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Haltevorrichtung zur punktweisen Befestigung von Rohrspulen
Die Befestigung von Rohrspulen, insbesondere Variometerspulen, z. B. bei Langwellensendeanlagen, erfolgt in bekannter Weise an mindestens zwei in einer Flucht liegenden Stellen der Spule. Die Spule besteht in herkömmlicher Weise aus Kupferrohr und die aus Messing gefertigten Halteteile sind üblicherweise unmittelbarit dem Kupferrohr der Spule durch Hartlötung verbunden. Die Halteteile, meist Messingprofilleisten, sind ihrerseits z. B. mittels Schellen an einem Keramikstab befestigt. Die beschriebene Art der Befestigung einer Rohrspule, bei welcher die Halteteile durch Hartlötung mit der Rohrspule verbunden sind, ist ziemlich umständlich, da die Lötstellen nach Abschluss der Hartlötung meist noch mechanisch nachbehandelt werden müssen.
Beispielsweise wird das am Kupferrohr haftende, überschüssige Lot durch Abschleifen entfernt und die Oberfläche des Kupferrohres in der Umgebung der Lötstelle durch Schmirgeln und Polieren nachbearbeitet. Die unvermeidliche Erwärmung, der die Rohrspule beim Hartlöten ausgesetzt ist, kann unter Umständen zu einem Verziehen der Rohrspule führen, beeinflusst jedoch auf alle Fälle die technologischen Eigenschaften des Kupferrohres, wie z. B. seine Festigkeit, was bei Variometerspulen, bei denen die genaue Einhaltung der Masse von ausschlaggebender Bedeutung ist, sehr ungünstig ist.
Die Erfindung betrifft eine Haltevorrichtung zur punktweisen Befestigung von Rohrspulen, die starken Wärmedehnungen ausgesetzt sind, insbesondere Variometerspulen, welche eine wesentlich einfachere Befestigung gestattet. Weiters wird die Festigkeit des Kupferrohres der Rohrspule nicht verändert, da bei Verwendung der erfindungsgemässen Haltevorrichtung das Kupferrohr nicht erhitzt werden muss.
Die erfindungsgemässe Haltevorrichtung geht aus von Halteteilen mit abgewinkelten Lappen, die einander entgegengesetzt in Öffnungen des die Wicklung bildenden Rohres eingreifen und dieses von innen her gegen mindestens ein an einem der Halteteile vorgesehenes, das Rohr von aussen haltendes Gegenlager drücken.
Aus der USA-Patentschrift Nr. 2, 842, 281 sind Halteteile mit abgewinkelten Lappen bei elektrischen, in eine öffnung der Wand einsteckbaren Anschlussdosen bekannt, die bei völlig eingesteckter Dose die Wand am Rand der Öffnung mit den abgewinkelten Lappen umfassen.
Weiters ist aus der brit. Patentschrift Nr. 472, 150 eine Haltevorrichtung zur Befestigung eines Teiles an einem Traggerüst bekannt, wobei das Traggerüst mit Löchern versehen ist, in die die Halteteile mit gegeneinander federnden, hakenförmigen Rastenteilen einsteckbar sind und in der eingesteckten Lage durch weitere Federn gegen Herausfallen gesichert sind.
Die einander entgegengesetzt in öffnungen des Rohres eingreifenden Halteteile der erfindungsgemässen Haltevorrichtung federn nur innerhalb enger Grenzen und bewirken in der Gebrauchslage einen kraftschlüssigen Sitz. Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass zwei einzelne, miteinander verschraubbare, L-förmige Halteteile vorgesehen sind, die zusammen nach dem Einsetzen ihrer abgewinkelten Lappen in die Öffnung des Rohres im verschraubten Zustand ein T-Stück bilden, wobei die parallel zur Rohrachse eingesetzten Lappen länger sind als der Durchmesser
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der Öffnung und zwecks Erzielung eines kraftschlüssigen Sitzes der Halteteile vor dem Einsetzen in die Öffnung um etwas mehr als 90 abgewinkelt sind.
Ein Ausführungsbeispiel der erfmdungsgemässen Haltevorrichtung ist in den Zeichnungen dargestellt.
Die Fig. 1, 2 und 3 zeigen die erfindungsgemässen Halteteile-l-in drei aufeinanderfolgenden Phasen bei der Verbindung mit einer Rohrspule-2--. In den Zeichnungen ist eine Windung der Rohrspule --2-- teilweise dargestellt. Die Rohrspule --2-- besitzt an jeder Verbindungsstelle mit je zwei Halteteilen-l-eine Bohrung-3--, die jeweils auf der Innenseite ihrer Mantelfläche angeordnet ist. Die beiden Halteteile-l-werden einander entgegengesetzt mit ihren Lappen - 4--in die Bohrung-3--der Rohrspule-2-eingesetzt und senkrecht zur Rohroberfläche in
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--3-- aufgerichtet.verbunden und an einer Schelle befestigt, die jedoch in den Zeichnungen nicht dargestellt ist.
Fig. 4 der Zeichnungen zeigt in axonometrischer Darstellung den Halteteil-l-mit Lappen --4-- und Bohrung --7-- zur Aufnahme der Befestigungsschraube --5--. Der Halteteil--1-- besitzt zwei in Form von keilförmigen Fortsätzen ausgebildete, beiderseits des Lappens-4- angesetzte Gegenlager Diese Gegenlager --8-- legen sich in der Gebrauchslage des
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Erzeugung eines hinreichend grossen Druckes trägt die erwähnte Verbiegung der Lappen --4-- der Halteteile-l-vor dem Einsetzen um mehr als 900 bei, da sie nach der fertigen Montage federnd auf etwa 900 zurückgebogen werden.
Die erfindungsgemässe Haltevorrichtung ist selbstverständlich nicht nur auf die Befestigung von Rohrspulen beschränkt, sondern kann zur Befestigung von Körpern mit nur einseitig zugänglicher Oberfläche, insbesondere für Hohlkörper jeder Art verwendet werden.