<Desc/Clms Page number 1>
Verankerungsglied für Erd- bzw. Felsanker
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verankerungsglied für Erd-bzw. Felsanker, bestehend aus einem an eine hohle Ankerstange anschliessenden Anschlussteil und einem Kopf sowie zwischen
Anschlussteil und Kopf angeordnetem Blähkörper.
Verankerungsglieder für Erd-bzw. Felsanker sind in verschiedenen Ausführungsformen bekannt.
Insbesondere sind solche bekannt (vgl. USA-Patentschriften Nr. 3, 270, 469 und Nr. 3, 141, 534), die aus einem Anschlussteil zum Anschluss einer hohlen Ankerstange und einem Kopf sowie zwischen
Anschlussteil und Kopf angeordnetem Blähkörper bestehen. Dabei ist der Aufbau im wesentlichen so getroffen, dass der Anschlussteil sowie der Kopf miteinander durch eine zentrale Druckmittelzuführung verbunden sind und der Blähkörper als im wesentlichen zylindrischer Mantel abdichtend an den Anschlussteil und den Kopf angeschlossen ist. Bei diesen bekannten Verankerungsgliedern erfolgt die Verankerung im wesentlichen durch den Reibungsschluss des verformbaren Blähkörpers mit der Bohrlochwandung. Zur Aufnahme grosser Zugkräfte ist dieses Verankerungsglied nicht geeignet.
Auch besteht die Gefahr, dass der Blähkörper vorzeitig durch scharfes Gestein od. dgl. zerstört wird.
Ferner sind Verankerungsglieder bekannt, die aus zwei spreizbaren, im wesentlichen halbzylindrischen Verankerungsschalen mit Verankerungszahnung bestehen, wobei die Halbschalen mittels Zweigelenklenker einerseits an einen Anschlussteil zum Anschluss der Ankerstange, anderseits an einen Kopf angeschlossen sind, sowie eine Spreizvorrichtung aufweisen. Bei einer Ausführungsform sind die Verankerungsschalen an ihren Enden mit Zweigelenklenkern versehen, die an die Enden einer in der Mitte zwischen den Verankerungsschalen angeordneten Hülse angeschlossen sind.
Die Hülse ist axial gegenüber den Verankerungsschalen versetzt und mit Abstand von einer vor den Verankerungsschalen befindlichen Stirnplatte angeordnet. In die Hülse ist die Ankerstange einschraubbar, deren Bund sich gegen die Stirnplatte als Kopf abstützt und so beim Einschrauben die Hülse in Richtung auf die Stirnplatte zieht. Dabei werden über die Zweigelenklenker die Verankerungsschalen auseinandergespreizt und gegen die Bohrlochwandung gedrückt (USA-Patentschrift Nr. 1, 807, 488). Ein so aufgebautes Spreizglied weist jedoch verschiedene Nachteile auf. Die Kraft, mit der die Verankerungsschalen gegen die Bohrlochwandung gedrückt werden, ist nicht berechen- und vorherbestimmbar, so dass sich auch nicht berechnen lässt, welche Last dieses Verankerungsglied zu halten in der Lage ist.
Um hier mit der erforderlichen Sicherheit zu arbeiten, wird man meist dieses Verankerungsglied zu stark anspannen. Die Verankerungsschalen werden beim Anspannen auf Biegung beansprucht, so dass sie sich leicht verformen können. Auch die Doppelgelenkhebel werden auf Druck und damit auf Knickung beansprucht, so dass eine Verformung nicht ausgeschlossen ist, was wieder zur Folge hat, dass die gewünschte Verspannung der Verankerungsschalen in dem Bohrloch nicht erreicht wird. Ist das Verankerungsglied beim Anspannen einmal verformt, so lässt sich dieses innerhalb des Bohrloches nicht wieder rückgängig machen, so dass das Verankerungsglied nach Benutzung in aller Regel nicht mehr ausbau-und wieder gewinnbar ist.
Die bekannten Verankerungsglieder sind daher verbesserungsbedürftig.
<Desc/Clms Page number 2>
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verankerungsglied für Erd-bzw. Felsanker zu gestalten, bei welchem die angeführten Nachteile vermieden werden.
Die Erfindung löst diese Aufgabe bei einem Verankerungsglied des eingangs beschriebenen Aufbaus dadurch, dass an den Anschlussteil einerseits und den Kopf anderseits mittels Zweigelenklenkern zwei im wesentlichen halbzylindrische mit Verankerungszahnung versehene und den an den Anschlussteil mit Druckmittelschlauch angeschlossenen Blähkörper umfassende Verankerungsschalen angelenkt sind. Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, dass zwischen den Verankerungsschalen Abdeckbleche angeordnet sind.
Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen, dass der Blähkörper gegenüber Beschädigungen geschützt ist und zugleich die Verankerungsschalen durch den zwischen ihnen angeordneten Blähkörper ausschliesslich in radialer Richtung gegen die Bohrlochwandung gedrückt werden, so dass die Verankerungsschalen des erfindungsgemässen Verankerungsgliedes nicht auf Biegung beansprucht werden und sich deshalb nicht nennenswert verformen können. Beim Ablassen des Druckes aus dem Blähkörper gehen die Verankerungsschalen wieder- in ihre Ausgangsstellung zurück, so dass das Verankerungsglied ohne Schwierigkeit aus dem Bohrloch gezogen werden kann, um an anderer Stelle wieder verwendet zu werden.
Während des Einsatzes lässt sich durch Kontrolle des Druckes in dem Blähkörper dafür sorgen, dass das Verankerungsglied die von ihm zu tragende Last mit Sicherheit hält. Auch eine Verformung der Zweigelenklenker ist nicht möglich, da sie bei dem erfindungsgemässen Verankerungsglied im wesentlichen auf Zug beansprucht werden.
An Hand der lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnungen wird die Erfindung näher erläutert ; es zeigen : Fig. 1 eine perspektivische Darstellung des erfindungsgemässen Verankerungsgliedes teilweise geschnitten, Fig. 2 eine Seitenansicht des Gegenstandes nach Fig. l, ebenfalls teilweise geschnitten, Fig. 3 einen Schnitt gemäss Linie III-III nach Fig. 2.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel besteht das Verankerungsglied für Erd-bzw. Felsanker
EMI2.1
mit einem Kopf-5-in Verbindung stehen. Der Anschlussteil --4-- zum Anschluss der Ankerstange und der Kopf--5--sind im wesentlichen gleich ausgeführt. Als Spreizvorrichtung dient ein im Inneren der Verankerungsschalen --1-- angeordneter Blähkörper --6-- in Form einer aufblasbaren Gummiblase.
An den Enden ist der Blähkörper an je einen Druckmittelschlauch-7-- angeschlossen, der anderseits in eine zentrale Bohrung-8-an dem Anschlussteil --4-- zum Anschluss der Ankerstange und am Kopf--5--mündet. Damit beim Auseinandergehen der Verankerungsschalen --1-- der Blähkörper --6-- nicht in den dann entstehenden Schlitz--9--
EMI2.2
einer Verankerungsschale --1-- fest angebracht sind und auf der inneren Oberfläche der andern Verankerungschale --1-- gleiten.
Die Verankerungsschalen-l-bilden zudem an ihren Stirnseiten einen sich trompetenförmig verengenden rohrförmigen Körper --11--, damit der Blähkörper--6-- allmählich von dem Innendurchmesser der Verankerungsschale--l--auf den Anschlussdurchmesser
EMI2.3
den erwähnten Anschluss zum Kopf --5-- hin. Das Druckmittel zum Aufblähen der Blähkörper --6-- wird über die Ankerstange der zentralen Bohrung --8-- in dem Anschlussteil-4-zum Anschluss der Ankerstange zugeführt und gelangt über den Anschluss am Kopf-5-in die dahinter angeschlossenen Verankerungsglieder.
Das letzte Verankerungsglied ist an seinem Kopf-5-zum Abdichten des kopfstückseitigen Druckmittelanschlusses mit einer dichten Kappe --12-- versehen.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.