AT287911B - Orientierungsvorrichtung als Hilfsgerät bei der Herstellung künstlicher Gebisse - Google Patents

Orientierungsvorrichtung als Hilfsgerät bei der Herstellung künstlicher Gebisse

Info

Publication number
AT287911B
AT287911B AT555768A AT555768A AT287911B AT 287911 B AT287911 B AT 287911B AT 555768 A AT555768 A AT 555768A AT 555768 A AT555768 A AT 555768A AT 287911 B AT287911 B AT 287911B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
bite
orientation
manufacture
ring sector
artificial dentures
Prior art date
Application number
AT555768A
Other languages
English (en)
Inventor
Rainer Dr Strack
Original Assignee
Rainer Dr Strack
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Rainer Dr Strack filed Critical Rainer Dr Strack
Priority to AT555768A priority Critical patent/AT287911B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT287911B publication Critical patent/AT287911B/de

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61CDENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
    • A61C19/00Dental auxiliary appliances
    • A61C19/04Measuring instruments specially adapted for dentistry
    • A61C19/05Measuring instruments specially adapted for dentistry for determining occlusion

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Biophysics (AREA)
  • Oral & Maxillofacial Surgery (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Dental Tools And Instruments Or Auxiliary Dental Instruments (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Orientierungsvorrichtung als Hilfsgerät bei der Herstellung künstlicher Gebisse 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 des Artikulators vorgenommen. Dass bei dieser Methode Fehler entstehen, geht allein schon daraus hervor, dass die anthropologisch festgelegten Schädelpunkte am lebenden Patienten mit einer
Weichteilschicht bedeckt sind, so dass die klare Definition für die "Frankfurter Horizontalebene" am lebenden Patienten nicht zu realisieren ist. 



   So stimmten denn in der Mehrzahl der Fälle nach Fertigstellung der künstlichen Gebisse
Gesichtsmitte und Gebissmitte nicht überein. Hiedurch wird aber nur einer der Fehler der direkten
Messmethoden mit Registriergeräten augenfällig. Selbstverständlich trifft die gleiche Fehlerquelle auch für die übrigen Ebenen,   z. B.   die Horizontalebene, zu und zeigt sich hier im herabgesetzten
Funktionswert der künstlichen Gebisse. Tatsächlich arbeiten wegen dieser Fehlerquellen von allen
Zahnärzten in der Welt höchstens nur noch etwa 10% mit solchen Registriergeräten. Die meisten behelfen sich ohne Registrierung und versuchen, die sichtbaren Fehler auf andere Weise auszuschalten. 



   Die unsichtbaren Fehler der herabgesetzten Funktion bleiben aber bestehen. Ohne Zweifel kann der volle Funktionswert künstlicher Gebisse aber nur erreicht werden, wenn die technische Herstellung die richtige Lage zu den das Gebiss bewegenden Teilen gewährleistet. 



   Das Orientierungsgerät nach der Erfindung ermöglicht eine einwandfreie Orientierung der künstlichen Gebisse zu den drei Orientierungsebenen. 



   Bei der Herstellung künstlicher Gebisse sind Anproben im Munde des Patienten notwendig. Eine dieser Zwischenproben heisst"Bissnahme". Bei der Bissnahme werden zwei Bissplatten, meist aus Wachs, am Oberkiefer und Unterkiefer befestigt und im Munde zusammengeklebt. Das aus dem Munde genommene Wachsmodell, die Bissschablone, zeigt dann die Lagebeziehung des Oberkiefers zum
Unterkiefer. In dieser Phase der Gebissfertigung soll nun durch das Gerät nach der Erfindung auch die
Einstellung des Gebisses auf die Horizontalebene und auf die Sagittalebene erfolgen.   Erfindungsgemäss   ist hiezu an der Bissschablone mindestens ein Neigungsmesser befestigt, dessen Anzeige fixierbar ist. 



   Als Neigungsmesser kann man beispielsweise eine Wasserwaage verwenden. Diese besteht bei der
Bissschablone vorzugsweise aus einem im Schnitt rechteckigen hohlen Ringsektor aus durchsichtigem
Material, der im Munde des Patienten von   vom über   die Bissschablone geschoben und an ihr befestigt wird. Dieser Hohlring ist etwa bis zur halben Höhe mit einer vorzugsweise farbigen Flüssigkeit gefüllt, die im Munde erstarrt z. B. Wachs oder sogenanntes Fixieröl. Vor dem Einsetzen des Ringsektors wird die Masse durch Erwärmen flüssig gemacht. Der Patient wird nach dem Einsetzen der Wasserwaage angewiesen, in aufrechter Körperhaltung einen in etwa 2 m Entfernung in Augenhöhe liegenden Punkt zu fixieren. Man erreicht damit in der Horizontalen eine absolut sichere Kopfhaltung.

   In dieser
Kopflage lässt man die Flüssigkeit im Ringsektor erstarren, entnimmt die Bissschablone mit dem daran befestigten Ringsektor und hat jetzt die tatsächliche Horizontalebene des jeweiligen Patienten in der farbigen, inzwischen erstarrten Masse des Ringsektors vor sich. Die Bissschablone wird dann in bekannter Weise parallel zur Tischebene auf das Gerät zur Herstellung der künstlichen Gebisse (Artikulator) übertragen. Wirkungsgleich mit dem beschriebenen Ringsektor sind beispielsweise auch quer über das Gebiss gelegte Wasserwaage-Röhren oder Weicheisenlotpendel, die in horizontaker Richtung vor einem Elektromagneten hängen und durch Einschalten des Stroms der Magnetspule in ihrer jeweiligen Lage fixiert werden können. 



   Von der Sagittalebenen und der Frontalebene liegen an Hand der durch Abdrücke im Mund des Patienten gewonnenen Modelle bestimmte Punkte zur Orientierung vor. Zur Bestimmung der Sagittalebene, nämlich der Gesichtsmitte und Gebissmitte, kann das Gerät nach der Erfindung durch einen weiteren Gedanken der Erfindung auch verwendet werden. 



   Zu diesem Zweck wird nach Abschluss der Bestimmung der Horizontalebene in den Ringsektor eine Kugel gelegt, die auf der Oberfläche der erstarrten Flüssigkeit laufen kann. Die Bissschablone wird wieder eingesetzt und der zunächst aufrechtstehende Patient wird angewiesen, den Kopf so zu neigen, dass er mit den Augen einen Punkt auf dem Boden in der Verbindungslinie zwischen ihm und dem anfangs anvisierten Punkt fixiert. 



   Dadurch gerät die anfangs horizontal liegende Oberfläche der Masse in eine schräge Lage mit einem Übergang zur Senkrechten. Die Kugel rollt dann zu einem Punkt, der in der Sagittalebene liegt. 



  An diesem Punkt wird die Kugel durch Einfüllen neuer Fixierflüssigkeit in den Ringsektor festgehalten. 



  Ein weiterer Punkt der Sagittalebene ist durch die hintere Gaumennaht der Bissnahmeschablone gegeben, so dass die Sagittalebene durch zwei Punkte und die Tatsache, dass sie senkrecht zur Horizontalebene zu stehen hat, exakt ermittelt werden kann. 



   Wirkungsgleich wäre ein zweites in einer andern Ebene schwingendes und von einem zweiten Magneten fixiertes Lotpendel. 



   Die Zeichnungen zeigen beispielsweise schematisch und teilweise im Schnitt zwei 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
Ausführungsformen der Erfindung. Es zeigen Fig. 1 einen Menschenschädel mit eingezeichneten
Orientierungsebenen, Fig. 2 eine perspektivische Seitenansicht einer Bissschablone mit aufgesetzter. auf dem Prinzip der Wasserwaage beruhender Orientierungsvorrichtung gemäss der Erfindung, Fig. 3 eine
Vorderansicht nach Fig. 2 mit eingesetzter Kugel, Fig. 4 eine andere Ausführungsform einer
Wasserwaagenvorrichtung der Erfindung, Fig. 5 eine Seitenansicht einer Vorrichtung der Erfindung mit einem magnetisch beeinflussten Lotpendel und Fig. 6 eine Vorderansicht auf die Vorrichtung nach Fig. 5. 



   In den Zeichnungen   ist-l-die   Frankfurter   Horizontalebene, --2-- die   Sagittalebene und -   3--die Frontalebene.--7   und   8--sind   Oberteil und Unterteil der Bissschablone, die bei   - -30-- zusammengeheftet   sind. 



     --5-- ist   der hohle Ringsektor, der die im Munde erstarrende   Flüssigkeit--6--enthält.   Im   Hohlraum--10--kann   auf der Oberfläche der erstarrten Masse--6--die Kugel--9--laufen. 



   Fig. 4 zeigt eine andere Ausführungsform des Ringsektors. Dieser besteht hier aus zwei parallelen   Ringsektorrohren--11   und 18--, die durch eine Reihe zu ihnen senkrechter   Rohre-12   bis 17-verbunden sind. 



   In Fig. 5 und 6 ist--19--ein Weicheisenstück, das an einem   Halter--20--befestigt   ist. 



  - ist eine Magnetspule, die durch den   Schalter--23--in   den Stromkreis einer Batterie   --22-- geschaltet   werden kann. Vor dem   Magneten-19-hängt   um eine am Halter-20angebrachte   Achse --24-- drehbar   ein   z. B.   dreieckiges, als Pendel dienendes Weicheisenblech   - -25--.   Mit Ausnahme der   Batterie --22-- und   des   Schalters --23-- ist   die ganze Vorrichtung an der Innenseite der Bissschablone angebracht. Zur Bestimmung der Sagittalebene kann dort auch noch eine zweite solche Vorrichtung in einer zur ersten senkrechten Ebene untergebracht werden. Die zweite Vorrichtung wird durch einen gesonderten   Schalter --26-- bedient.   



   Bei dieser Anordnung braucht der Patient den Kopf nur kurzzeitig still zu halten. In dieser Zeit wird die Lage des oder der beiden Pendel --25-- durch Einlegen des oder der   Schalter --23, 26--   fixiert. Die Bissschablone wird herausgenommen, ohne die   Schalter-23, 26- zu   öffnen, so dass die Lage der Ebenen fixiert bleibt. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Orientierungsvorrichtung als Hilfsgerät bei der Herstellung künstlicher Gebisse zwecks 
 EMI3.1 
 Bissschablone (7, 8) mindestens ein Neigungsmesser befestigt ist, dessen Anzeige fixierbar ist.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1 zur Bestimmung der Horizontalebene, g e k e n n z e i c h - net durch einen auf die Bissschablone (7, 8) aufzusetzenden hohlen Ringsektor (4), der zum Teil mit einer erstarrenden Flüssigkeit (6) gefüllt ist.
    3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2 zur zusätzlichen Bestimmung der Sagittalebene, EMI3.2 (9) läuft, die durch eine Fixierflüssigkeit an jedem Punkt ihrer Bahn (10) festgehalten werden kann.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 1, g e k e n n z e i c h n e t d u r c h ein als Lotpendel (25) dienendes Weicheisenblech, das vor einem über einen Schalter (23) an eine Batterie (22) gelegten Elektromagneten (19) aufgehängt ist.
    5. Vorrichtung nach Anspruch 1, g e k e n n z e i c h n e t d u r c h zwei Vorrichtungen nach Anspruch 4 in zwei zueinander senkrechten Ebenen, die durch je einen Schalter (23, 26) betätigt werden. EMI3.3 Innenseite der Bissschablone (7, 8) angeordnet ist.
    Druckschriften, die das Patentamt zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik in Betracht gezogen hat : DT-PS 879 754
AT555768A 1968-06-11 1968-06-11 Orientierungsvorrichtung als Hilfsgerät bei der Herstellung künstlicher Gebisse AT287911B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT555768A AT287911B (de) 1968-06-11 1968-06-11 Orientierungsvorrichtung als Hilfsgerät bei der Herstellung künstlicher Gebisse

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT555768A AT287911B (de) 1968-06-11 1968-06-11 Orientierungsvorrichtung als Hilfsgerät bei der Herstellung künstlicher Gebisse

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT287911B true AT287911B (de) 1971-02-10

Family

ID=3577091

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT555768A AT287911B (de) 1968-06-11 1968-06-11 Orientierungsvorrichtung als Hilfsgerät bei der Herstellung künstlicher Gebisse

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT287911B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE10206916B4 (de) System zur Verbesserung des Erscheinungsbildes von Zähnen
CH665116A5 (de) Vorrichtung fuer die aufzeichnung der kieferokklusion eines patienten und deren nachbildung anhand von gebissmodellen.
AT287911B (de) Orientierungsvorrichtung als Hilfsgerät bei der Herstellung künstlicher Gebisse
DE4323074C2 (de) Verfahren zum Herstellen einer Vollprothese
CH473578A (de) Orientierungsvorrichtung zum Befestigen an einer Bissschablone beim Herstellen künstlicher Gebisse
DE841188C (de) Zahnprothesen-Befestigung
DE1279289B (de) Orientierungsvorrichtung als Hilfsgeraet bei der Herstellung kuenstlicher Gebisse
DE102012018997B4 (de) Verfahren zum Positionieren von mindestens einem Zahnbogenmodell in einem Artikulator, Computerprogramm sowie Artikulator
DE480309C (de) Gabel fuer den Eingipsapparat kuenstlicher Gebisse
DE3904699C1 (en) Dental impression tray
DE1291854B (de) Artikulator
DE427610C (de) Vorrichtung zur Bestimmung der Kieferbewegung
DE4130274C2 (de) Didaktisches zerlegbares Zahnmodell
DE711934C (de) Gebissschablone zur Feststellung der Falsachentwicklung der Kauflaechenkurve in ihrem Verlauf zu den Kiefergelenken fuer die Angleichung dieser Kauflaechenkurve an die No rmalkurve durch Nacharbeiten unabgenutzter Kauflaechenteile
DE433164C (de) Artikulator und Verfahren zur Herstellung von Kaubissschablonen fuer diesen
DE102007051742B4 (de) Gerät zum Vermessen der für die Zahnstellung relevanten Bezugspunkte am menschlichen Gesicht und dessen Verwendung
AT248017B (de) Vorrichtung mit einem Meßgerät zum Registrieren der individuellen Kaubewegungen und einem Artikulator zum Einschleifen des Kauflächenreliefs künstlicher Zähne
DE654548C (de) Abdruckloeffel zum gleichzeitigen Abdrucknehmen von Ober- und Unterkiefer
DE168464C (de)
DE1271892B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Fertigung von Zahnprothesen mit zum Lippenbild richtig aufgestellten Zahnreihen
DE102007020675A1 (de) Vorrichtung zur kauebenenbezogenen Diagnostik
DE1088188B (de) Vorrichtung zur unverdrehbaren und auswechselbaren Anbringung eines Tragstiftes fuer Einzelzahnersatz in einem Arbeitsmodell
DE568697C (de) UEbungsmodell fuer zahnaerztliche Zwecke
AT148116B (de) Lehrbehelf für den elementaren Rechenunterricht.
DE19537517C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Vermessung und Abdrucknahme in der Zahnmedizin

Legal Events

Date Code Title Description
ELJ Ceased due to non-payment of the annual fee