AT28297B - Verfahren zum Widerstandsfähigmachen on Leder. - Google Patents
Verfahren zum Widerstandsfähigmachen on Leder.Info
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Description
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Verfahren zum WiderstandsfÅahigmachen von Leder.
Vorliegende Erfindung hat ein Verfahren zur Behandlung von Leder zum Gegenstand durch welches ein Produkt erhalten wird, das in höherem Grade dauerhaft, wasserdicht und gegen Sonne, Hegen und Witterungseinflüsse widerstandsfähig ist. Das Produkt behält seine Biegsamkeit und ist ausserdem so fest, dass es viel weniger leicht zerrissen wird als gewöhnliches Leder.
Die Erfindung ist bei jeder Art von Leder anwendbar. Das Leder wird nass aus der Grube genommen, in irgendeiner bekannton Weise geschmeidig gemacht, sodann gestreckt und auf natürlichem oder künstlichem Wege getrocknet. In jedem Falle muss es langsam getrocknet werden, so dass die Zellen desselben nicht Schaden leiden. Nach dem Trocknen wird das Leder auf der Fleischseite gut abgestossen.
Hierauf wird das Leder mit einer Lösung behandelt, die wie folgt bereitet wird : Etwa 4 Teile Chlorschwefol werden in etwa 96 Teilen Schwefelkohlenstoff gelöst, die
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(Brennpetroleum). Diese Mengenverhältnisse müssen je nach der Menge des sich auf den Boden des Behälters absetzende Schwefels geändert werden :
wenn bei Zusatz der obigen Mengen der Schwefel aufsteigen oder die Flüssigkeit trüben sollte, so muss man diese Zusätze entsprechend verringern, da es von Wichtigkeit ist, dass die Mischung vollkommen klar ist. um die Poren des Leders nicht nachteilig zu beeinflussen. Ks zeigt sich, dass der benützte Chlorschwefel nicht nur die nachstehend beschriebene Imprägnierung mit Kautschuk erleichtert, sondern auch den in die Poren des Leders eingeführten Schwefel konserviert, ohne diese Poren nachteilig zu beeinflussen.
Von der vorstehend beschriebenen Mischung vermengt man 1 Raumteil mit etwa I l ! Humteil eu Bonzin und erhält so die Lösung, mit welcher das Leder besprengt oder begossen wird oder man kann das Leder in dieser Lösung für eine kurze Zeit (einige Minuten) einweichen. Hierauf wird das so behandelte Leder vollständig getrocknet und kann mit der ersten Kautschuklösung behandelt werden.
Die nachfolgendon Operationen werden sämtlich in einem Raume vorgenommen, dessen Temperatur auf etwa 38 C erhalten wird. Die nachstehend angegebenen Mengenverhältnisse gelten für den Fall, dass bester Parakautschuk benützt wird. Bei geringeren Kautschuksorten kann es nötig werden, die zur Lösung benützte Naphthamenge zu verringern.
Die erste Kautschuklösung besteht aus etwa 6 Teilen Parakautschuk, 68 Teilen Naphtha.
24 Teilen Benzin und 2 Teilen Benzol. In einzelnen Fällen kann die Benzolmenge ver- ringert werden, wenn die Beschaffenheit der benutzten Naphtha entsprechend ist. Zunächst wird der Kautschuk in Naphtha gelöst und die Lösung mit Benzin und hierauf mit Benzol verdunnt. Diese Lösung von milchartiger Konsistenz wird in einen Behälter gefüllt, in dem
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Losung usw. Yn regelmässigen Zeiträumen von etwa 24 Stunden wird das Leder aus dem Bade genommen und auf einer Bank von Hand gut durchgearbeitet und wieder in die Lösung gebracht. Man kann aber, statt das Leder herauszunehmen um es durchzuarbeiten, auch Rührwerke im Behälter anordnen, welche das Durcharbeiten selbsttätig besorgen.
Nach etwa 48 Stunden ist das Leder durchscheinend oder halbdurchscheinend geworden.
Man nimmt hierauf das Leder aus der Lösung und lässt es durch 5-10 Minuten abtropfen, worauf es in die zweite Kautschuklösung gebracht werden kann. Diese besteht aus etwa 6 Teilen Parakautschuk, 80 Teilen Naphtha, 11 Teilen Benzin und 3 Teilen Benzol, wobei auch hier die Benzolmenge bei geeigneter Beschaffenheit der Naphtha verringert werden kann. Der Kautschuk wird in Naphtha gelöst und durch Benzin und darauffolgenden Benzolzusatz wird die Lösung verdünnt. Diese zweite Lösung ist dicklicher als die erste, sie weist etwa die Konsistenz von dünnem Rahme auf und wird gleichfalls in einen Behälter gefüllt, in den man auch das noch nasse, jedoch nicht tropfende Leder einbringt, worauf der Behälter luftdicht geschlossen wird.
Manche Ledersorten müssen einbis zweimal herausgenommen und durchgearbeitet werden und manche müssen öfter durchgearbeitet werden.
Nachdem das Leder in der zweiten Kautschuklösung durch etwa 48 Stunden behandelt worden war, wird es herausgenommen und durch etwa 5-- 10 Minuten abtropfen gelassen, und ist dann zur Behandlung mit der dritten Kautschuklösung bereit. Diese, von der Konsistenz eines dicken Rahmes, ist die dickste von allen und besteht aus etwa 6 Teilen Parakautschuk, 88 Teilen Naphtha, 41/2 Teilen Benzin, 1 Teilen Benzol, wobei wieder bei entsprechender Beschaffenheit der Naphtha die Benzolmenge verringert werden kann.
Der Kautschuk wird in Naphtha gelöst und die Lösung durch Zusatz von Benzin und nachher von Benzol bis zur erforderlichen Konsistenz verdünnt, sodann füllt man sie in eine innen mit Schaufeln, Schlagern, Rührarmen oder dgl. ausgestattete Trommel, die auch ein Gasauslassventil besitzt. Das noch nasse, jedoch nicht tropfende Leder wird in die Trommel gebracht, die dann durch irgendwelche geeignete Mittel gedreht wird. Das Leder bleibt durch etwa 24-48 Stunden oder länger in der Trommel, wird dann heraus- genommen und allmählich halb trocknen gelassen. Dann lässt man es durch Walzen laufen, um die Teile fest zusammenzukitten und schliesslich wird es getrocknet, womit die Operationen beendigt sind.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Behandlung von Leder, dadurch gekennzeichnet, dass das schmiegsam gemachte, gestreckte, getrocknete und auf der Fleischseite abgestossen Leder vorerst mit einer Lösung benetzt oder darin eingetaucht wird, die durch Vermischung von Chlorschwefel und Schwefelkohlenstoff, Absetzenlassen (durch etwa 24 Stunden) und Zusatz von Benzol, Schwefeläther, rektifiziertem Benzin, Naphtha, rektifiziertem Terpentingeist und Kerosin (I ! rennpetroleum) erhalten und für den Gebrauch mit einer weiteren Menge Benzin verdünnt wird, worauf man das Leder trocknet und sodann wiederholt bei erhöhter Temperatur (etwa 38 C) in einem luftdicht geschlossenen Behälter unter Durcharbeiten mit einer Lösung von Kautschuk in Naphtha, Benzin und Benzol behandelt,wobei die Konsistenz der Kautschuklösung bei jeder Behandlung grösser ist als bei der unmittelbar vorangehenden, worauf man das Leder halb trocknet, durch Walzen laufen lässt und endlich völlig trocknet.
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