AT278667B - Verfahren zum Stabilisieren von Ton oder Lehm enthaltenden Erdformationen - Google Patents

Verfahren zum Stabilisieren von Ton oder Lehm enthaltenden Erdformationen

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AT278667B AT1053867A AT1053867A AT278667B AT 278667 B AT278667 B AT 278667B AT 1053867 A AT1053867 A AT 1053867A AT 1053867 A AT1053867 A AT 1053867A AT 278667 B AT278667 B AT 278667B
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Stabilisieren von Ton oder Lehm enthaltenden Erdformationen 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 niederen Alkanolen, behandelt wird. 



   Die oben erwähnten Behandlungsmittel müssen in einer genügenden Menge verwendet werden, um die Ton enthaltenden Formationen zu stabilisieren. 



   Als Guanidinsalze werden vorzugsweise Halogenwasserstoff-Salze, wie beispielsweise Guanidinhydrochlorid und Guanidinhydrobromid, oder Guanidinnitrat bzw. Guanidinacetat und Mischungen davon verwendet. 



   Das Verfahren nach der Erfindung eignet sich insbesondere bei den sekundären Gewinnungsverfahren, bei denen Wasserfluten oder Dampfeinpressen als sekundäre Antriebskraft verwendet werden, um Öl aus der Formation zu gewinnen. Bei einem solchen sekundären Gewinnungsverfahren wird beispielsweise   beim Wasserfluten das Einpresswasser   in die Formation durch eine Einspritzbohrung unter Druck eingeführt und in die Öl enthaltende Formation herausgetrieben. Der Druck, der auf das in die Formation eingepresste Wasser ausgeübt wird, verdrängt oder treibt das Öl in Richtung auf die Förderbohrung, die sich von der Einspritzbohrung relativ entfernt befindet. An der Förderbohrung wird das dort hingetriebene Öl mit herkömmlichen Mitteln gewonnen. 



   Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, die Guanidinsalze im speziellen polaren sauerstoffhaltigen aliphatischen Kohlenwasserstoff-Lösungsmittel durch die Einspritzbohrung in die Formation einzupressen, um die eingepresste Behandlungslösung mit dem lehmigen Teil der unterirdischen Formation über einen längeren Zeitraum in Kontakt zu halten. Beispielsweise wird die Behandlungslösung etwa 1 bis etwa 7 Tage in der Formation gelassen, damit der Ton stabilisiert wird. Anschliessend wird die Einpressflüssigkeit des sekundären Gewinnungsverfahrens in die Formation entsprechend den bekannten verfahren eingeführt.

   Wenn die Durchlässigkeit der Formation gegenüber der Einpressflüssigkeit des sekundären Ge-   winnungsverfahrens   vermindert wird, was durch den geringeren Ölausfluss aus der Förderbohrung erkennbar ist, wird der Strom der Einpressflüssigkeit des sekundären Gewinnungsverfahrens in die Einpressbohrung unterbrochen. Dann wird die Behandlungslösung nach dem erfindungsgemässen Verfahren in die Einpressbohrung eingeführt,   u. zw.   in einer Menge, die ausreicht, um die Durchlässigkeit der Formation gegenüber der Einpressflüssigkeit nach dem sekundären Gewinnungsverfahren wieder herzustellen. Das Widerherstellungsverfahren wird wie oben beschrieben durchgeführt. Nach der Wiederherstellungsbehandlung wird die Einpressflüssigkeit des sekundären Gewinnungsverfahrens wieder in die Einpressbohrung geleitet. 



   Die Konzentration der Guanidinsalze in dem polaren sauerstoffhaltigen aliphatischen Kohlenwasserstoff-Lösungsmittel kann je nach Salzlösigkeit in dem Lösungsmittel von etwa   0.   5 bis etwa 65   Gel.-%   variieren, jedoch haben Konzentrationen zwischen etwa 5 und etwa   20%   zufriedenstellende und wirksame Ergebnisse geliefert. Die Verwendung   von Guanidinsalzkonzentrationen unter etwa O, 50/0haben   sich als nicht vorteilhaft erwiesen, da relativ grosse Mengen einer solchen verdünnten Behandlungslosung benötigt werden, um das Guanidinsalz-Behandlungsmittel mit dem Ton in der und umdie Einpressbohrung in Kontakt zu bringen, um so die Durchlässigkeit des Tones zu verbessern.

   Konzentrationen   über etwa 2 5   bis 30% bringen keine Verbesserung der Durchlässigkeit und sind auch unwirtschaftlich. Eine bevorzugte Konzentration des bevorzugten Salzes Guanidinhydrochlorid liegt bei etwa 5 bis etwa 20 Gew. -%. 



   Bei der Behandlung der unterirdischen Formationen gemäss dem vorliegenden Verfahren hat sich Methanol als das wirksamste Lösungsmittel erwiesen und ist auch auf Grund seiner relativ niedrigen Beschaffungskosten und der leichten Verfügbarkeit von Vorteil. 



   In den folgenden Beispielen wird das Verfahren nach der Erfindung im einzelnen erläutert. 



   Beispiel 1 : Ein Kern wurde aus einem Bohrloch bei einer Tiefe von 1069 bis 1070 m erhalten. 



  Ein Teil davon in Form eines Pfropfens mit einem Porenvolumen von 2,02 ml wurde aus dem Kern entfernt. Der Pfropfen wurde mit Toluol gereinigt und seine Porosität und   Luft-und Wasserdurchlissigkeit   wurden in herkömmlicher Weise bestimmt. Die Luftdurchlässigkeit betrug 5, 5.   10' cm2.   die Wasserdurchlässigkeit 0,   97.     10-"CM   und die Porosität 25%. 



   Anschliessend wurde das etwa 9,5fache des gemessenen Porenvolumens an 10 gew.-% iger Natrium-   chlorid-Salzlaugelosung   in den Pfropfen eingepresst, bis der Pfropfen mit der Salzlauge gesättigt war. 



  Dann wurde das 35fache Porenvolumen an 5 gew. -%iger Lösung von Guanidinhydrochlorid in Methanol in den Pfropfen eingepresst und die Flüssigkeitsdurchlässigkeit bestimmt. Die Durchlässigkeit betrug 123, 5% der ursprünglichen Durchlässigkeit gegenüber der Salzlaugelösung. 



     Beispiel 1A :   In den nach Beispiel 1 behandelten Pfropfen wurde das 5fache Porenvolumen an destilliertem Wasser eingepresst und die Durchlässigkeit wieder bestimmt. Die Durchlässigkeit des behandelten Pfropfens betrug 79% der ursprünglichen Durchlässigkeit. Die Verminderung beträgt nur 44, 5%. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



   Dieses Beispiel zeigt, dass die Behandlung der Formation mit Guanidinhydrochlorid und Methanol eine verbesserte Durchlässigkeit der Formation zur Folge hat. Ein unbehandelter Pfropfen zeigte bei Kontakt mit Wasser eine Reduzierung der Durchlässigkeit auf etwa 0. 



     Beispiel 2 :   Entsprechend dem Verfahren von Beispiel 1 wurde ein weiterer Pfropfen aus dem Kern 
 EMI3.1 
 



   10 -11 cm2,In den Pfropfen wurde sein 7faches Porenvolumen an   10% figer   Salzlaugelösung eingepresst. Anschliessend wurde durch wiederholtes Einpressen etwa das 3fache Porenvolumen an   5% figer   Guanidinhydrochloridlösung in Methanol eingepresst. Es konnte festgestellt werden, dass die Durchlässigkeit auf etwa   34%   der ursprünglichen Durchlässigkeit gegenüber der Salzlauge reduziert worden war. Die Behandlung mit Guanidinhydrochlorid in Methanol wurde fortgesetzt, bis zusätzlich das 5fache Porenvolumen des Pfropfens in diesen eingepresst worden war. Es wurde festgestellt, dass sich die Durchlässigkeit auf 52% der ursprünglichen Durchlässigkeit gegenüber der Salzlauge erhöht hatte.

   Eine weitere Menge der Guanidinhydrochlorid-Methanollösung entsprechend dem 5fachen Porenvolumen des Pfropfens erhöhte die Durchlässigkeit auf etwa   95%   der ursprünglichen Durchlässigkeit gegenüber Salzlauge. Nachdem insgesamt etwa das 30fache Porenvolumen an Guanidinhydrochlorid in Methanol in den Pfropfen eingepresst worden war, konnte eine Durchlässigkeit von 132% der ursprünglichen Durchlässigkeit gegenüber der Salzlauge festgestellt werden. 



     Beispiel 2A ;   Der nach Beispiel 2 behandelte Pfropfen wurde weiter behandelt, indem das 8fache Porenvolumen destilliertes Wasser eingepresst wurde. Die Porosität nach der Einpressung des destillierten 
 EMI3.2 
 



   Eine Reihe von Pfropfen wurde aus Kernproben einer Bohrung erhalten und die Eigenschaften der Pfropfen wurden bestimmt. Bei dieser Versuchsreihe wurden die Pfropfen vor den Versuchen nicht gereinigt. Die Eigenschaften der Pfropfen werden in der folgenden Tabelle 1 dargestellt :   Tabelle l :

      
 EMI3.3 
 
<tb> 
<tb> Tiefe <SEP> des <SEP> Durchlässigkeit <SEP> gegen <SEP> Porenvolumen <SEP> Porosität
<tb> Bohrkernes <SEP> Bohrkern <SEP> Luft <SEP> Wasser <SEP> cm3 <SEP> 0/0
<tb> 524 <SEP> m <SEP> A <SEP> 5. <SEP> 10-11 <SEP> cm2 <SEP> 0, <SEP> 63. <SEP> 10-11 <SEP> cm2 <SEP> 1, <SEP> 173 <SEP> 14,6
<tb> 524 <SEP> m <SEP> B <SEP> 50. <SEP> 10-11 <SEP> cm2 <SEP> 15, <SEP> 8, <SEP> 10-11 <SEP> cm2 <SEP> 1, <SEP> 407 <SEP> 17, <SEP> 4
<tb> 
 
An Hand der Analyse des in der Zone der Kernbohrungen vorliegenden Formationswassers wurde ein "synthetisches   Formationswasser"hergestellt. Dieses enthielt   6200   TpM Ca1ciumionen, 7600 TpM Na-   triumionen und 22100 TpM Chloridionen in destilliertem Wasser. 



   Die Flüssigkeitsdurchlässigkeit eines jeden Pfropfens wurde in einem   Standard-Durchlässigkeitsmes-   ser bei Raumtemperatur und mit einem Druckabfall von 0,014   kg/mm2   quer durch den Pfropfen bestimmt. 



   Mit den aus den Kernen nach Tabelle 1 geschnittenen Pfropfen wurde eine Reihe von Versuchen durchgeführt. Einzelheiten dieser Versuche werden in den folgenden Beispielen beschrieben :   Beispiel 3 : in   einen aus Kern A geschnittenen Pfropfen wurden variierende Mengen einer Lösung von 17 g Guanidinhydrochlorid in 100 ml Methanol eingepresst und die Durchlässigkeit in bestimmten Zeitabständen gemessen.

   Die Tabelle 2 zeigt die dabei erhaltenen Ergebnisse : 
Tabelle 2 
 EMI3.4 
 
<tb> 
<tb> Gesamte <SEP> eingepresste <SEP> Menge
<tb> Vielfache <SEP> des <SEP> Ufo <SEP> der <SEP> ursprünglichen <SEP> Durchml <SEP> Porenvolumens <SEP> lässigkeit
<tb> 0 <SEP> 0 <SEP> 100
<tb> 25 <SEP> 21, <SEP> 3 <SEP> 172
<tb> 50 <SEP> 42,6 <SEP> 220
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 Tabelle 2 (Fortsetzung) 
 EMI4.1 
 
<tb> 
<tb> Gesamte <SEP> eingepresste <SEP> Menge
<tb> Vielfache <SEP> des <SEP> % <SEP> der <SEP> ursprünglichen <SEP> Durchrul <SEP> Porenvolumens <SEP> lässigkeit
<tb> 75 <SEP> 63,9 <SEP> 242
<tb> 80 <SEP> 68, <SEP> 2 <SEP> 246 <SEP> 
<tb> 
 
Die in Tabelle 2 dargestellten Werte zeigen, dass die Flüssigkeitsdurchlässigkeit eines Pfropfens durch das Einpressen der Behandlungslösung in Übereinstimmung mit der Erfindung in einem beträchtlichen Ausmass verbessert wird.

   Wird beispielsweise das etwa 21, 3fachedes Porenvolumens an Behandlungslösung in den Pfropfen eingepresst, erhöht sich der Prozentsatz gegenüber der ursprünglichen Durchlässigkeit auf 172%. Wird die Menge des eingepressten Materials auf das 42, 6fache Porenvolumen erhöht, dann erhöht sich der Prozentsatz der ursprünglichen Durchlässigkeit auf etwa 220%. Bei der Verwendung 
 EMI4.2 
 presst, um die Wirksamkeit des erfindungsgemässen Verfahrens aufzuzeigen. 



   Die folgende Tabelle 3 zeigt die Ergebnisse dieser Untersuchungen. In dieser Tabelle wurde der Anfangspunkt als die Durchlässigkeit in Prozent festgesetzt, die nach Einpressen von 80 ml Guanidinhydrochlorid in Methanol erhalten wird. 80   ml   entsprechen dem 68,2fachen Porenvolumen. 



   Tabelle 3 
 EMI4.3 
 
<tb> 
<tb> Gesamte <SEP> eingepresste <SEP> Menge
<tb> Vielfache <SEP> des <SEP> % <SEP> ursprüngliche <SEP> Durchlässigkeit
<tb> ml <SEP> Porenvolumens <SEP> für <SEP> Formationswasser
<tb> 0 <SEP> +) <SEP> 0 <SEP> +) <SEP> 246
<tb> 20 <SEP> 17, <SEP> 3 <SEP> 268
<tb> 32 <SEP> 27, <SEP> 2 <SEP> 270
<tb> 70 <SEP> 59, <SEP> 6 <SEP> 260
<tb> 120 <SEP> 102 <SEP> 248
<tb> 220 <SEP> 187 <SEP> 228
<tb> 320 <SEP> 272 <SEP> 216
<tb> 420 <SEP> 357 <SEP> 212
<tb> 520 <SEP> 443 <SEP> 211
<tb> 620 <SEP> 527 <SEP> 210
<tb> 720 <SEP> 613 <SEP> 208
<tb> 
 
Die bei der Behandlung in Beispiel 3 eingepressten
80 ml der Behandlungslösung sind nicht berücksichtigt. 



   Aus den Werten der Tabelle 3 ergibt sich, dass die vorteilhaften Ergebnisse, die beim Einpressen von Guanidinhydrochlorid in Methanol in den Pfropfen erhalten werden, selbst nach Einpressen von zusätzlichem Wasser in einer Menge, die dem 613fachen Porenvolumen des Pfropfens entspricht, erhalten bleiben. Die Wasserdurchlässigkeit eines Pfropfens nach einer solchen Behandlung betrug etwa   2080/0der   ursprünglichen Durchlässigkeit. Dieses Beispiel zeigt, dass die Wasserdurchlässigkeit des Kernes durch die Behandlung nach dem erfindungsgemässen Verfahren aufrechterhalten wird. wenn der erfindungsgemässen Behandlung ein bekanntes sekundäres Gewinnungsverfahren, wie beispielsweise Wasserfluten und/oder Dampfeinpressen, folgt.

   Insbesondere muss erwähnt werden, dass nach einer Behandlung mit mehr als dem 600 fachen Porenvolumen an Wasser der mit   Guanidinhydrochlorid-Methanollösung behandelle   Pfropfen immer noch mehr als   2000/0   der ursprünglichen Durchlässigkeit besitzt. 



     Beispiel 5 :   Bei einem andern Versuch wurde eine wässerige Guanidinhydrochloridlösung in einen 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 von Kern B stammenden Pfropfen eingepresst. Die Guanidinhydrochloridlösung bestand aus 5 g Guanidinhydrochlorid in 100 ml destilliertem Wasser. Nach Einpressen von 5 ml dieser Guanidinhydrochloridlösung wurde die Durchlässigkeit des Pfropfens auf etwa   82%   der ursprünglichen Durchlässigkeit des Pfropfens reduziert.

   Nach Einpressen von 25 ml der Guanidinhydrochloridlösung betrug die Durchlässigkeit 79, 5%, nach Einpressen von 50 ml betrug   die Durchlässigkeit 78%,   nach Einpressen von 100 ml betrug die Durchlässigkeit 74,   51o,   nach Einpressen von 150 ml der Lösung betrug die Durchlässigkeit 71% und nach Einpressen von insgesamt 170 ml Guanidinhydrochloridlösung betrug die Durchlässigkeit des Pfropfens 70% der ursprünglichen Durchlässigkeit des Pfropfens gegenüber Formationswasser. 



   Dann wurden 30 ml destilliertes Wasser in den Pfropfen eingepresst, und die Durchlässigkeit betrug nur 59% der ursprünglichen Durchlässigkeit. Nach Einpressen weiterer 50 ml Wasser wurde die Durchlässigkeit auf 21, 5% reduziert, nach einem weiteren Einpressen von 100 ml Wasser auf 3, 5% und nach einem weiteren Einpressen von 37 ml auf 2,   5%   der ursprünglichen Durchlässigkeit. 



   Dieses Beispiel zeigt, dass eine wässerige Lösung von Guanidinhydrochlorid nicht zu einer wirksamen Verbesserung der Durchlässigkeit lehmartiger, unterirdischer Formationen führt und die in der   USA-PatentschriftNr. 2,   761,843 erwähnte   wässerige Guanidinhydrochloridlösung   keine zufriedenstellende Stabilisierung wasserempfindlicher Tone ergibt. 



   Beispiel 6 : Nachdem der Pfropfen aus Beispiel 5 mit insgesamt   382   ml der Behandlungslösung nach Beispiel 5   (170   ml Guanidinhydrochlorid in destilliertem Wasser und anschliessend 212mldestilliertes Wasser) behandelt wurde, wurde eine methanolische Guanidinhydrochloridlösung eingepresst. In dieser Lösung waren 5 g Guanidinhydrochlorid in 100 ml Methanol gelöst. Nach Einpressen von 13 ml dieser methanolischen Guanidinhydrochloridlösung in den Pfropfen erhöhte sich die Durchlässigkeit von 2,5 auf   12%.   Nach Einpressen weiterer 25 ml dieser Lösung erhöhte sich die Durchlässigkeit auf   73go,   nach weiteren 25 ml auf   8eo   und nach weiteren 32 ml auf 96% der ursprünglichen Durchlässigkeit.

   Dies bedeutet einen Gewinn von 94% von der niedrigsten Durchlässigkeit von 2,   5%,   die bei Behandlung mit einer wässerigen Guanidinhydrochloridlösung und anschliessender Behandlung mit destilliertem Wasser erhalten worden war. 



   Nach dieser Behandlung wurde wieder destilliertes Wasser in den Pfropfen eingepresst. Die Einpressung von 18 ml destilliertem Wasser erhöhte die Durchlässigkeit auf 43%. Weitere   100 ml   Wasser erhöhten die Durchlässigkeit auf 56% der ursprünglichen Durchlässigkeit und ein weiteres Einpressen von 120 ml Wasser auf etwa 59% der ursprünglichen Durchlässigkeit. Der Pfropfen wurde mit destilliertem Wasser gesättigt und über Nacht stehen gelassen. Am nächsten Morgen war die Durchlässigkeit auf 123% der ursprünglichen Durchlässigkeit angestiegen. Das Einpressen von destilliertem Wasser wurde fortgesetzt. Weitere 30 ml eingepresstes Wasser erhöhten die Durchlässigkeit auf   155go,   weitere 50   mlaufl80%   und weitere 100 ml auf   183%   der ursprünglichen Durchlässigkeit. 



   Dieses Beispiel zeigt die Wirksamkeit von Guanidinhydrochlorid in Methanol. Die Guanidinhydro-   chlorid-Methanollösung   stellte die Durchlässigkeit von durch Wasser beschädigten Kernen wieder her. 



  Aus dem obigen Beispiel ist ersichtlich, dass die Durchlässigkeit durch die Verwendung der   Guanidinhy-   drochlorid-Methanollösung um   181%   vom niedrigsten Wert bei 2,   5%   der ursprünglichen Durchlässigkeit, die durch Behandlung mit Guanidinhydrochlorid in destilliertem Wasser und anschliessende Behandlung mit destilliertem Wasser erhalten wird, erhöht wird. 



   In der folgenden Tabelle 4 sind die Ergebnisse der Beispiele 5 und 6 zusammengefasst. 



   Tabelle 4 
 EMI5.1 
 
<tb> 
<tb> Eingepresste <SEP> Menge
<tb> Gesamtmenge <SEP> in
<tb> Summiert <SEP> Einzelmengen <SEP> Vielfachen <SEP> des <SEP> % <SEP> der <SEP> ursprünglichen
<tb> ml <SEP> ml <SEP> Porenvolumens <SEP> Durchlässigkeit
<tb> Beispiel <SEP> 5 <SEP> 5eo <SEP> Guanidin <SEP> HC1 <SEP> in <SEP> Wasser
<tb> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 100
<tb> 5 <SEP> 5 <SEP> 3, <SEP> 55 <SEP> 82 <SEP> 
<tb> 25 <SEP> 20 <SEP> 17,8 <SEP> 79, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> 50 <SEP> 25 <SEP> 35, <SEP> 6 <SEP> 78
<tb> 100 <SEP> 50 <SEP> 71 <SEP> 74, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 6> 

   Tabelle   4 (Fortsetzung)

   
 EMI6.1 
 
<tb> 
<tb> Eingepresste <SEP> Menge
<tb> Gesamtmenge <SEP> in
<tb> Summiert <SEP> Einzelmengen <SEP> Vielfachen <SEP> des <SEP> % <SEP> der <SEP> ursprünglichen
<tb> ml <SEP> ml <SEP> Porenvolumens <SEP> Durchlässigkeit
<tb> Beispiel <SEP> 5 <SEP> 50/0 <SEP> Guanidin <SEP> HCl <SEP> in <SEP> Wasser
<tb> 150 <SEP> 50 <SEP> 107 <SEP> 71
<tb> 170 <SEP> 20 <SEP> 121 <SEP> 70
<tb> Destilliertes <SEP> Wasser
<tb> 200 <SEP> 30 <SEP> 142 <SEP> 59
<tb> 250 <SEP> 50 <SEP> 178 <SEP> 21,5
<tb> 350 <SEP> 100 <SEP> 249 <SEP> 3, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> 387 <SEP> 37 <SEP> 275 <SEP> 2, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> Beispiel <SEP> 6
<tb> 51o <SEP> Guanidin <SEP> HCl <SEP> in <SEP> Methanol
<tb> 400 <SEP> (13) <SEP> 284 <SEP> 12
<tb> 425 <SEP> (25) <SEP> 302 <SEP> 73
<tb> 450 <SEP> (25) <SEP> 321 <SEP> 88
<tb> 482 <SEP> (32)

   <SEP> 342 <SEP> 96
<tb> Destilliertes <SEP> Wasser
<tb> 500 <SEP> 18 <SEP> 355 <SEP> 43
<tb> 600 <SEP> 100 <SEP> 426 <SEP> 56
<tb> 720 <SEP> 120 <SEP> 512 <SEP> 59 <SEP> + <SEP> 
<tb> + <SEP> Nach <SEP> Stehen <SEP> über <SEP> Nacht <SEP> gewechselt <SEP> auf <SEP> 123 <SEP> +
<tb> 750 <SEP> 30 <SEP> 534 <SEP> 155
<tb> 800 <SEP> 50 <SEP> 568 <SEP> 180
<tb> 900 <SEP> 100 <SEP> 639 <SEP> 183
<tb> 
 
Beispiel 7: Es   wurde ein Versuch auf einem Ölfeld durchgeführt, um die Wirksamkeit des er-   findungsgemässen Verfahrens zu beweisen. 



   Für diesen Versuch wurde ein Bohrloch auf dem Kyote Feld (Atascosa County, Texas)   gewählt. Um   die Einpressbarkeit zu bestimmen, wurde Wasser mit einer geringen Salzhaltigkeit mit einer anfänglichen Rate von 38,4 m3/Tag und einem Druck von etwa 1344   kg/cm2   in das Bohrloch eingepresst. Das salzhaltige Wasser enthielt annähernd 1200 TpM gelöste Fetteile. Das Einpressen des Wassers wurde über einen Zeitraum von 11 Tagen fortgesetzt. Nach 6 Tagen fiel die Einpressrate auf 0. 80 m 3/Tag und nach 11 Tagen auf weniger als 0,48 m3/Tag ab. Die Gesamtmenge des eingepressten Wassers betrug 84, 8 m3. Dann wurde das Bohrloch über einen Zeitraum von 9 Tagen mit einer Lösung von 5   Gew. - 0/0   Guanidinhydrochlorid in Methanol behandelt.

   Die anfängliche Einpressrate dieser Behandlungslösung betrug 0, 48 m3/Tag, die sich während der Behandlung auf   9, 12 m3/Tag erhohte.   Wahrend des 9tägigen Zeitraumes wurden insgesamt 24 m3 der Behandlungslösung in das Bohrloch eingepresst. 



   Anschliessend wurde das Einpressen des Wassers mit einer anfänglichen Rate von   9, 12 m3/Tag wie -   der aufgenommen. Nach einem Tag wurde die Einpressrate auf 13,92 m3/Tag erhöht, nach insgesamt zwei Tagen auf 21,60   m3,   nach insgesamt drei Tagen auf 28,80 m3 und nach vier Tagen auf 29, 28 m3. 



  Die Einpressrate von   29, 28 m3/Tag   wurde für zusätzliche 12 Tage aufrechterhalten. Nach der Behandlung entsprechend dem erfindungsgemässen Verfahren wurden insgesamt 290, 08 m3 Wasser in das Bohr- 

 <Desc/Clms Page number 7> 

 loch eingepresst. 



    PATENTANSPRÜCHE :   
1. Verfahren zum Stabilisieren von Ton oder Lehm enthaltenden Erdformationen mit Hilfe stick- 
 EMI7.1 
 aus Dioxan und Dimethylsulfoxyd oder einer Mischung aus niederen Alkanolen, behandelt wird.

Claims (1)

  1. 2. verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Guanidinsalz Guanidinhydrochlorid verwendet wird. EMI7.2 schung aus Methanol und Äthanol verwendet wird.
    5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Lösungsmittel eine Mischung aus 55 bis 60 Vol. -0/0 Dioxan und 45 bis 40 Vol.-% Dimethylsulfoxyd verwendet wird. EMI7.3
    7. Anwendung des Verfahrens nach Anspruch 1 zur Ölgewinnung aus einer Öl und Ton enthaltenden unterirdischen Formation, wobei die Formation mit einer aus Wasser, Dampf oder Mischungen davon bestehenden Verdrängungsflüssigkeit behandelt wird und Öl daraus gewonnen wird, dadurch ge- kennzeichnet, dass eine Lösung aus einem Guanidinsalz in einem polaren sauerstoffhaltigen aliphatischen Kohlenwasserstoff-Lösungsmittel, wie einem niederen Alkanol, Dimethylsulfoxyd, einer Mischung aus Dioxan und Dimethylsulfoxyd oder einer Mischung aus niederen Alkanolen, in die Formation eingeführt wird, der Ton mit der Behandlungslösung in Kontakt gebracht wird und anschliessend die Verdrängungsflüssigkeit unter Druck in die Formation eingeführt wird, um die Behandlungslösung durch die Formation zu treiben und Öl aus der Formation zu gewinnen.
AT1053867A 1967-11-22 1967-11-22 Verfahren zum Stabilisieren von Ton oder Lehm enthaltenden Erdformationen AT278667B (de)

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