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Schraubenzieher
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Die brit. Patentschrift Nr. 154, 410 zeigt einen Schraubenzieher mit einem sehr dicken und glatten
Drehstab, an dem, durch eine Absetzung unterschieden, eine durchmessermässig dünnere
Schraubenzieherklinge anschliesst. Dieser Drehstab hat eine lange Nut eingefräst, die zur Halterung und zur Axialverstellung einer dicken gerändelten Scheibe dient. Die Nachteile dieser Ausführung sind gegeben durch das Fehlen einer Mitnahmerauhigkeit, die eine Kraftübertragung bei einem eventuell vorgesehenen Abwälzen zwischen Daumen und Zeigefinger schlecht oder nicht zulässt ; die Längsnut wirkt überdies hiebei störend. Ferner ergibt sich, durch die Dicke bedingt, eine geringe
Drehgeschwindigkeit, die noch dazu durch ein öfteres Absetzen weiterhin verlangsamt wird. Die
Formgebung ist teuer und der Materialverbrauch gross.
Die Rändelscheibe, die die Aufgabe hat, ein grösseres Drehmoment zu ermöglichen, hat einen relativ kleinen Durchmesser. Sie hat weiterhin den
Nachteil, dass zur Erreichung eines entsprechenden Drehmomentes nicht nur eine auf die Rändelung wirkende tangentiale, sondern auch eine beträchtliche radial nach innen wirkende anpressende Kraft notwendig ist. So muss z. B. diese Anpresskraft beim Lockern einer sehr fest sitzenden Schraube sehr gesteigert werden, so dass die hiebei auftretende extreme Fingerflächenpressung die Brauchbarkeit einer
Rändelscheibe überhaupt bald begrenzt. Eine Vergrösserung dieser Rändelscheibe würde diesen
Schraubenzieher unhandlich und platzerfordernd machen. Für eine Ansteckung eines Rohrschlüssels ist hier ein spezieller Drehstab mit einem Vierkant zur drehfesten Halterung angegeben.
Weiters ist aus der USA-Patentschrift Nr. 2, 759, 734 ein Schraubenzieher, welcher einen Drehstab mit einem Sechskantprofil als Querschnitt hat, der in einem normalen Schraubenziehergriff einragt und an der andern Seite eine übliche breitgedrückte Klinge besitzt, bekanntgeworden. Das hier speziell in
Betracht kommende Sechskantprofil, wird darin zu völlig andern Aufgaben herangezogen als die in der
Erfindung und stellt daher nur die Gleichheit des Halbfabrikates oder Rohmaterials dar.
Die Erfindung soll die Mängel dieser bekannten Schraubenzieher beheben, wobei ein besonders schnelles und leichtes Arbeiten erreicht werden soll.
Die Erfindung geht nun aus von einem Schraubenzieher mit einer Einrichtung zur Übertragung verschieden grosser Drehmomente, bestehend aus einem relativ dünnen, mit einer Klinge versehenen
Drehstab, an dem eine Handhabe zur Übertragung geringer Drehmomente vorgesehen ist, einem zweilappigen Drehflügel grösserer radialer Erstreckung, mit dem grössere Drehmomente auf den Drehstab übertragen werden können, und einem am hinteren (oberen) Ende des Drehstabes drehbar angeordneten kugelartigen Griff und schlägt vor, dass der Drehstab in an sich bekannter Weise einen
Vierkantquerschnitt hat und als Handhabe zur Übertragung geringer Drehmomente dient, dass der zweilappige Drehflügel aus zwei mit je einer Nut versehenen Hälften besteht und auf dem Vierkantprofil des Drehstabes verschiebbar und festklemmbar ist, wobei Schrauben vorgesehen sind,
die die beiden Hälften des Drehflügels zusammenhalten und gleichzeitig den Drehflügel am Drehstab festklemmen, und dass der kugelgelagerte Griff eine kugelartige Form besitzt und zur Abstützung der hohlen Handfläche dient. Der obere Teil des Drehflügels ist so geformt, dass günstige Fingerabwälzungen und Fingerflächendrücke erreicht werden, während die Masse des Drehflügels so gross gewählt wird, dass durch die Trägheitswirkung eine hemmungsüberwindende zügige Drehung ermöglicht wird.
Die Zeichnungen stellen ein Ausführungsbeispiel des Erfmdungsgegenstandes dar. Fig. l zeigt den Aufriss, Fig. 2 den Seitenriss und Fig. 3 den Schnitt A-A des Schraubenziehers.
Mit --1-- ist der Schraubenzieher-Drehstab bezeichnet. Der Drehflügel --2-- ist mittels Senkkopfschrauben--3--auf dem Drehstab--l--festgeklemmt. Ein radial und axial wirkendes Kugellager --4-- für den Kugelgriff--8--ist durch die Sechskantmutter--7--und die Sicherungsscheibe --6-- auf dem Drehstab--l--festgeschraubt. Die Abdeckscheibe-5-ist mit dem Kugellager--4-mitgeklemmt. Die Klemm- und Abdeckschraube --9-- hält das Kugellager --4-- fest.
Der Drehstab--l--ist aus einem relativ dünnen, scharfkantig gezogenen Vielkantprofilstab, hier beispielsweise aus einem Sechskantprofilstab, gefertigt. Die obere Seite ist zu einem kurzen Zylinderschaft mit Gewindeansatz angedreht zur Halterung des Kugellagers--4--, die andere Seite zu einer Schraubenzieherklinge zugeschärft. Dieser höchst einfache und daher billigst herstellbare Drehstab --l-- erfüllt gleichzeitig folgende Aufgaben :
1. Der obere dem Kugelgriff--8--zugekehrte Teil dient als Handhabe für die schnelle Drehbewegung bei geringem Drehmoment, wobei der Schraubenzieher durch den Kugelgriff-8--in der hohlen Handfläche abgestützt wird und der Daumen und Zeigefinger zu diesem Stabteil ausgestreckt wälzend daran drehen.
Die Profilkanten bilden hiebei die Mitnahmerauhigkeit.
2. Diese Profilkanten dienen weiterhin als ausserordentlich drehfeste Halterung für den Drehflügel 2-.
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Gründen der Überschiebbarkeit zum Vielkantprofil nicht breiter bzw. eher kleiner als das Profileckenmass ist. Im übrigen wird bei dieser Formgebung der Klinge gegenüber den üblichen breitgedrückten Klingen eine weitere Bearbeitungsverbilligung bei gleichzeitiger Verwendbarkeitserweiterung erreicht.
Der zweilappige Drehflügel --2-- besteht aus zwei mit je einer Nut versehenen Teilen, die mit den Senkkopfschrauben --3-- auf dem Drehstab drehfest zusammengeklemmt werden. Er dient zur Erzeugung des grossen Drehmomentes, dadurch, dass der ausgespreizte Daumen und ausgespreizte Ziegefinger auf die Lappen drehend wirken. Der Übergang von einer Fingerhaltung zur andern ist optimal schnell und bequem, was nur durch die Anpassungsmöglichkeit der Drehflügel an die Fingerlänge erreicht werden konnte. Die für die Finger vorgesehenen Berührungsstellen sind grossflächig und zur Erreichung günstiger Abwälzungen und günstiger Fingerflächendrücke entsprechend geformt, wie beispielsweise durch dachförmige Abschrägungen.
Dieser Drehflügel besitzt ausserdem ein bestimmtes Gewicht, um durch die Trägheitswirkung beim schnellen Drehen ein hemmung- überwindendes zügiges Weiterdrehen zu ermöglichen. Für eine sehr gute Drehmomentvergrösserung hat der Durchmesser des Drehflügels den zirka 10 bis 20fachen Wert des Stabdurchmessers.
Der Kugelgriff-8-dient zur Abstützung und Lagerung des Schraubenziehers in der hohlen Handfläche, wobei die nahezu völlige Kugelform eine gelenkige Manövrierbarkeit ergibt. Dabei werden der Ringfinger und der kleine Finger leicht auf die Kugel gegen die Handmulde gedrückt, ähnlich einer Kugel in einer teilweise umfassenden Kugelschale. Die unbedingt leichtgängige Drehbarkeit wird erreicht durch das gleichzeitig axial und radial wirkende Kugellager-4--, hier beispielsweise durch ein normgemässes austauschbares, eventuell verdoppelbares Radialkugellager. Die Halterung geschieht einerseits auf dem Drehstab durch die Schraubenmutter--7--und die Sicherungsscheibe--6-, anderseits im Kugelgriff durch die Klemm-und Abdeckschraube--9--.
Die Verhinderung der Kugellagerverschmutzung erfolgt einerseits durch den an und für sich kleinen Drehspalt zwischen
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Drehstab--1--undPATENTANSPRÜCHE :
1. Schraubenzieher mit einer Einrichtung zur Übertragung verschieden grosser Drehmomente, bestehend aus einem relativ dünnen, mit einer Klinge versehenen Drehstab, an dem eine Handhabe zur Übertragung geringer Drehmomente vorgesehen ist, einem zweilappigen Drehflügel grösserer radialer Erstreckung, mit dem grössere Drehmomente auf den Drehstab übertragen werden können, und einem am hinteren (oberen) Ende des Drehstabes drehbar angeordneten kugelartigen Griff,
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Vielkantquerschnitt hat und als Handhabe zur Übertragung geringer Drehmomente dient, dass der zweilappige Drehflügel (2) aus zwei mit je einer Nut versehenen Hälften besteht und auf dem Vielkantprofil des Drehstabes verschiebbar und festklemmbar ist, wobei Schrauben (3) vorgesehen sind,
die die beiden Hälften des Drehflügels zusammenhalten und gleichzeitig den Drehflügel am Drehstab festklemmen, und dass der kugelgelagerte Griff (8) eine kugelartige Form besitzt und zur Abstützung der hohlen Handfläche dient.
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