AT311741B - Axialgleitlager mit nachgebenden Gleitflächen - Google Patents

Axialgleitlager mit nachgebenden Gleitflächen

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AT311741B
AT311741B AT673672A AT673672A AT311741B AT 311741 B AT311741 B AT 311741B AT 673672 A AT673672 A AT 673672A AT 673672 A AT673672 A AT 673672A AT 311741 B AT311741 B AT 311741B
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AT
Austria
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bearing
sliding
ring body
sliding surface
axial
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Application number
AT673672A
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English (en)
Inventor
Dl Schuster H
Original Assignee
Dl Veb Schwermaschb Karl Liebk
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindung betrifft ein Axialgleitlager mit nachgebenden Gleitflächen für hohe Gleitgeschwindigkeiten, bestehend aus einem Ringkörper mit an der Gleitflächenseite aufgebrachter Lagermetall-Gleitschicht, deren jede Gleitfläche eine Keil- und eine Rastfläche besitzt. Aus der deutschen Patentschrift Nr. 298113 ist ein Spurlager bekannt, welches sich unter dem Einfluss der durch die Spurbelastung erzeugten Schmiermitteldrücken elastisch durchbiegt. Diese Lösung soll zum Ausgleich der vorhandenen fertigungs- und montagebedingten Schiefstellungen führen. Die deutsche Patentschrift Nr. 314976 sowie die deutsche   Patentschrift Nr. 832967   zeigen Spurlager bzw. 



  Lagerringe, die aus einem einheitlichen Material bestehen. Die Belastung dieser Lager durch auftretenden Axialschub bewirkt, dass die einzelnen Segmente sich durchbiegen. Damit soll ein idealer Lauf der Welle und der Aufbau und Erhalt des   Schmierfilmes   erreicht werden. Diese Lager haben aber den Nachteil, dass über dem Umfang gesehen örtliche überlastungen nicht vermieden werden können, weil erfahrungsgemäss eine kräftemässig verursachte Verlagerung nicht zur optimalen Einstellung des Lagers führt. Lagerzusammenbrüche, insbesondere bei hohen Gleitgeschwindigkeiten, ausgehend von dieser   überbelastungsstelle   sind die Folge.

   Die deutsche Auslegeschrift 1065671 zeigt ein Radiallager, welches zur Erzeugung der keilförmigen Schmiertaschen in den nachgehenden Bereichen mit Ausnehmungen versehen ist und zwischen einem inneren und äusseren Ringteil schrägverlaufende Stützrippen besitzt (Fig. 13). 



   Hier erfolgt die Bildung der Schmierkeile durch thermisch bedingte Verformungen des inneren Lagerteiles, wobei die Rastflächen des so entstehenden Mehrgleitflächenlagers ihre Lage zum Gleitpartner nicht verändern. 



  Diese Ausführung hat den Nachteil, dass sich die Schmierkeile erst bilden müssen, um später ihre volle Wirksamkeit zu erreichen. Die Anlaufphase einer so gelagerten Welle ist deshalb immer mit einer Fressgefahr verbunden, eine gezielte örtliche Wirkung, wie sie bei Axiallagern gewünscht wird, ist ebenfalls nicht vorhanden. 



   Der Zweck der Erfindung soll es sein, ein Axialgleitlager zu schaffen, welches herstellungs-, montage- und betriebsbedingte unterschiedliche minimale Schmierspalthöhen der Gleitflächen selbsttätig ausgleicht. 



   Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Axialgleitlager zu entwickeln, welches durch thermisch ausgelöste Verlagerungen der Gleitflächen eine über dem Umfang gleichmässige Aufnahme von Axialkräften auch bei hohen Drehzahlen bzw. hohen Umfangsgeschwindigkeiten ermöglicht, ohne dass die Gefahr der örtlichen überhitzung und dadurch bedingte Fressneigung besteht. 



   Erfindungsgemäss wird die gestellte Aufgabe dadurch gelöst, dass der Ringkörper mit der Lagermetallgleitschicht ein Bimetall bildet, wobei die Dicke der Lagermetallgleitschicht zur Dicke des Ringkörpers bzw. einer Zunge vorzugsweise im Verhältnis   1 : 1   bis   1 ;   2 steht. Ist die Wärmeausdehnungszahl der Lagermetall-Gleitschicht kleiner als die des Ringkörpers, so ist jede Gleitfläche symmetrisch zu ihrer Rastfläche beiderseitig an den Vorsprüngen eines Stützringes abgestützt und gegen Verdrehen mittels Arretierstifte oder Schraubenverbindung gesichert.

   Eine weitere Ausführungsform eines Axiallagers besteht darin, dass bei grösserer Wärmeausdehnungszahl der Lagermetall-Gleitschicht als die des Ringkörpers jede Gleitfläche eine freistehende Zunge bildet und zwischen jeder Zunge ein Schmierölkanal vorhanden ist und ein   Ölzuführungsschlitz   sich über die gesamte radiale Breite der Gleitfläche erstreckt. 



   Die Erfindung soll an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Es   zeigen : Fig. 1   ein abgewickelter Umfangsschnitt eines Lagers mit kleinerer Wärmeausdehnungszahl der Lagermetall-Gleitschicht für eine Drehrichtung der Gegenscheibe. Fig. 2 das gleiche Lager wie in   Fig. l, jedoch für beide Drehrichtungen. Fig. 3   ein Lager mit grösserer Wärmeausdehnungszahl der Lagermetall-Gleitschicht für eine Drehrichtung. Fig. 4 eine Draufsicht nach Fig. 3. 



   In   Fig. 1   ist ein Axial-Gleitlager für eine bestimmte   Drehrichtung --12-- einer   Gegenscheibe im abgewinkelten Umfangsschnitt dargestellt. Auf einen   Ringkörper--l--ist   eine Lagermetall-Gleitschicht -   stoffschlüssig   aufgebracht. Diese   Lagermetall-Gleitschicht --3-- besitzt   die hier zur Verdeutlichung übertrieben stark dargestellten   KeilSächen-5-und Rastflächen-6-.   Der gesamte   Ringkörper-l--   ist auf einen   Stützring --9-- so   angeordnet, dass die   Rastflächen --6-- einer jeden   Gleitfläche symmetrisch 
 EMI1.1 
 Wärmeausdehnungszahl als der   Ringkörper--l--besitzt,   ein Bimetall.

   Bei Belastung des Lagers (Axialkraft, Gleitgeschwindigkeit) und der damit verbundenen Erwärmung der Gleitflächen, weicht zufolge der vorhandenen unterschiedlichen Wärmeausdehnungszahlen des   Ringkörpers-l-gegenüber   der Lagermetall-Gleitschicht   - -3-- die Ringscheibe --1-- nach   dem   Stützring-9-hin   aus. 



   Da an jeder Gleitfläche eine axiale Zuführung von frischem Schmieröl erfolgt, kann in diesem Fall die Ölmenge, die die Gleitflächen passiert, sich vergrössern und eine bessere Kühlung erzielen. Dieser Vorgang regelt sich selbständig an jeder Gleitfläche einzeln ein und garantiert eine gleichmässige Lastverteilung über alle Gleitflächen des gesamten Umfanges. 



   In Fig. 2 ist der gleiche Betriebsfall eines axialen Gleitlagers dargestellt, jedoch für wahlweisen Rechts- und Linkslauf der Gegenscheibe--12--. 



   Fig. 3 zeigt den abgewickelten Umfangsschnitt eines Lagers für eine festgelegte Drehrichtung-12-, wobei die   Lagermetall-Gleitschicht --8-- eine   grössere Wärmeausdehnungszahl als der   Ringkörper-10-   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 Gleitflächen über den Umfang kann die Zunge--2--in den   Schmierölkanal --4-- ausweichen.   



   Fig. 4 zeigt das gleiche Lager wie Fig. 3 in der Draufsicht. Diese Lager besitzen vorgegebene Keil- und Rastflächen eines Mehrflächengleitlagers. Die Erzeugung des Schmierkeiles ist somit von vornherein gewährleistet. 



  Die selbsttätige Einstellung mit geringer Verlagerung der Rastfläche in axialer Richtung verändert die vorgegebene Lagergeometrie nur unwesentlich. Die Lager gewährleisten eine sichere und gleichmässige Aufnahme der Axialkräfte über sämtliche Gleitflächen des Umfanges. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Axialgleitlager mit nachgebenden Gleitflächen für hohe Gleitgeschwindigkeiten, bestehend aus einem Ringkörper mit an der Gleitflächenseite aufgebrachter Lagermetall-Gleitschicht, deren jede Gleitfläche eine Keil- 
 EMI2.2 
 Lagermetall-Gleitschicht (3 bzw. 8) ein Bimetall bildet, wobei die Dicke der Lagermetall-Gleitschicht (3 bzw. 8) zur Dicke des Ringkörpers   (1)   bzw. einer Zunge (2) vorzugsweise im Verhältnis   1 : 1   bis 1 : 2 steht. 
 EMI2.3 


Claims (1)

  1. der Lagermetall-Gleitschicht (3) kleiner ist als die des Ringkörpers (1) und jede Gleitfläche symmetrisch zu ihrer Rastfläche (6) beiderseitig an den Vorsprüngen eines Stützringes (9) angeordnet und mittels Arretierung gegen Verdrehen gesichert ist. EMI2.4 der Lagermetall-Gleitschicht (8) grösser ist als die des Ringkörpers (10) und jede Gleitfläche mit dem Ringkörper (10) die freistehende Zunge (2) bildet. EMI2.5 Gleitfläche einen Schmierölkanal (4) und einen Ölzuführungsschlitz (7) besitzt, der über der gesamten radialen Erstreckung der Gleitfläche vorhanden ist.
AT673672A 1971-11-12 1972-08-04 Axialgleitlager mit nachgebenden Gleitflächen AT311741B (de)

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DD158900A DD98738A1 (de) 1971-11-12 1971-11-12
DEA0158900 1971-11-12

Publications (1)

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AT311741B true AT311741B (de) 1973-11-26

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ID=25747430

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AT673672A AT311741B (de) 1971-11-12 1972-08-04 Axialgleitlager mit nachgebenden Gleitflächen

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