AT316011B - Kanülensonde zur Spülung und Durchfädelung erkrankter Tränenwege - Google Patents
Kanülensonde zur Spülung und Durchfädelung erkrankter TränenwegeInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Alkio [1937] hat für das Einlegen eines Metallfadens in den Tränengang behufs Einführung einer Spiralkanüle in den Ductus nasolacrimalis ein biegsames, dünnes Metallrohr entsprechender Stärke in den Tränennasengang eingeführt, an dem sich als Mandrin ein mit einem kleinen Kopf versehener 30 bis 40 cm langer Metallfaden befindet, der mittels speziell zu diesem Zweck verfertigten Hakens aus dem Nasenloch herausgezogen werden muss (USA-Patentschrift Nr. 2, 154, 968). Proges hat eine Sonde mit gekrümmtem und abgeschlossenem Vorderende beschrieben (franz. Patentschrift Nr. 476. 005). Bangerter [1953] hat eine Sondenkanüle zur Behandlung der angeborenen Tränenkanalstenose (Ophthalmologica 125, S. 398 bis 399) angegeben, welche die Durchstossung der Stenose und die Penicillinspülung im selben Arbeitsgang erlaubt, wenn die Sondenkanüle vorsichtig herausgezogen wird, weil sich die Spüllücke nahe der verschlossenen und abgerundeten Kanülenspitze befindet. Ambos [1957] hat eine vereinfachte Einführungstechnik von endonasalen Tränenwegsonden (Klin. Mbl. Aughk. 130, S. 249 bis 252) angegeben, mittels gerader Hohlsonde mit Griffplättchen am proximalen Ende, damit der im distalen Sondenabschnitt befindliche Längsschlitz der vorderen Nasenöffnung zugedreht werden kann. Im Schlitzbereich, der sich bis in die Sondenspitze erstreckt, veranlasst eine konvexe Krümmung den nachgeschobenen Nylonfaden zur erwünschten Schlingenbildung, während das durch vorheriges Erhitzen künstlich verdickte Fadenende den Fadenschlitz nicht passieren kann. Gewöhnlich erscheint dann nach gehörigem Nachschieben des Fadens die Schlinge im Nasenloch, worauf das verdickte Fadenende aus dem Fadenschlitz herauszuziehen ist. Unterbleibt aber die künstliche Verdickung des Fadenendes, so gleitet dieses beim Nachschieben aus dem Fadenschlitz und schnellt elastisch nach hinten in den Rachen. Das Herausholen des Fadens aus der Nasenhöhle mit Stirnreflektor, Nasenspekulum und Hakenpinzette ist mühsam und zeitraubend. Bei der erfindungsgemässen, gekrümmten Kanülensonde gelingt die Spülung des vereiterten Tränensackes bei der angeborenen Tränenkanalstenose des Säuglings nach der Durchstossung sofort, ohne die Sonde erst vorsichtig zurückziehen zu müssen, und die Durchfädelung der Tränenwege beim Erwachsenen mittels Nylonfadens, dessen Ende keiner Vorbehandlung bedarf, in kaum 1 min. Dieser Vorteil wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass der Berührungswinkel zwischen dem Vorderende der Kanülensonde und dem Nasenboden, der bei gerader Hohlsonde 600 beträgt und beim AMBOS-Modell durch eine konvexe Krümmung im Schlitzbereich noch zugespitzt wird, durch eine konkave Krümmung über einen Bogen von 45 auf fast 900 aufgerichtet wird. Ausserdem läuft der Fadenschlitz nicht wie bei der AMBOS-Hohlsonde bis ins Sondenende aus, sondern lässt zwischen der kleinen Spüllücke vor der verschlossenen und konisch abgerundeten Sondenspitze und dem durch Abtragen eines Zylindersegmentes in der Konkavität der Rohrwand gebildetem Langloch einen kurzen manschettenförmigen Rohrabschnitt frei. Nach Durchstossung des Tränenkanals beim Säugling ragt das proximale Ende dieses Langloches in den Tränensack, in welchen bei der Spülung die Penicillinlösung im Schwall austritt, durch Turbulenz zur mechanischen Reinigung noch beiträgt, während der Abfluss durch die Spüllücke, die in den unteren Nasengang ragt, ungehindert erfolgen kann. Darüberhinaus zwingt die in der proximalen Hälfte des Langloches eingegossene kuppenförmige Erhebung den durchgeschobenen Nylonfaden zu der gewünschten Schlingenbildung, weil das Fadenende, das vor der Intubierung in die Tränenwege in den köcherförmigen Rohrabschnitt zwischen Langloch und Spüllücke eingesteckt werden muss, sich nur um die eigene Achse drehen, aber nicht in den Rachen abrutschen kann. Die Orientierung über die Lage des Langloches erlaubt eine Kerbe im Recordspritzenansatz am proximalen Sondenende, welches die Mündungsebene noch um 3 mm überragt, um das Ein- und Durchschieben des Nylonfadens zu erleichtern. Wenn es abnorme Verhältnisse in der Nasenhöhle nicht verhindern, erscheint auf diese Weise die Fadenschlinge in 30 bis 40 sec Nachschiebens im Nasenloch, worauf der obere Schlingenschenkel, dessen Ende im"Köcher"steckt, mühelos herausgezogen werden kann. In der Zeichnung wird die erfindungsgemässe Kanülensonde wie folgt dargestellt : Eine Metallkanüle mit Aussenkaliber von 0, 8 mm und der Länge von 60 mm ab Recordspritzenansatz, der von ihr noch um 3 mm überragt wird, ist in ihrem proximalen Abschnitt von 35 mm Länge gerade--l--und in ihrem distalen Abschnitt über einen Bogen von 450 im Radius von 35 mm gekrümmt--2--. Die Sondenspitze--3--ist verschlossen und konisch abgerundet. In der Konkavität des gekrümmten Sondenanteiles befinden sich eine Spüllücke-4--und anschliessend an einen 3 mm langen Rohrabschnitt --5-- ein 9 mm langes, durch Abtragen eines Zylindersegmentes gebildetes Langloch--6--, in dessen proximaler Hälfte eine kuppenförmige Erhebung--7--die Fadenschlitzrinne im Bereich des 13. Streckenmillimeters ab Sondenspitze bis zum Lochrand ausfüllt. **WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE : 1. Kanülensonde zur Spülung und Durchfädelung erkrankter Tränenwege, d a d u r c h g e k e n n - zeichnet, dass der distale Abschnitt von etwa einem Drittel ihrer Länge über einen Bogen von 450 gekrümmt <Desc/Clms Page number 2> ist, so dass nach Intubierung in die Tränenwege das verschlossene und konisch abgerundete Vorderende den Nasenboden fast im rechten Winkel berührt. EMI2.1 Zylindersegmentes in der Konkavität der Rohrwand ein Langloch gebildet ist, dem nach einem kurzen, manschettenförmigen Rohrabschnitt eine kleine Spüllücke vor dem verschlossenen Sondenende folgt. EMI2.2 Hälfte des Langloches eine kuppenförmige Erhebung eingegossen ist, die den durchgeschobenen Nylonfaden in die Krümmungsebene vor das Sondenende herauslenkt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT611172A AT316011B (de) | 1972-07-14 | 1972-07-14 | Kanülensonde zur Spülung und Durchfädelung erkrankter Tränenwege |
Applications Claiming Priority (1)
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| AT611172A AT316011B (de) | 1972-07-14 | 1972-07-14 | Kanülensonde zur Spülung und Durchfädelung erkrankter Tränenwege |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT316011B true AT316011B (de) | 1974-06-25 |
Family
ID=3582963
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| AT611172A AT316011B (de) | 1972-07-14 | 1972-07-14 | Kanülensonde zur Spülung und Durchfädelung erkrankter Tränenwege |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT316011B (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0623329A1 (de) * | 1993-05-04 | 1994-11-09 | F.C.I.(France Chirurgie Instrumentation) S.A. | Durchfädelung mit einer ophthalmologischen Sonde |
| WO1999060962A1 (de) * | 1998-05-27 | 1999-12-02 | Thomas Neuhann | Vorrichtung zur aufweitung und wiederherstellung des tränenkanals am menschlichen auge |
| EP1188420A4 (de) * | 2000-03-14 | 2009-09-02 | Nakagawa Akio | Schlauch zur verwendung bei operationen zur wiederherstellung des tränenkanals und instrument für den nasolakrimalen kanal |
| EP3442484A4 (de) * | 2016-04-11 | 2019-12-11 | The Regents of The University of Michigan | Lakrimalstent mit öffnung |
-
1972
- 1972-07-14 AT AT611172A patent/AT316011B/de not_active IP Right Cessation
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0623329A1 (de) * | 1993-05-04 | 1994-11-09 | F.C.I.(France Chirurgie Instrumentation) S.A. | Durchfädelung mit einer ophthalmologischen Sonde |
| FR2704749A1 (fr) * | 1993-05-04 | 1994-11-10 | France Chirurgie Instr | Canule de pose d'une sonde ophtalmologique. |
| WO1999060962A1 (de) * | 1998-05-27 | 1999-12-02 | Thomas Neuhann | Vorrichtung zur aufweitung und wiederherstellung des tränenkanals am menschlichen auge |
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