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Die Erfindung betrifft eine Anordnung mechanisch betätigbarer elektrischer Kontakte, bei denen wenigstens das bewegbare der Schaltstücke aus einem schraubig gewickelten Metallteil besteht, der bei der Kontaktgabe mit einem oder mehreren ebenfalls schraubig gewickelten Gegenschaltstücken oder mit einem oder mehreren starren Gegenschaltstücken in Kontakt bringbar ist.
Elektrische Kontakte dieser Art sind z. B. aus der deutschen Auslegeschrift 1020398 bekannt, in der ein Kontakt beschrieben ist, dessen eines Schaltstück als schraubenförmig gewickeltem Draht aus einem ferromagnetischen Werkstoff besteht, das bei Betätigung des Kontaktes durch die Einwirkung eines Magnetfeldes gegen ein festes Gegenschaltstück gepresst wird.
Im Gegensatz hiezu unterliegen die beim Erfindungsgegenstand ebenfalls als schraubig gewickelte bewegbare Schaltstücke ausgebildeten Schaltstücke nicht der Einwirkung eines Magnetfeldes, sondern sie werden mechanisch betätigt.
Selbst wenn das schraubig gewickelte bewegliche Kontaktstück bei der bekannten Konstruktion mechanisch betätigbar wäre, träte ebenso wie bei der Betätigung durch Einwirkung eines Magnetfeldes die Gefahr von Prellschwingungen auf, deren wirksame Verhinderung Aufgabe der Erfindung ist. Dadurch, dass das schraubig gewickelte Schaltstück bei der bekannten Konstruktion an beiden Enden unter Zug eingespannt ist, bestehen Zwischenräume zwischen seinen einzelnen Windungen, die Prellschwingungen nicht nur gestatten, sondern deren Auftreten sogar begünstigen.
Die Konstruktion gemäss der Erfindung vermeidet die Gefahr des Auftretens von Prellschwingungen bei Betätigung der Kontakte der Kontaktanordnung dadurch, dass das bewegbare Schaltstück der Kontakte, vorzugsweise aus einem schraubig gewickelten Metallband gebildet, derart gewickelt ist, dass die einzelnen Windungen mit einem Druck von vorbestimmter, wählbarer Grösse aneinander gepresst sind. Es besteht daher bei dieser Ausbildungsart infolge der durch die Anpressung der einzelnen Windungen aneinander gar keine Neigung zu Prellschwingungen. Ausserdem sind die bewegbaren Schaltstücke der Kontakte der Kontaktanordnung nach der Erfindung nur an einem Ende fest eingespannt, wogegen ihr anderes Ende frei beweglich ist und der Einwirkung eines mechanisch bewegbaren Betätigungsstückes unterliegt.
Diese Konstruktion hat bei Verwendung einer Kontaktanordnung der angegebenen Ausbildungsart für Koordinatenmehrfachschalter noch den weiteren Vorteil, dass vor dem Zusammenbau keine Justierung nötig ist, weil sich durch die erhöhte Steife der Wendeln, die die beweglichen Schaltstücke bilden, eine weitgehend gleiche Ausrichtung derselben ergibt.
In weiterer Ausgestaltung der Kontaktanordnung nach der Erfindung, bei der mehrere Gegenschaltstücke zu einem bewegbaren Schaltstück vorgesehen sind, schliessen die bei Kontaktschluss mit dem bewegbaren Schaltstück in Berührung kommenden Schaltstücke in an sich bekannter Weise einen Winkel in V-Form miteinander ein.
Die Ausbildung von Kontakten in der Weise, dass die miteinander in Berührung tretenden Schaltstücke einen V-förmigen Winkel miteinander einschliessen, ist z. B. aus den in der DDR-Patentschrift Nr. 25556, in der deutschen Auslegeschrift 1109742 und in der USA-Patentschrift Nr. 2, 769, 880 beschriebenen Kontaktausbildungsarten bekannt. Bei allen diesen Ausführungsformen steht jedoch das bewegbare Schaltstück bei Betätigung nur mit einem einzigen Gegenschaltstück in Berührung, bei der Anordnung nach der Erfindung jedoch mit mehr als nur einem Gegenschaltstück.
Eine andere Ausbildungsart der Kontaktanordnung nach der Erfindung sieht vor, dass das bewegbare Schaltstück zwei in bekannter Weise gegeneinander isoliert angeordnete Gegenschaltstücke bei Betätigung des Kontaktes miteinander elektrisch verbindet.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung bilden die Gegenschaltstücke zu dem bewegbaren Schaltstück, die als flache Platten mit einer gegen dieses gekehrten Abschrägung ausgebildet sind, einen V-förmigen Spalt.
Eine andere Ausbildungsart der Erfindung sieht vor, dass die Gegenschaltstücke zu dem bewegbaren Schaltstück als einander kreuzende Drähte mit einer Schrägbiegung an der dem bewegbaren Schaltstück zugekehrten Kreuzungsstelle ausgebildet sind.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung sind die beiden Gegenschaltstücke als koaxial angeordnete, um eine halbe Steigungshöhe gegeneinander versetzte Schraubenfedern mit Abstand der Windungen voneinander ausgebildet und der Abstand der Windungen der einen der beiden Schraubenfedern von denen der andern Schraubenfeder ist kleiner bemessen als der Aussendurchmesser des bewegbaren Schaltstückes.
Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass als Gegenschaltstücke zu dem bewegbaren, an seinem einen Ende fest eingespannten und an seinem andern Ende durch eine Betätigungsvorrichtung in Form eines in beliebiger Richtung verschiebbaren Teiles zu den Gegenschaltstücken hin bewegbaren Schaltstück mehrere elektrisch gegeneinander isolierte Schaltstücke angeordnet sind, mit denen das bewegbare Schaltstück durch die Einwirkung des verschiebbaren Teiles auf dasselbe selektiv in elektrisch leitenden Kontakt bringbar ist.
Bei der Ausbildung der Kontaktanordnung nach der Erfindung, bei der das Gegenschaltstück zu dem bewegbaren Schaltstück als eine Drahtwendel ausgebildet ist, besteht eine Weiterbildung der Erfindung darin, dass der Windungsabstand der Drahtwendel etwas kleiner bemessen ist als der Aussendurchmesser des bewegbaren Schaltstückes.
Bei der Ausführungsart der Kontaktanordnung nach der Erfindung, bei der das bewegbare Schaltstück aus
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einem schraubig gewickelten Metallband besteht, ist die Anordnung in Weiterbildung der Erfindung so getroffen, dass sich die Windungen des Metallbandes überlappen.
Bei der Ausführungsart der Kontaktanordnung nach der Erfindung mit einem als Drahtwendel ausgebildeten bewegbaren Schaltstück besteht eine Weiterbildung der Erfindung darin, dass dieses als eine aus mehreren, durch jeweils gerade Teilstücke eines Drahtes voneinander getrennte, aus demselben Draht gewickelte Wicklungsgruppen bestehende Drahtwendel oder als eine Drahtwendel mit variabler Schlaglänge ausgebildet ist.
Schliesslich sind in weiterer Ausgestaltung der Erfindung mehrere gleichartige Kontakte in eine von einer gemeinsamen Betätigungsvorrichtung betätigbare Kontaktanordnung einbezogen.
Die oben beschriebenen Ausbildungsarten der Kontaktanordnung nach der Erfindung haben ausser der Prellfreiheit bei ihrer Betätigung, die sie auch zum Zusammenwirken mit hochempfindlichen elektronischen Schaltelementen befähigt, noch den weiteren Vorteil, dass ihre Herstellung ebenso wie der Zusammenbau einfach und kostensparend durchführbar ist und dass die Kontakte eine sehr weitgehende Sicherheit der Kontaktgabe und gegen Verklemmen bei Kontaktschluss gewährleisten, weil das bewegbare Schaltstück einen Kontakt an zwei Stellen des Gegenschaltstückes herstellt, und die Weite des Winkels in V-Form, den die Schaltstücke miteinander einschliessen, so gewählt ist, dass sich die Schaltstücke wohl aneinander reiben, sich aber beim öffnen und Schliessen der Kontakte nicht verklemmen.
Die Erfindung wird nun näher an Ausführungsbeispielen erläutert, die in den Zeichnungen gezeigt sind.
Fig. 1 zeigt eine Ansicht der zwei erfindungsgemässen Kontaktelemente im Schrägriss ; Fig. 2 ist eine Ansicht von der Seite eines Teiles des Fingerstückes um die Bedeutung des Ausdruckes "Vorspannung" näher zu erläutern. Fig. 3 ist eine schematische Ansicht eines eingespannten und am andern Ende freien Fingerstückes zur Erklärung der longitudinalen Kräfte um die Grösse der Vorspannung zu erklären. Fig. 4 und 5 zeigen die Diagramme für eine nicht vorgespannte und für eine vorgespannte Feder. Fig. 6 ist eine Seitenansicht in geöffnetem Zustand des Kontaktsatzes, während die Fig. 7 den geschlossenen Zustand zeigt. Fig. 8 zeigt ein Fingerstück wie es z. B. hergestellt werden kann, um Teilstücke eines Drahtes als Schraubenfeder im Sinne der Erfindung zu verwenden.
Fig. 9 zeigt eine andere Methode, das Fingerstück dadurch herzustellen, dass ein
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Fingerstückes, in welcher ein dicht gewickeltes Fingerstück den beweglichen Teil und eine ausgezogene schraubenförmige Drahtfeder das feste Kontaktstück darstellt. Fig.11 zeigt die Kontaktvorrichtung nach Fig. 10, jedoch um 90 gedreht, während Fig. 12 ein Detail der Fig. l1 zeigt. In Fig. 13 ist eine andere Ausführungsform der Erfindung dargestellt, in welcher das Fingerstück einen Kontakt zwischen zwei festen plattenähnlichen Elementen herstellt, welche hier als Dual-Elemente bezeichnet sind. Fig. 14 zeigt, wie das Fingerstück der Fig. 13 in bezug auf die zwei festen Kontaktstücke bei offenen Kontakten steht. Fig. 15 zeigt, wie das Kontaktstück der Fig. 13 zum Schliessen der Kontakte benutzt wird.
Fig. 16 und 17 zeigen zwei weitere, andere Verwendungsarten von Dual-Elementen. Fig. 18 und 19 zeigen, wie die Erfindung in weiteren Anwendungsbeispielen bei Anordnung von drei oder mehr Kontakten, wie sie hier als Multipel-Kontakte bezeichnet werden, benutzt werden kann. Die Ansicht im Schrägriss der Kontakte nach Fig. 1 besteht aus einem beweglichen dichtverbundenen Fingerstück --20-- und einer feststehenden ausgezogenen Schraubenfeder--21--. In diesem Ausführungsbeispiel werden beide Federn aus dem gleichen Material gefertigt. Auf diese Weise ist das Kontaktmaterial weitgehend gleichartig, da der Ausstoss einer Massenproduktion sicherstellt, dass das Material homogen bleibt.
Dies verhindert jegliche Gegeneinanderwirkung zwischen den Materialien an den Kontaktflächen, wie dies bei Kontaktmaterial auftritt, bei dem Material abwandert, wodurch elektrolytische Wirkungen mit spannungsquellenähnlichen Potentialdifferenzen auftreten.
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vorgespannt ist und dadurch bestrebt ist, eine solche Lage einzunehmen, wie dies die gestrichelte Linie--24-zeigt. Fig. 2 zeigt jedoch, dass die Windung --22-- ganz nahe an der Windung --23-- anliegt.
Die beiden Windungen--22 und 23--drücken gegeneinander und erzeugen Reibungskräfte, welche eine schnelle Dämpfung jedweder Federschwingungen herbeiführen, welche anderseits das Fingerstück hin und her bewegen liessen. Bei einer normalen Feder berühren sich die ohne Zwischenraum nebeneinander liegenden Windungen lediglich, aber sie üben aufeinander keinen Druck aus. In diesen Fällen ist keine Reibung und keine Reibung verursachende Kraft vorhanden, so dass die Feder bei Betätigung prellt.
Da die Feder--20--einer mechanischen Vorspannung während der Erzeugung unterworfen wird, besitzt sie ein Mass an Steifheit, welche gross genug ist, dass sie normalerweise in unbetätigter Stellung aufrecht steht, welche in Abhängigkeit von der Lage des festen Kontaktstückes --21-- entweder eine offene oder eine geschlossene Kontaktstellung ist.
Die Steifheit ist jedoch schwach genug, der Feder die Bewegung in die betätigte Stellung durch Einwirkung der im Normalfall auftretenden Betätigungskraft zu erlauben. Es besteht hier auch infolge der Reibung zwischen den Windungen der Feder eine nahezu vollkommene Dämpfung der Schwingungen, die bei Fehlen dieser Reibung
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auftreten würden, wenn sich das Fingerstück bewegt.
Fig. 3 bis 5 zeigen eine Art, wie das Mass der Vorspannung für ein Federstück bestimmt werden kann. Fig. 3 zeigt, dass die Feder--20--an einem ihrer Enden von einer Einspannung-25-herabhängt, und dass ein Gewicht, welches die Kraft--F-ausübt, an das andere Ende-26-gehängt werden kann. Der Weg --L--, über welche die Kraft Feder--20--bewegt, kann gemessen werden.
In Fig. 4 und 5 sind die entsprechenden Kennlinien dargestellt, in welchen die Kraft--F--die Ordinate und der Weg--L-die Abszisse darstellt und die Kennlinie der gemessenen Ergebnisse angeführt ist. Die in Fig. 4 dargestellte Kennlinie gilt für eine nicht vorgespannte Feder, bei der sich die Windungen lediglich berühren, aber keine Kraft gegeneinander ausüben. Jeder Kraftzuwachs zeigt einen linearen Zuwachs des Weges-L--.
Wenn jedoch gemäss Fig. 5 die Feder vorgespannt ist, so dass die Windungen gegeneinander eine Kraft ausüben, dann tritt bei Vergrösserung der Kraft--F-bis zu einem gewissen Mass--F--keine Vergrösserung des Weges--L--auf. Von diesem Punkt an entspricht die einwirkende Kraft genau den Vorspannungskräften.
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das feste Kontaktelement--21--eine Anzahl von etwa V-förmigen Einschnitten auf, die in der Nähe des Fingerstückes --20-- liegen und in die dieses bei seiner Betätigung eingreift, so dass ein Kontakt zustandekommt.
Bei diesem bevorzugten Ausführungsbeispiel wird der Einschnitt durch Auseinanderziehen eines der vorgespannten Fingerstücke erreicht, so dass die einzelnen Windungen durch entsprechende Abstände voneinander getrennt sind, deren Abmessungen in einem passenden Verhältnis zum Durchmesser des Fingerstückes stehen. Da diese voneinander abstehenden Windungen einheitlich längs der gesamten Länge der
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dort einen zuverlässigen Zwillingskontakt herstellen.
Wie aus den Fig. l, 11 und 12 ersichtlich ist, bilden die Windungen der ausgezogenen feststehenden Schraubenfeder --21-- einen etwa V-förmigen Einschnitt, welcher durch die Schenkel-25 und 26--in der Fig. 12 bestimmt ist. Der Abstand-e--zweier benachbarter Windungen--25, 26-der ausgezogenen Schraubenfeder --21-- ist kleiner bemessen als der Durchmesser --w-- des Fingerstückes --20--, das an zwei Stellen--a, b--mit den Windungen-25, 26-- in Berührung steht. Auf diese Weise gibt es Zwillingskontaktpunkte--a und b--, welche den wünschenswerten hohen Grad von Zuverlässigkeit ergeben.
Die Grösse des Durchmessers-w--des Fingerstückes--20-wird in bezug auf den Abstand-e-zwischen den Schenkeln des V-förmigen Einschnittes so gewählt, dass keine Gefahr besteht, dass das Fingerstück zwischen den Schenkeln--25 und 26--eingeklemmt wird und so bei einem Schliesskontakt festgehalten wird.
In dem in Fig. 12 gezeigten Falle befinden sich die Kontaktstellen--a und b--an den äusseren Enden der Schenkel, so dass das Fingerstück--20--den V-förmigen Einschnitt lediglich berührt, aber nicht einklemmt, in einem andern, in Fig. 16 gezeigten Fall jedoch befinden sich die Kontaktstellen--a, b-an der Wurzel der Schenkel --40, 41--, so dass keine Einklemmungsgefahr besteht.
Die Kontaktoberflächen des Fingerstückes und der feststehenden Kontaktelemente können plattiert oder mit irgendeinem bekannten Kontaktmaterial bedeckt sein. Dies entspricht dem jeweiligen Stand der Technik, so wie dies bei Kontakten von Relais bekannt ist, die oft kleine Spannungen, Dome oder anders gestaltete Formen von Edelmetall aufweisen, welche an den Enden der Federblätter angeschweisst sind. Wenn sich die Kontaktoberflächen der Federn--20 und 21--berühren, dann werden diese Kontakte als geschlossen oder betätigt bezeichnet, wenn sie sich nicht berühren, werden die Kontakte als offen oder unterbrochen bezeichnet.
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in jeder Richtung stossfrei schwingen kann.
Zum Beispiel drückt die Kraft-F--in Fig. 7 das Fingerstück --20-- gegen das Kontaktstück--21--. Wenn die Kraft-F--wieder zu wirken aufhört, dann bewegt
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sich das Fingerstück --20-- infolge der eigenen Federspannung in die offene Kontaktstellung zurück, wie in Fig. 6 gezeigt.
Dadurch vereinfacht sich die Erzeugung, da der Winkel, unter dem die Feder --20-- im Block --30-angeordnet ist, und der Winkel, unter dem die angelegte Kraft--F-auf die Feder--20--einwirkt, keineswegs kritisch sind. Wenn die Kraft-F-in der allgemeinen Richtung zur Feder --12-- wirkt, dann berühren sich die beiden Kontaktstücke mit der Zuverlässigkeit von Zwillingskontakten. Falls der Winkel alles andere als die genaue Arbeitslage hat, werden sich die Kontakte auseinanderbewegen, sobald die Kraft-F- zu wirken aufhört. Daher gelten sowohl für den Winkel und auch für die Wirkungsrichtung der Kraft--F-- ausserordentlich grosse Toleranzen.
Das Fingerstück --20-- kann in Abhängigkeit von den Gegebenenheiten der entsprechenden Ausführungsform eine Anzahl von unterschiedlichen Formen aufweisen. In Fig. 8 sind z. B. die Wicklungen des Fingerstückes auf bestimmte Stellen des Drahtes verteilt. So zeigen die Zeichnungen drei Stellen der Schraubenfeder, von welchen zwei mit--31 und 32--bezeichnet sind, und welche voneinander durch einen geraden Drahtteil-33-getrennt sind. An den geraden Drahtteil kann z. B. die mechanische Kraft-F- angreifen, um das Fingerstück zu bewegen. Anderseits können bei ganz besonderen Umständen die zusammengeballten Federstücke dazu verwendet werden, dass sie Abstimmungseffekte auf gewisse Harmonische der Schwingung ausüben.
Das Beispiel nach Fig. 9 zeigt ein schraubenlinienförmiges Fingerstück, welches aus einem Metallband hergestellt ist, das derart gewunden wurde, dass sich die Windungen überlappen.
Eine in dieser Weise hergestellte Feder kann auch in einer entsprechenden einspannungsfreien Harmonischen in den Grundblock --30-- verankert werden. Die Feder kann auch aus Draht gefertigt sein, welcher einen entsprechenden Querschnitt hat. Eine Anzahl von Varianten für das Fingerstück besteht darin, dass das Kontaktstück entweder aus einem verhältnismässig starren Drahtkern geformt ist, welcher rundherum einen Zopf hat, oder der Kern kann aus Kunststoff bestehen. Der Zopf kann entweder in Form eines Drahtes oder eines gewundenen Bandes gebildet sein.
Die Fig. 10 zeigt die Seitenansicht eines einspannungsfreien Fingerstückes--20--. Dieses Fingerstück kann mit einem geraden Teil des Drahtes, z. B.--34--in Fig. 10, in dem Grundblock --30-- befestigt sein, oder die ganze Wicklung kann auf dem Grundblock-30-angeordnet sein, wie z. B. in Fig. 9 bei-36-- gezeigt ist. Fig.11 zeigt die gleiche Anordnung wie Fig. 10, nur dass sie um 900 gedreht ist. Fig. 12 zeigt einen Teil des gleichen Aufbaues, jedoch in einem grösseren Massstab, so dass die räumlichen Beziehungen besser ersichtlich sind. In jeder dieser Zeichnungen besteht ein elektrisch leitender Kontakt zwischen dem Fingerstück --20-- und dem festen Kontaktstück-21-über die Kontaktstellen-a und b--.
Die Fig. 13 bis 17 zeigen eine etwas kompliziertere Anordnung mit einem Dual-Element. Jede dieser
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B.Kontaktstücken --40 und 41--.
In Fig. 13 bestehen die Kontaktstücke der Dual-Elemente aus einem Paar von flachen, plattenförmigen Elementen, die diagonal beschnitten sind und miteinander durch die Bildung eines etwa V-förmigen Einschnittes zusammenwirken. Im Falle des Dual-Elementes nach Fig. 16 werden zwei ursprünglich geradlinige blanke Drähte diagonal gebogen, um ebenfalls einen V-förmigen Einschnitt zu bilden. In jedem Falle zeigen die Zeichnungen nur einen einfachen Kontaktpunkt pro Kontaktschenkel oder-glied. Wie jedoch weiter oben beschrieben, können beide Kontaktelemente-40 und 41-so ausgebildet sein, dass sie zusammen einen vollständigen V-förmigen Einschnitt bilden und so einen Zwillingsreibungskontakt von entsprechender Zuverlässigkeit bilden.
Fig. 17 zeigt eine andere Ausführungsart, bei der zwei Kontaktfedern koaxial miteinander so gewickelt sind, dass sie gegeneinander versetzt sind und ihre Windungen--40 und 41--mit dem Fingerstück--20--an zwei Kontaktstellen--a, b--in Berührung stehen. Das Prinzip der Doppelfedern kann auch einen besonderen Wert haben, wenn es eine besondere federkrafterzeugende Einrichtung sein soll. Zwei so gewickelte Federn können miteinander verwendet werden, um die Steifheit des feststehenden Kontaktstückes zu überprüfen.
Wenn die Windungen der ersten Schraubenfeder gegen die Windungen der zweiten Schraubenfeder drücken und dazu. neigen, die zweite Feder auszustrecken, während die Windungen der ausgezogenen Schraubenfedern dagegen drücken und dazu neigen, die erste Kontaktfeder zusammenzudrücken, ist dadurch sichergestellt, dass ein guter Kontakt an den Berührungsstellen der Kontaktfedern zustandekommt. Dieses gleiche Prinzip kann selbstverständlich auch in Verbindung mit dem Kontaktstück verwendet werden, um seine Steifheit zu steuern.
Auf jeden Fall können zwei Federn dazu benutzt werden, um eine gute und feste Einrichtung herzustellen, u. zw. eine durch Zusammendrücken und die andere durch Spannung. Das ist dann besonders wertvoll, wenn ein nicht eingespanntes festes Kontaktstück einen verhältnismässig grossen Zwischenraum überbrücken muss.
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Ein anderer Weg zur Benutzung des Fingerstückes ist die Verwendung als Teil eines Schalt-Multipels, wie dies in den Fig. 18 und 19 gezeigt ist. Hier gibt es eine Vielzahl von festen Kontakten-50 und 52--, welche voneinander isoliert sind. Das Fingerstück --20-- steht normalerweise gemäss Fig. 18 nicht in Verbindung mit den Enden der Kontakte, welche alle damit einen offenen Stromkreis bilden.
Falls die Kraft--Fl--an den oberen Teil des Fingerstückes--20 bzw. 18--angelegt wird, dann biegt
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während das Kontaktstück--52--unberührt bleibt. Auf die gleiche Art und Weise werden die Kontaktstücke --21 und 22--bei Anlegen der Kraft--F3-miteinander in leitende Verbindung gebracht, während das Kontaktstück--50--unberührt bleibt ; falls aber alle drei Kräfte--Fl, F2 und F3-angelegt werden, dann sind alle drei Kontaktstücke --50, 51 und 52--miteinander in leitende Verbindung gebracht.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Anordnung mechanisch betätigbarer elektrischer Kontakte, bei denen wenigstens das bewegbare der Schaltstücke aus einem schraubig gewickelten Metallteil besteht, der bei der Kontaktgabe mit einem oder mehreren ebenfalls schraubig gewickelten Gegenschaltstücken oder mit einem oder mehreren starren
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