AT3075U1 - Schiebefalttor - Google Patents

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AT3075U1
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Lindpointner Tore
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Abstract

Bei einem Schiebefalttor mit zwei Faltflügeln (3, 4), die im Bereich ihrer freien Seitenränder mit Laufrollen (8, 10, 12) an oberen und unteren Führungen, insbesondere Führungsschienen (9, 11), geführt und dort schwenkbar gelagert sowie an den zueinander weisenden Rändern untereinander nach der einen Torseite faltbar gelenkig (5) verbunden sind, werden die Führungen (9, 11) an der Einfaltseite über den Rand der Toröffnung (1) und des geschlossenen Tores (3,4) hinaus verlängert. Um trotz einer einfachen Schiebebetätigung zu gewährleisten, daß die Faltflügel (3, 4) ohne totpunktähnliche Stellungen in die Öffnungsfaltstellung und aus dieser zurück in die Schließstellung geführt werden, ist für den in der Schließstellung in diesem Randbereich des Tores gelagerten Flügel (4) eine zusätzliche Zwangsführung (14, 15, 16) vorgesehen, die ihn und damit den mit ihm verbundenen zweiten Flügel (3) beim Öffnen des Tores in die Faltstellung leiten, in der die Flügel (3, 4) zugleich entlang der verlängerten Führungen (9, 11) über den Rand der Toröffnung ausgeschoben sind.

Description

AT 003 075 Ul
Die Erfindung betrifft ein Schiebefalttor mit zwei Faltflügeln, die im Bereich ihrer freien Seitenränder mit Laufrollen an oberen und unteren Führungen, insbesondere Führungsschienen, geführt und dort schwenkbar gelagert sowie an den zueinander weisenden Rändern untereinander nach der einen Torseite faltbar gelenkig verbunden sind. Selbstverständlich betrifft die Erfindung auch Doppelfalttore, bei denen für die beiden Torseiten je zwei miteinander verbundene, zum zugehörigen Toröffnungsrand hin faltbare Flügel vorgesehen sind.
Schiebefalttore besitzen einen relativ einfachen Aufbau und können im Bedarfsfall als dicht schließende Tore oder sogar als Brandschutztore ausgeführt werden. Um einen ordnungsgemäßen und im Bedarfsfall dichten oder abgedichteten Abschluß der Toröffnung zu erzielen, müssen die Torflügel untereinander fluchten und an allfälligen Dichtungen anliegen. Aus dieser Steilung sollen sie zum öffnen in die Knicklage (Faltstellung) umgeleitet werden. Bei Schiebefalttoren mit Handbetätigung ist es einfach möglich, beim Beginn des Aufschiebens des Tores einen Druck auf die Flügel auszuüben und dadurch die Knickverstellung einzuleiten. Auch diese zusätzliche Handhabung wird von vielen Benützem als unangenehm empfunden. Entsprechende Tore lassen sich bisher nachträglich nicht oder nur unter großem Aufwand und allfälligem Umbau mit einem Öffnungsantrieb ausstatten. Wird von Haus aus eine automatische Betätigung vorgesehen, so sind Sonderantriebe und Ausstattungen notwendig, die wesentlich komplizierter sind als die bekannten Antriebe für Schwingflügeltore 2 AT 003 075 Ul oder Sektionaltore. Statt der erwähnten Schiebefalttore werden daher bei automatischem Antrieb bisher vorwiegend Sektionaltore eingesetzt.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines Schiebefalttores der eingangs genannten Art, bei dem mit einfachen Mitteln erreicht wird, daß das Tor nur bei einfacher Schiebebetätigung sicher in die Öffnungs-Faltstellung bzw. in die ordnungsgemäße Schließstellung geführt wird. Eine Teilaufgabe der Erfindung besteht in der Schaffung eines Schiebefalttores, das von Haus aus oder durch nachträgliche Umrüstung mit einem einfachen Schließantrieb ausgestattet werden kann.
Die gestellte Aufgabe wird prinzipiell dadurch gelöst, daß die Führungen an der Einfaltseite über den Rand der Toröffnung und des geschlossenen Tores verlängert sind und für den in der Schließstellung in diesem Bereich des Tores gelagerten Flügel eine zusätzliche Zwangsführung vorgesehen ist, die ihn und damit den mit ihm verbundenen zweiten Flügel beim Öffnen des Tores in die Faltstellung leiten, in der die Flügel zugleich entlang der verlängerten Führungen über den Rand der Toröffnung ausgeschoben sind.
Diese Zwangsführung verhindert totpunktähnliche Stellungen der untereinander verbundenen Faltflügel während des einleitenden Teiles der Öffnungsbewegung. Überdies ist es möglich, die gefalteten Flügel über den Toröffnungsrand auszuschieben, so daß die Toröffnung in ihrer vollen Größe freigegeben wird. Konstruktiv läßt sich die Zwangsführung mit verhältnismäßig einfachen zusätzlichen Mitteln verwirklichen. Es ist u. a. möglich, einfache Keilflächen vorzusehen, die mit Laufrollen oder ähnlichen Anschlägen, die im Abstand von der Schwenkachse des Flügels angebracht sind, Zusammenwirken und nach einer kurzen Schiebebewegung den Flügel nach innen ablenken, so daß er um seine Schwenkachse schwenkt und die Faltverstellung einleitet. Andere Möglichkeiten bestehen in der Anordnung von zusätzlichen Lenkern, die außerhalb des Torseitenrandes gelagert und unter einem Anstellwinkel zu den Führungen angeordnet sind, so daß sie bei einer Schiebeverstellung des Tores keine Totpunktlage zu den Flügeln einnehmen können. Eine Anlaufstrecke, die eine einfache Verschiebung der Torflügel am Beginn der Öffnungsbewegung bzw. am Ende der Schließbewegung zuläßt, kann hier durch ein Langloch oder eine ähnliche konstruktive Maßnahme bei der Verbindung zwischen dem Lenker und dem festen Gegenstück am 3 AT 003 075 Ul
Torflügel vorgesehen werden. Eine ebenfalls denkbare Unterstützung der Einleitung der Schwenkbewegung durch auf die Torflügel wirkende Abstoßfedern, über Seilzüge wirkende Gewichte od. dgl. hätte allerdings den Nachteil, daß dabei die von diesen Teilen ausgeübte Kraft beim Schließen des Tores zusätzlich überwunden werden muß.
Erfindungsgemäß wird deshalb derzeit eine Ausgestaltung bevorzugt, nach der die Zwangsführung aus einer Kulissenführung für einen innen-oben am Torflügel mit Abstand von seiner Lagerung angebrachten, zusätzlichen Führungsrolle besteht. Die Anordnung der Zwangsführung im oberen Bereich ergibt im Gegensatz zu einer unteren Anordnung keine Stolperstellen und die Kulissenführung kann einfach am Torrahmen befestigt sein. Vorteilhaft ist eine Weiterbildung, bei der die Kulissenführung von einer kurzen, mit der Führungsrolle bei geschlossenem Tor zusammenwirkenden, zur oberen Führungsschiene parallelen Einlaufstrecke im Bogen in die in die Faltstellung leitende Führungskurve übergeht. Die Einlaufstrecke gewährleistet, daß die beiden Torflügel die Schließstellung sicher in Fluchtlage (also nicht leicht eingeknickt) erreichen, wobei sogar durch die Einlaufstrecke die Möglichkeit besteht, die Torflügel unmittelbar vor Erreichen der Schließlage gegen vorhandene Dichtungen zusätzlich anzudrücken.
Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes entnimmt man der nachfolgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht. Es zeigen
Fig. 1 zur Erläuterung des Bewegungsablaufes eine schematische Draufsicht auf ein eingebautes Schiebefalttor, wobei der besseren Übersichtlichtkeit halber die oberen Führungsschienen und -rollen weggeiassen sowie die Schließstellung des Tores in vollen Linien, eine Zwischenstellung strichpunktiert und die volle Öffnungsstellung strichliert angedeutet wurde, und Fig. 2 einen Längsschnitt durch den in der Schließstellung befindlichen, hier am Rand der Toröffnung gelagerten Flügel.
Anschließend an eine Toröffnung 1 ist im Einbaubereich eines Gebäudes eine Nische 2 vorhanden. Ein auf diese Nische 2 zu zu öffnendes Schiebefalttor besitzt zwei Flügel 3,4. Ein größeres Tor könnte spiegelbildlich symmetrisch zum dargestellten Tor durch zwei weitere nach der anderen Torseite zu öffnende Flügel ergänzt sein. Die beiden 4 AT 003 075 Ul
Torflügel 3, 4 sind untereinander über Schwenkgelenke 5 einfaltbar verbunden. Jeweils im Bereich der freien Seitenränder sind die Flügel 3, 4 oben und unten mit Führungseinheiten 6, 7 geführt. Die obere Führungseinheit 6 besteht dabei aus um horizontale Achsen drehbaren Stützrollen 8, die auf einer Führungsschiene 9 des Torrahmens abgestützt sind und aus einer um eine vertikale Achse drehbaren Leitrolle 10. Die untere Führungseinheit 7 wird von einer in eine Bodenschiene 11 eingreifenden um eine vertikale Achse drehbaren Führungsrolle 12 gebildet. Die Führungsschienen 9, 11 sind in die Nische 2 hinein, also über den Rand der Toröffnung 1 hinaus verlängert. Soweit bisher beschrieben wurde, hat das Tor mit Ausnahme der verlängerten Führungsschienen 9, 11 den herkömmlichen Aufbau eines Faltschiebeto-res.
Erfindungsgemäß trägt der Torflügel 4 mit Abstand von seinen Führungseinheiten 6, 7 oben an einer Achse 13 eine weitere Führungsrolle 14, die in eine als Führungsschiene ausgebildete Kulissenführung 15 eingreift. Bei geschlossenem Tor liegt die Führungsrolle 14 in einer zu den Führungsschienen 9,11 parallelen Anlaufstrecke 16 der Kulissenführung 15, so daß die Torflügel 3, 4 zusätzlich in der Schließstrecklage zueinander gehalten werden. Wird nun das Tor geöffnet, also eine Antriebskraft in Richtung der Führungsschienen 9, 11 (meist vom linken Rand des Torflügels 3 aus) ausgeübt, so werden die beiden Flügel 3, 4 zunächst um den durch die Anlaufstrecke 16 bestimmten Weg noch in der Strecklage verschoben. Die Anlaufstrecke 16 geht im Bogen in die einen Gegenbogen bildende Kulissenführung 15 über und zwingt den Torflügel 4 und damit den mit ihmverbundenen Flügel 3 zur Einleitung einer Schwenkbewegung, bei der die Schwenkachsen im Bereich der Führungseinheiten 6, 7 ebenfalls wirksam werden, so daß die Torflügel über die strichpunktiert dargestellte Zwischenlage schließlich in die strichliert angedeutete Endfaltstellung gelangen, in der sie in die Nische 2 ausgeschoben sind. Dabei verhindert die Kulissenführung 15 auch ein zu weites Einschieben des Außenrandes des Faltflügels 4 in die Nische 2. Die Schließverstellung geht in umgekehrter Reihenfolge vor sich. 5

Claims (3)

  1. AT 003 075 Ul Ansprüche: 1. Schiebefalttor mit zwei Faltflügeln, die im Bereich ihrer freien Seitenränder mit Laufrollen an oberen und unteren Führungen, insbesondere Führungsschienen, geführt und dort schwenkbar gelagert sowie an den zueinander weisenden Rändern untereinander nach der einen Torseite faltbar gelenkig verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungen (9, 11) an der Einfaltseite über den Rand der Toröffnung (1) und des geschlossenen Tores (3, 4) verlängert sind und für den in der Schließstellung in diesem Bereich des Tores gelagerten Flügel (4) eine zusätzliche Zwangsführung (14, 15, 16) vorgesehen ist, die ihn und damit den mit ihm verbundenen zweiten Flügel (3) beim öffnen des Tores in die Faltstellung leiten, in der die Flügel (3, 4) zugleich entlang der verlängerten Führungen (9, 11) über den Rand der Toröffnung ausgeschoben sind.
  2. 2. Schiebefalttor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwangsführung aus einer Kulissenführung (15,16) für einen innen-oben am Torflügel (4) mit Abstand von seiner Lagerung (6, 7) angebrachten, zusätzlichen Führungsrolle (14) besteht.
  3. 3. Schiebefalttor nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kulissenführung (15) von einer kurzen, mit der Führungsrolle (14) bei geschlossenem Tor zusammenwirkenden, zur oberen Führungsschiene (9) parallelen Einlaufstrecke (16) im Bogen in die in die Faltstellung leitende Führungskurve übergeht. 6
AT76898U 1998-11-18 1998-11-18 Schiebefalttor AT3075U1 (de)

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