AT293995B - Verfahren zur kontinuierlichen Wärmebehandlung von mit einer Flüssigkeit imprägnierten Warenbahnen od.dgl. - Google Patents
Verfahren zur kontinuierlichen Wärmebehandlung von mit einer Flüssigkeit imprägnierten Warenbahnen od.dgl.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur kontinuierlichen Wärmebehandlung von mit einer Flüssigkeit imprägnierten Warenbahnen od. dgl. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur kontinuierlichen Wärmebehandlung von mit einer Flüssigkeit imprägnierten Gewebebahnen oder gewebeähnlichen Bahnen in Wasserdampf bzw. in einem wasserdampfhaltigen gasförmigen Medium, wobei die Warenbahn zu Beginn der Behandlung durch eine Kondensationsaufheizung und durch eine kondensationsfreie Beheizung auf die Behandlungstemperatur gebracht wird. Veredelungsverfahren für Gewebe werden vielfach bereits vollkontinuierlich oder halbkontinuierlich ausgeführt : u. zw. häufig durch Imprägnieren der Gewebebahnen mit chemischen Behandlungsmitteln, beispielsweise mit Bleichmitteln, Farbstoffen oder sonstigen Veredelungspräparaten, woran meistens Wärmebehandlungen in Wasserdampf bzw. allenfalls auch in einem Dampf-Luft-Gemisch angeschlossen werden ; diese Phasen der Imprägnierung und der Wärmebehandlung gehen oft auch ineinander über, sie werden aber im allgemeinen zweckmässig in unterschiedlichen Temperaturbereichen abgewickelt ; dabei wird die Imprägnierung meistens bei einer für dieses Verfahren optimalen, niedrigen Temperatur und die Wärmebehandlung mit den durch sie ausgelösten bzw. verstärkten chemischen Reaktionen bei einer wieder für dieselbe optimalen, höheren Temperatur durchgeführt. Diese optimalen, höheren Temperaturbereiche liegen beispielsweise bei Färbeprozessen mit bestimmten Farbstoffarten zwischen 50 und 90 C, bei andern Wärmebehandlungen, beispielsweise beim Färben mit Küpenfarbstoffen sowie bei Dämpfbehandlungen im Stoffdruck und auch bei Bleichbehandlungen, etwa im Bereich von 1000C. Bei Farbstoffbehandlungen bei 100 C kommt meistens, wie auch bei den Küpenfarbstoffen, noch die Forderung hinzu, dass die Wärmebehandlung in Abwesenheit von Sauerstoff (also von Luft) abgewickelt werden muss. Für die übrigen Färbeverfahren und für sonstige Behandlungen, bei welchen Abwesenheit von Sauerstoff nicht erforderlich ist, insbesondere für solche Wärmeverfahren, deren optimale Entwicklungs-und Fixiertemperaturen bei 50 bis 90 C liegen, werden die Wärmebehandlungen in Dampf-Luft-Ge- mischen in der Weise durchgeführt, dass die Kondensationstemperatur des jeweiligen Dampf-Luft-Gemisches annähernd gleich der Behandlungstemperatur während der Wärmebehandlung ist. Aus diesem zuletzt beschriebenen Verfahren ergibt sich eine Wärmebehandlung ohne weiteres auch dadurch, dass der Dampfteildruck auf den Wert--l--gebracht wird, d. h., dass das Dampf-Luft-Gemisch durch reinen Wasserdampf ersetzt wird. Im Rahmen der bisher für die oben erwähnten Wärmebehandlungen von Gewebebahnen od. dgl. verwendeten üblichen Methoden der Aufheizung teilweise mit Strahlungsbeheizungen und teilweise mit Kondensationsbeheizungen, sei es in Dampf-Luft-Gemischen, sei es im reinen Wasserdampf, wurden durchaus auch schon Kombinationen von Strahlungsbeheizungen und Dampfkondensationsbeheizungen verwendet. Bei solchen Kondensationsbeheizungen ist die Gestaltung der Überlagerung beider Komponente rein zufällig und wurde für Sonderfälle empirisch ermittelt ; die speziellen Wirkungen <Desc/Clms Page number 2> solcher Kombinationsbeheizungen und ihre etwaigen Gesetzmässigkeiten waren jedoch völlig unbekannt ; es ergaben sich daher immer wieder erhebliche Schwankungen in den Wechselwirkungen der beschriebenen Aufheizmethoden in den jeweils zur Anwendung kommenden einzelnen Verfahren. Nach der Erfindung werden nun bei Verfahren der eingangs beschriebenen Art zur kontinuierlichen, Wärmebehandlung von mit einer Behandlungsflüssigkeit imprägnierten, gewebe- ähnlichen Bahnen alle diese erwähnten Nachteile in einfacher und wirksamer Weise dadurch vermieden, dass zuerst die Kondensationsaufheizung der Warenbahn mit Sattdampf oder mit einem Sattdampf-Luft-Gemisch und anschliessend daran die kondensationsfreie Beheizung durchgeführt wird, wobei die Temperatur des Sattdampfes bzw. des Sattdampf-Luft-Gemisches gleich der für das zu behandelnde Gewebe angestrebten Behandlungstemperatur ist. Bei einer bevorzugten Ausgestaltung dieses Verfahrens wird während der Aufheizung der Warenbahn auf die Behandlungstemperatur der Sattdampf-Luft-Strom entgegen ihrer Laufrichtung geführt. Dieses erfindungsgemässe Verfahren ist besonders vorteilhaft für die verschiedenen, an imprägnierten Warenbahnen od. dgl. durchzuführenden kontinuierlichen Wärmebehandlungen. Bei diesem Verfahren wird die zu behandelnde Warenbahn nach der kontinuierlichen Imprägnierung in durchaus bekannter Weise über eine kurze Sperrzone oder durch einen engen Spalt in eine separate Zone mit sorgfältig regulierter Aufheizung geführt ; in dieser Aufheizzone wird die Warenbahn zunächst bei einer Führung über eine ausreichende freie Führungslänge 1 bis 3 m, welche von der maximalen Betriebsgeschwindigkeit und dem Zustand des Materials abhängt, einer reinen Kondensationsaufheizung in einem Dampf-Luft-Gemisch oder in reinem Wasserdampf (Sattdampf) ausgesetzt ; danach wird die zu behandelnde Bahn in einer zusammenhängenden Zone einer zusätzlichen, jedoch kondensationsfreien Beheizung, beispielsweise mit Infrarotstrahlen, einer Kontaktbeheizung oder auch Hochfrequenzbeheizung, zugeführt, wobei mindestens ein merkbarer Anteil des in der Kondensationsbeheizung aufkondensierten Wassers wieder verdampft wird. Erst nach einer derartigen kombinierten, sorgfältig gesteuerten Aufheiz-und Wärmebehandlung wird die zu behandelnde Warenbahn in die Fixierkammer normaler Bauart eingeführt. Auf der zu behandelnden, imprägnierten Gewebebahn od. dgl. selbst ergibt sich nun der folgende physikalische Verfahrensablauf : die Kondensationsbeheizung bringt durch ihre besonders hohe spezifische Wärmeübergangsleistung mit Wärmeübergangszahlen von 1 bis 2000 kcal/m. *C. h bei zwischengetrockneter Ware und 4 bis 6000kcal/m.'C. h bei voll durchfeuchteter Ware die Warentemperatur schnell in die Grössenordnung der Sollwarentemperatur. Durch entsprechende Messund Regeleinrichtungen kann das die Aufheizzone in besonderer Weise durchströmende Dampf-Luft-Gemisch so eingestellt werden, dass die dem Dampfteildruck zugeordnete Sättigungstemperatur etwa gleich der Solltemperatur der Wärmebehandlung ist. Die weitere Wärmeübertragung durch eine kondensationsfreie Beheizung bringt dann die Bahntemperatur, soweit überhaupt noch erforderlich, endgültig auf die Solltemperatur. Mit dem grössten Teil ihrer Wärmeleitung beginnt sie in wirkungsvoller Weise eine Wasserdampfentwicklung aus der nassimprägnierten bzw. der durch die Kondensationsaufheizung befeuchteten Bahn. In besonders vorteilhafter Weise wird dabei das Bahninnere und die Bahnoberfläche von allen anhaftenden Luft-und damit Sauerstoffresten befreit. EMI2.1 verändert. Dies kann durch entsprechende Strömungsführung (s. unten) gesichert werden. Die wesentlichen Vorteile und Merkmale des vorbeschriebenen Behandlungssystems sind bei richtiger Anwendung des Verfahrens folgende : Sorgfältige Regelbarkeit der Aufheizung bei schneller und in der Temperaturgestaltung sicher einstellbarer Aufheizung mit, sofern gewünscht, nur geringen Zusatz-Wärmeleistungen der kondensationsfreien Beheizung ; wirkungsvolle gesteuerte Dampfentwicklung aus dem Gewebe heraus ; durch den Dampfteildruck im Aufheizraum und eine spezielle Strömungsführung zuverlässig und selbsttätig geregelte Gewebeendtemperatur. Eine besondere Bedeutung kommt der richtigen Strömungsführung des die Warentemperatur regelnden Dampf-Luft-Gemisches bzw. des reinen Wasserdampfes zu. Sollen in der Kammer und der Aufheizzone gleiche Temperaturen auf der Ware herrschen, so wird das Dampfmedium vorteilhaft aus der Verweilkammer der Warenbahn im Gegenstrom entgegengeführt.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur kontinuierlichen Wärmebehandlung von mit einer Flüssigkeit imprägnierten Gewebebahnen oder gewebeähnlichen Bahnen in Wasserdampf bzw. in einem wasserdampfhaltigen gasförmigen Medium, wobei die Warenbahn zu Beginn der Behandlung durch eine Kondensationsaufheizung und durch eine kondensationsfreie Beheizung auf die Behandlungstemperatur EMI3.1 kondensationsfreie Beheizung durchgeführt wird, wobei die Temperatur des Sattdampfes bzw. des Sattdampf-Luft-Gemisches gleich der für das zu behandelnde Gewebe angestrebten Behandlungstemperatur ist. EMI3.2 Aufheizung der Warenbahn auf die Behandlungstemperatur der Sattdampf-Luft-Strom entgegen ihrer Laufrichtung geführt wird.Druckschriften, die das Patentamt zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik in Betracht gezogen hat : DT-AS 1 216 228
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1964
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