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Die Erfindung bezieht sich auf eine Einspritzpumpe für Mehrzylinder-Brennkraftmaschinen mit einigen Einspritzeinheiten, bestehend aus Paaren gegenläufiger, in einem Drehkörper nebeneinander gelagerter Kolben sowie einem Kraftstoffverteiler für die einzelnen Zylinder und mit inneren Vorsprüngen ausgebildeten Nockenringe zur Bewegung der Kolben in stets gleichen Höhen.
Bekannt sind Einspritzpumpe mit Rotationsverteiler, die zwei Pumpeneinheiten enthalten, wobei jede dieser Einheiten ganz selbständig und unabhängig von der andern arbeitet. Jede Einheit befördert Kraftstoff zu den Einspritzdüsen einer Hälfte der Motorzylinder, u. zw. die eine Einheit in die geraden Zylinder und die andere in die ungeraden Zylinder. Beide Pumpeneinheiten arbeiten mit um 900 versetzter Bahn der Nockenringe auf dieselbe Weise und verdrängen bei jedem Arbeitshub immer dieselbe Kraftstoffmenge. Zu diesem Zwecke sind beide Nockenringe mit einem Stift verbunden und drehen sich bei der Regulierung gemeinsam.
Bekannt sind ferner Kraftstoffeinspritzpumpen mit zwei Pumpeneinheiten, wobei aber jede dieser Einheiten eine andere Aufgabe erfüllt. Die Haupt-Pumpeneinheit liefert den Kraftstoff zu den Einspritzdüsen der Brennkraftmaschine und die zweite regulierende Einheit lenkt durch ihre Kraftstoffverdrängung einen verschiebbaren Kolbenschieber, der früher oder später die Umlauföffnung für die Hauptpumpeneinheit abdeckt.
Dadurch wird die zum Saugen zurückgeführte Kraftstoffmenge und dadurch auch die zu den Düsen verdrängte Kraftstoffmenge gesteuert. Der Augenblick der Freigabe der Umlauföffnung ist durch das Aufdrehen des Nockenringes gegeben, womit sich der Zeitpunkt der Verdrängung der regulierenden Einheit mit Rücksicht auf den Anfang der Verdrängung der Hauptpumpeneinheit ändert bzw. an welcher Stelle ihres Verdrängungsverlaufes die regulierende Pumpeneinheit die entsprechende Kraftstoffmenge in das überströmventil befördert. Die Verdrängung der Hauptpumpeneinheit ist nicht änderbar, weil der Nockenring mit dem Pumpenkörper durch einen Stift fest verbunden ist.
Eine weitere bekannte Ausführungsform ist eine Einspritzpumpe mit einer einzigen Einspritzeinheit mit gegenläufigen Kolben. Bei einer Variante dieser Ausführung ist einer der Kolben stillgelegt. Der Nullhub wird dadurch vollführt, dass durch Vermittlung eines Bügels die konzentrische Kreisbahn mit der Rotorachse nachfolgt, wobei sich diese Kreisbahn auf beiden Seiten des Nockenringes befindet. An der Verdrängung der Kraftstoffmenge beteiligt sich nur ein einziger Kolben, welcher der Nockenbahn des Ringes nachfolgt, der zweite Kolben dient nur zum Ausgleich der inneren Kräfte.
Diese bekannten Einspritzpumpen weisen verschiedene Nachteile auf. Die Regulierung der dosierten Kraftstoffmenge durch Änderung der Kolbenhübe erfordert komplizierte Mechanismen zur Begrenzung der äusseren Kolbenlage, was ausserdem zu einer aufwendigen Konstruktion mit grosser Masse der schwingenden Bestandteile führt, was sich durch gesteigerte Belastung der Berührungsflächen der Kolbenführungen und Nocken auswirkt. Ausserdem sind die Kolbenführungen nicht in ständiger Berührung mit der Nockenbahn des Ringes, was zu Stössen und infolgedessen zu gesteigerter Abnutzung der zusammenwirkenden Berührungsflächen führt.
Die Regulierung der Kraftstoffmenge bei Verwendung eines Entlastungskolbens sichert keine genaue Dosierung im gesamten Bereich der Betriebsdrehzahl, da die innere, veränderliche Totlage des Kolbens, welche durch eine schwache Rückholfeder während des Saughubes der Pumpen-Arbeitszylinder gesichert wird, nicht immer mit Sicherheit erzielt wird. Dies verursacht eine unregelmässige Dosierung sowohl bei den einzelnen Zylindern als auch eine unrichtige Dosierung in bezug auf die Einstellung des Regulators, entsprechend dem Betriebszustand des Motors.
Ziel der Erfindung ist eine Einspritzpumpe der eingangs angeführten Art, welche die erwähnten Nachteile beseitigt, was erfindungsgemäss dadurch erreicht wird, dass zwei mit gleicher Pumpencharakteristik im Drehkörper angeordnete Pumpeneinheiten einen gemeinsamen Pumpenraum haben, der mit einem Axialkanal kommuniziert und zur Bewegung der Kolben Nockenringe vorgesehen sind, die gegenseitig in Umfangsrichtung entweder durch Verdrehung einzelner Ringe oder durch gleichzeitige Verdrehung beider Nockenringe einstellbar sind, wobei ein unterschiedliches Phasenverhältnis der beiden Pumpeneinheiten erzielbar und die resultierende, angesaugte Kraftstoffmenge in den gemeinsamen Verteiler mit Werten von Null bis zu einem Maximum verdrängbar ist.
Nach einem Merkmal der Erfindung enthält jede der beiden im Drehkörper angeordneten Pumpeneinheiten nur je einen Kolben. Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung kann der Drehkörper mit einer ein Paar gegenläufiger Kolben aufweisenden Einspritzeinheit versehen sein, wobei ein Kolben durch einen einfachen Nockenring und der zweite Kolben durch einen doppelten Nockenring betätigbar ist, dessen Teile zu beiden Seiten des Mittelringes angeordnet sind.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand einiger Ausführungsbeispiele, die in den Zeichnungen schematisch dargestellt sind, näher erläutert. In diesen zeigt Fig. 1 einen Längsschnitt durch die Pumpe, deren rotierender Körper teilweise in Ansicht gezeigt ist, Fig. 2 einen Querschnitt durch die Pumpe nach der Linie II-II in Fig. l, Fig. 3 eine andere Anordnung des rotierenden Körpers im Längsschnitt, Fig. 4 in Ansicht eine unterschiedliche Anordnung eines Nockenringes und Fig. 5 den Pumpenmechanismus mit einer Pumpeneinheit im Längsschnitt.
In einem Gehäuse --1-- der Pumpe ist ein Körper --2-- drehbar gelagert, in dessen Kopf-3-- sich zwei zylindrische Querbohrungen-4, 5--befinden, in denen Kolben-6, 7-angeordnet sind, deren prismatische Führungen--8, 9--in Nuten-10-des Körpers-2--geführt werden. Die abgerundeten
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Schneiden --11-- der Führung --8-- folgen der inneren Bahn des Nockenringes --12-- und die abgerundeten Schneiden--13--der Führung--9--folgen der inneren Bahn des Nockenringes-14--. Übereinstimmende innere Bahnen der Nockenringe--12 und 14--werden im Falle einer Pumpenausführung mit einem Vierzylindermotor durch vier Vorsprünge --15-- gebildet.
Die Nockenringe--12, 14--sind in einer zylindrischen Höhlung--16--des Gehäuses--l--
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eingesetzte Stifte-21, 22-gedreht. Die Axiallage des Drehkörpers-2-wird durch eine Backe-23- gesichert, die durch eine elastische Sicherung an eine Abstufung-24-des Körpers-2-angedrückt wird.
In der Achse des Drehkörpers-2-ist ein Kanal --26-- vorgesehen, der beide zwischen den inneren Stirnflächen --27-- der Kolben --6-- und den inneren Stirnflächen-28-der Kolben-7-
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im Schnittpunkt der vier Radialkanäle --31--, deren Mündung mit Saugstutzen--32--, durch den der Kraftstoff zugeführt wird, zusammenarbeitet. Der Axialkanal --26-- ist durch einen Stöpsel--33-- abgeschlossen. Das System der Kanäle--26, 29 und 31--im Schaft des Körpers --2-- und das Kanalsystem - 30 und 32--des Gehäuses--l--bilden einen Kraftstoffverteiler.
Die gemäss Fig. 3 ausgeführte Einspritzpumpe enthält einen Körper --2-- mit zwei Bohrungen--4, 5-und in jeder Bohrung ist je ein Kolben--6, 7--untergebracht. Die prismatischen Führungen--8, 9-- arbeiten mit je einem der Nockenringe--12, 14-- zusammen.
Die Einspritzpumpe gemäss Fig. 5 enthält einen Körper --2-- mit einem Paar gegenlaufender Kolben
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-35, 36--,--40-- des Kolbens-36-weist eine Ausnehmung-42-für den freien Durchgang des Nockenringes --37-- auf, Die Schneide -44-- einer Führung --43-- des Kolbens --35-- weist die gleiche Breite wie der Nockenring --37-- auf.
Zur Drehung der Nockenringe-37 und 38-dienen Stifte-45, 46-, wobei der Stift-46-in eine Brücke-47--eingesetzt ist, welche die beiden Teile des Nockenringes--38--miteinander verbindet.
Die Brücke --47-- geht durch eine Ausnehmung des Nockenringes-37--, deren Breite in der Umfangsrichtung derart gewählt ist, dass ein voller Ausschlag des Nockenringes --38-- gewährleistet ist.
Die erfindungsgemässe Einspritzpumpe ist auch für die unmittelbare Einspritzung des Kraftstoffes in den bei Selbstentzündungsmotoren angewendeten Verbrennungsraum geeignet.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einspritzpumpe für Mehrzylinder-Brennkraftmaschinen mit einigen Einspritzeinheiten, bestehend aus Paaren gegenläufiger, in einem Drehkörper nebeneinander gelagerter Kolben, sowie einem Kraftstoffverteiler für die einzelnen Zylinder und mit inneren Vorsprüngen ausgebildete Nockenringe zur Bewegung der Kolben in stets
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Drehkörper (2) angeordnete Pumpeneinheiten einen gemeinsamen Pumpenraum haben, der mit einem Axialkanal (26) kommuniziert und zur Bewegung der Kolben (6,7) Nockenringe (12,14) vorgesehen sind, die gegenseitig in Umfangsrichtung entweder durch Verdrehung einzelner Ringe oder durch gleichzeitige Verdrehung beider Nockenringe (12,14) einstellbar sind, wobei ein unterschiedliches Phasenverhältnis der beiden Pumpeneinheiten erzielbar und die resultierende, angesaugte Kraftstoffmenge in den gemeinsamen Verteiler (26,29, 30,31, 32)
mit Werten von Null bis zu einem Maximum verdrängbar ist.
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