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Vorrichtung zur Darstellung von Polansationserscheinungen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Beobachtung und Gestaltung von Polarisationseffekten durch chromatische Licht-Polarisation mittels vorwiegend transparenter, insbesondere dichroitischer Materialien, bei der der vorwiegend transparente Gegenstand und gegebenenfalls ein oder mehrere Hilfsobjekte zwischen zwei oder mehreren Polarisationsfiltern bzw. - folien, einem Polarisator-und einem Analysatorteil, angeordnet sind, wobei zumindest ein Analysatorteil, ein Polarisatorteil, das Objekt oder ein Hilfsobjekt drehbar angeordnet ist. Als polarisationsoptisch geläufige Hilfsobjekte werden hier sowohl optisch aktive Stoffe wie Wellenkompensatoren als auch polarisationschromatisch wirksame Stoffe wie Spezialfilter u. dgl. für besondere Polarisations-bzw.
Farbveränderungserfordernisse verstanden.
Es sind auch bereits Projektionsverfahren bekanntgeworden, bei denen in den Strahlengang ein Polarisator und ein Analysator geschaltet waren, zwischen denen ein zu betrachtender transparenter Gegenstand angeordnet wurde. Hiebei war lediglich der transparente Gegenstand, meist in Form von unveränderlichen Diapositiven auswechselbar. Bei einer andern bekannten Anordnung war der Polarisator gemeinsam mit dem transparenten Gegenstand und einem Diapositiv in einem Rahmen untergebracht. Der Analysator jedoch war unabhängig vom transparenten Gegenstand in üblicher Weise oder auch pendel-, exzenter-bzw. pleuelgesteuert am Projektionsgerät angeordnet.
Zur Herbeiführung einer Belebung stehender Bilder, insbesondere von Werbediapositiven, ist es auch bekanntgeworden, Bild-oder Textteile eines gegebenen Diapositivs mit Polarisaitonselementen zu belegen, die mittels eines Analysators wahlweise gegenüber den unbelegten Diapositivstellen sieht-oder unsichtbar gemacht werden konnten. Auch in diesem Falle wurde nur die Polarisationsfolie mit dem Diapositiv in einem Rahmen untergebracht.
Das Ziel der Erfindung besteht darin, eine möglichst einfache und billige Polarisationsvorrichtung zu schaffen, die nicht an eine besondere Betrachtungseinrichtung oder Projektionseinrichtung gebunden ist. Die erfindungsgemässe Einrichtung soll vielmehr universell und einfach nach Art eines Diapositivs oder eines Farbfilters an jedem Projektor verwendbar sein. Die erfindungsgemässe Vorrichtung soll zusätzlich auch für eine Betrachtung mit Projektionsgeräten oder Bildbetrachtungsgeräten sowie für Reproduktions-bzw. Vergrösserungsgeräte zwecks materieller Bilderstellung geeignet sein.
Gemäss der Erfindung ist dies eine Vorrichtung zur Darstellung von Polarisationserscheinungen mit einem Polarisator-und Analysatorteil sowie einem Objekt-und Hilfsobjektteil, deren Bestückung auf den jeweiligen Polarisationszustand einwirkt, wobei zumindest zwei der Elemente Polarisator, Analysator, Objekt und allfällige Hilfsobjekte relativ zueinander drehbar sind ; dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Elemente in einem einzigen Rahmen, der einem Projektor ein-oder ansetzbar ist, insbesondere in Diarahmen üblicher bzw. genormter Grösse zusammengefasst sind. Polarisatorteil und Analysatorteil können sowohl aus je einem Polarisationsmedium irgendwelcher Type als auch aus Kombinationen derartiger Medien bzw.
Typen bestehen, denen ausserdem auch in der Polarisationsoptik als "Hilfspräparate" oder "Hilfsobjekte" geläufige Medien zur Erhöhung der Farbwirkungen bzw. zur Vermehrung der Farbvariationsmöglichkeiten einfügbar sind.
Diarahmenartige bzw.-formatige Haltevorriehtungen sind zweckmässig als auseinandernehmbare
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Diarahmen ausgebildet.
Die Vorrichtung gemäss der Erfindung ist nicht nur sehr einfach und preisgünstig herstellbar, sondern ist auch als marktgängiger Massenartikel geeignet, der sowohl als Unterrichtsbehelf, künstlerisches Ausdrucks-bzw. Gestaltungsmittel als auch als Spielzeug Verwendung finden kann. Für Schüler, Lehrer, Künstler unter anderem bildet die Vorrichtung ein vielseitig anwendbares Lehr-und Gestaltungsmittel und kann auch als Experimentier-und kunsttechnisches Arbeitsgerät oder als Unterhaltungsobjekt für jedermann Verwendung finden. Werden etwa irgendwelche der zahllosen farblosen dichroitischen Kunststoffe, z. B. Cellophanfolien od. dgl. in Dunkelfeldstellung der Polarisationsfolien betrachtet bzw. durchleuchtet, so zeigen die an sich farblosen transparenten Objekte je nach Dichte und optischer Achsenrichtung bzw.
Lage eine Fülle von Farben. Diese Farberscheinungen machen das innere Spannungsgefüge dieser Materialien sichtbar, was bisher fast nur für technische und wissenschaftliche Zwecke genutzt wurde.
Sind als transparente Gegenstände gefaltete, geschichtete, gewellte, gezerrte, gerissene, geritzte oder andere Klarsichtfolien, Kristallisationsflächen, biologische und andere Dünnschnitte od. dgl. mehr vorgesehen, so zeigt sich bei Verdrehung der Polarisationsfilter bzw.-folien gegeneinander in der Durchsicht eine bunte Folge von sich ständig gesetzmässig wechselnden Farben und Formen, womit die erfindungsgemässe Vorrichtung in Varianten auch als Kaleidoskop Verwendung finden kann. Besonders vorteilhaft eignet sich die gemäss der Erfindung gestaltete Vorrichtung auch für Werbezwecke od. dgl.
Als diarahmenartiges Licht-Polarisationsinstrument aus Kunststoff, Leichtmetall oder anderem finden bei der gemäss der Erfindung ausgebildeten Vorrichtung herkömmliche Diarahmen verschiedenster Art Verwendung, die z. B. aus zwei aufklapp-oder auseinandernehmbaren Rahmenteilen bestehen. An Stelle der Diadeckgläser ist z. B. in einem Rahmenteil eine gegen andere Typen auswechselbare Polarisationsfolie unverrückbar in eine entsprechende Ausnehmung eingelegt.
Analog hiezu ist auch im andern Diarahmenteil eine Polarisationsfolie untergebracht, die jedoch drehbar und zweckmässigerweise rund ausgebildet ist.
An Stelle der unverrückbaren rechtwinkeligen Polarisationsfolie kann jedoch gemäss der Erfindung ebenso eine andersgeformte und ebenfalls verstellbare Polarisationsfolie in dem einen Rahmenteil untergebracht sein oder es können gegebenenfalls auch der zu polarisierende Gegenstand bzw.
Hilfsobjekte für sich bewegbar montiert sein. Hiedurch kann die Vielfalt der polychromatischen Variationsmöglichkeiten noch vergrössert werden.
In den Raum zwischen den beiden Polarisationsfolien können innerhalb des Rahmens flachere zu polarisierende diaphane Objekte eingelegt werden, die gegebenenfalls in einer Hülle aus optisch inaktivem Klarsichtmaterial (z. B. Cellon) untergebracht sind. Nach dem Einlegen des zu polarisierenden Objektes werden die beiden Rahmenteile, wie dies bei der Adjustierung von Diapositiven üblich ist, miteinander verbunden. Durch Drehung der zugänglichen runden Elemente der Vorrichtung können alle Phasen der jeweils benutzten Polarisationsmedien eingestellt werden.
Die Vorrichtung ist auch dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen als Objekt mehrere polarisationswirksame dichroitische Folien übereinanderliegend und jede für sich drehbar enthalten kann, um über das ganze Objektfeld einheitliche und variable Farben zu erzeugen. Damit kann die Vorrichtung als variables Farbfilter zur Änderung des Farbcharakters von Schwarz-Weiss-oder Color-Diapositiven verwendet werden.
Alle Vorrichtungen sind sowohl selbständig, d. h. unmittelbar, als auch per Projektion mittels Diabetrachtern und Projektoren verwendebar.
Grösserformatige Vorrichtungen werden zweckmässigerweise mit runder Umrahmung gebaut, so dass die gelegentlich an den einzelnen verdrehbaren Elementen angebrachten und zur Lageveränderung dienenden Greifhilfen in Form von Fortsätzen bzw. Zugriffen der einzelnen Elemente innerhalb ihres Bewegungsbereiches leicht zu handhaben sind. Ebenso wird auch die Form der durchleuchtbaren Innenfläche meist eine runde sein. Grossformatige variochromatisierende Polarisationsvorrichtungen der beschriebenen Art eignen sich hervorragend für aktuelle szenische Licht-und Bildgestaltung.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich an Hand der Zeichnungen, in denen eines der vielen möglichen Ausführungsbeispiele dargestellt ist : Fig. 1 zeigt in Ansicht eine erfindungsgemässe Grundvorrichtung, Fig. 2 stellt einen Schnitt nach der Linie 11-11 der Fig. l dar, Fig. 3 veranschaulicht ein Beispiel eines zu polarisierenden transparenten Gegenstandes.
Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte erfindungemässe Vorrichtung weist einen Diarahmenunterteil - und einen Diarahmenoberteil-2-auf, wobei der Diarahmenunterteil-l-und der Diarahmenoberteil--2--in bekannter Weise, schiebend, klappend, nach dem Druckknopfprinzip
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drückend oder in anderer Art, gegenseitig schliessbar sind.
Die Diarahmenteile--1 und 2--umgrenzen hier eine rechteckige Ausnehmung-3-, in die jeweils eine unverdrehbare rechteckige Polarisationsfolie--4--bzw. eine drehbare kreisförmige Polarisationsfolie --5-- eingelegt sind. Die Innenkanten der stegförmigen Ränder der Rahmenteile --l und 2-belassen hiebei einen ausreichenden Hohlraum zur Aufnahme des zu betrachtenden Gegenstandes-6-, welcher hiebei in eine nichtpolarisierende Cellonhülle, hier in der Form eines genau in den Hohlraum passenden Flachrähmchens, eingelegt wird.
Um die Polarisationsfolie--5--verdrehen zu können, weisen die Diarahmenteile--l und 2-einen bogenförmigen Ausschnitt --7-- im Bereiche einer Seitenkante auf. Zur Markierung der Polarisationsachse kann die drehbare Polarisationsfolie--5--auch mit Randkerben--8--versehen sein.
Die Diarahmenteile--l und 2--weisen zweckmässigerweise ein genormtes Format, z. B. von 50/50 mm mit einer jeweils erwünschten bzw. erforderlichen Rahmenbreite auf. Ebenso besitzen die Diarahmenteile im zusammengelegten Zustand auch eine diesfalls der Norm entsprechende Stärke.
Gemäss Fig. 3 wird der Gegenstand, der in der Hülle bzw. dem Flachrähmchen--9-- untergebracht ist, von einem mehrfach gefalteten transparenten doppelbrechenden bzw. dichroitischen Klebestreifen--12--gebildet.
Wird nach dem Zusammenfügen des Diarahmenunterteiles-l-mit dem Diarahmenoberteil --2-- der transparente Gegenstand --12-- durch die Öffnung --11-- des Diarahmens betrachtet, so ergeben sich, bedingt durch die vielfachen Schichtungen und Spannungen des Klebestreifens --12-- verschiedenartige Farbeffekte, die sich bei der Drehung der Polarisationsfolie--5--ändern und zwei komplementäre Extremstellungen aufweisen, die durch das Dunkel-bzw. das Hellfeld (bei rechtwinkelig gekreuzter bzw. bei paralleler Stellung der Polarisationsachsen) bestimmt sind.
Der Diarahmen kann sowohl in Diabetrachter oder Projektoren als auch in Reproduktion-, Vergrösserungsgeräte usw. zur Erzeugung eines reellen Bildes eingesetzt werden.
Die Erfindung ist, wie bereits oben ausgeführt wurde, nicht auf das Ausführungsbeispiel beschränkt. Als Verschlussmechanismen eignen sich auch fast alle bekannten, bei Diarahmen üblichen Verschlüsse.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Darstellung von Polarisationserscheinungen mit einem Polarisator-und Analysatorteil sowie einem Objekt- und Hilfsobjektteil, deren Bestückung auf den jeweiligen Polarisationszustand einwirkt, wobei zumindest zwei der Elemente Polarisator, Analysator, Objekt und
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sämtliche Elemente in einem einzigen Rahmen, der einem Projektor ein- oder ansetzbar ist, insbesondere in Diarahmen üblicher bzw. genormter Grösse zusammengefasst sind.
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