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Orientierungsvorrichtung als Hilfsgerät bei der Herstellung künstlicher Gebisse
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des Artikulators vorgenommen. Dass bei dieser Methode Fehler entstehen, geht allein schon daraus hervor, dass die anthropologisch festgelegten Schädelpunkte am lebenden Patienten mit einer
Weichteilschicht bedeckt sind, so dass die klare Definition für die "Frankfurter Horizontalebene" am lebenden Patienten nicht zu realisieren ist.
So stimmten denn in der Mehrzahl der Fälle nach Fertigstellung der künstlichen Gebisse
Gesichtsmitte und Gebissmitte nicht überein. Hiedurch wird aber nur einer der Fehler der direkten
Messmethoden mit Registriergeräten augenfällig. Selbstverständlich trifft die gleiche Fehlerquelle auch für die übrigen Ebenen, z. B. die Horizontalebene, zu und zeigt sich hier im herabgesetzten
Funktionswert der künstlichen Gebisse. Tatsächlich arbeiten wegen dieser Fehlerquellen von allen
Zahnärzten in der Welt höchstens nur noch etwa 10% mit solchen Registriergeräten. Die meisten behelfen sich ohne Registrierung und versuchen, die sichtbaren Fehler auf andere Weise auszuschalten.
Die unsichtbaren Fehler der herabgesetzten Funktion bleiben aber bestehen. Ohne Zweifel kann der volle Funktionswert künstlicher Gebisse aber nur erreicht werden, wenn die technische Herstellung die richtige Lage zu den das Gebiss bewegenden Teilen gewährleistet.
Das Orientierungsgerät nach der Erfindung ermöglicht eine einwandfreie Orientierung der künstlichen Gebisse zu den drei Orientierungsebenen.
Bei der Herstellung künstlicher Gebisse sind Anproben im Munde des Patienten notwendig. Eine dieser Zwischenproben heisst"Bissnahme". Bei der Bissnahme werden zwei Bissplatten, meist aus Wachs, am Oberkiefer und Unterkiefer befestigt und im Munde zusammengeklebt. Das aus dem Munde genommene Wachsmodell, die Bissschablone, zeigt dann die Lagebeziehung des Oberkiefers zum
Unterkiefer. In dieser Phase der Gebissfertigung soll nun durch das Gerät nach der Erfindung auch die
Einstellung des Gebisses auf die Horizontalebene und auf die Sagittalebene erfolgen. Erfindungsgemäss ist hiezu an der Bissschablone mindestens ein Neigungsmesser befestigt, dessen Anzeige fixierbar ist.
Als Neigungsmesser kann man beispielsweise eine Wasserwaage verwenden. Diese besteht bei der
Bissschablone vorzugsweise aus einem im Schnitt rechteckigen hohlen Ringsektor aus durchsichtigem
Material, der im Munde des Patienten von vom über die Bissschablone geschoben und an ihr befestigt wird. Dieser Hohlring ist etwa bis zur halben Höhe mit einer vorzugsweise farbigen Flüssigkeit gefüllt, die im Munde erstarrt z. B. Wachs oder sogenanntes Fixieröl. Vor dem Einsetzen des Ringsektors wird die Masse durch Erwärmen flüssig gemacht. Der Patient wird nach dem Einsetzen der Wasserwaage angewiesen, in aufrechter Körperhaltung einen in etwa 2 m Entfernung in Augenhöhe liegenden Punkt zu fixieren. Man erreicht damit in der Horizontalen eine absolut sichere Kopfhaltung.
In dieser
Kopflage lässt man die Flüssigkeit im Ringsektor erstarren, entnimmt die Bissschablone mit dem daran befestigten Ringsektor und hat jetzt die tatsächliche Horizontalebene des jeweiligen Patienten in der farbigen, inzwischen erstarrten Masse des Ringsektors vor sich. Die Bissschablone wird dann in bekannter Weise parallel zur Tischebene auf das Gerät zur Herstellung der künstlichen Gebisse (Artikulator) übertragen. Wirkungsgleich mit dem beschriebenen Ringsektor sind beispielsweise auch quer über das Gebiss gelegte Wasserwaage-Röhren oder Weicheisenlotpendel, die in horizontaker Richtung vor einem Elektromagneten hängen und durch Einschalten des Stroms der Magnetspule in ihrer jeweiligen Lage fixiert werden können.
Von der Sagittalebenen und der Frontalebene liegen an Hand der durch Abdrücke im Mund des Patienten gewonnenen Modelle bestimmte Punkte zur Orientierung vor. Zur Bestimmung der Sagittalebene, nämlich der Gesichtsmitte und Gebissmitte, kann das Gerät nach der Erfindung durch einen weiteren Gedanken der Erfindung auch verwendet werden.
Zu diesem Zweck wird nach Abschluss der Bestimmung der Horizontalebene in den Ringsektor eine Kugel gelegt, die auf der Oberfläche der erstarrten Flüssigkeit laufen kann. Die Bissschablone wird wieder eingesetzt und der zunächst aufrechtstehende Patient wird angewiesen, den Kopf so zu neigen, dass er mit den Augen einen Punkt auf dem Boden in der Verbindungslinie zwischen ihm und dem anfangs anvisierten Punkt fixiert.
Dadurch gerät die anfangs horizontal liegende Oberfläche der Masse in eine schräge Lage mit einem Übergang zur Senkrechten. Die Kugel rollt dann zu einem Punkt, der in der Sagittalebene liegt.
An diesem Punkt wird die Kugel durch Einfüllen neuer Fixierflüssigkeit in den Ringsektor festgehalten.
Ein weiterer Punkt der Sagittalebene ist durch die hintere Gaumennaht der Bissnahmeschablone gegeben, so dass die Sagittalebene durch zwei Punkte und die Tatsache, dass sie senkrecht zur Horizontalebene zu stehen hat, exakt ermittelt werden kann.
Wirkungsgleich wäre ein zweites in einer andern Ebene schwingendes und von einem zweiten Magneten fixiertes Lotpendel.
Die Zeichnungen zeigen beispielsweise schematisch und teilweise im Schnitt zwei
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Ausführungsformen der Erfindung. Es zeigen Fig. 1 einen Menschenschädel mit eingezeichneten
Orientierungsebenen, Fig. 2 eine perspektivische Seitenansicht einer Bissschablone mit aufgesetzter. auf dem Prinzip der Wasserwaage beruhender Orientierungsvorrichtung gemäss der Erfindung, Fig. 3 eine
Vorderansicht nach Fig. 2 mit eingesetzter Kugel, Fig. 4 eine andere Ausführungsform einer
Wasserwaagenvorrichtung der Erfindung, Fig. 5 eine Seitenansicht einer Vorrichtung der Erfindung mit einem magnetisch beeinflussten Lotpendel und Fig. 6 eine Vorderansicht auf die Vorrichtung nach Fig. 5.
In den Zeichnungen ist-l-die Frankfurter Horizontalebene, --2-- die Sagittalebene und - 3--die Frontalebene.--7 und 8--sind Oberteil und Unterteil der Bissschablone, die bei - -30-- zusammengeheftet sind.
--5-- ist der hohle Ringsektor, der die im Munde erstarrende Flüssigkeit--6--enthält. Im Hohlraum--10--kann auf der Oberfläche der erstarrten Masse--6--die Kugel--9--laufen.
Fig. 4 zeigt eine andere Ausführungsform des Ringsektors. Dieser besteht hier aus zwei parallelen Ringsektorrohren--11 und 18--, die durch eine Reihe zu ihnen senkrechter Rohre-12 bis 17-verbunden sind.
In Fig. 5 und 6 ist--19--ein Weicheisenstück, das an einem Halter--20--befestigt ist.
- ist eine Magnetspule, die durch den Schalter--23--in den Stromkreis einer Batterie --22-- geschaltet werden kann. Vor dem Magneten-19-hängt um eine am Halter-20angebrachte Achse --24-- drehbar ein z. B. dreieckiges, als Pendel dienendes Weicheisenblech - -25--. Mit Ausnahme der Batterie --22-- und des Schalters --23-- ist die ganze Vorrichtung an der Innenseite der Bissschablone angebracht. Zur Bestimmung der Sagittalebene kann dort auch noch eine zweite solche Vorrichtung in einer zur ersten senkrechten Ebene untergebracht werden. Die zweite Vorrichtung wird durch einen gesonderten Schalter --26-- bedient.
Bei dieser Anordnung braucht der Patient den Kopf nur kurzzeitig still zu halten. In dieser Zeit wird die Lage des oder der beiden Pendel --25-- durch Einlegen des oder der Schalter --23, 26-- fixiert. Die Bissschablone wird herausgenommen, ohne die Schalter-23, 26- zu öffnen, so dass die Lage der Ebenen fixiert bleibt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Orientierungsvorrichtung als Hilfsgerät bei der Herstellung künstlicher Gebisse zwecks
EMI3.1
Bissschablone (7, 8) mindestens ein Neigungsmesser befestigt ist, dessen Anzeige fixierbar ist.