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Kreislaufschaltung für Konverterkamine
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kreislaufschaltung für Konverterkamine mit als Abhitzekessel, insbesondere Röhrenkessel, ausgebildetem Mantel, wobei die Abhitzekessel in Naturumlauf arbeiten, und über eine Leitung, insbesondere ein Steigrohr, an je einer Ausdampftrommel und die Ausdampftrommeln einerseits dampfseitig an einen Speicher mit Kondensator-oder Wärmeaustauscherkreislauf, anderseits wasserseitig über einen Trommelüberlauf an den gleichen Speicher angeschlossen sind, sowie der Speicher mit den Trommeln über Rückförderpumpen verbunden ist. Diese bekannte Ausführungsform von Kreislaufschaltungen für Konverterkamine ist nicht frei von Nachteilen, soweit in der beschriebenen Weise zwei oder mehr Konverterkamine parallel geschaltet sind. Tatsächlich arbeiten z.
B. zwei den Konverterkaminen zugeordnete Konverter zumeist im Gegentakt, oft erfährt darüber hinaus einer der Konverter längere Betriebspausen, beispielsweise zur Erneuerung der Auskleidungen od. dgl., während der andere arbeitet. Arbeitet nur einer der Konverter, so bestimmt dieser im Kreislauf insgesamt den Druck, während die Temperatur nur im zugeordneten Teil des Kreislaufes sich nach dem arbeitenden Konverter einstellt und der Umlauf eintritt. Das hat zur Folge, dass bei Inbetriebnahme des zunächst nicht arbeitenden Konverters sich der Naturumlauf im zugeordneten Konverterkamin nicht oder nicht rechtzeitig einstellt, weil die durch den Druck im Kreislauf bestimmte Siedetemperatur nicht oder nicht rechtzeitig erreicht wird. Zwischenzeitlich können durch überhitzung der Konverterkamine beachtliche Schäden und Zerstörungen auftreten.
Ferner sind im Zwangsumlauf arbeitende Kreislaufschaltungen für Konverterkamine bekannt (vgl. österr. Patentschrift Nr. 210445), wobei der Zwangsumlauf durch zusätzliche Pumpen herbeigeführt wird.
Das ist ohne Zweifel aufwendig. Im übrigen wird bei dieser bekannten Kreislaufschaltung die Leitung vom Abhitzekessel direkt zum Speicher geführt, wobei in diese Leitung über ein Fallrohr die Ausdampftrommel eingeschaltet ist, von der das nicht verdampfte Wasser über Pumpen dem Abhitzekessel wieder zugeführt oder über besondere überhitzer geführt wird. Ferner wird bei dieser bekannten Kreislaufschaltung der Dampf vom Speicher über ein Reduzierventil entweder über weitere in Konverterkaminen angeordnete überhitzer geführt, die zwischen den Blasperioden eine zusätzliche Fremdbeheizung erfahren, oder direkt über Wärmetauscher mit Fremdbeheizung der weiteren Verwendung zugeführt. Diese Massnahmen lassen sich jedoch auf Abhitzekessel, die in Naturumlauf arbeiten, nicht übertragen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kreislaufschaltung für Konverterkamine mit Abhitzekessel zu schaffen, wobei die Abhitzekessel in Naturumlauf arbeiten und die Kreislaufschaltung es auf einfache Weise erlaubt, den erforderlichen Kreislauf zwischen den Blasperioden aufrecht zu erhalten, so dass nachteilige Schäden und Zerstörungen durch überhitzung bei Beginn der neuen Blasperiode vermieden werden.
Die Erfindung löst diese Aufgabe bei einer Kreislaufschaltung des eingangs beschriebenen Aufbaues dadurch, dass in an sich bekannter Weise an das den Abhitzekessel und die Ausdampftrommel verbindende Steigrohr eine zum Speicher führende Leitung angeschlossen ist und diese als
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Steigrohrüberlauf mit einem dem Wasserspiegel der Ausdampftrommel zugeordneten Anschluss an das Steigrohr angeschlossen ist.
Der durch die Erfindung erzielte Vorteil ist vor allem darin zu sehen, dass lediglich durch die Anordnung des Steigrohrüberlaufes der Naturumlauf in den Abhitzekesseln zwischen den Blasperioden in der erforderlichen Weise aufrechterhalten werden kann. Es lassen sich somit auf einfache Weise zu Beginn der Blasperiode örtliche überhitzungen und damit verbundene Zerstörungen bei einem in Naturumlauf arbeitenden Abhitzekessel vermeiden, ohne dass hiezu ein nennenswerter Aufwand erforderlich ist. Bei der erfindungsgemässen Kreislaufschaltung befindet sich der Steigrohrüberlauf mit seinem überlaufniveau in der Höhe, in der sich in der zugeordneten Trommel nach der Auslegung des Systems im ganzen der Wasserspiegel einstellt, wenn beispielsweise nur einer der Konverter arbeitet und die andern sich in Betriebspausen befinden.
Arbeitet die zugeordnete Rückförderpumpe, so bewirkt diese kommunizierend einen Umlauf über den Steigrohrüberlauf, so dass bei der Inbetriebnahme des Konverters überhitzungen des zugeordneten Konverterkamins mit Sicherheit vermieden werden. Der Steigrohrüberlauf eines derartigen Konverterkamins schaltet sich dann gleichsam von selbst aus, wenn nach längerer Betriebszeit des zugeordneten Konverters Dampferzeugung eintritt, wobei der Dampf dann über die Trommel in den Speicher eintritt.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung ausführlicher erläutert. Die einzige Figur zeigt in schematischer Darstellung eine erfindungsgemässe Kreislaufschaltung für Konverterkamine.
Die in der Zeichnung dargestellte Kreislaufschaltung ist für zwei parallelgeschaltete
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--2-- versehen,- zu den Ausdampftrommeln-4-führenden Steigrohre-3-je ein Steigrohrüberlauf - -12-- angeschlossen, diese Steigrohrüberläufe --12-- sind über die Leitungen --13-- in den Speicher --6-- eingeführt. Im Ausführungsbeispiel ist dazu eine gemeinsame Sammelleitung-14vorgesehen, man kann jedoch die Steigrohrüberläufe auch einzeln in den Speicher einführen. Das Niveau
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beispielsweise einer der zugeordneten Konverter arbeitet und der andere sich in Betriebspause befindet.
Offensichtlich bewirkt dann die zugeordnete arbeitende Rückförderpumpe-11-einen Rücklauf über den Steigrohrüberlauf --12-- in den Speicher --6-- hinein, so dass bei Einschaltung des zugeordneten Konverterkamins überhitzungen infolge mangelnder Kühlung nicht mehr eintreten können.