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Einrichtung zur Umsteuerung der hin-und hergehenden Bewegung von
Entmistern grosser Förderwege
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Umsteuerung der hin-und hergehenden Bewegung von Entmistern grosser Förderwege, mit in der Bewegungsbahn des Entmisters angeordneten, den
Umschaltvorgang auslösenden Steuerelementen, insbesondere von Entmistern mit einer Mehrzahl von beim Arbeitshub spreizbaren und beim Rücklauf zusammenklappbaren, von einer Stange drehbar getragenen Kratzerhälften.
Die Umsteuerung des Antriebsmaschinenaggregates solcher Entmister erfolgte bisher durch verschiedene Schaltsysteme, die jedoch keine zufriedenstellende Funktion zeigten. So bewirken z. B.
Schwankungen der Aussentemperatur bei in diesem Zusammenhang angewendeten, mit
Quecksilberschaltrohr arbeitenden Kippschaltern auf Grund der temperaturabhängigen Eigenschaften des
Quecksilbers, eine Beeinträchtigung der Schalteigenschaften. Endschalter bewähren sich vor allem deshalb nicht, weil sie den groben Beanspruchungen, um die es geht, nicht standhalten, sie sind für das exakte Einhalten von Schaltstellungen eingerichtet, was sich im landwirtschaftlichen Betrieb nicht durchführen lässt. Ausserdem sind sie sehr anfällig gegen Verschmutzung und gegen die im geförderten Dung enthaltenen agressiven Substanzen. Elektronische Steuerungen, die auf der Grundlage der für einen Arbeitshub bzw.
Rückhub notwendigen Umdrehungen des Antriebsmaschinenaggregates arbeiten, haben sich deshalb nicht bewährt, weil sie zufolge der auftretenden Längung der Antriebskette stets nachgestellt werden müssen.
Es sind auch Entmister bekanntgeworden, deren Antrieb und somit auch deren Umsteuerung auf hydraulischem Weg erfolgt. Entmister dieser Art konnten sich aber wegen ihres relativ komplizierten Aufbaues sowie ihrer Störanfälligkeit nicht durchsetzen.
Die Erfindung setzt sich daher das Ziel, eine Umsteuerungseinrichtung der hin-und hergehenden Arbeitsbewegung eines Entmisters zu schaffen, die von einfachem, betriebssicherem Aufbau ist, und über praktisch beliebige Eisatzzeiten des Gerätes, unabhängig von den Schwankungen der Aussentemperatur, bzw. unabhängig von sonstigen Einflussgrössen eine sichere und zuverlässige Umsteuerung gewährleistet, welche der durch den Anwendungszweck bedingten robusten Konstruktion des Gerätes Rechnung trägt.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass in die Bewegungsbahn des Entmisters, z. B. in die Bewegungsbahn der Tragstange der Kratzer Anschläge reichen, an welche der Entmister anstösst, wodurch eine Belastung des Antriebsmaschinenaggregates mit einem Moment erfolgt, das grösser ist, als das beim Antrieb des fördernden Entmisters auftretende grösste Belastungsmoment, und dass ein lastabhängiger Schalter vorgesehen ist, der, ausgelöst durch diesen Momentenanstieg, eine Stillsetzung der Antriebsmaschine bzw. Umsteuerung auf elektrischem oder elektrisch-mechanischem Weg bewirkt.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Umsteuereinrichtung nach der Erfindung kann darin bestehen, dass zwecks Stillsetzung bzw. Umsteuerung des Antriebsmaschinenaggregates ein elektrischer, von der Stromaufnahme des Antriebsaggregates gesteuerter Schaltkreis vorgesehen ist, wobei durch die durch das Anfahren des Entmisters an die Anschläge bedingte vergrösserte Stromaufnahme des
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Antriebsmaschinenaggregates die Ansteuerung dieses Schaltkreises erfolgt.
Eine weitere erfindungs- gemässe Ausführungsform, deren Antriebssystem eine Schnecke mit Schneckenrad umfasst, besteht darin, dass die Schnecke gegen die Wirkung von Federn verschiebbar angeordnet ist, wobei die
Federkraft der Federn bei Vorliegen des Arbeitsmomentes eine Verschiebung der Schnecke längs der sie tragenden Welle um einen vorgegebenen und bei Vorliegen des Momentenanstieges um einen diesen übersteigenden Betrag gestattet, wobei im letzteren Fall die Schnecke mit Schaltgliedern zusammenwirkt, die eine Stillsetzung bzw. eine Umsteuerung der Antriebsmaschine bewirken.
Bevorzugte erfindüngsgemässe Ausführungsbeispiele der Umsteuereinrichtung sollen nunmehr in der nachfolgenden Beschreibung, sowie an Hand schematischer Zeichnungen näher erläutert sein. In diesen zeigen : Fig. 1 eine Draufsicht auf den Entmister sowie die Antriebseinrichtung in schematischer
Form ; Fig. 2 einen Schnitt nach Linie lI-lI der Fig. l ; Fig. 3 ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer mechanisch-elektrischen Umsteuereinrichtung nach der Erfindung.
Längs einer mittig in der Dungrinne --1-- angeordneten Tragstange --3-- sind zweiteilig ausgeführte Kratzer-2a, 2b-drehbar angebracht, die sich während des Arbeitshubes (Pfeilrichtung --A--) spreizen und während des Rückhubes (Pfeilrichtung-B--) zusammenklappen ; für letzteres siehe Kratzer --2a'und 2b'-- der Fig. 1. Die Tragstange --3-- ist mit einer Kette-4verbunden, die von dem Antriebsmaschinenaggregat angetrieben wird.
In die Bewegungsbahn der Tragstange --3-- reichen die Anschläge-5 und 6--, an welche die Tragstange -4-- am Ende des Arbeitshubes bzw. am Ende des Rückhubes anstösst, wobei diese Anschläge verstellbar und feststellbar ausgeführt sein können.
Aus dieser Bewegungsbehinderung resultiert eine drehmomentenmässige Belastung des Antriebsmaschinenaggregates, die erfindungsgemäss zur Umsteuerung der Entmisterbewegung herangezogen wird, wobei zwei Wege beschritten werden können : gemäss der einen erfindungsgemässen Ausführungsform wird die Umsteuerung auf elektrisch-mechanischem Weg, gemäss einer andern erfindungsgemässen Ausführungsform auf elektrischem Wege allein erreicht. Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der elektrisch-mechanischen Umsteuerung nach der Erfindung zeigt Fig. 3.
Auf der Welle --12-- des Antriebsmotors -11-- ist eine Schnecke-14längsverschiebbar aufgekeilt. An beiden Seiten der Schnecke --14--liegen zur Antriebswelle koaxiale Federn--15 bzw. 16--, die sich mit ihrem andern Ende auf einer längs der Antriebswelle-12verstellbaren Mutter-17, 18-- abstützen. Die Schnecke --14-- steht mit einem Schneckenrad - -19-- in Eingriff, das mit der Welle --20-- verkeilt ist. Zu beiden Seiten der Schnecke ist jeweils ein Schaltglied--21 bzw. 22--angeordnet. Durch Betätigung desselben wird über einen elektrischen Schaltkreis --23-- die Umsteuerung der Antriebsmaschinen-11-ausgelöst.
Diese elektrisch-mechanische Umsteuerung arbeitet wie folgt : während der normalen Antriebsarbeit wird die Schnecke --14-- durch die beiden Federn-15 und 16-in einer Normalstellung gehalten. Stösst nunmehr nach Beendigung des Arbeits-bzw. Rückhubes die Tragstange - an den entsprechenden Anschlag-5 bzw. 6--an, so wird das Schneckenrad-19festgehalten und die Schnecke--14--, die vom Motor --11-- weiterhin getrieben wird, relativ zum Schneckenrad --19-- auf der Welle --12-- verschoben. Dadurch wird das entsprechende Schaltglied-21 bzw. 22-betätigt, was zur Auslösung eines Umsteuerungsvorganges genutzt wird.
Da nicht bei jedem in Richtung des Pfeiles-A-erfolgenden Vorwärtshub, das zum Entmisten der Dungrinne notwendige Drehmoment gleich sein wird, können sich auch während des normalen Betriebes des Entmisters Verschiebungen der Schnecke --14-- längs der Welle --12-- ergeben,
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so stark gewählt bzw. durch Verstellen der Muttern unter eine solche gegenseitige Vorspannung gesetzt, wie es dem grössten, insbesondere während des Vorwärtshubes zu erwartenden Drehmoment entspricht, damit der Umschaltvorgang eingeleitet wird, bevor noch der Antriebsmotor zufolge der eingetretenen Abbremsung so viel Strom aufgenommen hat, dass er zu Schaden kommt.
Eine weitere elektrisch-mechanische Umsteuerung nach der Erfindung kann darin bestehen, dass an Stelle des Schneckengetriebes ein anderes Zahnradsystem verwendet wird. Als solches kann insbesondere ein Planetengetriebe Verwendung finden, bei dem die Möglichkeit besteht, ein Rad in bezug auf das andere bei Ansteigen des übertragenen Drehmomentes entgegen der Wirkung elastischer Gegenkräfte örtlich zu verlagern.
Eine weitere Ausgestaltung dieses erfindungsgemässen Ausführungsbeispieles ist in der Art denkbar, dass man zusätzliche Schaltglieder vorsieht, die, falls in die Dungrinne ein Hindernis, wie etwa ein Arbeitsgerät usw. gefallen sein sollte, den Antrieb des Entmisters stillsetzen und unter Umständen ein akustisches Signalhorn auslösen.
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Gemäss einer andern Ausführungsform der erfmdungsgemässen Einrichtung erfolgt die Umsteuerung nur auf elektrischem Wege. Dadurch, dass die Tragstange am Ende des Bewegungsbereiches gegen einen Anschlag stösst, wird der Motor praktisch festgebremst ; seine Stromaufnahme wird vergrössert. Diese Stromzunahme kann zur Ansteuerung eines Schaltkreises dienen, der vorzugsweise Schaltschütze und Relais aufweist. Das bei überstrom ansprechende Schaltelement, an das sich der übrige Schaltkreis anschliesst, kann in der Netzanschlussleitung oder in einem andern entsprechenden Kreis des Antriebsmaschinenaggregates vorliegen.
Auch in diesem Fall ist es möglich, die Schaltkreise so auszulegen, dass bei einem in der Dungrinne vorliegenden und die Bewegung des Entmisters behindernden Gegenstand das Antriebsmaschinenaggregat stillgesetzt wird, wobei der Schaltkreis, beispielsweise unter Zuhilfenahme eines Zeitrelais, so ausgelegt wird, dass ein ständiges Umsteuern der Antriebsmaschine zufolge der Simulierung von Anschlägen durch das Hindernis hintangehalten wird,
Die erfindungsgemässe Einrichtung zur Umsteuerung der hin-und hergehenden Bewegung von Entmistern ist selbstverständlich auch bei Langhub-Entmistern anwendbar. Entmister dieser Art sind solche, bei denen lediglich ein Kratzerpaar an der Tragstange angelenkt ist, wobei dieses Kratzerpaar über die gesamte Länge der Dungrinne verfahren wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Umsteuerung der hin-und hergehenden Bewegung von Entmistern grosser Förderwege mit in der Bewegungsbahn des Entmisters angeordneten, den Umschaltvorgang auslösenden Steuerelementen, insbesondere von Entmistern mit einer Mehrzahl von beim Arbeitshub spreizbaren und beim Rücklauf zusammenklappbaren, von einer Stange drehbar getragenen Kratzerhälften,
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Bewegungsbahn der Tragstange (3) des Kratzers (2a, 2b) Anschläge (5,6) reichen, an die der Entmister anstösst, wodurch eine Belastung des Antriebsmaschinenaggregates mit einem Moment erfolgt, das grösser ist als das beim Antrieb des fördernden Entmisters auftretende grösste Belastungsmoment, und dass ein lastabhängiger Schalter vorgesehen ist, der, ausgelöst durch diesen Momentenanstieg, eine Stillsetzung der Antriebsmaschine (11) bzw.
Umsteuerung auf elektrischem oder elektrischmechanischem Weg bewirkt.
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