AT283843B - Mittel zur Verbesserung des Korrosionsschutzes, besonders bei Stahlkonstruktionen - Google Patents

Mittel zur Verbesserung des Korrosionsschutzes, besonders bei Stahlkonstruktionen

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AT283843B
AT283843B AT140269A AT140269A AT283843B AT 283843 B AT283843 B AT 283843B AT 140269 A AT140269 A AT 140269A AT 140269 A AT140269 A AT 140269A AT 283843 B AT283843 B AT 283843B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Mittel zur Verbesserung des Korrosionsschutzes, besonders bei Stahlkonstruktionen 
Die Erfindung bezieht sich auf die Materialzusammensetzung eines Mittels zur Verbesserung des kathodischen Korrosionsschutzes, besonders von Stahlkonstruktionen, welches mit den Stahlteilen in Gegenwart von Feuchtigkeit in Berührung gebracht wird, und welches aus der Braunkohlenverbrennung stammende, höchstens 2% Schwefel und mindestens   0, 10/0   Arsen enthaltende Flugasche als einen Bestandteil aufweist. 



   Es sind Korrosionsschutzverfahren bekannt, die aus einer Kombination von einer Isolation mit elektrischem Schutz bestehen. Der Korrosionsschutz von Stahlkonstruktionen kann verbessert werden, indem man ein Mittel benutzt, welches aus aus Braunkohlenverbrennung entstandener Flugasche, die höchstens 2% Schwefel und mindestens   0, 1%   Arsen enthält, besteht und die aus einer Entstaubungsanalge, d. i. aus einem elektrostatischen Staubabscheider in einem Wärmekraftwerk, das Braunkohle verbrennt, anfällt, weiter durch Benutzung eines Mittels, das aus Stoffen besteht, die den Wert der Wasserstoffüberspannung heben, wie z. B. Salze der Arsens, Antimons, Zinns, des Quecksilbers, des Bleis, Zinks in einer Menge von mindestens 10 g/m2 der Oberfläche des mit Schutzüberzug versehen Metalls. 



   Diese Verfahren und Mittel können im anodischen Bereich der Streuströme, wo die Streuströme aus der Stahlkonstruktion kommen, nicht benutzt werden. Im anodischen Bereich werden zum Korrosionsschutz elektrische Drainagen benutzt, die wegen der Interferenz grösstenteils ungünstig die andern an den Korrosionsschutz nicht angeschlossenen Stahlkonstruktionen beeinflussen und weiter in zahlreichen Fällen nicht einmal genügend den Korrosionsschutz sichern. 



   Diese Nachteile werden durch das Mittel der Erfindung gemäss beseitigt, deren Wesen darin besteht, dass das Mittel folgende Zusammensetzung im trockenen Zustand hat : Flugasche 30 bis 98   Gew. -0/0,   Kalziumarsenat 1 bis 50, vorzugsweise 5 bis 20 Gew.-%, Thomasschlacke 1 bis 20, vorzugsweise 5 bis 10   Gew. -0/0.   



   Unter der Flugasche, die eine der Gemischkomponenten darstellt, ist Flugasche, die aus einer Entstaubungseinrichtung, d. i. aus einem elektrostatischen Abscheider in einem Wärmekraftwerk, das Braunkohle verbrennt, kommt, zu verstehen. 



   Das Mittel gemäss der Erfindung übt eine grössere Wirkung aus als das Benutzen einzelner Komponenten allein. Der Zusatz, welcher der Gemischkomponenten, auch immer senkt den Korrosionsverlust des Stahls in einer   Saigon   Lösung von Kochsalz ungefähr um   50gO.   Der Zusatz des Gemisches gemäss der Erfindung senkt den Korrosionsverlust um   72%,   d. i. um   22%   mehr im Vergleich mit welcher Gemischkomponente auch immer, die selbständig benutzt wurde. 



   Ein weiterer Vorteil ist die allgemeine Anwendbarkeit des benutzten Mittels gemäss der Erfindung, das auch im anodischen Bereich der Streuströme wirksam ist.   Das Phosphatanion, ds -.   der Thomas- 

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 schlacke anwesend ist, wandert nämlich im anodischen Bereich der Streuströme zur Anode, d. i. zur Stahlkonstruktion, wo es mit dem Metall der Einrichtung derart reagiert, dass ein unlöslicher Überzug gebildet wird, der den elektrischen Widerstand des ganzen Bereiches der Streuströme erhöht und senkt auf diese Weise allmählich die Grösse dieser in die Konstruktion eintretenden Ströme. 



   Das Mittel gemäss der Erfindung sichert eine schnellere Bildung des Mineralüberzuges und die damit verbundene Entfernung der Isolationsfehler beim Kathodenschutz. 



   Durch Benutzung des Mittels gemäss der Erfindung verschlechtert sich die Qualität der Isolation durch Einfluss des Kathodenschutzes nicht, sie bleibt hingegen unverändert und in einigen Fällen wird sie sogar verbessert. Der Kathodenschutz bringt einerseits eine Kationenwanderung zur Kathode hervor, die beim Kathodenschutz durch die Rohrleitung dargestellt ist, wodurch allmählich ein Mineralüberzug gebildet wird. Die Arsensalze, die im Gemisch anwesend sind, heben ebenfalls die Wasserstoffüberspannung. Der Wasserstoff im Zustand des Entstehens bleibt an der Metalloberfläche auch bei negativen   Potenzialen   und scheidet sich nicht in Gasform aus.

   Er trennt derart das nackte Metall von dem umgebenden Korrosionsmilieu und verringert den Verbrauch des elektrischen Stromes beim Kathodenschutz, bzw. senkt den Streustromeintritt auf die Rohrleitung bis um 20% im Vergleich mit dem Mittel, welches aus Stoffen besteht, die den Wert der Wasserstoffüberspannung heben. Ein weiterer Vorteil ist die erhöhte Inhibitionswirkung auch in jenen Fällen, wo die Stahlkonstruktion nicht kathodisch geschützt wird. Sämtliche Komponenten des Gemisches sind Abfallstoffe, die ausserordentlich wohlfeil sind und für die es meistens keine Verwendung gibt. 



    Beispiel l : EinGemischbestehendaus90 Gew.-'%'ausBraunkohlenverbrennungentstandener Flug-    asche, die höchstens 2% Schwefel und mindestens   0, 1%   Arsen enthält und aus einer Entstaubungseinrichtung, d. i. aus einem elektrostatischen Abscheider in einem   Wärmekraftwerk,   das Braunkohle verbrennt, kommt, aus 5 Gew.-% Kalziumarsenat und aus 5 Gew.-% Thomasschlacke wurde getrocknet, granuliert und in einem nicht porösen Lehmbodentypus benutzt. Der Verbrauch an elektrischem Strom für Kathodenschutz war mindestens um 20% niedriger im Vergleich mit dem Mittel, welches aus aus Braunkohlenverbrennung entstandener Flugasche, die höchstens 2% Schwefel und mindestens   0, 1%   Arsen enthält, besteht.

   Bei Benutzung dieses Gemisches im anodischen Bereich, d. i. im Bereich des Streustromeintritts auf die Stahlkonstruktion, sank die eintretende Strommenge auf diese Konstruktion von 8 A auf 6 A, d. i. um   25%.   



   Beispiel 2: Ein Gemisch bestehend aus   80 Gew.-% aus Braunkohlenverbrennung entstandener   Flugasche, die höchstens 2% Schwefel und mindestens   0, 1%   Arsen enthält und aus einer Entstaubungseinrichtung,   d. i.   aus einem elektrostatischen Abscheider in einem Wärmekraftwerk, das Braunkohle verbrennt, kommt, weiter aus 15 Gew.-% Kalziumarsenat und 5 Gew.-% Thomasschlacke, wurde getrocknet, granuliert und als Zusatz in die Schüttung der Stahlkonstruktion in einem porösen feuchten Boden mit sich   änderndem Niveau des Unterwassers   beigefügt. Ein erhöhter Gehalt an Kalziumarsenat im Gemisch stellt sicher, dass es zu keiner Ausschwemmung der Arsenkomponente kommt.

   Der Verbrauch an elektrischem Strom für Kathodenschutz war um 25% niedriger im Vergleich mit dem Mittel, welches aus aus Braunkohlenverbrennung entstandener Flugasche, die höchstens 2% Schwefel und mindestens   0, 1%   Arsen enthält, besteht. Bei Benutzung dieses Gemisches im anodischen Bereich des Streustromeintritts auf die Stahlkonstruktion sank die Eintrittsstrommenge auf diese Konstruktion von 8A auf   5 A, d. i. um 37, 5%.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Mittel zur Verbesserung des kathodischen Korrosionsschutzes von Stahlkonstruktionen, welches mit den Stahlteilen in Gegenwart von Feuchtigkeit in Berührung gebracht wird, und welches aus der Braunkohlenverbrennung stammende, höchstens 2% Schwefel und mindestens 0, 1% Arsen enthaltende Flug- EMI2.1
AT140269A 1968-03-26 1969-02-12 Mittel zur Verbesserung des Korrosionsschutzes, besonders bei Stahlkonstruktionen AT283843B (de)

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CS230168 1968-03-26

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