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Bauelement
Aus der deutschen Patentschrift Nr. 1046389 ist es bekannt, ein Bauelement, insbesondere ein Frühbeetfenster, aus einem starren Rahmen zu bilden, auf den einseitig oder beidseitig eine Kunststoffolie aufgeklebt oder aufgenagelt ist. In Erkenntnis der Mängel bei der Fertigung und beim Gebrauch eines solchen Bauelementes wurde dort auch vorgeschlagen, als überzugsmaterial einen dehnbaren transparenten Kunststoffschlauch zu verwenden und diesen unter geringer Dehnung über einen starren Rahmen zu ziehen, wobei der von den Rahmenteilen und dem gespannten Schlauch umschlossene Hohlraum mit ruhender Luft oder mit einem andern Medium gefüllt ist und die offenen Enden des über den Rahmen gezogenen Schlauches durch Kleben oder Schweissen verschlossen werden.
Bei Verwendung des Bauelementes in der Bauwirtschaft, im Strassen-und Kanalbau, im Ausstellungsbau und im Behelfsunterkunftsbau wirkt sich die Empfindlichkeit des Kunststoffschlauches bei der Verbringung von einem Aufstellungsort zum nächsten sehr nachteilig auf die Haltbarkeit aus, da sich ein bei Beschädigung auftretender Riss wegen der Spannung, unter der die Folie steht, rasch erweitert, so dass das Element unbrauchbar wird und der Rahmen neu bespannt werden muss.
Das erfindungsgemässe Bauelement, bei welchem ein Kunststoffschlauch über einen Rahmen gespannt ist und die Enden des Kunststoffschlauches gegebenenfalls verschlossen, z. B. verschweisst sind, ist dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen aus einem Gerüst besteht, bei welchem die zunächst in den Folienschlauch gesteckten Holme mit vorzugsweise rechtwinkelig zu den Holmen stehenden Spreizstangen gegen die elastische Spannung des Schlauches verspreizt sind.
Diese Ausbildung bietet die Möglichkeit, die Bauelemente rasch zu demontieren, die Teile des Gerüstes und die Folien getrennt zu verladen und am Ort ihrer nächsten Verwendung wieder zusammenzusetzen. Dadurch können die Schlauchfolien beim Transport geschont und vor Beschädigungen gesichert werden. Beim erfindungsgemässen Bauelement ist der Zusammenbau aber auch an sich leichter und mit geringerer Gefährdung des Kunststoffschlauches möglich als bei dem vorbekannten Bauelement.
Das erfindungsgemässe Bauelement ist zahlreicher Ausführungsformen fähig. So kann die Kunststoffolie, aus welcher der Schlauch besteht, transparent oder dicht sein. Im allgemeinen wird es sich um eine dünne Folie handeln, jedoch ist die Wandstärke des Schlauches nur durch den Umstand beschränkt, dass dieser Schlauch durch das aus Holmen und Spreizstangen bestehende Gerüst ausspannbar ist.
Das Gerüst kann aus jedem geeigneten Baumaterial bestehen, wobei Holz bevorzugt ist. Die Spreizstangen können an die Holme in jeder geeigneten Weise angesetzt bzw. mit einem oder mit beiden Homen gelenkig verbunden sein. Es ist auch möglich, die Spreizstangen und/oder die Holme aus Teilstücken zusammenzusetzen, die gelenkig miteinander verbunden oder zusammengesteckt sind.
Als Raumform des erfindungsgemässen Bauelementes ist die Plattenform besonders bevorzugt, bei welcher die Dimension der Länge und der Breite gegenüber der Dimension der Höhe bzw. Dicke des Formkörpers sehr gross gewählt sind.
Die von den Holmen und von den Spreizstangen gebildeten Felder können mit Schaumstoffplatten besonders solchen aus geschäumtem Polystyrolkunstharz ausgelegt sein. Hiedurch wird einerseits eine gesteigerte Festigkeit und anderseits eine erhöhte Wärme- und Schallisolierwirkung
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des Bauelementes erzielt.
In bestimmten Fällen kann es vorteilhaft sein, wenn zumindest von einer der beiden Wandflächen des Bauelementes eine bestimmte dekorative Wirkung ausgeht. Diesen Zweck erfüllt vor allem ein Bauelement, bei welchem zwischen dem aus den Holmen und Spreizstangen gebildeten Spreizgerüst und der Innenfläche der Folie ein Dekorstoff, z. B. eine Tapete, eingelegt ist.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an Hand der Zeichnung näher erläutert, die ein erfindungsgemässes Bauelement in der Draufsicht zeigt, wobei Teile des Folienschlauches
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Die Felder --5-- können, wenn eine grössere Wärme-und Schallisolation angestrebt wird, mit Platten--6--aus geschäumtem Kunstharz gefüllt sein.
Das erfindungsgemässe Bauelement wird in einfacher Weise hergestellt, indem zunächst die Holme --2-- in den Folienschlauch--l--hineingesteckt und sodann darin gegen die elastische Spannung des Schlauches-l--mit vorzugsweise rechtwinkelig zu den Holmen stehenden Spreizstangen --3-- verspreizt werden. Der Folienschlauch kann vor oder nach dem Verspreizen abgelängt werden.
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Beschädigung des Folienschlauches bei der Verwendung des Bauelementes entgegenzuwirken.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Bauelement, bei welchem ein Kunststoffschlauch über einen Rahmen gespannt ist und die Enden des Kunststoffschlauches gegebenenfalls verschlossen, z. B. verschweisst sind, dadurch ge- kennzeichnet, dass der Rahmen aus einem Gerüst besteht, bei welchem die zunächst in den Folienschlauch (1) gesteckten Holme (2) mit vorzugsweise rechtwinkelig zu den Holmen stehenden Spreizstangen (3) gegen die elastische Spannung des Schlauches verspreizt sind.
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