AT316011B - Kanülensonde zur Spülung und Durchfädelung erkrankter Tränenwege - Google Patents

Kanülensonde zur Spülung und Durchfädelung erkrankter Tränenwege

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AT316011B
AT316011B AT611172A AT611172A AT316011B AT 316011 B AT316011 B AT 316011B AT 611172 A AT611172 A AT 611172A AT 611172 A AT611172 A AT 611172A AT 316011 B AT316011 B AT 316011B
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    • A61M27/00Drainage appliance for wounds or the like, i.e. wound drains, implanted drains
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    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B17/00Surgical instruments, devices or methods
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    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
    • A61F9/00Methods or devices for treatment of the eyes; Devices for putting in contact-lenses; Devices to correct squinting; Apparatus to guide the blind; Protective devices for the eyes, carried on the body or in the hand
    • A61F9/007Methods or devices for eye surgery
    • A61F9/00772Apparatus for restoration of tear ducts

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Description


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   Alkio [1937] hat für das Einlegen eines Metallfadens in den Tränengang behufs Einführung einer
Spiralkanüle in den Ductus nasolacrimalis ein biegsames, dünnes Metallrohr entsprechender Stärke in den
Tränennasengang eingeführt, an dem sich als Mandrin ein mit einem kleinen Kopf versehener 30 bis 40 cm langer
Metallfaden befindet, der mittels speziell zu diesem Zweck verfertigten Hakens aus dem Nasenloch herausgezogen werden muss (USA-Patentschrift   Nr. 2, 154, 968).   



   Proges hat eine Sonde mit gekrümmtem und abgeschlossenem Vorderende beschrieben (franz. Patentschrift
Nr. 476. 005). 



   Bangerter [1953] hat eine Sondenkanüle zur Behandlung der angeborenen Tränenkanalstenose (Ophthalmologica 125,   S. 398   bis 399) angegeben, welche die Durchstossung der Stenose und die   Penicillinspülung   im selben Arbeitsgang erlaubt, wenn die Sondenkanüle vorsichtig herausgezogen wird, weil sich die Spüllücke nahe der verschlossenen und abgerundeten Kanülenspitze befindet. 



   Ambos [1957] hat eine vereinfachte Einführungstechnik von endonasalen Tränenwegsonden (Klin. Mbl. Aughk. 130,   S. 249   bis 252) angegeben, mittels gerader Hohlsonde mit Griffplättchen am proximalen
Ende, damit der im distalen Sondenabschnitt befindliche Längsschlitz der vorderen Nasenöffnung zugedreht werden kann. Im Schlitzbereich, der sich bis in die Sondenspitze erstreckt, veranlasst eine konvexe Krümmung den nachgeschobenen Nylonfaden zur erwünschten Schlingenbildung, während das durch vorheriges Erhitzen künstlich verdickte Fadenende den Fadenschlitz nicht passieren kann. Gewöhnlich erscheint dann nach gehörigem Nachschieben des Fadens die Schlinge im Nasenloch, worauf das verdickte Fadenende aus dem
Fadenschlitz herauszuziehen ist. 



   Unterbleibt aber die künstliche Verdickung des Fadenendes, so gleitet dieses beim Nachschieben aus dem
Fadenschlitz und schnellt elastisch nach hinten in den Rachen. Das Herausholen des Fadens aus der Nasenhöhle mit Stirnreflektor, Nasenspekulum und Hakenpinzette ist mühsam und zeitraubend. 



   Bei der erfindungsgemässen, gekrümmten Kanülensonde gelingt die Spülung des vereiterten Tränensackes bei der angeborenen Tränenkanalstenose des Säuglings nach der Durchstossung sofort, ohne die Sonde erst vorsichtig zurückziehen zu müssen, und die Durchfädelung der Tränenwege beim Erwachsenen mittels Nylonfadens, dessen Ende keiner Vorbehandlung bedarf, in kaum 1 min. 



   Dieser Vorteil wird   erfindungsgemäss   dadurch erreicht, dass der Berührungswinkel zwischen dem
Vorderende der Kanülensonde und dem Nasenboden, der bei gerader Hohlsonde   600 beträgt   und beim   AMBOS-Modell   durch eine konvexe Krümmung im Schlitzbereich noch zugespitzt wird, durch eine konkave Krümmung über einen Bogen von 45 auf fast 900 aufgerichtet wird. 



   Ausserdem läuft der Fadenschlitz nicht wie bei der AMBOS-Hohlsonde bis ins Sondenende aus, sondern lässt zwischen der kleinen Spüllücke vor der verschlossenen und konisch abgerundeten Sondenspitze und dem durch Abtragen eines Zylindersegmentes in der Konkavität der Rohrwand gebildetem Langloch einen kurzen manschettenförmigen Rohrabschnitt frei. Nach Durchstossung des Tränenkanals beim Säugling ragt das proximale Ende dieses Langloches in den Tränensack, in welchen bei der Spülung die   Penicillinlösung   im Schwall austritt, durch Turbulenz zur mechanischen Reinigung noch beiträgt, während der Abfluss durch die Spüllücke, die in den unteren Nasengang ragt, ungehindert erfolgen kann. 



   Darüberhinaus zwingt die in der proximalen Hälfte des Langloches eingegossene kuppenförmige Erhebung den durchgeschobenen Nylonfaden zu der gewünschten Schlingenbildung, weil das Fadenende, das vor der Intubierung in die Tränenwege in den köcherförmigen Rohrabschnitt zwischen Langloch und Spüllücke eingesteckt werden muss, sich nur um die eigene Achse drehen, aber nicht in den Rachen abrutschen kann. Die Orientierung über die Lage des Langloches erlaubt eine Kerbe im Recordspritzenansatz am proximalen Sondenende, welches die Mündungsebene noch um 3 mm überragt, um das Ein- und Durchschieben des Nylonfadens zu erleichtern.

   Wenn es abnorme Verhältnisse in der Nasenhöhle nicht verhindern, erscheint auf diese Weise die Fadenschlinge in 30 bis 40 sec Nachschiebens im Nasenloch, worauf der obere Schlingenschenkel, dessen Ende   im"Köcher"steckt,   mühelos herausgezogen werden kann. 



   In der Zeichnung wird die erfindungsgemässe Kanülensonde wie folgt dargestellt :
Eine Metallkanüle mit Aussenkaliber von 0, 8 mm und der Länge von 60 mm ab Recordspritzenansatz, der von ihr noch um 3 mm überragt wird, ist in ihrem proximalen Abschnitt von 35 mm Länge   gerade--l--und   in ihrem distalen Abschnitt über einen Bogen von 450 im Radius von 35 mm   gekrümmt--2--.   Die   Sondenspitze--3--ist   verschlossen und konisch abgerundet.

   In der Konkavität des gekrümmten Sondenanteiles befinden sich eine   Spüllücke-4--und   anschliessend an einen 3 mm langen Rohrabschnitt   --5--   ein 9 mm langes, durch Abtragen eines Zylindersegmentes gebildetes Langloch--6--, in dessen proximaler Hälfte eine kuppenförmige   Erhebung--7--die   Fadenschlitzrinne im Bereich des 13. Streckenmillimeters ab Sondenspitze bis zum Lochrand ausfüllt. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Kanülensonde zur Spülung und Durchfädelung erkrankter Tränenwege, d a d u r c h g e k e n n - zeichnet, dass der distale Abschnitt von etwa einem Drittel ihrer Länge über einen Bogen von 450 gekrümmt <Desc/Clms Page number 2> ist, so dass nach Intubierung in die Tränenwege das verschlossene und konisch abgerundete Vorderende den Nasenboden fast im rechten Winkel berührt. EMI2.1 Zylindersegmentes in der Konkavität der Rohrwand ein Langloch gebildet ist, dem nach einem kurzen, manschettenförmigen Rohrabschnitt eine kleine Spüllücke vor dem verschlossenen Sondenende folgt. EMI2.2 Hälfte des Langloches eine kuppenförmige Erhebung eingegossen ist, die den durchgeschobenen Nylonfaden in die Krümmungsebene vor das Sondenende herauslenkt.
AT611172A 1972-07-14 1972-07-14 Kanülensonde zur Spülung und Durchfädelung erkrankter Tränenwege AT316011B (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP3442484A4 (de) * 2016-04-11 2019-12-11 The Regents of The University of Michigan Lakrimalstent mit öffnung

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