AT3107U1 - Abstiegshilfe zur personenrettung aus hohen gebäuden - Google Patents
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Abstract
Eine Abstiegshilfe zur Personenrettung aus hohen Gebäuden besteht aus einem nach Art einer Enternetzes besteigbaren, der Fassade eines Gebäudes vorhängbaren Rettungsnetz (4), das im Einsatzfall vor Notausstiegen (7), z. B. Fenstern oder Balkonen des Gebäudes (1), herabhängt und über wenigstens einen Teil der Fassadenbreite nach unten bis zum Boden bzw. dem Eintrittsbereich (2) eines möglichen Fluchtweges reicht.
Description
<Desc/Clms Page number 1> Die Erfindung betrifft eine Abstiegshilfe zur Personenrettung aus hohen Gebäuden. Derartige Abstiegshilfen sind an sich in Form von Feuerleitern bekannt, werden aber aus Kostengründen und wegen der durch sie bedingten Verunstaltung der Fassaden, zumindest im Wohnbau, kaum eingesetzt. Das Heranfahren von Feuerwehrleitem erfordert verkehrsbedingt oft zu lange Zeit und es ist keineswegs sicher, dass vorhandene Feuerwehrleitern tatsächlich bis zu den oberen Etagen höherer Gebäude reichen. Im Brandfall kommt es immer wieder vor, dass Personen aus höheren Stockwerken in Panik aus Notausstiegen, z. B. Fenstern, herausspringen und sich dabei zumindest schwer verletzen. Aufgabe der Erfindung ist demnach die Schaffung einer einfachen, aber wirksamen Abstiegshilfe, die rasch und problemlos zum Einsatz gebracht werden kann und nicht nur einen sicheren Abstieg an von Rauch- und Flammenentwicklung noch freien Teilen des Gebäudes ermöglicht, sondern auch psychologisch auf die zu rettenden Personen einwirkt und sie an Panikreaktionen hindert. Eine die gestellte Aufgabe lösende Abstiegshilfe ist durch ein nach Art einer Entemetzes besteigbares, der Fassade eines Gebäudes vorhängbares Rettungsnetz gekennzeichnet, das im Einsatzfall vor Notausstiegen, z. B. Fenstern oder Balkonen des Gebäudes, herabhängt und über wenigstens einen Teil der Fassadenbreite nach unten bis zum Boden bzw. dem Eintrittsbereich eines möglichen Fluchtweges reicht. Ein derartiges Netz ist entsprechend grobmaschig. Die Maschengrösse muss nur <Desc/Clms Page number 2> gewährleisten, dass herabsteigende oder in das Netz springende Personen nicht durch die Maschenöffnungen durchfallen können. Besonders bei grösseren Gebäuden wird man mehrere, je nur über einen Teil der Fassadenbreiten reichende Rettungsnetze vorsehen. Eine grösstmögliche Sicherheit wird erzielt, wenn das bzw. die Rettungsnetze in zusammengelegtem bzw. aufgerollte Zustand am bzw. im Gebäude, z. B. auf einem Flachdach, gelagert und mit dem oberen Rand fest verankert sind, so dass sie im Brandfall sofort zur Verfügung stehen. Dabei kann man die Sicherheit dadurch erhöhen, dass Fernsteuereinrichtungen und von ihnen betätigte Antriebe vorgesehen werden, über die das Vorhängen der Netze vor die Fassade gesteuert und durchgeführt wird. Eine vorteilhafte Ausgestaltung ergibt sich dabei dadurch, dass das aufgerollte Rettungsnetz an Schwenkarmen gehalten ist, so dass es vor die Fassade des Gebäudes ausgeschwenkt und dann abgewickelt werden kann. Es ist dabei auch möglich, bei aufgerollten Netzen entsprechend starke Antriebe bzw. zumindest Abrollbremsen vorzusehen, um die Abro11geschwindigkeit auch dann in einem erträglichen Mass zu halten, wenn während des Abrollvorganges bereits eine oder mehrere Personen, z. B. aus den obersten Stockwerken, das Netz benützen. Bei Gebäuden, die nicht von Haus aus mit der erfindungsgemässen Abstiegshilfe ausgestattet sind, können solche Abstiegshilfen trotzdem zum Einsatz gebracht werden, wenn das Rettungsnetz zu einem für den Hubschraubertransport geeigneten Paket zusammenlegbar bzw. aufwickelbar ist und im oberen Randbereich eine Aussteifung aufnimmt, so dass es mittels des Hubschraubers auch in entfalteter bzw. abgerollter Schutzstellung an ein Gebäude herangebracht werden kann. Der Hubschrauber kann hier das Netz während des Personenabstieges festhalten, wobei sich der Vorteil ergibt, dass durch den vom Rotor erzeugten Wind Rauch aus dem durch das Netz gegebenen Abstiegsbereich weggeblasen wird. Selbstverständlich sind auch Ausführungen möglich, bei denen im Dachbereich des Gebäudes oder an Balkonen Halterungen, z. B. hinreichend feste Vorsprünge, vorhanden sind, an denen sich das Netz mit seinen oberen Maschen oder eigenen Krallen oder Ankern verfängt, so dass es vom Hubschrauber freigegeben werden kann. Auch eine Ausführung, bei der das Netz von der einen Fassadenseite Ober das Dach bis über die entgegengesetzte Fassadenseite verlegt wird, ist möglich. <Desc/Clms Page number 3> Weitere Einzelheiten des Erfindungsgegenstandes entnimmt man der nachfolgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise äusserst schematisch veranschaulicht. Es zeigen Fig. 1 ein Gebäude mit am Gebäude angebrachten erfindungsgemässen Abstiegs- hilfen, Fig. 2 das Gebäude nach Fig. 1 beim Anbringen einer Abstiegshilfe mittels eines Hubschraubers und Fig. 3 eine Vorderansicht des Gebäudes nach Fig. 1, wobei nur eine Abstiegshilfe in der Schutzstellung gezeigt ist. Ein mehrstöckiges Gebäude 1 ist unten durch einen Absatz 2 verbreitert, der, z. B. bei Grosswohnbauten, Geschäfte oder ähnliche Einrichtungen aufnimmt und im Brandfall als Fluchtweg zu einem nicht dargestellten Abstieg verwendet werden kann. Nach Fig. 1 und 3 sind am flachen Dach 3 des Gebäudes grossmaschige Rettungsnetze 4 verstaut. Diese Netze 4 sind auf Wickelkörper 5 aufgewickelt, die ihrerseits an Schwenkarmen 6 befestigt werden. In der Ruhestellung, die in Fig. 1 rechts und in Fig. 3 in den beiden rechten Dritteln des Gebäudes gezeigt wurde, liegen die aufgewickelten Netze 4 mit ihren Wickelkörpern bei eingeschwenkten Armen 6 am Dach 3 auf. Im Einsatzfall werden die Wickelkörper 5 mit den Netzen 4 ausgeschwenkt, so dass sie, wie in Fig. 1 links veranschaulicht wurde und auch aus Fig. 3 am linken Drittel des Gebäudes ersichtlich ist, vor den hier die Notausstiege bildenden Fenstern 7 des Gebäudes herabhängen. Die aus den vom Netz 4 abgedeckten Fenstern aussteigenden Personen können am Netz 4 bis zum Fluchtweg 2 herabklettern. Fig. 2 zeigt, dass ein entsprechend modifiziertes Netz 4a auch mittels eines Hubschraubers 8 an das Gebäude 1 herangebracht und während des Abstieges der Personen entweder vom Hubschrauber 8 festgehalten oder am Gebäude verankert werden kann.
Claims (5)
- Ansprüche : 1. Abstiegshilfe zur Personenrettung aus hohen Gebäuden, gekennzeichnet durch ein nach Art einer Enternetzes besteigbares, der Fassade eines Gebäudes vorhängbares Rettungsnetz (4,4a), das im Einsatzfall vor Notausstiegen (7), z. B. Fenstern oder Balkonen des Gebäudes (1), herabhängt und über wenigstens einen Teil der Fassadenbreite nach unten bis zum Boden bzw. dem Eintrittsbereich (2) eines möglichen Fluchtweges reicht.
- 2. Abstiegshilfe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere, je nur über einen Teil der Fassadenbreiten reichende Rettungsnetze (4) vorgesehen sind.
- 3. Abstiegshilfe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das bzw. die Rettungsnetze (4) in zusammengelegtem bzw. aufgerollte Zustand am bzw. im Gebäude (1), z. B. auf einem Flachdach (3), gelagert und mit dem oberen Rand fest verankert sind.
- 4. Abstiegshilfe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das aufgerollte Rettungsnetz (4) an Schwenkarmen (6) gehalten ist, so dass es vor die Fassade des Gebäudes (1) ausgeschwenkt und dann abgewickelt werden kann.
- 5. Abstiegshilfe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Rettungsnetz (4a) zu einem für den Hubschraubertransport geeigneten Paket zusammenlegbar bzw. aufwickelbar ist und im oberen Randbereich eine Aussteifung aufnimmt, so dass es mittels des Hubschraubers (8) auch in entfalteter bzw. abgerollter Schutzstellung an ein Gebäude (1) herangebracht werden kann.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| AT0037198U AT3107U1 (de) | 1998-06-04 | 1998-06-04 | Abstiegshilfe zur personenrettung aus hohen gebäuden |
Applications Claiming Priority (1)
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| AT0037198U AT3107U1 (de) | 1998-06-04 | 1998-06-04 | Abstiegshilfe zur personenrettung aus hohen gebäuden |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT3107U1 true AT3107U1 (de) | 1999-10-25 |
Family
ID=3488827
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| AT0037198U AT3107U1 (de) | 1998-06-04 | 1998-06-04 | Abstiegshilfe zur personenrettung aus hohen gebäuden |
Country Status (1)
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|---|---|
| AT (1) | AT3107U1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2465582A3 (de) * | 2010-12-15 | 2013-07-17 | Robert Marcus | Durch eine Drohne gelieferte einsetzbare Ablassvorrichtung |
| US8590828B2 (en) | 2010-02-24 | 2013-11-26 | Robert Marcus | Rotocraft |
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1998
- 1998-06-04 AT AT0037198U patent/AT3107U1/de not_active IP Right Cessation
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US8590828B2 (en) | 2010-02-24 | 2013-11-26 | Robert Marcus | Rotocraft |
| US8973862B2 (en) | 2010-02-24 | 2015-03-10 | Robert Marcus | Rotocraft |
| EP2465582A3 (de) * | 2010-12-15 | 2013-07-17 | Robert Marcus | Durch eine Drohne gelieferte einsetzbare Ablassvorrichtung |
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