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Die Erfindung bezieht sich auf eine Rakeleinrichtung an Filmdruckmaschinen, insbesondere an Rotations- filmdruckmaschinen, bei welchen der fliessfähige Farbstoff aus der schlitzförmigen Bodenöffnung eines Rakel- gehäuses mittels hydrostatischem Druck durch die Perforation einer Schablone hindurch auf die zu behandelnde
Warenbahn aufgetragen wird, wobei im Bereich des Schlitzes eine diesen teilweise abdeckende Folie angeordi net ist.
Einrichtungen dieser Art sind bekannt. Die Menge des auf die Warenbahn tatsächlich aufgetragenen Farb- stoffes wird dabei ausser von der Viskosität des Farbstoffes und der Grösse der Perforation in der Schablone we- sentlich vom Flüssigkeitsdruck im Farbstoff und von der Breite des Farbschlitzes, welche für den Penetrations- bereich massgebend ist, bestimmt. Um ein einwandfreies Druckbild zu erzielen, ist es notwendig, dass die In- I tensität des Farbauftrages gleichmässig ist über die Breite der Warenbahn.
Die bekannten Einrichtungen weisen den Nachteil auf, dass die Weite des Farbschlitzes im Betrieb der
Druckmaschine durch den nicht unerheblichen Flüssigkeitsdruck im Farbstoff über die Breite der Warenbahn schwankt und dass dieser Flüssigkeitsdruck im Penetrationsbereich Schwankungen unterworfen ist, was beides zu ungleichmässigem Farbauftrag Anlass gibt.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Rakeleinrichtung zu schaffen, bei welcher zur Erzielung eines einwand- freien Druckbildes die aufgetragene Farbmenge nur von der Schablonenperforation bestimmt wird.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dassdie im Schlitz angeordnete Folie eine die beiden Ränder der schlitzförmigen Bodenöffnung verbindende Metallfolie ist, die im Farbdurchtrittsbereich Perforationen auf- weist und sich dicht an die Schablonenwand anschmiegt.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnungen näher erläutert.
Fig. 1 und 2 stellen je einen Querschnitt der erfindungsgemässen Rakeleinrichtung in deren Mitte bzw. im
Bereich ihres Endes dar. In Fig. 3 und 3a ist die perforierte Metallfolie dargestellt, welche dasRakelgehäuse nach unten hin abschliesst. In Fig. 4 ist der Einbau der erfindungsgemässen Rakeleinrichtung in eine Rundscha- blonenstation dargestellt. Fig. 5 ist ein Längsschnitt und Fig. 6 ein Detail der Rakeleinrichtung.
In Fig. 1 und 2 ist das Gehäuse der erfindungsgemässen Rakel durch die beiden Profilrohre --2-- verstärkt, so dass die Durchbiegung der Wand --3-- in Längsrichtung der Rakel zufolge des statischen Druckes der Farb- flüssigkeit im Inneren des Rakelgehäuses sehr gering gehalten wird. Die Farbe strömt durch das Farbrohr --5--
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durch die Leisten --8-- abgedeckt sind. Durch diese Öffnungen --7-- können im Bedarfsfalle verstopfte Farb- öffnungen --6-- gereinigt werden. Die Entlüftungsschraube --9-- wird in Fig. 6 noch genauer gezeigt. Diese Entlüftung ist während des gesamten Betriebes der Rakeleinrichtung offen und weist eine kleine Drosselbohrung -10- von etwa 4 mm Durchmesser auf. Im Normalfall strömt eine geringfügige Menge Farbe aus der Rakeleinrichtung durch diese Bohrung ab.
Da die Gefahr besteht, dass die Druckfarbe Luftblasen mit sich führt, könnte nach einer ausreichend langen Betriebszeit der Fall eintreten, dass das Rakelgehäuse zum Grossteil mit Luft gefüllt ist, die sich stets im oberen Teil des Gehäuses-l-ansammelt. Durch die Drosselbohrung --10-- strömt diese mitgeführte Luft ab, so dass Betriebsstörungen zufolge einer Luftblasenansammlung im Rakelgehäuse nicht auftreten können.
Die Rakel wird von einer Siebschablone --11-- umgeben und liegt im Bereich --12-- dicht an der Siebschablone --11-- an. Die Abdichtung zwischen Rakelgehäuse und Siebschablone --11-- erfolgt durch eine Paragummiplatte --13--, die gegen die Nickelfolie-14-drückt, die sich ihrerseits gegen die Siebschablone --11-- im Bereich-12-- abstützt.
Zur Unterstützung der Anpressung sind Rundstäbe --15- auf magnetisierbarem Material vorgesehen, die in ihrer relativen Lage zueinander durch Bügel --16-- mit Ausnehmungen --17-- gehalten werden. Die Nickelfolie --14-- und die Paragummiplatte-13-sind durch Schrauben Gehäuse --1-- befestigt. Das Gehäuse --1-- wird ferner durch die Bügel --16-- und die Segmente-20-so ausgesteift, dass es nicht deformiert werden kann.
Durch die Verwendung von Bügeln-16--, Segmenten-20-- und den beiden Profilrohren --2-- erhält das Gehäuse, vor allem im Bereich des Farbschlitzes, eine grosse Formbeständigkeit. Dadurch wird ein Abheben der Folie von der Schabloneninnenwand, wie es bei einer Drehung des Farbschlitzes zufolge des Druckes in der Farbmasse denkbar ist, zuverlässig verhindert. Im Bereich --21- sind, wie man erkennt, weder Beugel-16-- loch Segmente -20-- vorgesehen, so dass in diesem Querschnittsbereich ein freier Durchfluss der Farbe in Längsrichtung der Rakel gegeben ist.
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ständlich könnte diese Folie --14-- auch aus einem andern Material, z. B. Tombakblech, Kupferberylliumbronze usw. hergestellt sein.
Die Rundstäbe --15-- werden durch einen unterhalb der Schablone befindlichen Elektromagneten --22-gegen die Paragummiplatte --13--, Nickelfolie --14--, Siebschablone --1-- usw. gepresst und bewirken ein dichtes Anliegen der Nickelfolie --14-- an der Schablone --11--.
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Der Anpressdruck der Nickelfolie-14-an die Siebschablone --11- und damit die Dichtwirkung wird erfindungsgemäss durch Eigenfederung der elastischen Nickelfolie --14--, durch die Elastizität der Paragummiplatte --13--, durch zusätzliche magnetische Anpressung sowie durch den hydrostatischen Farbdruck im Inneren des Gehäuses im wahlweisen Zusammenwirken hervorgerufen.
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sind vorzugsweise an den Enden der Rakeleinrichtung, wie später im Zusammenhang mit Fig. 3 noch beschrie- ben wird, vorgesehen, um gegebenenfalls den Austritt der Druckfarbe drosseln zu können.
Fig. 3 zeigt eine Ansicht der Nickelfolie --14--, die im Penetrationsbereich --27--, der kleiner ist als der Bereich --12--, eine grobe Perforation aufweist. Diese Perforation ist vorzugsweise durch Stanzen herge- stellt, wobei die Einbaurichtung der Nickelfolie --14-- in die Rakeleinrichtung so gewählt wird, dass die beim
Stanzen entstehende Deformation bzw. der Stanzgrat-24-der Bohrungen-25-nach oben weist, wie in
Fig. 3a dargestellt.
Auf diese Weise werden kleine Härchen der Ware, welche durch die Perforation --25- der Schablone --11-- in das Innere der Schablone --11-- ragen, durch den Bohrungsrand nicht abgeschnitten, wenn sich diese in Richtung --26-- bewegt. Im gegenteiligen Falle würden diese abgeschnittenen Härchen zu einer sehr unan- genehmen Verschmutzung der Innenwandung der Schablone11-- führen.
In Fig. 4 und 5 gelten die gleichen Bezeichnungen wie bisher. Das Rakelgehäuse-l-ist mit dem daran befestigten Farbrohr im Inneren der Siebschablone --11- angeordnet. An den beiden Enden der Siebschablone - befinden sich die Schablonenköpfe --28--, die über die Zahnräder --29 und 30-- in Drehung versetzt werden.
Die Antriebsbewegung kommt aus der nicht mehr dargestellten Antriebswelle im Inneren der Getriebekästen --31--. Das linksseitige Ende --32-- des Farbrohres ist in der Befestigung --33-- gelagert und nach Entfernen des Stopfens --34-- für die Reinigung zugänglich. Das rechtsseitige Ende --35-- weist einen Krümmer - auf, an dessen Endverschraubung --37-- die Farbstoffzuleitung angeschlossen wird.
Die Farböffnungen --6-- sind in der Gehäusemitte in einem engen Bereich --39-- angeordnet, damit für den Farbstoff zum rechts- und linksseitigen Ende --40-- des Gehäuses --1-- gleiche Fliesswege vorhanden sind.
Die Paragummiplatte --13-- ist an den Flanschen --41-- an denEnden --40-- des Rakelgehäuses mit Hilfe der Leisten --42-- und der Schrauben --43-- befestigt.
Wie ferner noch aus Fig. 5 ersichtlich, sind Drosselschrauben --23-- im Bereich der Enden des Rakelge- häuses-l-vorgesehen, damit gegebenenfalls ein Druckabfall in diesen Bereichen durch leichtes Öffnen dieser Drosselschrauben --23--, also durch ein stark gedrosseltes Austreten des Farbstoffes aus dem Farbrohr --5--, aufgehoben werden kann.
In Fig. 6 ist der Grundriss des rechtsseitigen Gehäuseendes --40-- gezeigt, aus welchem besonders die Anordnung der Drosselbohrung --10-- hervorgeht. Sie ist in dem Nippel --44--, der in das Ende --40-- des Rakel- gehäuses-l-eingeschraubt ist, vorgesehen. An einem Rohrfortsatz --45- schliesst ein dünner Farbleitungs- schlauch --46- an, der die aus der Drosselbohrung-10-austretende Farbe mit allfälligen Lufteinschlüssen in den Farbvorratsbehälter zurückleitet.
Die Erfindung ist auf das dargestellte Beispiel nicht beschränkt. So ist z. B. von besonderem Vorteil, dass die gesamte Rakeleinrichtung bei Maschinenstillstand um die Farbrohrachse, vorzugsweise um 1800, geschwenkt werden kann, wodurch die Warenbahn nicht verschmutzt wird bzw. der Farbstoff fast vollständig aus der Rakeleinrichtung abgesaugt werden kann.
Ein weiterer Vorzug der erfindungsgemässen Rakeleinrichtung besteht darin, dass auch Farbstoffe mit leicht flüchtigen Lösungsmitteln verarbeitet werden können, ohne dass die Gefahr des Eindickens des Farbstoffes besteht, da die Rakeleinrichtung nach allen Seiten geschlossen ausgeführt ist.
Zur Erzielung des hydrostatischen Druckes im Farbstoff im Penetrationsbereich, welcher bei der erfindungsgemässen Rakeleinrichtung wesentlich höher als bei den bekannten sein kann, wird zweckmässig ein hochliegender Farbvorratsbehälter verwendet, welcher zur Druckregelung höhenverstellbar angebracht ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Rakeleinrichtung an Filmdruckmaschinen, insbesondere an Rotationsfilmdruckmaschinen, bei welchen der fliessfähige Farbstoff aus der schlitzförmigen Bodenöffnung eines Rakelgehäuses mittels hydrostatischem Druck durch die Perforation einer Schablone hindurch auf die zu behandelnde Warenbahn aufgetragen wird, wobei im Bereich des Schlitzes eine diesen teilweise abdeckende Folie angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, die im Schlitz angeordnete Folie eine die beiden Ränder der schlitzförmigen Bodenöffnung verbindende Metallfolie (14) ist, die im Farbdurchtrittsbereich Perforationen aufweist und sich dicht an die Schablonenwand anschmiegt.