AT30297B - Verfahren und Webstuhleinrichtung zur Herstellung von Roßhaargeweben. - Google Patents

Verfahren und Webstuhleinrichtung zur Herstellung von Roßhaargeweben.

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Heinrich Panitschek
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  Verfahren und Webstuhleinrichtung zur Herstellung von   Rosshaargeweben.   



   Bei der Herstellung von   Rosshaargewebon   auf mechanischen Wobstühlen kommt es   kantig   vor, dass an Stelle eines einzigen Rosshaarfadens unbeabsichtigterweise deren zwei gleichzeitig eingetragen werden oder dass überhaupt kein schussfaden eingetragen, das Fach aber gewechselt wird, wodurch der zuletzt   eingeschossono Rosshaarfaden   bei Lcinwandbindung aus seinem Verbande wieder gelöst und zugleich mit dem nächsten   Schussfaden   wieder eingebunden wird. In   beiden Fällen   ergeben sich fehlerhafte oder ungleichförmige   Cowebe.   



   Dieser Übelstand wird durch vorliegendes Verfahren und die zur   Durchführung des-   selben dienende Webstuhleinrichtung beseitigt. Diese Verfahren besteht im wesentlichen darin,   dass   aus   einem   in einem Magazin befindlichen Rosshaarbündel ein einzelnes Haar 
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 Ausziehzange aus dem Magazin herausbewegten Faden übernimmt und denselben, an einem Ende festhaltend, in den Fachbereich bringt;

   endlich aus einer zwischen beiden Zangen   angeordneten Führungseinrichtung   mit einem feststehenden Trichter und einer beweglichen   Öse.     weiche sich mit der t'bertragungszange   gegen das Fach hin bewegt, hiebei jedoch etwas   zurückbleibt, so dass der zwischen   dieser Zange und der Öse befindliche Fadenteil quer vor die Fachöffnung in die Ladenbahn gestellt wird, in welcher Stellung der an einem Ende von der Übertragungszange festgehaltene Faden durch einen an den Enden gegabelten oder mit einem Einschnitt versehenen freilaufenden Schützen erfasst, an die Ladenbahn 
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   In der Zeichnung ist ein derart eingerichteter Rossharrwebstuhl dargestellt. Fig. 1 zeigt einen in der   Kettenrichtung   geführten Schnitt durch den Webstuhl, wobei alle unwesentlichen Teile desselben weggelassen sind.   Fig. 2 ist   eine Vorderansicht eines Teiles   dieses Wcbstuhtes.   Fig. 3 zeigt in grösserem Massstabe die Übertragungseinrichtung in der 
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 die feststehenden Teile derselben weggelassen sind. Fig. 5 ist eine gleiche Ansicht dieser Einrichtung, wobei die eigentliche Übertragungszange weggelassen ist. Fig. 6 ist ein in   grösserem     Massstabe   gezeichneter   Quergoltqitt durch   die Lade, wobei die beweglichen Teile derselben sich in der Stellung vor dem Eintragen eines   Schussfadens beenden.

   Fig.   7 ist ein gleicher Querschnitt, welcher die beweglichen Teile in der   Stollcng. nach   dem Eintragen eines Schussfadens zeigt. Fig. 8 zeigt die Ausziehzange in der Stellung beim Erfassen eines Fadens im Magazin. Die Fig. 9 und 10 veranschaulichen die Anziehzange für sich allein in   grösserem     Massstabe.   Fig. 11 zeigt eine andere Ausführungsform der   Ausziebzango. Die   Fig. 12 und 13 zeigen Teile der Lade im Aufriss. Fig. 14 ist eine Oberansicht auf den Schützen. 



   Die das   Eintragmaterial bildenden   Rosshaare sind in einem trogförmigen Magazin a enthalten, aus welchem die Rosshaare einzeln herauszuziehen sind. Diebe Arbeit besorgt eine Zange, welche vorteilhaft, wie in den Fig. 9 und 10 dargestellt, aus zwei festen Teilen 1 
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 lediglich den Zweck hat, das Umbiegen des Fadens beim Erfassen desselben zu verhindern. 



  Von den beiden Zangenbacken kann entweder nur der eine, u. zw. der bewegliche Backen (Fig.   9, 10) oder   es können auch beide Zangenbacken (Fig. 11) derart gekrümmt sein, dass der beim Schnittpunkt der beiden Greifkanten gebildete Winke' bei allen Stellungen der Backen zueinander stets der gleiche bleibt. Der eine Backen ist mit in Abständen voneinander angeordneten Kerben 5 von verschiedener Tiefe versehen, u. zw. ist die dem Drehpunkt der Zangenbacken zunächstliegende Kerbe die seichteste, während die darauffolgenden Kerben um so tiefer werden, je weiter sie von diesem Punkte entfernt sind. 



   Beim Schliessen der Zange wird von den in dem geöffneten Maul derselben befindlichen Rosshaarfäden unter gewöhnlichen Verhältnissen nur ein einziger Faden erfasst, indem derselbe, in eine der Kerben eintretend, durch den anderen glatten Backen festgeklemmt wird. Ein ganz dünner Rosshaarfaden wird hiebei gleich in der seichtesten Kerbe festgeklemmt worden, während ein stärkerer Faden beim Schliessen der Zangenbacken zuerst durch die   Greifkanton   nach aussen geschoben wird, bis er, zu einer Kerbe passender Tiefe gelangend, in diese Kerbe eintritt und darin   festgeklemmt   wird.

   Der durch die Greiferkanten bei ihrem Schnittpunkte gebildete Winkel muss so bemessen sein, dass Haare von   selbst mehr als doppelter Stärke, wenn sie über einem   ganz dünnen Haare zu liegen   kommen,   von den Schenkeln nicht geklemmt worden können. Wäre der Winkel kleiner, dann könnten entweder beide oder nur das obere starke Haar eingeklemmt werden, während das in der Winkelspitze liegende Haar, das eigentlich mitgenommen werden soll, nicht erfasst   würde.   



   Die so   eingerichtete Ausziohzango 1,. bewegt   sich in einer schleifenförmigen Bahn, d. h. die Zange wird zuerst aufwärts gegen die im Magazin befindlichen Rosshaare, sodann vorwärts, hierauf wieder nach oben, sodann ein kurzes   Stück   rückwärts und nach erfolgter
Senkung wieder vorwärtsbewegt.

   Die Hebung und Senkung der Zange bzw. des dieselbe tragenden Hebels 6 erfolgt mittels eines zweiarmigen, um 7 drehbaren Hebels S und eines 
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 der Zange wird durch die an den Traghebel 6 angelenkte Schubstange 11 von einem anderen, auf der Welle 9 sitzenden Nutenexzenter 12 aus bewirkt.   Das Öffnen der Zange 1, 3   in den beiden Endstellungen erfolgt entgegen der Wirkung der Feder 4 beim Hoben dpr Zange mittels fester Anschläge 13 und 14, an welche der untere bzw. auf der anderen 
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 Arm den Anschlag wieder verlässt, schliesst sich die Zange selbsttätig.

   Bei der aus zwei beweglichen und durch einen Kniehebel n (Fig. 11) verbundenen Backen bestehenden Zange erfolgt das Schliessen derselben   durch Anstossen des Kniegelenkbolzens n@ an den   einen oder anderen der   Anschläge 13   und 14. 
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   'durch weichen   der von der   Zange 1, 3 aus   dem Magazin gezogene Rosshaarfaden jener
Vorrichtung zugeführt wird, welche denselben in den Bereich des Faches bringt. 



   Gegen den Trichter b hin und von demselben weg bewegbar ist ein um den Zapfen 17 drehbarer Hebel c angebracht, welcher bei der in Fig. 1 in vollen Linien gezeichneten   Anfangsstellung mittels seines zu   einer Öse 18 ausgebildeten Endes auf den Schnabel   lei   t dos Trichters aufgeschoben ist.

   Um den Zapfen 17 ist noch ein zweiter Hebel d drehbar, dessen Obereude eine aus zwei Blattfedern 19 bestehende   Übertragungszange   trägt, welche bei der in vollen Linien gezeichneten Stellung des Hebels d durch das Vorderende des   Trichterschnabc   ls 16 in geöffneter stellung gehalten wird, wie die Fig. 1 und 3 zeigen. 

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 Sobald die Zange 19 zufolge Verschwenkung des Hebels d von dem Trichter b entfernt wird, schliesst sie sich und erfasst das Ende des Rosshaarfadons, welcher mittels der Auszioh- 
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 zur Folge hat, dass bei der Verschwenkung der beiden Hebel c und d in die in Fig. 1 durch gestrichelte Linien angedeutete zweite Endstellung der Hebel c hinter dem Hebel d etwas zurückbleibt, der Winkelabstand beider Hebel sich also vergrössert.

   Sobald die letzteren in der genannten zweiten Endstellung angelangt sind, steht der von der Übertragungs- 
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 befindlichen Fadenstück quer vor der Öffnung des Faches f bzw. in der Schützenbahn der   Webstnhtlade   l. 



   Die ganze vorbeschriebene Einrichtung ist auch auf der anderen Wehstuhlseitoangeordnet und wird demgemäss der Schuss abwechselnd in der einen und nrderen Richtung eingetragen. Da also bei jeder vollen Umdrehung der Vorgelegswelle 9 zwei Schüsse eingetragen werden, die Lade daher während derselben zwei Schläge ausführen muss, wird diese Welle 9 von der die Lade l antreibenden Kurbelwelle k mittels bekannter t'bertragungsorgane mit der Übersetzung 1 : 2 angetrieben, d. h. während einer   Umdrohung   der Kurbelwelle führt die Vorgelogswelle nur eine halbe Umdrehung aus. 



   Das Eintragen des in der angegebenen Weise vor die Faclöffnung und zwischen Fach und dem Schützenkasten gebrachten Rosshaarfadens erfolgt durch einen in bekannter Weise bewegten Schützen s, der an seinen verjüngten Enden gegabelt bzw. mit je einem Einschnitt 23 versehen ist. Sobald der Schützen aus dom Ausgangsschützenkasten tritt, fängt er den quer vor der   Fachöffnung   bofindlichen Fadenteil und beim weiteren Vorgang des Schützens wird der von der Übertragungszange 19 an einem Ende festgehaltene Faden nach und nach aus der   Fübrungsöse   18 (Fig. 13) herausgezogen und   unter dem Schützen   glatt ins Fach eingelegt.

   Sobald der Schützen in den anderen Schützenkasten eintritt, muss der eingetragene Faden im Fach bzw. auf der Ladenbahn festgehalten und die das eine Fadenende haltende Übertragungszange 19 geöffnet werden, damit die Lade die Anschlagbewegung ausführen könne. Zu diesem Zwecke ist in der Vorderwand jedes Schützen- 
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 stuhles ist die gleiche Einrichtung vorhanden und wirkt jede der beiden Einrichtungen abwechselnd für je einen Schuss bzw. für   joden zweiton Schuss.   
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 Welle   26 und demgemäss   auch der durch die Arme 27, 28 gebildete Winkelhebel derart verschwenkt, dass der   Niederhalter 30, 32   unter der Wirkung der Feder 33 an die   l. aden-   bahn angedrückt und dadurch der eingetragene Faden festgehalten wird.

   Gleichzeitig wird durch die Drehung der Welle 26 der auf der anderen Webstuhlseite   (Ausgangsseitc) be-   findliche   Winkeihebei 37, . s'   derart verschwenkt, dass dessen horizontaler Arm 27 auf das aus dem Tragteil der Übertragungszange 19 dringende Ende eines beweglichen drückers 34 wirkt und letzteren nach aufwärts drückt, wodurch die Zange 19 geöffnet und der eingetragene Faden freigegeben wird. 



   Der in der Mitte des Stuhles angeordnete Niederhalter ist also immer   niedergedrückt   wenn dor Schützen im Schützenkasten ist. Hat aber der Schützen beim Abschiessen desselben den   Schützenkaston   so weit verlassen, dass das Vorderende des Schützens in die Fachöffnung tritt, so wird der Fühler frei und der Winkelhebel 27,   28   bewirkt unter Vermittlung der Feder 29 das Heben des Niederhalters   32.   Der im Fache weiter vordringendo Schützen geht daher unterhalb des gehobenen Niederhalters hinweg. 

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 tragungszange kein Rosshaarfaden zugeführt wird, den Wendehaken des Schaftmaschinenzylinders nicht zur Wirkung gelangen lässt, gegebenenfalls auf eine Vorrichtung zum Still. stehenlassen der Trittexzenter wirkt.

   Da also der Schusswächter lediglich den Fachwechsel verhindert, so bleibt das einmal gebildete Fach stehen und der zuletzt eingetragene Schussfaden bleibt im Verbande. 



   Dieser Schusswächter besteht aus einem an dem Tragteil des Trichters b und Magazins a 
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 Arm 36 mit dem   Wendehaken   w des Schaftmaschinenzylinders z oder mit der früher erwähnten Vorrichtung zum   Stillstehenlassen   der Trittexzenter verbunden ist. Der zweite Arm 37 des Schwinghebels ist an seinem Ende zu einem Bogenstück 38 ausgebildet, welches an einer Stelle einen Winkelausschnitt 39 besitzt. Durch einen Schlitz   15,   welcher den Schnabel 16 von dem   *Trichter b   sondert, dringt ein um den feststehenden Bolzen 40 drehbarer Hebel 41 (Fig. 3 und 5), welcher auf dem Bogenstück 38 des Schwinghebels aufliegt. Bei jeder Bewegung des Hobels c gegen den Trichter b hin stösst ersterer an das   Bogenstück   38 an, wodurch dasselbe nach hinten verschwenkt wird.

   Sobald aber der Hebel c gegen das Fach hin bewegt wird, wird das Bogenstück 38 durch die Feder 35 wieder vorbewegt, wobei der Wendehaken w in die Laterne des   Schaftmaschinenzylinders   
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 den Schnabel 16 geschobenen Rosshaarfaden. Wird nun aus irgendwelchem Grunde kein Rosshaarfaden in den Trichter eingeführt, so verliert der Heb3l 41 in dem Augenblicke, als der Winkelausschnitt 39 unter ihm vorbeigeht, seine Stütze. Her hiedurch in den Winkoleinschnitt einfallende Hebel 41 verhindert den Schwinghebel 36, 37, unter der Wirkung der   Feder 35 den vollen H"ib auszuführen, so   dass der   Wendehakcn     M'nicht mehr   in den Bereich der   Laterne des Schaft) Dascbinenzy ! inders gelangen   und letzterer nicht mehr gedreht worden kann. 



   Die Wirkungsweise der beschriebenen Einrichtung ist folgende : Zu Beginn der Arheitsperiode wird die Ausziehzange 1, 3 gehoben, wobei der untere Arm des beweglichen Zangenbackens an den Anschlag 13 anstösst, die Zange   geöffnet   und in den Bereich des Magazins a gobracht wird, wie dies Stellung 1 der Zange in Fig. 1 zeigt. Sobald sich die Zange gegen den Trichter b hin bis in die Stellung II vorbewegt, gleitet der Zangenbacken vom Anschlag 13 ab, so dass sich die Zange unter der Wirkung der Feder 4 schliesst, einen   Rosshaarfaden   in der früher angegebenen Weise erfasst und denselben teilweise aus dem Magazin herauszieht. Das Vorderende des herausgezogenen Fadens tritt hiebei bis in 
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 genügend lang ist, um den beweglichen Zangenbacken in geöffneter Stellung zu halten.

   Die Zange wird hierauf gesenkt, so dass sie sich wieder schliesst und den   Hosshaarfaden   an 
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 geschlossene Zange wieder gegen den Trichter hin bis in die frühere Stellung   71 vorbewegt,   wobei der Faden durch   den Trichterschnabol 1G   in die goöffnete   Übertragungszange     1.'J   eingeführt wird. Das zweimalige Erfassen des Eintragfadens durch die   Ausziehzango ist.   für den allerdings selten eintretenden Fall vorgesehen, dass die Zange 1, 3 im ersten Teil ihrer Arbeitsbewegung zwei Haare aus dem Magazin herausziehen sollte, um diesen   Fohif'r     LU   beheben.

   Beim zweiten Erfassen der Haare zu Beginn der schliessbewegung der Zange wird nämlich das eine der beiden nebeneinanderliegenden, runden Querschnitt besitzenden 
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 worden kann. Die Zange schiebt also im zweiten Teil ihres Arbeitsganges nur mehr das eine   festgeklemmte   Haar weiter vor. Nun bewegen sich die beiden Hebel c und d gegen   die Ladonbahn   hin, wobei sich die Zange   19 schliesst   und im Verein mit   der Öse 18 dos   Hebels c das zwischen der Öse und der Zange 19 befindliche Haarstück quer vor die Fachöffnung   bringt, worauf da   Eintragen des so bereit gestellten Haares in das Fach mittels des Schützens bewirkt wird.

   Sobald der Schützen s in den   gegenüberliegenden   Schützenkasten eintritt, wird das eingetragene Haar von dem Niederhalter   32   an die Ladenbahn   angedrückt   und gleichzeitig die auf der Ausgangsseite betindliche Übertragungszange    19.   in der angegebenen Weise geöffnet. Beim Anschlagen des Rietes an die Ware zieht sich der Niederhalter aus dem Fach und gibt das eingetragene Rosshaar frei. Nun wiederholt sich der geschilderte Vorgang auf der anderen   Webstuhlseite.  

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE-.
    1. Verfahren zur Herstellung von Rosshaargeweben, bei welchem aus einem in einem Magazin befindlichen Rosshaarbündel ein einzelnes Haar mittels einer Zange erfasst und in seiner Längsrichtung teilweise herausgezogen wird, dadurch. gekennzeichnet, dass das teilweise herausgezogene Haar, nachdem es losgelassen worden ist, an einer zwischen dem Loslassungspunkt und dem Bündel gelegenen Stelle neuerdings erfasst und noch weiter vorbewegt wird, worauf dasselbe vollends aus dem Bündel herausgezogen und mit dem Endteil quer vor die Fachöffnung in die Schützenbabn gestellt wird, so dass der in die Fachöffnung eintretende Schützen den an einem Ende festgehaltenen Rosshaarfaden vor sich niederdrückend glatt in das Fach streicht, nach dessen Wechsel der angegebene Vorgang auf der anderen Fachseite wiederholt wird.
    2. Zur Ausführung des unter 1 angegebenen Verfahrens eine Webstuhleinrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass der durch eine Ausziehzange (1, 3) aus dem Fadenmagazin herausgezogene Rosshaarfaden mittels einer Führungseinrichtung durch eine bewegliche Öse (18) hindurch einer Übortragungszange (19) zugeführt wird, die sich mit dem übernommenen Faden und samt der Öse gegen das Fach hin bewegt, wobei jedoch die Öse. etwas zurückbleibt, so dass der zwischen der letzteren und der Übertragungszange befindliche Fadenteil quer zur Fachöffnung gestellt wird, in welcher Stellung der an einem Ende von der Übertragungszange festgehaltene Faden durch einen an beiden Enden gegabelten oder mit einem Einschnitt versehenen freilaufenden Schützen ('1) erfasst, an die Ladenbahn angedrückt und vor dem Schützen her in das Fach gestrichen wird.
    3. Für eine Rosshaar-Webstuhleinrichtung eine Fadonausziehzange, dadurch gekenn- EMI5.1 Greifkanten derart gekrümmt sind, dass der bei dem Schnittpunkt der beiden Greifkanten gebildete Winkel bei allen Stellungen der Backen zueinander der gleiche bleibt, wobei dieser Winkel so bemessen ist, dass die Zange stets nur ein Haar erfassen kann, auch wenn das darüberliegende Haar doppelt so stark sein sollte.
    4. Ausführungsform der Fadenausziehzange nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die innere Greifkante des einen der beiden Zangenbacken mit Kerben von verschiedener Tiefe versehen ist, wobei die seichteste Kerbe dem Drehpunkt der Zangen- backen am nächsten liegt, wlihrend die darauffolgenden Kerben um so tiefer werden, je weiter sie von dem Drehpunkt entfernt sind. f). Ausuhrungsform der Fadenausziehzahge nach Anspruch 3 mit zwei festen Backen- EMI5.2
    7. Webstuhleinrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine zwischen der Ausziehzange (1, 3) und der Übertragungszange (19) angeordnete Öse (18), durch welche der in die Übertragungszange eingeführte Faden lose hindurchgeht und welche sich mit der letztgenannten Zange gegen das Fach hin bewegt, hiebei aber etwas zurückbleibt, so EMI5.3
AT30297D 1905-11-18 1905-11-18 Verfahren und Webstuhleinrichtung zur Herstellung von Roßhaargeweben. AT30297B (de)

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