<Desc/Clms Page number 1>
Vorrichtung zum Aufstreuen pulverförmiger oder granulierter Stoffe auf Trägerkörper
EMI1.1
Stoffe auf Trägerkörper, mit einer unterhalb eines Vorratsbehälters für das Schüttgut horizontal angeordneten Walze, die mit vorzugsweise stufenlos veränderlicher Geschwindigkeit angetrieben ist.
Für die Herstellung beschichteter Werkstücke, z. B. von Schleifbändern oder metallischen Trägerkörpern mit aufgesinterter Schleif-oder Reibschicht, werden Vorrichtungen verwendet, bei denen mittels einer Dosierwalze, die mit horizontaler Achse unterhalb eines Vorratsbehälters für den aufzustreuenden pulverförmigen oder granulierten Stoff angeordnet ist und meistens mit stufenlos veränderlicher Geschwindigkeit angetrieben wird, eine bestimmte Stoffmenge je Zeiteinheit bis zu einem fest angeordneten Abstreifer transportiert wird, von wo das Pulver auf einen Schwingförderer fällt, der die Aufgabe hat, durch den Abstreifer hervorgerufene Ungleichmässigkeiten auszugleichen, so dass ein gleichmässiges Aufstreuen des Pulvers erfolgt.
Vom Schwingförderer fällt das Pulver auf die Trägerkörper, die unterhalb der Abwurfkante des Schwingförderers auf einem Transportband vorbeigeführt werden. Neben den Trägerkörpern auftreffende Pulverteilchen werden unterhalb des Transportbandes gesammelt und in den Vorratsbehälter zurückgebracht.
Die Erfindung bezweckt die Vereinfachung und Verbesserung der bisher bekannten Vorrichtungen dieser Art und besteht darin, dass zum Abstreifen des Schüttgutes von der Walze eine parallel zur Walzenachse angeordnete, in ihrer Längsrichtung in Schwingungen versetzte Abstreifleiste vorgesehen ist. Die erfindungsgemäss in Schwingungen versetzte Abstreifleiste ersetzt nicht nur den Abstreifer der bisher bekannten Aufstreuvorrichtungen sondern auch den Schwingförderer.
Durch die Schwingungen der Abstreifleiste in deren Längsrichtung, also parallel zur Walzenachse, wird das pulverförmige Schüttgut durch die dabei entstehende sägende Bewegung aus dem ruhenden Zustand von der Dosierwalze abgelöst, gleitet über die Abstreifleiste und wird unmittelbar auf die Trägerkörper in weitgehend gleichmässiger Verteilung aufgestreut, so dass die Zwischenschaltung eines Schwingförderers entfallen kann. Ausserdem wird der Abstreifvorgang von der Dosierwalze verbessert, da durch die schwingenden Bewegungen der Abstreifleiste Pulveranhäufungen vor oder auf dem Abstreifer vermieden werden, die bei feststehendem Abstreifer allenfalls möglich sind und auch bei zwischengeschaltetem Schwingförderer zu einer ungleichmässigen Aufstreuung des Pulvers führen können.
Durch das Wegfallen eines Schwingförderers wird die Aufstreuvorrichtung nicht nur vereinfacht sondern auch deren Bauhöhe wesentlich verkleinert.
Vorzugsweise ist die zum Abstreifen verwendete Kante der Abstreifleiste wenigstens angenähert an jener Stelle der Walze angeordnet, die dem Schüttwinkel des Schüttgutes entspricht. Die Form der Abstreifleiste kann grundsätzlich beliebig sein. Als besonders vorteilhaft haben sich bandförmige Abstreifleiste erwiesen, die aus Kunststoff, allenfalls mit Verstärkereinlagen aus Glasfasern od. dgl., oder aus Metall, z. B. Bandstahl, hergestellt sein können. Die Dicke der Abstreifbänder liegt etwa in der Grössenordnung von 0, 5 mm oder auch darunter. Insbesondere hat sich bei metallischen Abstreifbändern eine Dicke von weniger als 0, 2 mm als ausreichend erwiesen.
Die Erzeugung der Schwingbewegung erfolgt zweckmässigerweise durch einen Exzenter, der mit
<Desc/Clms Page number 2>
einem Ende der Abstreifleiste in Antriebsverbindung steht und durch einen Getriebemotor, allenfalls mit stufenlos veränderlicher Geschwindigkeit, antreibbar ist.
Da die verhältnismässig dünnen Abstreifleisten, vor allem wenn sie aus Kunststoffbändern oder Metallfolien bestehen, auf Grund ihrer Form nur Zugkräfte aufnehmen können, wird die Rückzugkraft der Schwingbewegung vorteilhaft durch eine Feder erzeugt. Zu diesem Zweck steht erfindungsgemäss die Abstreifleiste an ihrem einen Ende mit einer Feder in Verbindung, welche die zum Spannen der Abstreifleiste erforderliche Kraft auf diese ausübt. Zur Erleichterung der Montage der Abstreifleiste und zur raschen Beseitigung von Dehnungen, die während des Betriebes auftreten können und die Federkraft vermindern würden, ist erfindungsgemäss vorgesehen, dass die Abstützung der Feder an ihrem ruhenden, mit der Abstreifleiste nicht verbundenen Ende in Achsrichtung bzw. in Schwingungsrichtung der Abstreifleiste verstellbar ausgeführt ist.
Für die Unterstützung der Abstreifleiste bzw. zum zusätzlichen Andrücken derselben an die Dosierwalze bei grösseren Arbeitsbreiten können in bekannter Weise federnde Stützen verwendet werden, die in ihrer Form aber derart ausgeführt sein müssen, dass sie parallel zur Schwingungsrichtung der Abstreifleiste nachgiebig, quer zur Schwingungsrichtung jedoch steif sind.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Aufstreuvorrichtung schematisch dargestellt. Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht der erfindungsgemässen Vorrichtung und Fig. 2 eine Ansicht der Vorrichtung von vorne in Richtung der Ebene der Abstreifleiste.
Die Aufstreuvorrichtung weist eine horizontal angeordnete Dosierwalze --1-- auf, die sich in Pfeilrichtung unterhalb eines im wesentlichen aus zwei Wänden--2 und 3-gebildeten Vorratsbehälters dreht, in welchem der aufzustreuende pulverförmige oder granulierte Stoff--4- enthalten ist. Die Wand --2-- ist vertikal verstellbar ausgeführt, damit die Breite des zwischen der Wandunterkante und der Oberfläche der Dosierwalze --1-- entstehenden Dosierspaltes --5-verändert werden kann. Mit--6--ist die Abstreifleiste bezeichnet, deren wirksame Kante--7-an jener Stelle der Walze--1-zur Wirkung kommt, die annähernd dem Schüttwinkel des Aufstreupulvers entspricht.
Unterhalb der Dosierwalze --1-- ist ein Transportband--8--vorgesehen, das über zwei Umlenkwalzen --9 und 10--läuft, von welchen eine angetrieben ist. Auf das Transportband-8werden die zu beschichtenden Trägerkörper --11-- rechts aufgelegt und durch dieses unterhalb der Dosierwalze --1-- mit einer gewünschten Geschwindigkeit vorbeigeführt, wobei das über die Abstreifleiste --6-- längs der mit--4'--bezeichneten Bahn herabfallende Pulver auf die Trägerkörper --11-- aufgestreut wird, worauf die beschichteten Trägerkörper --11-- auf der linken Seite des Transportbandes--8--von diesem abgenommen und einer allenfalls erforderlichen weiteren Behandlung zugeführt werden.
Die zum Abstreifen des Schüttgutes von der Dosierwalze --1-- dienende Abstreifleiste --6-führt eine schwingende Bewegung in ihrer Längsrichtung aus, wodurch ein gleichmässiges Ablösen des Pulvers von der Walze-1-und eine gleichmässige Aufstreuung desselben auf die Trägerkörper --11-- erzielt wird. Eine beispielsweise Ausführungsform des Schwingantriebes für die Abstreifleiste --6-- ist in Fig. 2 dargestellt.
Die Dosierwalze die an ihren Stirnflächen gerundete Kanten besitzt, ist in zwei
EMI2.1
angeordnet sind, dass das Abstreifband die gerundeten Kanten --1'-- der Dosierwalze --1-- auf einem Winkel von etwa 10 bis 150 umschlingt.
EMI2.2
sitzt auf einem zugehörigen Exzenter-18--, der entweder unmittelbar auf der Abtriebswelle eines Getriebemotors befestigt sein kann oder getrennt gelagert und so wie die Dosierwalze--1--durt.)) Kettenräder --19, 19'-- und eine Rollenkette --20-- von einem Getriebe --21-- angetrieben ist.
Auf der rechten Seite ist das Ende des Abstreifbandes--6--mit einem Bolzen n -22 -- verbunden. der in einer Büchse --23-- - axial verschiebbar geführt ist. Die Büchse- 23-dient als Abstützung für eine Schraubenfeder --24--, die mit ihrem andern Ende auf einen mit dem Bolzen--22 verschraubten FedcrteIIcr-25--wirkt und so den Beolzen --22-- nach oben zieht, wodurch das Abstreifband --6-- gespannt wird. Die Lage der Feder --24-- und ihre Spannung können einerseits durch die verschraubbare BÜl-hse -- 23-- und anderseits durch den mit dem Bolzen --22-- verschraubten Federteller --25-- verändert werden.
Die Sicherung der jeweiligen
<Desc/Clms Page number 3>
Einstellung erfolgt durch die Gegenmutter--26 und 27--.
Durch den Exzenter--18--wird das Abstreifband--6--in eine hin-und hergehende Schwingung versetzt, die durch die Feder --24-- ermöglicht wird, welche zugleich auch eine durch die Federspannung bestimmte Vorspannkraft aufrecht erhält. Das Abstreifband --6-- gleitet dabei mit der aus Fig. 1 ersichtlichen Abstreifkante-7-der Oberfläche der Dosierwalze --1-- entlang und bewirkt so ein vollständiges Ablösen des aufzustreuenden pulverförmigen oder granulierten Stoffes von der Walze--1--und ein gleichmässiges Aufstreuen des Stoffes auf die Trägerkörper.
Bei einer gewünschten Veränderung des Schwingungsausschlages für das Abstreifband-6-kann der Exzenter --18--, der als verhältnismässig einfacher Drehkörper ausgebildet ist, gegen einen andern mit grösserer oder kleinerer Exzentrizität ausgetauscht werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Aufstreuen pulverförmiger oder granulierter Stoffe auf Trägerkörper, insbesondere zum Aufstreuen von körnigem Schleif- oder Reibmaterial auf flexible oder starre metallische Trägerkörper, mit einer unterhalb eines Vorratsbehälters für das Schüttgut horizontal angeordneten Walze, die mit vorzugsweise stufenlos veränderlicher Geschwindigkeit angetrieben ist,
EMI3.1
d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dassparallel zur Walzenachse angeordnete, in ihrer Längsrichtung in Schwingungen versetzte Abstreifleiste (6) vorgesehen ist.
EMI3.2