt nur 44, 5%.
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Dieses Beispiel zeigt, dass die Behandlung der Formation mit Guanidinhydrochlorid und Methanol eine verbesserte Durchlässigkeit der Formation zur Folge hat. Ein unbehandelter Pfropfen zeigte bei Kontakt mit Wasser eine Reduzierung der Durchlässigkeit auf etwa 0.
Beispiel 2 : Entsprechend dem Verfahren von Beispiel 1 wurde ein weiterer Pfropfen aus dem Kern
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10 -11 cm2,In den Pfropfen wurde sein 7faches Porenvolumen an 10% figer Salzlaugelösung eingepresst. Anschliessend wurde durch wiederholtes Einpressen etwa das 3fache Porenvolumen an 5% figer Guanidinhydrochloridlösung in Methanol eingepresst. Es konnte festgestellt werden, dass die Durchlässigkeit auf etwa 34% der ursprünglichen Durchlässigkeit gegenüber der Salzlauge reduziert worden war. Die Behandlung mit Guanidinhydrochlorid in Methanol wurde fortgesetzt, bis zusätzlich das 5fache Porenvolumen des Pfropfens in diesen eingepresst worden war. Es wurde festgestellt, dass sich die Durchlässigkeit auf 52% der ursprünglichen Durchlässigkeit gegenüber der Salzlauge erhöht hatte.
Eine weitere Menge der Guanidinhydrochlorid-Methanollösung entsprechend dem 5fachen Porenvolumen des Pfropfens erhöhte die Durchlässigkeit auf etwa 95% der ursprünglichen Durchlässigkeit gegenüber Salzlauge. Nachdem insgesamt etwa das 30fache Porenvolumen an Guanidinhydrochlorid in Methanol in den Pfropfen eingepresst worden war, konnte eine Durchlässigkeit von 132% der ursprünglichen Durchlässigkeit gegenüber der Salzlauge festgestellt werden.
Beispiel 2A ; Der nach Beispiel 2 behandelte Pfropfen wurde weiter behandelt, indem das 8fache Porenvolumen destilliertes Wasser eingepresst wurde. Die Porosität nach der Einpressung des destillierten
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Eine Reihe von Pfropfen wurde aus Kernproben einer Bohrung erhalten und die Eigenschaften der Pfropfen wurden bestimmt. Bei dieser Versuchsreihe wurden die Pfropfen vor den Versuchen nicht gereinigt. Die Eigenschaften der Pfropfen werden in der folgenden Tabelle 1 dargestellt : Tabelle l :
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<tb>
<tb> Tiefe <SEP> des <SEP> Durchlässigkeit <SEP> gegen <SEP> Porenvolumen <SEP> Porosität
<tb> Bohrkernes <SEP> Bohrkern <SEP> Luft <SEP> Wasser <SEP> cm3 <SEP> 0/0
<tb> 524 <SEP> m <SEP> A <SEP> 5. <SEP> 10-11 <SEP> cm2 <SEP> 0, <SEP> 63. <SEP> 10-11 <SEP> cm2 <SEP> 1, <SEP> 173 <SEP> 14,6
<tb> 524 <SEP> m <SEP> B <SEP> 50. <SEP> 10-11 <SEP> cm2 <SEP> 15, <SEP> 8, <SEP> 10-11 <SEP> cm2 <SEP> 1, <SEP> 407 <SEP> 17, <SEP> 4
<tb>
An Hand der Analyse des in der Zone der Kernbohrungen vorliegenden Formationswassers wurde ein "synthetisches Formationswasser"hergestellt. Dieses enthielt 6200 TpM Ca1ciumionen, 7600 TpM Na- triumionen und 22100 TpM Chloridionen in destilliertem Wasser.
Die Flüssigkeitsdurchlässigkeit eines jeden Pfropfens wurde in einem Standard-Durchlässigkeitsmes- ser bei Raumtemperatur und mit einem Druckabfall von 0,014 kg/mm2 quer durch den Pfropfen bestimmt.
Mit den aus den Kernen nach Tabelle 1 geschnittenen Pfropfen wurde eine Reihe von Versuchen durchgeführt. Einzelheiten dieser Versuche werden in den folgenden Beispielen beschrieben : Beispiel 3 : in einen aus Kern A geschnittenen Pfropfen wurden variierende Mengen einer Lösung von 17 g Guanidinhydrochlorid in 100 ml Methanol eingepresst und die Durchlässigkeit in bestimmten Zeitabständen gemessen.
Die Tabelle 2 zeigt die dabei erhaltenen Ergebnisse :
Tabelle 2
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<tb>
<tb> Gesamte <SEP> eingepresste <SEP> Menge
<tb> Vielfache <SEP> des <SEP> Ufo <SEP> der <SEP> ursprünglichen <SEP> Durchml <SEP> Porenvolumens <SEP> lässigkeit
<tb> 0 <SEP> 0 <SEP> 100
<tb> 25 <SEP> 21, <SEP> 3 <SEP> 172
<tb> 50 <SEP> 42,6 <SEP> 220
<tb>
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Tabelle 2 (Fortsetzung)
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<tb>
<tb> Gesamte <SEP> eingepresste <SEP> Menge
<tb> Vielfache <SEP> des <SEP> % <SEP> der <SEP> ursprünglichen <SEP> Durchrul <SEP> Porenvolumens <SEP> lässigkeit
<tb> 75 <SEP> 63,9 <SEP> 242
<tb> 80 <SEP> 68, <SEP> 2 <SEP> 246 <SEP>
<tb>
Die in Tabelle 2 dargestellten Werte zeigen, dass die Flüssigkeitsdurchlässigkeit eines Pfropfens durch das Einpressen der Behandlungslösung in Übereinstimmung mit der Erfindung in einem beträchtlichen Ausmass verbessert wird.
Wird beispielsweise das etwa 21, 3fachedes Porenvolumens an Behandlungslösung in den Pfropfen eingepresst, erhöht sich der Prozentsatz gegenüber der ursprünglichen Durchlässigkeit auf 172%. Wird die Menge des eingepressten Materials auf das 42, 6fache Porenvolumen erhöht, dann erhöht sich der Prozentsatz der ursprünglichen Durchlässigkeit auf etwa 220%. Bei der Verwendung
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presst, um die Wirksamkeit des erfindungsgemässen Verfahrens aufzuzeigen.
Die folgende Tabelle 3 zeigt die Ergebnisse dieser Untersuchungen. In dieser Tabelle wurde der Anfangspunkt als die Durchlässigkeit in Prozent festgesetzt, die nach Einpressen von 80 ml Guanidinhydrochlorid in Methanol erhalten wird. 80 ml entsprechen dem 68,2fachen Porenvolumen.
Tabelle 3
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<tb>
<tb> Gesamte <SEP> eingepresste <SEP> Menge
<tb> Vielfache <SEP> des <SEP> % <SEP> ursprüngliche <SEP> Durchlässigkeit
<tb> ml <SEP> Porenvolumens <SEP> für <SEP> Formationswasser
<tb> 0 <SEP> +) <SEP> 0 <SEP> +) <SEP> 246
<tb> 20 <SEP> 17, <SEP> 3 <SEP> 268
<tb> 32 <SEP> 27, <SEP> 2 <SEP> 270
<tb> 70 <SEP> 59, <SEP> 6 <SEP> 260
<tb> 120 <SEP> 102 <SEP> 248
<tb> 220 <SEP> 187 <SEP> 228
<tb> 320 <SEP> 272 <SEP> 216
<tb> 420 <SEP> 357 <SEP> 212
<tb> 520 <SEP> 443 <SEP> 211
<tb> 620 <SEP> 527 <SEP> 210
<tb> 720 <SEP> 613 <SEP> 208
<tb>
Die bei der Behandlung in Beispiel 3 eingepressten
80 ml der Behandlungslösung sind nicht berücksichtigt.
Aus den Werten der Tabelle 3 ergibt sich, dass die vorteilhaften Ergebnisse, die beim Einpressen von Guanidinhydrochlorid in Methanol in den Pfropfen erhalten werden, selbst nach Einpressen von zusätzlichem Wasser in einer Menge, die dem 613fachen Porenvolumen des Pfropfens entspricht, erhalten bleiben. Die Wasserdurchlässigkeit eines Pfropfens nach einer solchen Behandlung betrug etwa 2080/0der ursprünglichen Durchlässigkeit. Dieses Beispiel zeigt, dass die Wasserdurchlässigkeit des Kernes durch die Behandlung nach dem erfindungsgemässen Verfahren aufrechterhalten wird. wenn der erfindungsgemässen Behandlung ein bekanntes sekundäres Gewinnungsverfahren, wie beispielsweise Wasserfluten und/oder Dampfeinpressen, folgt.
Insbesondere muss erwähnt werden, dass nach einer Behandlung mit mehr als dem 600 fachen Porenvolumen an Wasser der mit Guanidinhydrochlorid-Methanollösung behandelle Pfropfen immer noch mehr als 2000/0 der ursprünglichen Durchlässigkeit besitzt.
Beispiel 5 : Bei einem andern Versuch wurde eine wässerige Guanidinhydrochloridlösung in einen
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von Kern B stammenden Pfropfen eingepresst. Die Guanidinhydrochloridlösung bestand aus 5 g Guanidinhydrochlorid in 100 ml destilliertem Wasser. Nach Einpressen von 5 ml dieser Guanidinhydrochloridlösung wurde die Durchlässigkeit des Pfropfens auf etwa 82% der ursprünglichen Durchlässigkeit des Pfropfens reduziert.
Nach Einpressen von 25 ml der Guanidinhydrochloridlösung betrug die Durchlässigkeit 79, 5%, nach Einpressen von 50 ml betrug die Durchlässigkeit 78%, nach Einpressen von 100 ml betrug die Durchlässigkeit 74, 51o, nach Einpressen von 150 ml der Lösung betrug die Durchlässigkeit 71% und nach Einpressen von insgesamt 170 ml Guanidinhydrochloridlösung betrug die Durchlässigkeit des Pfropfens 70% der ursprünglichen Durchlässigkeit des Pfropfens gegenüber Formationswasser.
Dann wurden 30 ml destilliertes Wasser in den Pfropfen eingepresst, und die Durchlässigkeit betrug nur 59% der ursprünglichen Durchlässigkeit. Nach Einpressen weiterer 50 ml Wasser wurde die Durchlässigkeit auf 21, 5% reduziert, nach einem weiteren Einpressen von 100 ml Wasser auf 3, 5% und nach einem weiteren Einpressen von 37 ml auf 2, 5% der ursprünglichen Durchlässigkeit.
Dieses Beispiel zeigt, dass eine wässerige Lösung von Guanidinhydrochlorid nicht zu einer wirksamen Verbesserung der Durchlässigkeit lehmartiger, unterirdischer Formationen führt und die in der USA-PatentschriftNr. 2, 761,843 erwähnte wässerige Guanidinhydrochloridlösung keine zufriedenstellende Stabilisierung wasserempfindlicher Tone ergibt.
Beispiel 6 : Nachdem der Pfropfen aus Beispiel 5 mit insgesamt 382 ml der Behandlungslösung nach Beispiel 5 (170 ml Guanidinhydrochlorid in destilliertem Wasser und anschliessend 212mldestilliertes Wasser) behandelt wurde, wurde eine methanolische Guanidinhydrochloridlösung eingepresst. In dieser Lösung waren 5 g Guanidinhydrochlorid in 100 ml Methanol gelöst. Nach Einpressen von 13 ml dieser methanolischen Guanidinhydrochloridlösung in den Pfropfen erhöhte sich die Durchlässigkeit von 2,5 auf 12%. Nach Einpressen weiterer 25 ml dieser Lösung erhöhte sich die Durchlässigkeit auf 73go, nach weiteren 25 ml auf 8eo und nach weiteren 32 ml auf 96% der ursprünglichen Durchlässigkeit.
Dies bedeutet einen Gewinn von 94% von der niedrigsten Durchlässigkeit von 2, 5%, die bei Behandlung mit einer wässerigen Guanidinhydrochloridlösung und anschliessender Behandlung mit destilliertem Wasser erhalten worden war.
Nach dieser Behandlung wurde wieder destilliertes Wasser in den Pfropfen eingepresst. Die Einpressung von 18 ml destilliertem Wasser erhöhte die Durchlässigkeit auf 43%. Weitere 100 ml Wasser erhöhten die Durchlässigkeit auf 56% der ursprünglichen Durchlässigkeit und ein weiteres Einpressen von 120 ml Wasser auf etwa 59% der ursprünglichen Durchlässigkeit. Der Pfropfen wurde mit destilliertem Wasser gesättigt und über Nacht stehen gelassen. Am nächsten Morgen war die Durchlässigkeit auf 123% der ursprünglichen Durchlässigkeit angestiegen. Das Einpressen von destilliertem Wasser wurde fortgesetzt. Weitere 30 ml eingepresstes Wasser erhöhten die Durchlässigkeit auf 155go, weitere 50 mlaufl80% und weitere 100 ml auf 183% der ursprünglichen Durchlässigkeit.
Dieses Beispiel zeigt die Wirksamkeit von Guanidinhydrochlorid in Methanol. Die Guanidinhydro- chlorid-Methanollösung stellte die Durchlässigkeit von durch Wasser beschädigten Kernen wieder her.
Aus dem obigen Beispiel ist ersichtlich, dass die Durchlässigkeit durch die Verwendung der Guanidinhy- drochlorid-Methanollösung um 181% vom niedrigsten Wert bei 2, 5% der ursprünglichen Durchlässigkeit, die durch Behandlung mit Guanidinhydrochlorid in destilliertem Wasser und anschliessende Behandlung mit destilliertem Wasser erhalten wird, erhöht wird.
In der folgenden Tabelle 4 sind die Ergebnisse der Beispiele 5 und 6 zusammengefasst.
Tabelle 4
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<tb>
<tb> Eingepresste <SEP> Menge
<tb> Gesamtmenge <SEP> in
<tb> Summiert <SEP> Einzelmengen <SEP> Vielfachen <SEP> des <SEP> % <SEP> der <SEP> ursprünglichen
<tb> ml <SEP> ml <SEP> Porenvolumens <SEP> Durchlässigkeit
<tb> Beispiel <SEP> 5 <SEP> 5eo <SEP> Guanidin <SEP> HC1 <SEP> in <SEP> Wasser
<tb> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 100
<tb> 5 <SEP> 5 <SEP> 3, <SEP> 55 <SEP> 82 <SEP>
<tb> 25 <SEP> 20 <SEP> 17,8 <SEP> 79, <SEP> 5 <SEP>
<tb> 50 <SEP> 25 <SEP> 35, <SEP> 6 <SEP> 78
<tb> 100 <SEP> 50 <SEP> 71 <SEP> 74, <SEP> 5 <SEP>
<tb>
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Tabelle 4 (Fortsetzung)
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<tb>
<tb> Eingepresste <SEP> Menge
<tb> Gesamtmenge <SEP> in
<tb> Summiert <SEP> Einzelmengen <SEP> Vielfachen <SEP> des <SEP> % <SEP> der <SEP> ursprünglichen
<tb> ml <SEP> ml <SEP> Porenvolumens <SEP> Durchlässigkeit
<tb> Beispiel <SEP> 5 <SEP> 50/0 <SEP> Guanidin <SEP> HCl <SEP> in <SEP> Wasser
<tb> 150 <SEP> 50 <SEP> 107 <SEP> 71
<tb> 170 <SEP> 20 <SEP> 121 <SEP> 70
<tb> Destilliertes <SEP> Wasser
<tb> 200 <SEP> 30 <SEP> 142 <SEP> 59
<tb> 250 <SEP> 50 <SEP> 178 <SEP> 21,5
<tb> 350 <SEP> 100 <SEP> 249 <SEP> 3, <SEP> 5 <SEP>
<tb> 387 <SEP> 37 <SEP> 275 <SEP> 2, <SEP> 5 <SEP>
<tb> Beispiel <SEP> 6
<tb> 51o <SEP> Guanidin <SEP> HCl <SEP> in <SEP> Methanol
<tb> 400 <SEP> (13) <SEP> 284 <SEP> 12
<tb> 425 <SEP> (25) <SEP> 302 <SEP> 73
<tb> 450 <SEP> (25) <SEP> 321 <SEP> 88
<tb> 482 <SEP> (32)
<SEP> 342 <SEP> 96
<tb> Destilliertes <SEP> Wasser
<tb> 500 <SEP> 18 <SEP> 355 <SEP> 43
<tb> 600 <SEP> 100 <SEP> 426 <SEP> 56
<tb> 720 <SEP> 120 <SEP> 512 <SEP> 59 <SEP> + <SEP>
<tb> + <SEP> Nach <SEP> Stehen <SEP> über <SEP> Nacht <SEP> gewechselt <SEP> auf <SEP> 123 <SEP> +
<tb> 750 <SEP> 30 <SEP> 534 <SEP> 155
<tb> 800 <SEP> 50 <SEP> 568 <SEP> 180
<tb> 900 <SEP> 100 <SEP> 639 <SEP> 183
<tb>
Beispiel 7: Es wurde ein Versuch auf einem Ölfeld durchgeführt, um die Wirksamkeit des er- findungsgemässen Verfahrens zu beweisen.
Für diesen Versuch wurde ein Bohrloch auf dem Kyote Feld (Atascosa County, Texas) gewählt. Um die Einpressbarkeit zu bestimmen, wurde Wasser mit einer geringen Salzhaltigkeit mit einer anfänglichen Rate von 38,4 m3/Tag und einem Druck von etwa 1344 kg/cm2 in das Bohrloch eingepresst. Das salzhaltige Wasser enthielt annähernd 1200 TpM gelöste Fetteile. Das Einpressen des Wassers wurde über einen Zeitraum von 11 Tagen fortgesetzt. Nach 6 Tagen fiel die Einpressrate auf 0. 80 m 3/Tag und nach 11 Tagen auf weniger als 0,48 m3/Tag ab. Die Gesamtmenge des eingepressten Wassers betrug 84, 8 m3. Dann wurde das Bohrloch über einen Zeitraum von 9 Tagen mit einer Lösung von 5 Gew. - 0/0 Guanidinhydrochlorid in Methanol behandelt.
Die anfängliche Einpressrate dieser Behandlungslösung betrug 0, 48 m3/Tag, die sich während der Behandlung auf 9, 12 m3/Tag erhohte. Wahrend des 9tägigen Zeitraumes wurden insgesamt 24 m3 der Behandlungslösung in das Bohrloch eingepresst.
Anschliessend wurde das Einpressen des Wassers mit einer anfänglichen Rate von 9, 12 m3/Tag wie - der aufgenommen. Nach einem Tag wurde die Einpressrate auf 13,92 m3/Tag erhöht, nach insgesamt zwei Tagen auf 21,60 m3, nach insgesamt drei Tagen auf 28,80 m3 und nach vier Tagen auf 29, 28 m3.
Die Einpressrate von 29, 28 m3/Tag wurde für zusätzliche 12 Tage aufrechterhalten. Nach der Behandlung entsprechend dem erfindungsgemässen Verfahren wurden insgesamt 290, 08 m3 Wasser in das Bohr-
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loch eingepresst.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Stabilisieren von Ton oder Lehm enthaltenden Erdformationen mit Hilfe stick-
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aus Dioxan und Dimethylsulfoxyd oder einer Mischung aus niederen Alkanolen, behandelt wird.