AT311556B - Verfahren zur Herstellung von 6-Aminopenicillansäure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 6-Aminopenicillansäure

Info

Publication number
AT311556B
AT311556B AT425072A AT425072A AT311556B AT 311556 B AT311556 B AT 311556B AT 425072 A AT425072 A AT 425072A AT 425072 A AT425072 A AT 425072A AT 311556 B AT311556 B AT 311556B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
water
enzyme
deacylase
preparation
aminopenicillanic acid
Prior art date
Application number
AT425072A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Beecham Group Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Beecham Group Ltd filed Critical Beecham Group Ltd
Priority to AT425072A priority Critical patent/AT311556B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT311556B publication Critical patent/AT311556B/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D499/00Heterocyclic compounds containing 4-thia-1-azabicyclo [3.2.0] heptane ring systems, i.e. compounds containing a ring system of the formula:, e.g. penicillins, penems; Such ring systems being further condensed, e.g. 2,3-condensed with an oxygen-, nitrogen- or sulfur-containing hetero ring
    • C07D499/21Heterocyclic compounds containing 4-thia-1-azabicyclo [3.2.0] heptane ring systems, i.e. compounds containing a ring system of the formula:, e.g. penicillins, penems; Such ring systems being further condensed, e.g. 2,3-condensed with an oxygen-, nitrogen- or sulfur-containing hetero ring with a nitrogen atom directly attached in position 6 and a carbon atom having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. an ester or nitrile radical, directly attached in position 2
    • C07D499/42Compounds with a free primary amino radical attached in position 6

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Preparation Of Compounds By Using Micro-Organisms (AREA)
  • Immobilizing And Processing Of Enzymes And Microorganisms (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von 6-Aminopenicillansäure unter Verwendung von Enzymzubereitungen, u. zw. von solchen aus Deacylaseenzymen, welche die Amidbindung in Penicillinen spalten. 



   Ziel der Erfindung ist somit die Herstellung von 6-Aminopenicillansäure unter Anwendung von wasserunlöslichen Enzymzubereitungen, die aus einem Reaktionsmedium zur Wiederverwendung gewonnen werden können und eine zweckmässige Form zum Lagern und Transportieren des Enzyms darstellen. Auch wenn 6-Aminopenicillansäure unter Anwendung der Zubereitungen hergestellt wird, ist sie reiner als bei Verwendung von wasserlöslicher Penicillindeacylase, da Spuren des Enzyms selbst im Produkt gewöhnlich nicht vorhanden sind. 



   Weiterhin kann die Enzymzubereitung für die enzymatische Trennung bestimmter   N-Acyl-Dl-Aminosäuren   verwendet werden. 



   Die erfindungsgemäss eingesetzten wasserunlöslichen Enzymzubereitungen weisen ein Deacylaseenzym, das bekanntlich die Amidbindung in Penicillinen spaltet, mittels eines wasserlöslichen Dialdehyds an ein im nachstehenden definiertes wasserunlösliches Absorptionsmittel gebunden, auf. 



   Vorzugsweise wird das Deacylaseenzym aus Bakterien, wie Stämmen von Escherichia coli, wenn es zum Spalten von Benzylpenicillin in 6-Aminopenicillansäure verwendet wird, oder beispielsweise aus Pilzen und Actinomyceten, wenn es zum Spalten von Phenoxymethylpenicillin verwendet wird, erhalten. 



   Vorzugsweise ist der wasserlösliche Dialdehyd Glyoxal oder Glutaraldehyd. 



   Das wasserunlösliche Absorptionsmittel ist vorzugsweise ein fein zerteiltes Polymermaterial, da dann die Enzymzubereitung besser wirksam ist. Das wasserunlösliche Absorptionsmittel muss derartige Eigenschaften aufweisen, dass mindestens 25 g der Endenzymzubereitung, wenn sie in eine   30, 4 X 2, 43   cm Säule gepackt ist, 5   ml/h   einer 0, 5% G/V wässerigen DL-Phenylacetamid-p-hydroxyphenylglycin-Lösung mit einer Wirksamkeit von mindestens 90% nach mindestens 12 h bei   370C   lösen. Weiterhin müssen mindestens 50 g der Enzymzubereitung in einem gerührten Reaktor mindestens 70% des Kaliumbenzylpenicillins in 100 ml einer   1% G/V   wässerigen Lösung bei einem PH-Wert von 7, 8 nach 6 h bei 370C in 6-Aminopenicillansäure umwandeln. 



   Geeignete Absorptionsmittel sind Zellulosepulver und verschiedene Zellulosederivate, Ionenaustauscherharze, Silikagel, kolloidales Siliziumoxyd und Polymermaterialien. 



   Ein besonders geeignetes Polymermaterial ist Nylon, vorzugsweise in fein zerteilter Form. Eine bevorzugte 
 EMI1.1 
 500   Grammäquivalente/l06   g. Das Nylon kann teilweise hydrolysiert sein, beispielsweise mit verdünnter Mineralsäure, um die Anzahl an freien Aminogruppen zur Bindung an das Enzym durch den Dialdehyd zu erhöhen. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung der 6-Aminopenicillansäure besteht darin, dass Benzylpenicillin oder ein Salz hievon in wässeriger Lösung mit einer wasserunlöslichen Enzymzubereitung, hergestellt durch Inberührungbringen eines wasserunlöslichen Absorptionsmittels, in feinzerteilter Form, wie ein Zellulosepulver oder Zellulosederivat, ein Ionenaustauscherharz, Silikagel, kolloidales Siliziumoxyd oder ein Polymermaterial, vorzugsweise Nylon, mit einer Penicillindeacylase, vorzugsweise ein Deacylaseenzym aus Bakterien, insbesondere Escherichia coli, und mit einem wasserlöslichen Dialdehyd, wie Glutaraldehyd oder Glyoxal, in wässeriger Lösung, vorzugsweise mit einem pH-Wert von 5 bis 9, behandelt wird. 



   Das wasserabsorbierende Material kann zuerst mit der Deacylase oder mit dem Dialdehyd oder mit beiden gleichzeitig in Berührung gebracht werden. 



   Wenn das Absorptionsmittel zuerst mit dem Enzym in wässeriger Lösung in   Berührung   gebracht wird, ist für eine gute Absorption eine Verweilzeit von 12 bis 24 h erwünscht. Dann wird das Produkt gewöhnlich während 1 bis 24 h bei 0 bis   300C   mit dem Dialdehyd in Berührung gebracht. Wenn das Absorptionsmittel zuerst mit dem Dialdehyd und dann mit dem Enzym oder mit beiden gleichzeitig in Berührung gebracht wird, ist ähnlich eine verlängerte Berührungszeit erwünscht. Das feste Produkt kann mit Wasser zur Entfernung von nicht gebundenem Protein und nicht reagiertem Glutaraldehyd gewaschen werden. 



   Wenn der Träger keine chemischen Gruppen aufweist, die imstande sind, mit dem Dialdehyd zu reagieren, werden die absorbierten Enzymmoleküle miteinander durch den Dialdehyd vernetzt. Wenn der Träger Gruppen enthält, die mit dem Dialdehyd reagieren können, tritt zusätzlich zur Vernetzung der Enzymmoleküle miteinander durch den Dialdehyd eine mehrfache Vernetzung der Enzymmoleküle mit dem Träger auf. 



   Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung näher erläutern, ohne dass sie jedoch hierauf beschränkt sein soll. 



    Beispiel l :    al) Eine teilweise gereinigte Zubereitung von Penicillindeacylase wurde hergestellt, indem das Enzym aus den Zellen eines Penicillindeacylase erzeugenden Stammes von Escherichia coli NC 1B 8743 auf mechanische Weise in einem Homogenisator freigesetzt, zentrifugiert, die überstehende Flüssigkeit mit Ammoniumsulfat bis zu   40% niger   Sättigung behandelt, der Niederschlag verworfen, weiteres Ammoniumsulfat bis zu 75%iger Sättigung zugesetzt, der Niederschlag gesammelt und in Wasser gelöst, dann gegen Wasser dialysiert und schliesslich gefriergetrocknet wurde. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



  Glutaraldehyd wurde bis 5% (G/V) zugesetzt und die Mischung 30 min lang gerührt.   2, 5   g teilweise gereinigte Penicillinacylase wurden dann zugesetzt und die Mischung 2 h lang gerührt. Das feste Produkt wurde dann durch Filtrieren isoliert und durch das in Beispiel 2a beschriebene Verfahren gewaschen. b) 20 g des behandelten Enzyms wurden verwendet, um   100 ml   einer 2% G/V Kaliumbenzylpenicillinlösung in 2 h bei PH 7, 8 und   370C   enzymatisch zu deacylieren. In zwei aufeinanderfolgenden Versuchen wurden 95% des Substrats in 6-Aminopenicillansäure umgewandelt. 



   Beispiel 7 : a) Das in Beispiel 5a beschriebene Verfahren wurde wiederholt, wobei Aminoäthylzellulose als Träger an Stelle von Diäthylaminoäthylzellulose verwendet wurde. b) 20 g der Zubereitung wurden verwendet, um 100 ml einer 1% G/V Kaliumbenzylpenicillinlösung in 2 h 
 EMI3.1 
 Substrats in 6-Aminopenicillansäure umgewandelt. 



   Beispiel 8 : a)   2 g Nylon (Teilchengrösse   53 bis   75,Lt ; 472 Grammäquivalente NH2 Gruppen/106 g)   wurden mit 200 ml Enzymlösung (hergestellt durch Lösen von 240 mg Enzym, hergestellt wie in Beispiel la, beschrieben, in 
 EMI3.2 
 lang gerührt. Der Feststoff wurde durch Zentrifugieren gesammelt und gut mit Wasser gewaschen. 



   Die Wirksamkeit der festen Enzymzubereitung bei Verwendung von Phenylacetamid als Substrat betrug   13, 950 Mol/h/g.   b) 4 g feste Enzymzubereitung, hergestellt wie oben beschrieben, wurden verwendet, um 750 ml 15 mM Lösung von Benzylpenicillin in   0, 05 M Natriumphosphatpuffer   bei PH 8 und   370C   zu trennen. Nach 17 min hatten sich 70% des Substrats in 6-Aminopenicillansäure, nach 25 min 90% und nach 33 min 95% umgewandelt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : EMI3.3 Benzylpenicillin oder ein Salz hievon in wässeriger Lösung mit einer wasserunlöslichen Enzymzubereitung, hergestellt durch Inberührungbringen eines wasserunlöslichen Absorptionsmittels, in fein zerteilter Form, wie ein Zellulosepulver oder Zellulosederivat, ein Ionenaustauscherharz, Silikagel, kolloidales Siliziumoxyd oder ein Polymermaterial, vorzugsweise Nylon, mit einer Penicillindeacylase, vorzugsweise ein Deacylaseenzym aus Bakterien, insbesondere Escherichia coli, und mit einem wasserlöslichen Dialdehyd, wie Glutaraldehyd oder Glyoxal, in wässeriger Lösung, vorzugsweise mit einem PH-Wert von 5 bis 9, behandelt wird.
AT425072A 1971-08-26 1971-08-26 Verfahren zur Herstellung von 6-Aminopenicillansäure AT311556B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT425072A AT311556B (de) 1971-08-26 1971-08-26 Verfahren zur Herstellung von 6-Aminopenicillansäure

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT425072A AT311556B (de) 1971-08-26 1971-08-26 Verfahren zur Herstellung von 6-Aminopenicillansäure
AT425071 1971-08-26

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT311556B true AT311556B (de) 1973-11-26

Family

ID=25600981

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT425072A AT311556B (de) 1971-08-26 1971-08-26 Verfahren zur Herstellung von 6-Aminopenicillansäure

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT311556B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2927733C2 (de) Cyclodextrin-Polyvinylalkohol-Polymere und Verfahren zu deren Herstellung
DE69024812T2 (de) Verfahren zur hydrolyse von hemizellulose durch immobilisierte enzyme und ein produkt bestehend aus einem immobilisierten hemizellulytischen enzym
DE2915135C2 (de)
DE3515252C2 (de) Verfahren zur Immobilisierung gelöster Eiweißstoffe
DE3519011A1 (de) Verfahren zur herstellung eines materials zur affinitaetschromatographie
DE2552510C3 (de) Biologisch aktive Verbindungen und Verfahren zu ihrer Herstellung
US3883394A (en) Water-insoluble penicillin acylase
DE2805950C2 (de) Trägermaterial für das Unbeweglichmachen von Enzymen
DE69522564T2 (de) Alkalibeständiges proteinadsorbens
DE2727143A1 (de) Verfahren zur herstellung poroeser stoffe
DE2321784C2 (de) Verfahren zur Herstellung von vernetzten Gelose- oder Agarose-Gelen sowie deren Verwendung
AT311556B (de) Verfahren zur Herstellung von 6-Aminopenicillansäure
EP0141223B1 (de) Verfahren zur Herstellung einer immobilisierten Acylase und ihre Verwendung
DE2823353A1 (de) Verfahren zum reinigen von urokinase
DE2143062C2 (de) Wasserunlösliches Enzympräparat für die Gewinnung von 6-Aminopenicillansäure aus Benzylpenicillin oder einem Salz dieses Penicillins und Verfahren zu seiner Herstellung
DE3922278C2 (de) Verfahren zur herstellung von freiem (epsilon)-polylysin
DE2459350A1 (de) Wasserunloesliches enzympraeparat, verfahren zu seiner herstellung und seine verwendung
DE1966427C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 6-AminopenicUlansäure
DE3005633C2 (de) Verfahren zur Herstellung von perlförmigen Biokatalysatoren mit extrem empfindlicher enzymatisch aktiver Substanz
EP0034293B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Biokatalysatoren mit hoher mechanischer Festigkeit und hoher Beladung an enzymatisch aktiver Substanz und perlförmiger Biokatalysator
DE2632212C3 (de) Verfahren zur Gewinnung von Urokinase
DE2818086C2 (de) Trägermaterial zum Unbeweglichmachen von Enzymen und Verfahren zu dessen Herstellung
DE2724081A1 (de) Immobilisierte, nicht-spezifische proteasen und verfahren zu deren herstellung
DE3224024C2 (de) Verfahren zur Immobilisierung von Glucoseisomerase und immobilisiertes Glucoseisomerase-System
EP0033397A1 (de) Verfahren zur Herstellung von mechanisch und chemisch stabilen porösen Biokatalysatoren mit hoher enzymatischer Aktivität

Legal Events

Date Code Title Description
ELA Expired due to lapse of time