AT279860B - Verfahren zum Abdichten von Fugen in Bauwerken od.dgl. und Synthesekautschuklösung zur Durchfürung desselben - Google Patents
Verfahren zum Abdichten von Fugen in Bauwerken od.dgl. und Synthesekautschuklösung zur Durchfürung desselbenInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zum Abdichten von Fugen in Bauwerken od. dgl. und Synthesekautschuklösung zur Durchführung desselben Die Erfindung bezieht sich auf ein besonderes Verfahren zum Abdichten von Fugen in Bauwerken od. dgl. mit Hilfe eines aus einem chlorhältigen, synthetischen Elastomer bestehenden Dichtungsprofiles, welches auf die verschiedensten Abdichtungsprobleme anwendbar ist und wesentliche Vorteile gegenüber den bisherigen, für diesen Zweck gehandhabten Verfahren bietet, sowie auf eine Synthesekautschuklösung zur Durchführung des Verfahrens. Es ist bekannt, Fugen bei Bauwerken, Betonfussböden u. dgl. mit Füllstoffen, wie Asphalt, Kitt, Kunstharzen (z. B. Kresolresolharzen, Polyester-Giessharzen), Blei-oder Glaswolle, Asbestfasern, Schaumstoffen auf Polyurethanbasis u. dgl. abzudichten. Der Nachteil dieser Füllstoffe besteht vor allem darin, dass sie sich mit den abzudichtenden Materialien nicht fest genug verbinden und sich infolgedessen durch Temperaturschwankungen oder kleine Bewegungen von der Dichtungsfläche ablösen, somit keine dauernde Dichtwirkung bieten. Überdies weisen diese Füllstoffe nicht die erforderliche Alterung-, Witterung-un Temperaturbeständigkeit auf, um den starken Einwirkungen, welchen z. B. Aussendichtungen durch direkte Sonnenbestrahlung, Hitze, Kälte und Regen ausgesetzt sind, standzuhalten. Weiters ist es bekannt, Bauwerksfugen mit Hilfe von gummielastischen pastenförmigen Dichtungsmassen, wie Polysulfidkautschuk abzudichten. Bei den eben genannten Massen handelt es sich um Zwei-Komponenten-Polymererzeugnisse. Diese weisen zwar eine wesentlich bessere Elastizität als die meisten der vorstehend angeführten Fugendichtungsstoffe auf. Sie ergeben aber die grossen Nachteile, dass sie vor dem Eindringen in die betreffenden Fugen homogen mit der zweiten Komponente vermischt und hierauf in einer verhältnismässig kurzen Zeitspanne, von beispielsweise einer Stunde, verarbeitet werden müssen. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass sie sich bei niedrigen Temperaturen von unter S C nicht verarbeiten lassen, da bei solchen Temperaturen die Reaktionsgeschwindigkeiten für den Vulkanisationsvorgang zu gering sind. Weiters ist für die homogene Vermischung solcher Zweikomponentensysteme eine mechanische Rührvorrichtung erforderlich. Auch der Arbeitsaufwand für das Einbringen der betreffenden Dichtungsmassen in die Fugen ist beträchtlich, da vorher in diese ein vorzugsweise aus Polyurethan bestehender Schaumstoffstreifen eingeklemmt werden muss, um ein Durchfliessen der Dichtungsmasse durch die Fugen zu verhindern. Weiters ist es bekannt, die Abdichtung von Fugen mit Hilfe von Gummi-oder Kunststoffprofilen durchzuführen. Hiebei ist eine einwandfreie Beschaffenheit der Fugenwände Voraussetzung und sogar fallweise ein Schleifen derselben notwendig. Trotz aller dieser Vorarbeiten ist es ausserordentlich schwierig, das Eindringen von Kapillarwasser und Schlagregen zu verhindern, weil schon kleine Unebenheiten, sei es durch Lunkerbildung oder noch anhaftende Sandkörnchen den dichten Schluss zwischen dem Dichtprofil und der Fugenwand beeinträchtigen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die angeführten Nachteile zu vermeiden und eine feste EMI1.1 <Desc/Clms Page number 2> die Fugen abdichtenden vollen oder hohlen Profiles wird ein Profil aus noch unvulkanisiertem synthetischem Elastomer, vorzugsweise aus noch unvulkanisiertem Polychloropren oder aus chlorsulfoniertem Polyäthylen, in die Fuge eingebracht und dort mittels einer, Vulkanisationsmittel und Beschleuniger enthaltenden Synthesekautschuklösung auf die die Fuge begrenzenden Bauteile geklebt, wodurch zunächst an den Kontaktflächen eine rasche Vernetzung bewirkt wird und hernach das Dichtungsprofìl von selbst ausvulkanisiert. Wie ausgedehnte Versuche zeigten, vernetzt die flüssige, ein Vulkanisationsmittel enthaltende Synthesekautschuklösung besonders rasch mit dem unvulkanisierten Dichtungsprofil. überdies diffundiert das in der Synthesekautschuklösung enthaltene Vulkanisationsmittel sowie der gegebenenfalls vorhandene Vulkanisationsbeschleuniger in das ulvulkanisierte Dichtungsprofil und bewirkt in einer verhältnismässig kurzen Zeit, im allgemeinen höchstens einigen Wochen, dessen Ausvulkanisation. Dabei spielt auch der Luftsauerstoff eine gewisse Rolle. Die durch das erfindungsgemässe Verfahren angestrebte Vernetzung ergibt eine wesentlich stärkere Verbindung zwischen dem Dichtungsprofil und den Fugenwänden, als wenn in bekannter Weise ein bereits ausvulkanisiertes Dichtungsprofil in die abzudichtenden Fugen eingeklebt wird. Die Abdichtung erfolgt hiebei in der Weise, dass zuerst die Wände der abzudichtenden Fuge mit der insbesondere auf der Basis von Chloropren hergestellten Synthesekautschuklösung bestrichen, vorgetrocknet und vorzugsweise nochmals bestrichen werden, worauf das gegebenenfalls gleichfalls mit Lösung eingestrichene, unvulkanisierte Dichtungsprofil in die Fuge eingebracht wird. Als zur Durchführung des gegenständlichen Verfahrens besonders wirksame Synthesekautschuklösung wurde in weiterer Ausgestaltung der Erfindung eine solche gefunden, die auf der Basis von Polychloropren hergestellt ist und einen Zusatz von etwa 20 Gew. -% - bezogen auf den Polychloroprenanteil-eines Kunstharzes, vorzugsweise Phenolformaldehydharzes enthält. Weiters wird erfindungsgemäss eine Synthesekautschuklösung verwendet, die als Vulkanisationsmittel etwa 2 bis 3 Gew.-%-bezogen auf den Polychloroprenanteil-an Bleiglätte enthält. Als Material für die Dichtungsprofile eignet sich vor allem Polychloropren besonders, da dieses einerseits weiter-und ozonbeständig ist und anderseits eine lange Lagerfähigkeit im unvulkanisierten Zustand aufweist. überdies ist Polychloropren auch ein preisgünstiges Material. Sollte darüber hinaus das Dichtungsprofil aber auch Chemikalienbeständigkeit aufweisen müssen, dann wird für dieses vorzugsweise chlorsulfoniertes Polyäthylen verwendet. An Hand einiger in den Zeichnungen schematisch dargestellter Anwendungsbeispiele wird das erfindungsgemässe Verfahren näher erläutert, ohne sich auf diese zu beschränken. Fig. 1 zeigt im Querschnitt die Abdichtung eines Isolierglasfenstersystems, Fig. 2 die Abdichtung eines Fassadenfensters in einem Schnitt der Draufsicht und Fig. 3 einen Querschnitt durch zwei Ortbetonteile, dessen Fuge nach dem erfindungsgemässen Verfahren abgedichtet ist. Das gemäss Fig. 1 dargestellte Isolierglasfenstersystem, bestehend aus den beiden Glasscheiben - -1, 2--, die mittels des Steges -7-- miteinander verbunden sind, soll innerhalb des am Mauerwerk - 8-befestigten Rahmens--4--, vorzugsweise aus Aluminium, und dem Holzrahmen-6- EMI2.1 - wird hiefür vorzugsweise ein mit einer Nase-3'--versehenes DichtungsprofM-3- verwendet. Hingegen ist für die Abdichtung der inneren Glasscheibe --2-- gegen den Holzrahmen - ein streifenförmiges Dichtungsband-5-vorgesehen. Bereits vorher werden die Kontaktflächen mit den Dichtungen, sowohl die der Glasscheiben-1, 2- als auch die des Metallrahmens-4-und des Holzrahmens --6-- mit der auf der Basis von Polychloropren hergestellten Synthesekautschuklösung bestrichen und vorgetrocknet. Dieser Vorstrich geht mit diesen Teilen eine gute Verbindung ein. Unmittelbar vor dem Zusammenbau des Fensters werden die Vorstriche an den Kontaktflächen nochmals mit der Synthesekautschuklösung überstrichen und kurz anvulkanisieren gelassen. Die Dichtungsprofile--3 bzw. 5-aus noch unvulkanisiertem Polychloropren oder chlorsulfoniertem Polyäthylen werden sodann, gegebenenfalls gleichfalls mit der Lösung bestrichen, zur Haftung mit den Rahmen-4 bzw. 6--gebracht und in ihrer Lage fixiert. Sodann erfolgt der Zusammenbau des Fensters, wobei dann auch die Dichtungen-3, 6- zur Anlage an die Aussenflächen der Glasscheiben-1, 2- gelangen und sich dort mit diesen festhaftend verbinden. Damit ist eine gute und dauernd wirkende gummielastische Abdichtung gewährleistet. Bei dem in Fig. 2 veranschaulichten Fassadenfenster sind die zwischen dem vorzugsweise aus Aluminium bestehenden Metallrahmen --9-- und dem Holzrahmen --10-- einerseits, sowie die zwischen diesem und der Beton-Fassadenplatte --11-- anderseits vorhandenen Fugen mit Hilfe der <Desc/Clms Page number 3> EMI3.1
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