AT284202B - Zug- und Stoßvorrichtung, insbesondere für Mittelpufferkupplungen von Schienenfahrzeugen - Google Patents

Zug- und Stoßvorrichtung, insbesondere für Mittelpufferkupplungen von Schienenfahrzeugen

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AT284202B
AT284202B AT252566A AT252566A AT284202B AT 284202 B AT284202 B AT 284202B AT 252566 A AT252566 A AT 252566A AT 252566 A AT252566 A AT 252566A AT 284202 B AT284202 B AT 284202B
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springs
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Stabeg Appbau Gmbh
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   Zug- und Stossvorrichtung, insbesondere für Mittelpufferkupplungen von Schienenfahrzeugen 
Die Erfindung bezieht sich auf eine Zug- und Stossvorrichtung, insbesondere für eine Mittelpufferkupplung von Schienenfahrzeugen, mit einem ersten, bei Zug-und Druckbeanspruchungen und einem zweiten, nur bei Druckbeanspruchungen wirksamen Federsatz, welch letzterer eine Spreizkegel, Reibbacken und eine Reibhülse aufweisende Reibungsdämpfungseinrichtung in Kraftrichtung belastet, wobei die beiden mit ihren einander abgekehrten Enden über Federteller abgestützten Federsätze bei Druckbeanspruchungen hintereinandergeschaltet sind. 



   Eine derartige Anordnung ermöglicht die ungedämpfte Aufnahme von Zugbeanspruchungen, wogegen bei Druckbeanspruchungen die Reibungsdämpfungseinrichtung zur Wirkung kommt. Durch eine entsprechende Wahl der Kennlinien der Federsätze und der Dämpfungseinrichtung lässt sich dabei ein Abfangen der im allgemeinen geringeren Zugkräfte auf kurzem Weg erzielen, während die gelegentlich stossartigen Druckkräfte über einen gedämpften Weg mit entsprechender Energieverzehrung aufgenommen werden. 



   Bei einer bekannten Einrichtung der genannten Art sind die beiden Federn direkt hintereinandergeschaltet und die Reibungsdämpfungseinrichtung liegt am freien Ende des nur bei Druckbeanspruchungen wirksamen Federsatzes. Der andere Federsatz wirkt bei Druckbeanspruchungen zunächst im wesentlichen allein, wobei auch die Dämpfungseinrichtung kaum arbeitet, und erst nach einem gewissen Druckhub kommen der nur bei Druckbeanspruchung wirksame Federsatz und die Dämpfungseinrichtung zur Wirkung, wobei gleichzeitig der andere Federsatz unwirksam gemacht wird. 



  Dadurch ist die Länge des wirkungsvoll gedämpften Druckhubes beschränkt. Insgesamt ergibt sich für dieselbe Arbeitsfähigkeit eine grössere Baulänge, auch sind die bewegten Massen grösser. 



   Die erfindungsgemässe Zug-und Stossvorrichtung ist demgegenüber dadurch gekennzeichnet, dass in an sich bekannter Weise die einander abgekehrten Enden der beiden Federsätze über Federteller an rahmenfesten Anschlägen, bei Zug-und Druckbeanspruchungen der Kupplung in an sich bekannter Weise mittels des mit der Mittelpufferkupplung verbundenen Vorrichtungsschaftes wechselweise von diesen Anschlägen abhebbar, abgestützt sind, und dass einer der beiden zwischen den einander zugekehrten Enden der Federsätze ständig eingespannten Spreizkegel der Reibungsdämpfungseinrichtung sich in der unbelasteten Stellung der Vorrichtung und bei Zugbeanspruchungen in Kraftrichtung gegen einen Anschlag an der Reibhülse abstützt. 



   Die beiden Spreizkegel der Reibungsdämpfungseinrichtung sind demnach jeweils von einer Federungseinheit belastet. Beim Druckhub wirkt der Unterschied zwischen den beiden Federkräften als dämpfende Reibungskraft zwischen dem Reibbacken und der Reibhülse, beim Zughub wird durch den Anschlag der Reibhülse eine Relativbewegung zwischen dem Reibbacken und der Reibhülse und damit eine Dämpfung unterbunden. Es wird dabei der volle Weg beider Federsätze für den Druckhub ausgenutzt.

   Durch entsprechende Wahl der beiden Federkennlinien und des Arbeitsbereiches der Federn sowie der Kegelwinkel der   Reibungsdämpfungsreinrichtung   kann dabei ein sofortiges oder, wie bei der bekannten Einrichtung, erst nach einem gewissen Hub einsetzendes Arbeiten der Dämpfungseinrichtung erzielt und auch die Zunahme der Reibungskraft mit dem Hub in weiten Grenzen verändert werden. 



   Es ist an sich bekannt, in einer Zug-und Stossvorrichtung zwei Federsätze vorzusehen, welche 

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 sich über wechselweise abhebbare Federteller an rahmenfesten Anschlägen abstützen. Es ist hiebei jedoch keine eigene Reibungsdämpfungseinrichtung vorgesehen, sondern der nur beim Druckhub wirksame Federsatz ist mit hoher Dämpfung ausgeführt. 



   Eine den vorstehenden Merkmalen entsprechend gebaute Vorrichtung kann dem jeweils vorhandenen Einbauraum angepasst werden. Sie kann zur Einleitung der Zugbeanspruchung einen zentralen Schaft oder einen die Federung umgreifenden Bügel aufweisen. 



   In den Zeichnungen ist die   erfindungsgemässe   Vorrichtung in den Fig. 1 bis 3 in drei Ausführungsbeispielen in waagrechten Längsschnitten veranschaulicht. Die   Fig. 1   und 2 zeigen die Vorrichtung in der unbelasteten Stellung, die Fig. 3 diese nach teilweise erfolgtem Druckhub. 



   Die strichpunktierten Linien umgrenzen den Einbauraum--l--des Fahrzeugrahmens, in welchem die Anschläge --2-- zur Überleitung der Druckbeanspruchungen und die   Anschläge--S--   zur Aufnahme der Zugbeanspruchungen vorgesehen sind. In allen Figuren sind ferner der Kupplungsschaft mit-4-, der Stössel mit --5--, der Gelenkbolzen mit --6--, die beiden Federn   mit--9   und 10--, die Spreizkegel der Reibungsdämpfungseinrichtung mit--11--und die Reibbacken derselben mit--12--bezeichnet.

   Bei allen dargestellten Ausführungen der Vorrichtung besitzt die   Reibhülse --13-- einen   einwärtsragenden Ringflansch --14-- als Anschlag zur einseitigen Abstützung einer der Spreizkegel --11-- udn sind die voneinander abgewandten Enden der Federn-9 und 1--- übr federteller --15 und 6-- gegen die   Anschläge--3   bzw. 2-abgestützt. 



   In der Ausführungsform gemäss Fig. l ist die Reibhülse --13-- an die Anschläge --3-angesetzt und mit diesen bzw. mit dem Fahrzeugrahmen starr verbunden. Der Vorrichtungsschaft --7-- ist mit dem   Stössel--5--starr   verbunden und trägt am Ende einen   Kopf--8--,   der in der unbelasteten Stellung der Vorrichtung an der Aussenfläche des   Federtellers--16--anliegt.   Die Spreizkegel --11-- der Dämpfungseinrichtung sind ständig zwischen den als Evolutfedern angedeuteten Fdeern --9- und 10--eingespannt und in der unbelasteten Stellung der Vorrichtung in 
 EMI2.1 
 abgestützt. 



   Werden von der Kupplung Druckbeanspruchungen eingeleitet, so werden beide Federn --9 und 10--, je nach ihrer Dimensionierung und der Auslegung der Reibungsdämpfungseinrichtung sofort oder erst nach einem gewissen Druckhub, zusammengedrückt, wobei die Reibbacken --12-- and die   Reibhülse --13-- angedrückt   und in dieser axial verschoben werden. Zugbeanspruchungen werden über die Teile--7, 8 und 16--der Feder-9--zugeleitet, die sich über die Spreizkegel --11-am Ringflansch --14-- der Reibhülse --13-- abstützt. Die Feder --10-- wird also bei Zugbeanspruchungen nicht zusätzlich belastet. 



   In der Bauart der Vorrichtung nach Fig. 2 sind die beiden Federn --9 und 10-- ihrer Lage nach vertauscht. Die Reibhülse --13-- ist mit dem Federteller --16-- fest verbunden und der Kopf - 8 -- des Vorrichtungsschaftes --7-- liegt in der unbelasteten Stellung der Vorrichtung an einem Spreizkegel --11-- an, wogegen der andere Spreizkegel sich am   Ringflansch --14-- der Reibhülse   -   -13-- abstützt.   



   Bei vom   Stössel-5-eingeleiteten   Druckbeanspruchungen stützen sich die Federn-9, 10- über den Federteller--16--am Anschlag--2--des Fahrzeugrahmens ab, wobei sich die 
 EMI2.2 
 übertragen, die sich über den Federteller --15-- am Anschlag --3-- abstützt. Dabei wird die   Reibhülse -13-- durch   den   Anschlag --14-- mitgenommen ;   die   Feder --10-- verbleibt   in ihrer Vorspannung und wird nicht zusätzlich belastet. 



   Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform der Vorrichtung, bei welcher die   Reibhülse-13--mit   dem Zugelement der Vorrichtung starr verbunden ist. Als Zugelement ist hier der bekannte, mit dem 
 EMI2.3 
 wobei sich der   Bügel --17-- und   die   Reibhülse --13-- in   der Druckrichtung der Grösse des Druckhubes entsprechend bewegen. Da sich die   Reibbacken --12-- aber   nur um den Hub der Feder - 1 0 -- weiterbewegen, entsteht eine Relativverschiebung derselben an der Reibhülse in der Grösse des Hubes der Feder --9--.

   Zugbeanspruchungen der Kupplug werden über den   Bügel--17--,   den 

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   Ringflansch--14--der   Reibhülse und über die   Spreizkegel--11--in   die   Feder--9--   eingeleitet, die sich über den   Federteller--15--am Anschlag--3--abstützt.   Die äussere Feder   --10-- behaalt   ihre ursprüngliche Länge und Vorspannung und wird nicht zusätzlich belastet. 



   In allen vorstehend beschriebenen Ausführungsformen der Vorrichtung bewirkt der Ringflansch --14-- der Reibhülse--13--das Ausschalten der   Feder--10--von   den Zugbeanspruchungen der Kupplung, wobei die   Reibbacken--12--ihre   Stellung in der   Reibhülse --13-- nicht   verändern können, so dass die Reibungsdämpfung bei Zugbeanspruchungen unwirksam bleibt. 



     PATENTANSPRÜCHE   : 
1. Zug- und Stossvorrichtung, insbesondere für eine Mittelpufferkupplung von Schienenfahrzeugen, mit einem ersten, bei Zug-und Druckbeanspruchungen und einem zweiten, nur bei Druckbeanspruchungen wirksamen Federsatz, welch letzterer eine Spreizkegel, Reibbacken und eine Reibhülse aufweisende Reibungsdämpfungseinrichtung in Kraftrichtung belastet, wobei die beiden mit ihren einander abgekehrten Enden über Federteller abgestützten Federsätze bei Druckbeanspruchungen 
 EMI3.1 
 einander abgekehrten Enden der beiden Federsätze (9, 10) über Federteller (15, 16) an rahmenfesten Anschlägen (2, 3), bei Zug-und Druckbeanspruchungen der Kupplung in an sich bekannter Weise mittels des mit der Mittelpufferkupplung verbundenen Vorrichtungsschaftes (7 bzw.

   17) wechselweise von diesen Anschlägen abhebbar, abgestützt sind, und dass einer der beiden zwischen den einander zugekehrten Enden der Federsätze (9, 10) ständig eingespannten Spreizkegel (11) der Reibungsdämpfungseinrichtung sich in der unbelasteten Stellung der Vorrichtung und bei Zugbeanspruchungen in Kraftrichtung gegen einen Anschlag (14) an der Reibhülse (13) abstützt. 
 EMI3.2 


Claims (1)

  1. Reibhülse (13) im Fahrzeugrahmen fest gelagert ist, wogegen der Anschlag (14) für den Spreizkegel (11) auf der dem Kupplungsschaft (4) zugewandten Seite der Reibungsdämpfungseinrichtung, an der die allein bei Druckbelastung wirksame Feder (10) sich befindet, angeordnet ist (Fig. l). EMI3.3 Reibhülse (13) in an sich bekannter Weise im Fahrzeugrahmen längsverschiebbar gelagert ist und mit dem hinteren Federteller (16), der dem vom Kupplungsschaft (4) weiter entfernten Federsatz (10) zugeordnet ist, starr verbunden ist, so dass die Reibhülse (13) in an sich bekannter Weise diesen nur bei Druckbeanspruchung wirksamen Federsatz (10) umschliesst, wogegen der Anschlag (14) für den Spreizkegel (11) auf der dem Kupplungsschaft (4) zugewandten Seite der Reibungsdämpfungseinrichtung angeordnet ist (Fig.
    2). EMI3.4 Reibhülse (14) fest mit dem das Lager des Kupplungsschaftes (4) tragenden Stössel (Zugbügel) (5) verbunden ist, wogegen der Anschlag (14) auf der dem Kupplungsschaft (4) abgewandten Seite der Reibungsdämpfungseinrichtung, an der die allein bei Druckbelastung wirksame Feder (10) sich befindet, angeordnet ist (Fig. 3).
AT252566A 1966-03-17 1966-03-17 Zug- und Stoßvorrichtung, insbesondere für Mittelpufferkupplungen von Schienenfahrzeugen AT284202B (de)

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