AT3025U1 - Adaptierung eines geschosses - Google Patents
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Abstract
Adaptierung eines Artilleriegeschosses in ein Übungsgeschoß für eine Panzerkanone:- Verringerung des Geschoßgewichtes durch Entfernung der Sprengstoffüllung (2)- Verkürzung (7) der Geschoßlänge durch Verwendung eines anderen Zünders (8) mit Adapter (9), der eine kleine Sprengladung (10) enthält- Ballistische Haube (11) zur Überbrückung der entstandenen Schulter- Leuchtspur (12) am Geschoß mit oder ohne Adapter (13)
Description
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Die Erfindung bezieht sich auf die Adaptierung eines Artilleriegeschosses in ein Übungsgeschoss für eine Panzerkanone.
Es wurde die Aufgabe gestellt, zu untersuchen, ob ein Einsatz von ausgeschiedener Artilleriemunition a) s Übungsmunttion für Panzerkanonen im gleichen Kaliber möglich wäre.
Die ausgeschiedene Munition besteht aus : - Sprenggranate (Geschoss) (1), gefüllt mit Sprengstoff (2), mit Aufschlagzünder (3) ; - Kartuschhulse mit Treibladungspulver und Treibladungsanzünder (4).
Die Untersuchung ergab : Die Laderäume (Patronenlager) von Artilleriegeschützrohr und Panzerkanonenrohr sind stark unterschiedlich, es ist daher Kartuschhülse, Treibladungsanzünder und (aus innenballistischen Gründen) das Treibladungspulver der Artilleriemunition für die Panzerkanone nicht brauchbar.
Die Zug-und Feldweite (Innendurchmesser) sowie der Drallwinkel von Artillerierohr und Panzerrohr sind ident, es wäre daher die Granate brauchbar. Die Granate samt Zünder ist im Durchmesser ident, in der Form sehr ähnlich einer in Verwendung stehenden Panzersprenggranate, jedoch ist sie schwerer und länger als diese.
Eine Übungsgeschosspatrone muss flugbahnident zu einer Gefechtsgeschosspatrone sein, dies wird bei gleicher äusserer Form mit gleichem Gewicht und gleicher Mündungsgeschwindigkeit erreicht. Höheres Gewicht bel gleicher Mündungsgeschwindigkeit führt zu höherem Rückstossimpuls beim Abschuss und belastet daher das Geschütz unzulässig stark
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Wenn das Geschoss samt Zünder zu lang ist, führt dies-da die Kartuschhülsenlänge festliegt - zu einer unzulässig grossen Gesamtlänge (5) der fertigen Patrone ; dies deswegen, da die maximal zulässige Patronenlänge durch die Dimensionen der Ladevorrichtung der Panzerkanone gegeben ist und daher nicht überschritten werden darf.
Ein Tiefersetzen des Geschosses (1) in die Kartuschhülse (4) ist wegen des Führungsbandes (6) der Granate, dessen Durchmesser gleich dem Aussendurchmesser des Mundes der Kartuschhülse ist und das mit seiner Hinterkante auf dem Hülsenmund aufsitzt, nicht möglich.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, die vorhandene Artillenegranate samt Zünder In Ihrer Länge von Führungsbandhinterkante bis Zünderspitze zu verkurzen, sowie im Gewicht zu erleichtern.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass folgende Massnahmen durchgeführt werden : Die Gewichtsverminderuna wird durch Entfernen des Sprengstoffes 82)aus der Granate (1)-erreicht
EMI2.1
Gesamtlängeentfernen des Standard-Aufschlagzünders (3) und ersetzen durch einen wesentlich kleineren und kürzeren Aufschlagzünder einer anderen Munition (8) von kleinerem Kaliber unter Zuhilfenahme eines AdaptersA9Yvorgenommen.
Eine Übungssprenggranate ohne Sprengstoffüllung ist durchaus erwünscht und zulässig, da die Wirkung im Ziel stark vermindert ist und Schiessplatzeinrichtungen, wie z. B. Scheibenzuganlagen, so gut wie nicht beschädigt werden Um jedoch die Bildung von Abgellern mit starker Gefährdung des Hintergeländes zu vermeiden, Ist ein Aufschlagzünder mit kleiner Sprengladung (10) erforderlich, der nur die Granatspitze samt ogivalem Vorderteil abtrennt und dadurch ein abgellen des Geschosses wirksam verhindert.
Die kleine Sprengladung ist vorteilhaft im Zünderadapter untergebracht.
Durch den kürzeren Zünder (8) verändert sich die stromlinienförmige Aussenkontur der ursprünglichen Kombination und es entsteht zwischen Granatkörper (1) und Zünder (8) eine Schulter, die mittels des Bauteils "Haube" (11) aerodynamisch überbrückt wird. Wie Schiessversuche ergaben, bewirkt diese Formänderung eine vernachlässigbar geringe Abweichung zur Originalflugbahn auf Übungsschussentfernung und ist daher verwendbar.
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Ein Problem ist die Zielsignaturlosigkeit dieses adaptierten Geschosses, das heisst, durch die geringe enthaltene Sprengstoffmenge (10) ist der Detonationsblitz beim Aufschlag im Ziel nicht vorhanden und der Aufschlag daher nicht beobachtbar Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass am Heck des Geschosses ein Leuchtspursatz (12) mittels eines Leuchtspuradapters (13) oder direkt angebracht wird. Dieser Leuchtspursatz wird in an sich bekannter Weise beim Abschuss aus dem Kanonenrohr durch die Treibladung entzündet, macht die Flugbahn des Geschosses bis ins Ziel sichtbar und ersetzt dadurch die Zielsignatur. Sprenggranaten weisen üblicherweise keine Leuchtspur auf
Claims (1)
- Ansprüche 1 1) Adaptierung eines Artilleriegeschosses in ein Übungsgeschoss für eine Panzerkanone, dadurch gekennzeichnet, dass die Verminderung des Geschossgewichtes durch Entfernen der Sprengstoffüllung (2) vorgenommen wird 2) Adaptierung eines Artilleriegeschosses in ein Übungsgeschoss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verkürzung der Gesamtlange des Geschosses (1) einschliesslich Standardzünder (3) unter das zulassige Maximalmass mittels ersetzen des Standardzünders (3) durch einen kurzeren und kleineren Aufschlagzünder (8) einer anderen Munitionsart erreicht wird 3) Adaptierung eines Artilleriegeschosses in ein Übungsgeschoss nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei Verwendung eines kürzeren und kleineren Aufschlagzünders (8) einer anderen Munitionsart ein Adapter (9) verwendet wird 4)Adaptierung eines Artilleriegeschosses in ein Übungsgeschoss nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass im Zünderadapter (9) eine kleine Sprengladung (10) zum Abtrennen der Geschossspitze untergebracht wird 5) Adaptlerung eines Artilleriegeschosses in ein Übungsgeschoss nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die bei Verwendung eines kürzeren und kleineren Aufschlagzünders (8) mit Zünderadapter (9) entstehenden Schulter zwischen Geschosskörper (1) und Zünder (8) mittels einer ballistischen Haube (11) überbrückt wird.6. ) Adaptierung eines Artilleriegeschosses in ein Übungsgeschoss nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Sichtbarmachung der Flugbahn des Geschosses in an sich bekannter Weise ein Leuchtspursatz (12) mittels eines Leuchtspuradapters (13) am Heck der Granate angebracht wird 7) Adaptierung eines Artilleriegeschosses in ein Übungsgeschoss nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Sichtbarmachung der Flugbahn des Geschosses in an sich bekannter Weise ein Leuchtspursatz (12) direkt am Geschossboden angebracht wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| AT0058098U AT3025U1 (de) | 1998-09-04 | 1998-09-04 | Adaptierung eines geschosses |
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| AT3025U1 true AT3025U1 (de) | 1999-08-25 |
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ID=3494353
Family Applications (1)
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Country Status (1)
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| AT (1) | AT3025U1 (de) |
-
1998
- 1998-09-04 AT AT0058098U patent/AT3025U1/de unknown
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