AT302041B - Photoelektrophoretisches Abbildungsverfahren und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents

Photoelektrophoretisches Abbildungsverfahren und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens

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Description


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   Die Erfindung betrifft ein photoelektrophoretisches Abbildungsverfahren, bei dem eine Bildstoffsuspension zwischen einer leitenden injizierenden Elektrode und einer nichtleitenden Sperrelektrode einem elektrischen Feld und einem elektromagnetischen Strahlungsbild ausgesetzt wird und die beiden Elektroden sodann voneinander getrennt werden. 



   Es ist bereits ein elektrophoretisches Abbildungsverfahren bekannt, mit dem mehrfarbige Bilder unter Verwendung elektrisch lichtempfindlicher Teilchen erzeugt werden können. Dieses Verfahren ist beispielsweise in den USA-Patentschriften   Nr. 3, 384, 566, Nr. 3, 384, 565   und Nr. 3, 383, 993 beschrieben. Es arbeitet mit verschiedenartig gefärbten, lichtabsorbierenden Teilchen, die in einer nichtleitenden Trägerflüssigkeit suspendiert sind. Die Suspension befindet sich zwischen zwei Elektroden, von denen eine leitfähig ist und als "injizierende" Elektrode bezeichnet wird, während die andere nichtleitend ist und   als"Sperrelektrode"bezeichnet   wird. Eine der Elektroden ist zumindest teilweise für aktivierende elektromagnetische Strahlung durchlässig.

   Die Suspension wird zwischen den Elektroden einer Potentialdifferenz ausgesetzt und durch die durchlässige Elektrode hindurch mit einem Bild belichtet. Bei Durchführung dieser Schritte findet eine selektive Teilchenwanderung in bildmässiger Verteilung statt, die auf einer oder beiden Elektroden ein sichtbares Bild erzeugt. Ein wesentlicher Bestandteil des Verfahrens sind die suspendierten Teilchen, die elektrisch lichtempfindlich sein müssen und offensichtlich eine Änderung ihrer Eigenladungspolarität bei Einwirkung aktivierender elektromagnetischer Strahlung zwischen den beiden Elektroden erfahren. Bei einem Einfarbenverfahren werden Teilchen einer einzigen Farbe verwendet, die ein einfarbiges Bild entsprechend der bekannten Schwarz-Weiss-Photographie erzeugen.

   Bei einem Mehrfarbenverfahren ergeben sich Bilder in natürlichen Farben, da Mischungen von Teilchen zweier oder mehr verschiedener Farben verwendet werden, die jeweils für Licht einer bestimmten Wellenlänge oder eines schmalen Wellenlängenbandes empfindlich sind. 



   Das photoelektrische Verfahren arbeitet also mit einer leitfähigen injizierenden Elektrode, einer nichtleitenden Sperrelektrode und lichtempfindlichen Teilchen, die zwischen den Elektroden in einer nichtleitenden Trägerflüssigkeit suspendiert sind. Dabei ergeben sich ausgezeichnete Bilder. Die meisten polymeren Stoffe mit den für Sperrelektroden erwünschten physikalischen Eigenschaften haben einen spezifischen Volumswiderstand von mehr als   1015 Q   cm. Besteht die Oberfläche der Sperrelektrode jedoch aus einem sehr gut isolierenden Stoff, der beispielsweise einen spezifischen Widerstand von   1011 Q   cm oder mehr hat, so verschlechtert sich die Bildqualität zunehmend. Besonders bei Herstellung verschiedener Bilder mit derselben Elektrodenanordnung in schneller Folge tritt diese Qualitätsverschlechterung auf.

   Es sind zwar viele Isolierstoffe für die Oberfläche der Sperrelektrode zur Erzeugung befriedigender Bilder geeignet, jedoch ermöglichen nur wenige Stoffe eine beständig hohe Bildqualität bei wiederholter Bilderzeugung, denn auf der Sperrelektrode sammeln sich unerwünschte Ladungen an. Dieser Vorgang ist verständlich, wenn die Zeitkonstante   7 in   Sekunden für die elektrostatische Entladung eines Isolators mit der Dielektrizitätskonstante K und dem spezifischen Widerstand p in   Q   cm betrachtet wird. Die Zeitkonstante kann zu   7 = 8, 85. 10-14 K. p   berechnet werden, wobei die numerische Konstante die Einheit sec   cm/Q   hat.

   Praktische Sperrelektroden haben 
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 kommerzielle Reproduktionsmaschinen   häufig   einen Bilderzeugungszyklus von 0, 1 bis 1 sec haben, muss die Sperrelektrode zwischen den einzelnen Zyklen schnell entladen werden. Es ist also erforderlich, Sperrelektrodenschichten mit Sperreigenschaften, also Isolierstoffe, an der Bilderzeugungsstelle vorzusehen, die jedoch vorübergehend ausreichend leitfähig sein müssen und daher mit einem spezifischen Widerstand von weniger als zirka   1011 Q   cm und vorzugsweise 107 bis 109   Q   cm eine schnelle Entladung zwischen den Bilderzeugungszyklen ermöglichen sollen. 



   Ist der spezifische Widerstand der Sperrelektrode geringer als zirka 106   Q   cm, so ist festzustellen, dass die Teilchen, die zur Sperrelektrodenfläche wandern und an ihr anhaften sollen, mit der Elektrode eine Ladung austauschen und zur injizierenden Elektrode zurückbewegt werden, wodurch eine Verschlechterung der Bildqualität auf beiden   Elektrodenflächen   auftritt. 



   Viele der physikalischen Eigenschaften derjenigen Stoffe, die eine Erzeugung ausgezeichneter Bilder ermöglichen, sind nicht ideal. Beispielsweise haben übliche für Sperrelektroden verwendete Polymere wie Mylar 
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 bzw.empfindlich gegen Luftfeuchtigkeit und kann zwischen den Bilderzeugungen nicht leicht gereinigt werden. Die begrenzte Anzahl geeigneter Stoffe entspricht hinsichtlich ihres Widerstandes gegenüber Feuchtigkeit, ihrer Reinigungsfähigkeit, der Glätte der Oberfläche und des Abnutzungswiderstandes sowie der Herstellungskosten nicht den gestellten Anforderungen. Es besteht daher ein Bedürfnis, eine Verbesserung der Sperrelektroden dahingehend zu erreichen, dass mehr Stoffe mit besseren Ergebnissen als Sperrelektrodenoberflächen verwendet werden können.

   Sie müssen insbesondere zwischen einzelnen Bilderzeugungszyklen eine leichte Ableitung angesammelter Ladungen ermöglichen. 



   Die Aufgabe der Erfindung besteht deshalb darin, ein photoelektrophoretisches Abbildungsverfahren zu 

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 schaffen, das die vorstehend aufgezeigten Nachteile vermeidet und die Verwendung einer Vielzahl von Stoffen für die Oberfläche der Sperrelektrode ermöglicht. Es soll ferner die Herstellung einer Vielzahl von Bildern in schneller Folge bei gleichbleibend hoher Bildqualität gestatten. 



   Bei einem photoelektrophoretischen Abbildungsverfahren der einleitend angegebenen Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass eine Sperrelektrode mit einer photoleitfähigen Isolierstoffschicht verwendet und jeweils nach einer Bilderzeugung zwecks Ableitung elektrischer Ladungen von dieser Schicht einer elektromagnetischen Strahlung ausgesetzt wird. 



   Eine erfindungsgemässe Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens hat eine eine Bildstoffsuspension tragende leitende injizierende Elektrode und eine nichtleitende Sperrelektrode, die mit der Bildstoffsuspension an der Sperrelektrode in Berührung gebracht,   z. B.   an dieser abgerollt wird, sowie eine Vorrichtung zur Erzeugung eines elektrischen Feldes zwischen den beiden Elektroden und eine Vorrichtung zur Belichtung der Bildstoffsuspension in Gegenwart des elektrischen Feldes mit aktinischer elektromagnetischer Strahlung ; sie ist dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrelektrode eine photoleitfähige Isolierstoffschicht aufweist und dass eine Vorrichtung zur elektromagnetischen Bestrahlung der Sperrelektrode nach der Bilderzeugung vorgesehen ist. 



   Es zeigte sich, dass erfindungsgemäss ausgebildete Sperrelektroden bei zyklischer photoelektrophoretischer Bilderzeugung gut verwendet werden können. Im Gegensatz dazu arbeiten die bisher bekannten Sperrelektrodenstoffe, die sehr gute Isolatoren sind, nicht optimal, da sich auf ihnen unerwünschte elektrostatische Ladungen ansammeln können. Diese Probleme treten insbesondere dann auf, wenn mehrere Bilder in schneller Folge erzeugt werden, da sich dann immer mehr Ladungen auf der Sperrelektrode ansammeln und eine ständig zunehmende Verschlechterung der Bildqualität verursachen. 



   Die photoleitfähige Sperrelektrode kann jede geeignete photoleitfähige Schicht enthalten. Der Photoleiter kann homogen sein oder aus einer Mischung zweier oder mehrerer Stoffe bestehen. Er kann organisch oder anorganisch sein. Die photoleitfähige Schicht kann photoleitfähige Teilchen dispergiert in einem nichtleitenden oder photoleitfähigen Bindemittel enthalten und mit einem Überzug versehen sein. Vorzugsweise ist der Photoleiter unempfindlich für Licht derjenigen Wellenlänge, die zur Teilchenwanderung in der Bildstoffsuspension verwendet wird. Beispielsweise kann die photoleitfähige Schicht aus einer homogenen Schicht aus Polyvinylcarbazol bestehen, die für ultraviolette Strahlung empfindlich, jedoch für sichtbares Licht vergleichsweise unempfindlich ist.

   Werden elektrisch lichtempfindliche Teilchen verwendet, die für infrarote oder ultraviolette Strahlung empfindlich sind, so soll die photoleitfähige Sperrelektrode für solche Strahlungen unempfindlich sein. Es ist jedoch nicht von grosser Wichtigkeit, dass die photoleitfähige Schicht der Sperrelektrode für Wellenlängen des zur Belichtung der Bildstoffsuspension verwendeten Lichtes unempfindlich ist, da die Bildstoffsuspension selbst als   Lichtfilter   wirkt. Werden jedoch pro Bild zwei oder mehr Belichtungsvorgänge durchgeführt, so erhält die Bildstoffsuspension eine geringere Dichte und ermöglicht vielleicht eine Lichtentladung der photoleitfähigen Sperrelektrode, die während der Bilderzeugung unerwünscht ist.

   Man kann anderseits auch den Photowiderstand der photoleitfähigen Sperrschicht, verglichen mit demjenigen der elektrisch lichtempfindlichen Bildstoffteilchen, ausreichend gering wählen, so dass eine kurzzeitige Belichtung während der Bilderzeugung hinsichtlich einer Widerstandsverringerung unwirksam ist. In diesem Falle muss eine entsprechend stärkere, jedoch noch in praktischen Grenzen liegende Entladungsbeleuchtung vorgenommen werden. 



   Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert, welche im Schnitt eine einfache Vorrichtung zur elektrophoretischen Bilderzeugung gemäss der Erfindung zeigt. 



   In der Zeichnung ist eine transparente Elektrode--l--dargestellt, die aus einer Schicht eines optisch 
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 erhältlich. Sie wird im folgenden auch als "injizierende" Elektrode bezeichnet. Auf ihrer Oberfläche ist eine dünne   Schicht--4--fein   verteilter, elektrisch lichtempfindlicher Teilchen vorgesehen, die in einer nichtleitenden Trägerflüssigkeit dispergiert sind. Unter dem Begriff "elektrisch lichtempfindlich" sollen im folgenden die Eigenschaften eines Teilchens verstanden werden, das nach anfänglicher Bindung an der injizierenden Elektrode unter dem Einfluss eines elektrischen Feldes und einer aktivierenden elektromagnetischen Strahlung von dieser Elektrode abwandert. Eine eingehende theoretische Erklärung dieser Vorgänge findet sich in den USA-Patentschriften Nr. 3, 384, 566 und Nr. 3, 384, 565. 



   Nahe der   Bildstoffsuspension --4-- ist   eine zweite   Elektrode --5-- angeordnet,   die im folgenden auch als Sperrelektrode bezeichnet wird und mit dem einen Pol einer   Spannungsquelle --6-- verbunden   ist. Der andere Pol der   Spannungsquelle --6-- ist   über einen   Schalter --7-- mit   der injizierenden   Elektrode-l--   verbunden, so dass bei Schliessung des   schalters --7-- ein   elektrisches Feld an der Bildstoffsuspension-4-zwischen den Elektroden--l und 5--erzeugt wird.

   Ein aus einer Lichtquelle-8-, einem Diapositiv   --9-- und   einer   Optik --10-- bestehender   Bildprojektor dient zur Belichtung der   Suspension --4-- mit   einem Lichtbild des zu reproduzierenden   Diapositivs--9--.   Die   Elektrode--5--hat   die Form einer Rolle und besteht aus einem leitfähigen Kern der an die   Spannungsquelle --6-- angeschlossen   ist. Der 

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 Trägerflüssigkeit miteinander vermischt, so erhält die Suspension ein schwarzes Aussehen. Werden eine oder mehrere Teilchenarten zur Wanderung von der injizierenden Elektrode in Richtung der Sperrelektrode gebracht, so lassen sie Teilchen zurück, die eine der auftreffenden Lichtfarbe entsprechende Farbe erzeugen.

   Beispielsweise wird durch eine Rotbelichtung eine Wanderung der cyanfarbenen Teilchen veranlasst, so dass die magentafarbenen und gelben Teilchen zurückbleiben und eine rote Färbung des endgültigen Bildes bewirken. In derselben Weise werden blaue und grüne Farben reproduziert, wenn die gelben bzw. magentafarbenen Teilchen entfernt werden. Trifft weisses Licht auf die Mischung auf, so wandern alle Teilchen und lassen die Farbe der weissen oder durchsichtigen Unterlage zurück. Keine Belichtung hat ein Zurückbleiben aller Pigmentstoffteilchen zur Folge, die ein schwarzes Bild erzeugen. Darin besteht ein ideales Verfahren zur subtraktiven Farbbilderzeugung, da die Teilchen jeweils aus einer einzelnen Komponente bestehen können und ferner die doppelte Funktion des Bildfärbungsmittels und des lichtempfindlichen Mediums erfüllen.

   Typische lichtempfindliche Pigmentstoffe sind die in der USA-Patentschrift Nr. 3, 384, 488 und der USA-Patentschrift Nr. 3, 357, 989 beschriebenen. 



   Es können zwar verschiedene Elektrodenabstände verwendet werden, vorzugsweise beträgt der Abstand jedoch weniger als 0, 025 mm bis zur Berührung der Elektroden, wie dies bei Verwendung einer Rollenelektrode der Fall ist. Dadurch ergibt sich eine bessere Auflösung und bei der Mehrfarbenbilderzeugung eine bessere Farbentrennung als mit grösseren Abständen. Diese Verbesserung liegt wohl an der damit auftretenden hohen elektrischen Feldstärke in der Suspension während der Bilderzeugung. Es ist auch möglich, eine durchsichtige Sperrelektrode zu verwenden, wobei die Entladungslampe auf der Innenseite der Elektrode angeordnet sein kann. 



   Die folgenden Beispiele dienen der weiteren Erläuterung des erfindungsgemässen Verfahrens, das die Ableitung unerwünschter Flächenladungen von der Sperrelektrode bei der photoelektrophoretischen Bilderzeugung ermöglicht. Anteile und Prozentwerte beziehen sich auf das Gewicht, falls nicht anders angegeben. Die Beispiele stellen einige vorzugsweise Ausführungsformen des   erfindungsgemässen   Verfahrens dar. Sie werden insgesamt in einer Anordnung der in der Zeichnung dargestellten Art durchgeführt, wobei zusätzlich noch eine Vorrichtung zur Reinigung der Sperrelektrode vorgesehen ist. Die Bildstoffsuspension enthält die erwünschten elektrisch lichtempfindlichen Teilchen in einer nichtleitenden Trägerflüssigkeit und ist als Überzug auf eine NESA-Glasplatte aufgebracht, durch die hindurch die Belichtung vorgenommen wird.

   Die NESA-Glasplatte ist mit einem Schalter, einer Spannungsquelle und dem leitfähigen Kern einer Rolle in Reihe geschaltet, die mit einem Überzug eines photoleitfähigen Isolierstoffes versehen ist. Die Rolle hat einen Durchmesser von zirka 6, 5 cm und wird mit einer Geschwindigkeit von zirka 4 cm/sec über die Plattenoberfläche geführt. Die verwendete Platte hat eine Grösse von   7,   5-7, 5 cm und wird mit zirka 21500 Lux, gemessen auf der nicht überzogenen NESA-Glasplatte, belichtet. 



     Beispiel l :   bisherige Technik
Eine Sperrelektrode in Rollenform wird aus einem Metallkern und einem darauf aufgebrachten Mylar-Polyesterfilm hergestellt. Es wird eine Dreistoffmischung gebildet, die aus zirka 10 Teilen elektrisch lichtempfindlichen Pigmentstoffen, dispergiert in zirka 100 Teilen Sohio Oderless Solvent 3440 (eine Mischung von Kerosinanteilen) besteht. Die lichtempfindlichen Pigmentstoffe bestehen zu gleichen Teilen aus einem cyanfarbenen Pigmentstoff, Monolite Fast Blue GS, die Alpha-Form metallfreien Phthalocyanins, erhältlich von der Arnold Hoffman Company, einem magentafarbenen Pigmentstoff, Watching Red B, ein Azopigmentstoff, 
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 Suspension wird als Überzug auf die injizierende NESA-Elektrode mit einer Stärke von zirka 0, 08 mm aufgebracht.

   An den Kern der Rolle wird eine negative Spannung von zirka 3000 V angelegt, wonach die Rolle über die injizierende Elektrodenoberfläche geführt wird, während die Suspension mit einem Kodachrome-Diapositiv belichtet wird. Bei Bewegung der Rolle über die injizierende Elektrode hinaus wird die Spannung abgeschaltet und die Belichtung beendet. Die Sperrelektrodenfläche wird dann von Hand mit einem absorbierenden Baumwolltuch gereinigt, das mit Sohio Odorless Solvent 3440 angefeuchtet ist. Das auf der injizierenden Elektrode erzeugte Bild hat eine ausgezeichnete Qualität und ein gutes Farbengleichgewicht. Das Bild wird elektrostatisch auf ein Bildblatt übertragen. Die Rollenelektrode wird dann in ihrer   Anfangstellung   gebracht und die Schritte der überzugsbildung, Bilderzeugung und Bildübertragung werden siebenmal wiederholt. 



  Die durchschnittliche Zeit zwischen den Bilderzeugungsschritten beträgt zirka 3 min. Die so erzeugten Bilder werden dann miteinander verglichen. Es ist zu erkennen, dass sie in der Reihenfolge ihrer Herstellung einen Verlust an Farbdichte, insbesondere in den blauen Flächen, aufweisen. Es ist ferner eine Verschiebung nach Magenta und ein zunehmender Kontrastverlust zu erkennen. Dieser kann durch Entladung der Mylarfolie mit einem mit Alkohol angefeuchteten Baumwolltuch sowie durch eine Trocknung des Mylars zwischen den Bilderzeugungszyklen vermieden werden. Dies zeigt, dass die Verschlechterung auf die Ansammlung elektrostatischer Ladungen auf der Sperrelektrode zurückzuführen ist. 



     Beispiel 2 :   Eine photoleitfähige Sperrelektrode wird folgendermassen hergestellt : zirka 0, 8 g eines Polyesters von Kohlendioxyd und   bis- (4-Hydroxyphenyl) 2, 2-propan   (erhältlich von der General Electric Company als Lexan-Polycarbonatharz Sorte 125, Farbe 111, in Pulverform) werden in ein   50 ml-Gefäss   gegeben, das zirka 7, 5 g Dichlormethan und 1 g Zyclohexanon enthält. Die Mischung wird gerührt, bis das Harz aufgelöst 

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 Reinigungsschritt die Sperrelektrode mittels einer 10 Watt-BLB-Schwarzlicht-Leuchtstofflampe einer ultravioletten Strahlung ausgesetzt wird, wobei die Lampe mit einem Reflektor 5 cm über der Rolle angeordnet ist. In diesem Fall beträgt die Zeit zwischen den Bilderzeugungszyklen zirka 2 sec.

   Jedes der 8 erzeugten Bilder hat eine gleichbleibend hohe Farbqualität. 
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Polyvinylcarbazol versehen ist, das mit 10 Gew.-% Tetrachlorphthalsäureanhydrid sensitiviert ist. Jedes der 8 erzeugten Bilder hat eine gleichbleibend hohe Farbqualität. Die Zykluszeit kann auf 0, 5 sec reduziert werden. 



     Beispiel 4 :   Das Verfahren aus Beispiel 2 wird wiederholt mit dem Unterschied, dass die photoleitfähige Fläche mit einem Überzug einer Lösung von 1 g   2, 5-bis- [4"-Diäthylaminophenyl- (l')]-l, 3, 4-Oxy-   diazol,   0,   1   g 2, 4, 7-Trinitrofluorenon   und 2 g des Phenolharzes Novolak in 30 g Methylenchlorid gebildet und getrocknet wird. Jedes der 8 erzeugten Bilder hat eine gleichbleibend hohe   Farbqualität.   Die Zykluszeit beträgt zirka 2 sec. 



     Beispiel 5 :   Eine Sperrelektrode wird wie in Beispiel 2 hergestellt. Hiebei wird die Dreistoffmischung durch eine Suspension von 7 Teilen der X-Form metallfreien Phthalocyanins, hergestellt gemäss USA-Patentschrift
Nr. 3, 357, 989, in Sohio 3440 ersetzt. Die Bildbelichtung wird auf 2150 Lux eingestellt, und die Rolle wird mit einer Geschwindigkeit von zirka 50 cm/sec über die Suspension bewegt. Für eine Einfarbenbilderzeugung führt die Sperrelektrode eine positive Spannung von 3000 V gegenüber der injizierenden Elektrode. Die Bilderzeugung gemäss Beispiel 2 wird dann wiederholt, wobei 8 negative einfarbige Bilder gleichbleibender Dichte und gleichen
Kontrastes auf der photoleitfähigen Sperrelektrode erzeugt werden. Ein positives Bild wird auf der Oberfläche der injizierenden Elektrode erzeugt.

   Jedes Bild kann nach Wunsch auch auf einen andern Bildträger übertragen werden. 



     Beispiel 6 :   Das Verfahren aus Beispiel 5 wird wiederholt mit dem Unterschied, dass die
Bildstoffsuspension auf die photoleitfähige Sperrelektrode und nicht auf die NESA-Elektrode aufgebracht wird. 



  Auf der NESA-Elektrode ergibt sich ein positives, auf der photoleitfähigen Sperrelektrode ein negatives Bild. 



  Nacheinander hergestellte Bildpaare haben eine gleichbleibend hohe Qualität. 



     Beispiel 7 :   Eine   ljU   starke kontinuierliche polykristalline Schicht aus   2"-Pyridyl-8, 13-dioxodi-     naphtho- (2, 1, -b ; 2', 3'-d) -furan-6-carboxamid   wird auf ein flexibles Messingband   von. 0, 13   mm Stärke aufgebracht. Darauf wird eine   10 ju   starke Schicht aus Poly (N-Vinylcarbazol) aufgebracht. Das Sperrelektrodenband wird über eine Rolle, die der in der Zeichnung dargestellten Elektrodenlage entspricht, sowie eine zu dieser in einem Abstand von 2 Rollendurchmessern angeordnete weitere Rolle geführt. Drei BLB-Lampen mit geeigneten Abschirmungen sind über der zweiten Rolle angeordnet und dienen zur Entladung der auf dem Poly (N-Vinylcarbazol) angesammelten Ladungen.

   Der Pigmentstoff wirkt als Sensitivierungsmittel für die Entladung der benachbarten PVK-Schicht. Die Bandlänge verlängert die für die Entladung zur Verfügung stehende Zeit um den Faktor   2, 5.   



     Beispiel 8 :   Das Verfahren aus Beispiel 5 wird wiederholt mit dem Unterschied, dass an Stelle des Anlegens einer Gleichspannung an die Elektroden bei jedem Zyklus die Sperrelektrode zunächst beleuchtet und dann durch Korona-Entladung auf ein positives Potential von zirka 2000 V aufgeladen wird. Die injizierende Elektrode wird geerdet. Jedes der erzeugten 8 Bilder hat eine gleichbleibend hohe Farbdichte und starken Kontrast. Auf der NESA-Platte werden positive, auf der Sperrelektrode negative Bilder erzeugt. 



     Beispiel 9 :   Das Verfahren aus Beispiel 8 wird wiederholt mit dem Unterschied, dass das Potential der photoleitfähigen Sperrelektrode 2000 V negativ beträgt. Auf der NESA-Platte werden negative, auf der photoleitfähigen Sperrelektrode positive Bilder erzeugt. Die nacheinander erzeugten Bildpaare haben gleichbleibend gute Qualität. 



   In den vorstehenden Beispielen wurden bestimmte Komponenten und Stoffmengen beschrieben, es können jedoch auch andere geeignete Stoffe wie die weiter oben aufgeführten mit ähnlichen Ergebnissen verwendet werden. Ferner können weitere Zusätze den photoleitfähigen Schichten zur Erzielung einer synergetischen, verbessernden oder anderweitig günstigen Eigenschaft beigegeben werden. Beispielsweise können die photoleitfähigen Schichten durch Farbstoffe oder Verunreinigungen in bekannter Weise sensitiviert werden, um ihr Empfindlichkeitsspektrum zu ändern. Weitere Ausbildungsformen der Erfindung sind dem Fachmann nach Kenntnis der vorstehenden Beschreibung möglich. Diese werden insgesamt durch den Grundgedanken der Erfindung umfasst.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Photoelektrophoretisches Abbildungsverfahren, bei dem eine Bildstoffsuspension zwischen einer leitenden injizierenden Elektrode und einer nichtleitenden Sperrelektrode einem elektrischen Feld und einem elektromagnetischen Strahlungsbild ausgesetzt wird und die beiden Elektroden sodann voneinander getrennt EMI6.1 Isolierstoffschicht verwendet und jeweils nach einer Bilderzeugung zwecks Ableitung elektrischer Ladungen von dieser Schicht einer elektromagnetischen Strahlung ausgesetzt wird.
    2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, mit einer eine Bildstoffsuspension tragenden leitenden injizierenden Elektrode und einer nichtleitenden Sperrelektrode, die mit der Bildstoffsuspension an der Sperrelektrode in Berührung gebracht, z.
    B. an dieser abgerollt wird, sowie mit einer Vorrichtung zur Erzeugung eines elektrischen Feldes zwischen den beiden Elektroden und einer Vorrichtung zur Belichtung der Bildstoffsuspension in Gegenwart des elektrischen Feldes mit aktinischer elektromagnetischer EMI6.2 Isolierstoffschicht (12) aufweist und dass eine Vorrichtung (14) zur elektromagnetischen Bestrahlung der Sperrelektrode (5) nach der Bilderzeugung vorgesehen ist. EMI6.3 Isolierstoffschicht (12) für Licht einer Wellenlänge empfindlich ist, welche unterschiedlich zur Wellenlänge der Bildstrahlung ist. EMI6.4
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