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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines synthetischen Flächengebildes, insbesondere für textile Zwecke, bei dem getrennte Ströme aus einem ersten extrudierbaren, polymeren Material und einem zweiten extrudierbaren Material extrudiert werden, diese Ströme unter Bildung eines fliessfähigen Flächengebildes vereinigt werden, das Lamellen aus dem ersten extrudierbaren, polymeren Material und Lamellen aus dem zweiten extrudierbaren Material enthält, die einander durchsetzen, wobei weiters die Oberfläche dieses
Flächengebildes einer Schmierbewegung unterworfen wird, wodurch ein Flächengebilde erzeugt wird, indem die
Lamellen in flacher, sandwichartiger Form angeordnet sind und die Lamellen aus dem ersten, extrudierbaren,
polymeren Material an den Oberflächen des Flächengebildes aneinandergebunden und annähernd senkrecht zu der Ebene des Flächengebildes in der Kernzone angeordnet sind, worauf dann das Flächengebilde verfestigt bzw. gehärtet wird und die Verbindungen zwischen den Lamellen aus dem ersten polymeren Material in der Kernzone unterbrochen werden.
Bei Anwendung dieses bekannten Verfahrens ist es jedoch schwierig, ein Flächenmaterial zu erhalten, in welchem die Lamellen fest aneinander gebunden sind und welches zugleich einen weichen Griff aufweist. Weiters erfordert dieses bekannte Verfahren die Anwendung relativ grosser Mengen an extrudierbarem Material, um ein so hergestelltes Flächengebilde genügend offen für die Verwendung für textile Zwecke zu machen, und dieses extrudierbare Material ist normalerweise im Endprodukt nur geringfügig enthalten und wird im allgemeinen zur
Gänze oder teilweise entfernt.
Die Erfindung bezweckt nun die Herstellung eines Flächengebildes mit einem weichen Griff wenigstens an einer Oberfläche und mit Lamellen, die fest aneinander gebunden sind, wobei relativ geringe Mengen an extrudierbarem Material verwendet werden.
Das Verfahren der eingangs genannten Art ist erfindungsgemäss dadurch gekennzeichnet, dass das
Flächengebilde in einer Ebene hauptsächlich parallel zu der Ebene des Flächengebildes vor, während oder nach dem Unterbrechen in zwei Teile geteilt wird.
Durch Teilen des Flächengebildes, in welchem die Lamellen an den Oberflächen aneinandergebunden und senkrecht zur Ebene des Flächengebildes in der Kernzone sind, werden Flächengebilde erhalten, die an einer
Oberfläche eine offene Struktur aufweisen und in denen die Lamellen an der andern Oberfläche fest aneinander gebunden sind.
Der Ausdruck "Lamellen" bezeichnet Gefüge, bei denen eine Dimension sehr viel geringer ist als die beiden andern Dimensionen.
Die Teilung des Flächengebildes kann durch Schneiden erfolgen, beispielsweise mit Hilfe eines Messers oder einer Säge, welche so eingestellt sind, dass in einem Flächengebilde, welches auf die Säge oder das Messer zu bewegt wird, die Lamellen in der Kernzone durchgeschnitten werden.
Die Ausdrücke"erstes extrudierbares polymeres Material" und "zweites extrudierbares Material" umfassen je verschiedene Materialien, die in Form vorr verschiedenen Strömen extrudiert werden. Normalerweise ist das zweite extrudierbare Material ebenfalls ein Polymer. Dies ist jedoch nicht erforderlich und das Material kann auch beispielsweise eine Paste sein. Das zweite extrudierbare Material kann so ausgewählt werden, dass es unterbrochen werden kann, d. h., dass es für sich, abgesehen von den Lamellen aus dem ersten extrudierbaren polymeren Material, entfernt oder unterteilt oder zerbrochen werden kann. Das Unterbrechen kann durch eine oder mehrere Vorbehandlungen eingeleitet werden. Solche Behandlungen können auch ein Quellen bzw.
Expandieren mit Hilfe eines Expandiermittels umfassen, welches vor, während oder nach dem Extrudieren in das zweite extrudierbare Material eingeführt werden kann. Das Expandieren kann auch gleichzeitig mit der Ausbildung des Flächengebildes während des Extrudierens erfolgen. Alternativ kann in das zweite extrudierbare Material ein Öl einverleibt werden, welches in dem fliessfähigen Material löslich ist, jedoch bei Verfestigung des letzten austritt. Das Zerbrechen der Lamellenstruktur zur Einleitung des Unterbrechens kann mechanisch durchgeführt werden, beispielsweise durch Walzen, Schlageinwirkung, Biegen oder durch Anwendung eines akustischen Feldes, und die Endphase des Unterbrechens wird vorzugsweise durch Ziehen bewirkt.
Das Unterbrechen kann aber auch erleichtert oder überhaupt durchgeführt werden durch Quellen oder vollständiges oder teilweises Entfernen des zweiten extrudierbaren Materials.
Es ist nicht erforderlich, dass das Unterbrechen auf die Kernzone beschränkt ist. So kann es vorteilhaft sein, auch die Oberflächenschichten zu unterbrechen, vorausgesetzt, dass der Zusammenhang gewahrt bleibt.
Dieser feste Zusammenhang kann mit Hilfe eines Klebemittels erhöht werden.
Statt das Flächengebilde zu spalten, können die beiden Teile auch abgezogen oder abgeschält werden, und dies kann erleichtert werden, indem man eine oder mehrere extrudierbare erste polymere Materialien extrudiert, um getrennte Lamellen an entgegengesetzten Seiten der Trennebene des Flächengebildes anzuordnen. So ist das erste extrudierbare polymere Material in der Trennzone nicht gegenwärtig, und dieses besteht im wesentlichen aus dem zweiten extrudierbaren Material. Es können jedoch in dieser Zone auch andere, einen Teil des Flächengebildes darstellende Materialien vorliegen.
Wenn das zweite extrudierbare Material ein passend ausgewähltes polymeres Material ist und im Endprodukt wenigstens in nennenswerter Menge enthalten ist, kann dieses Material dem Produkt gewünschte Eigenschaften verleihen, beispielsweise den bekannten Zweikomponenteneffekt.
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Um die Trennung des Flächengebildes unter diesen Bedingungen zu erleichtern, kann ein weiteres extrudierbares Material zu Lamellen extrudiert werden, um in der Trennzone Lamellen aus diesem weiteren (dritten) extrudierbaren Material zu bilden, und dieses weitere extrudierbare Material wird entweder während oder nach dem Teilen des Flächengebildes ganz oder teilweise entfernt, während ein wesentlicher Anteil des zweiten extrudierbaren Materials in dem Flächengebilde verbleibt. Dieses vollständige oder teilweise Entfernen des dritten extrudierbaren Material kann beispielsweise durch Auslaugen vor oder nach dem Teilen erfolgen.
Alternativ kann das Teilen des Flächengebildes und das Entfernen des dritten extrudierbaren Materials rein mechanisch durchgeführt werden. Das Entfernen kann beispielsweise durch Bürsten oder Schaben erfolgen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens ist das weitere (dritte) extrudierbare Material sowohl mit dem ersten polymeren Material als auch mit dem zweiten extrudierbaren
Material unverträglich. Auf diese Weise ist die Haftfähigkeit zwischen dem dritten extrudierbaren Material und jedem der beiden andern Materialien sehr schwach und wird das mechanische Entfernen des dritten extrudierbaren Materials erleichtern.
Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung werden die Ströme aus dem zweiten und dem dritten extrudierbaren Material vereinigt und bilden alternierende Lamellen innerhalb der Trennzone. Das so hergestellte
Flächengebilde kann schwieriger zu trennen sein, doch können Anteile des zweiten extrudierbaren Materials von der Oberfläche des Flächengebildes wie ein Flor abgezogen werden. Um die Bildung eines solchen Flors zu erleichtern, kann das Trennen bei einer Temperatur durchgeführt werden, bei welcher das erste polymere
Material verfestigt ist, während das zweite extrudierbare Material noch fliessfähig oder teilweise fliessfähig ist.
Ausserdem besteht eine Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens darin, dass das zweite extrudierbare Material ein feinverteiltes Gemisch aus zwei oder mehreren polymeren Materialien ist, während das weitere (dritte) extrudierbare Material ein im wesentlichen homogenes Material ist. Wird ein solches
Flächengebilde geteilt, bildet das zweite extrudierbare Material feine Spaltfasern, die für den Griff des
Flächengebildes wichtig sind, insbesondere, wenn diese Spaltfasern, wie vorher erwähnt, wie in Flor abgezogen werden.
Schliesslich besteht eine Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens darin, dass die ineinandergreifenden Lamellen aus dem ersten und dem weiteren polymeren Material in der Trennzone durch
Lamellen aus einem zusätzlichen andern extrudierbaren Material getrennt gehalten sind. Dabei besteht vor dem Trennen das extrudierte Flächengebilde aus Lamellen aus dem ersten polymeren Material, welche einen Teil des
Flächengebildes durchziehen und in einer Oberflächenschichte fest aneinandergebunden sind, welche im folgenden als die erste Schichte bezeichnet wird, und aus Lamellen aus einem weiteren polymeren Material, welche einen Teil des Flächengebildes durchziehen und in einer Schichte an der andern Oberfläche des Gebildes fest aneinandergebunden sind, welche Schichte im folgenden als die zweite Schichte bezeichnet wird.
Wie bereits erwähnt, ist die erste Schichte praktisch frei von Anteilen an Lamellen aus dem weiteren polymeren Material und die zweite Schichte praktisch frei von Anteilen an Lamellen aus dem ersten polymeren Material. Die
Kernschichte des Flächengebildes enthält Anteile an Lamellen aus dem ersten polymeren Material und Anteile an Lamellen aus dem weiteren polymeren Material, welche Lamellen ineinandergreifen und spaltbar miteinander verbunden sind. Der Ausdruck "spaltbar verbunden" bedeutet, dass die Bindung derart ist, dass es möglich ist, diese Bindung ohne wesentliche Beschädigung der Lamellen des ersten und des weiteren polymeren Materials aufzuheben und ohne die Bindungen innerhalb der ersten Schichte und der zweiten Schichte zu beseitigen.
Beim Teilen eines solchen Flächengebildes werden zwei Hälften erhalten, die vorragende Lamellen aus dem ersten polymeren Material bzw. dem weiteren polymeren Material aufweisen.
Eine spaltbare Bindung bzw. Verbindung wird vorzugsweise dadurch vorgesehen, dass man polymere Materialien verwendet, welche unverträglich, beispielsweise in fliessfähigem oder halbfliessfähigem Zustand ineinander unlöslich sind. Beispielsweise können Flächengebilde, in welchen das erste polymere Material in Polyamid und das weitere polymere Material ein Polyäthylen hoher Dichte oder ein Polyester ist, durch Schälen auf mechanische Weise allein in zwei Hälften geteilt werden und beide Hälften können für textile Zwecke od. dgl. geeignet sein.
Um ein Flächengebilde herzustellen, welches in zwei Hälften geteilt werden soll, wird vorzugsweise eine Extrudiervorrichtung verwendet, welche eine ringförmige Reihe von im Abstand voneinander angeordneten Düsen, vorzugsweise Schlitzen, aufweist, die mit der Richtung dieser Reihe einen Winkel einschliessen. Diese ringförmige Reihe voneinander einen Abstand aufweisender Düsen enthält einen Satz von Düsen für das Extrudieren des ersten polymeren Materials und einen zweiten Satz von Düsen für das Extrudieren des zweiten extrudierbaren Materials. Die beiden Düsensätze sind so angeordnet, dass sie die Komponenten ineinandergreifend extrudieren, u. zw. in eine Sammelkammer hinein, welche einen Auslassschlitz aufweist, der sich entlang der Düsenreihe erstreckt.
Die Sammelkammer soll sich vorzugsweise nach den Extrudierdüsen nach unten (in Fliessrichtung) verengen, vorzugsweise in Form eines Halses, d. h. sehr rasch, um eine hohe Scherwirkung (Schubwirkung) zwischen den Düsen der Düsenreihe und den Wänden der Sammelkammer zu erzielen. Die ringförmige Düsenreihe und die Sammelkammer rotieren relativ zueinander und auf diese Weise werden die extrudierten Ströme unter Bildung von Lamellen abgezogen und von der Vorwärtsrichtung schraubenförmig
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abgelenkt, wenn sie durch die Sammelkammer hindurchgehen, in welcher sie ihren Weg bzw. Fluss "breitseitig" fortsetzen. Der "breitseitige" Fluss durch die Sammelkammer und den Schlitz an ihrem Ende bewirkt, dass die
Lamellen durch eine Schmierbewegung bzw.
Schleppbewegung in eine flache, sandwichartige Lage in den
Oberflächenschichten gebracht werden.
Jeder der kleinen Kanäle für die Speisung der Extrudierdüsen soll vorzugsweise an den Extrudierdüsen verengt sein, um einen relativ hohen Druckabfall in den Düsen zu erzeugen und dadurch die Möglichkeit zur
Verwendung von Komponenten mit verschiedenen Viskositäten zu verbessern.
Wenn ein Flächengebilde extrudiert wird, in welchem Lamellen aus dem ersten polymeren Material und einem weiteren polymeren Material in der Kernzone ineinandergreifend angeordnet und durch Lamellen aus einem vierten extrudierbaren Material getrennt sind, sind die für das Extrudieren des ersten polymeren Materials verwendeten Schlitze von den für das Extrudieren des weiteren polymeren Materials verwendeten Schlitze abgesetzt, während die Enden der für das Extrudieren des vierten extrudierbaren Materials verwendeten Schlitze möglichst weit vom Mittelpunkt entfernt verlaufen, um die Trennung der Lamellen aus dem ersten polymeren
Material von den Lamellen aus dem weiteren polymeren Material sicherzustellen.
Die Bindungen zwischen den
Lamellen in den Oberflächenschichten werden normalerweise dadurch erzeugt, dass man für das Extrudieren des vierten extrudierbaren Materials Schlitze verwendet, welche hinreichend kurz sind, um zu ermöglichen, dass die
Lamellen in der Oberflächenschichte miteinander verschmelzen. Alternativ werden die Bindungen dadurch erzeugt, dass an einer oder an beiden Oberflächen des fliessfähigen Flächengebildes in der Sammelkammer eine kammartige Einrichtung verwendet wird. Es ist auch möglich, jeden Zahn einer solchen kammartigen Einrichtung als Extrudierdüse auszubilden, welche imstande ist, weitere Lamellen in die Oberfläche des Flächengebildes zu injizieren.
Um einen besseren textilartigen Griff zu erzielen, ist es erwünscht, die Lamellen einer starken
Zugbehandlung zu unterwerfen. Um jedoch hohe Rotationsgeschwindigkeiten zu vermeiden und eine hohe
Produktionsgeschwindigkeit aufrechtzuerhalten, ist es normalerweise erwünscht, die Lamellen, während sie noch fliessfähig sind, in zwei Stufen zu ziehen. Dies kann so bewerkstelligt werden, dass man die Sammelkammer mit einer grossen Anzahl von Trennwänden ausstattet, um in der Sammelkammer eine Reihe von Kanälen zu schaffen, die parallel zu der Reihe der Extrudierdüsen verläuft und das fliessfähige Lamellenmaterial, welches aus den Kanälen aufsteigt, in eine zweite Sammelkammer einspeist, welche sich ebenfalls entlang dieser Reihe erstreckt. Diese zweite Sammelkammer umfasst vorzugsweise einen Hals, der in ihren Schlitz übergeht.
Diese
Kammer sowie auch die Reihe der Extrudierdüsen, in welchen die Lamellen ursprünglich gebildet werden, sind vorzugsweise ortsfest mit Bezug auf die Reihe von Schlitzen, während die erste Sammelkammer rotiert.
Das textile oder textilähnliche Produkt, welches durch Teilen des erzeugten Flächengebildes erhalten wird, hat an einer Oberfläche eine bindende Schichte und an der andern Oberfläche eine Flordecke, welche aus aufragenden Lamellen besteht. Falls die Bindeschichte kontinuierlich ist, sind die Produkte besonders geeignet für Teppiche und Polstermöbel. Falls die Bindeschichte eine ununterbrochene Oberfläche aufweist und die Bindung durch Fadenbündel bewirkt, eignen sich die Produkte besonders etwa für Kleidungsstücke und Fenstervorhänge.
Das bei dem erfindungsgemässen Verfahren verwendete erste polymere Material kann irgendein extrudierbares Material sein, welches sich für die Herstellung von textilartigen Produkten eignet und kann im festen Zustand entweder kristallin oder amorph sein.
Es können sowohl vollsynthetische als auch halbsynthetische polymere Materialien verwendet werden. In manchen Fällen ist es vorteilhaft, ein Vorpolymer zu verwenden, welches nach dem Extrudieren gehärtet wird.
Wie bereits erwähnt, können das erste extrudierbare polymere Material und das zweite extrudierbare Material aus mehreren verschiedenen Materialien bestehen. Dies gilt auch für die andern erwähnten extrudierbaren Materialien. Diese verschiedenen Materialien werden durch getrennte Kanalsysteme und getrennte Düsen der Düsenreihe extrudiert.
Die Erfindung wird im folgenden mit Bezug auf die Zeichnungen näher erläutert. Darin zeigen : Fig. 1 in vergrössertem Massstab einen Schnitt durch ein Flächengebilde mit Lamellen in U-Form vor dem Trennen entlang der Ebene A-A, Fig. 2 teilweise im Schnitt eine schaubildliche Darstellung einer Extrudiervorrichtung, welche eine Ringdüse und eine Sammelkammer mit einem Ringschlitz aufweist, zur Verwendung für die Herstellung eines Flächengebildes wie in Fig. 1 gezeigt, Fig. 3 bis 9 verschiedene Düsen- bzw. Schlitzanordnungen zur Verwendung in der Extrudiervorrichtung gemäss Fig. 2, Fig. 10 im Schnitt ein zusammengesetztes Material, hergestellt durch Trennen eines Flächengebildes der in Fig. 1 gezeigten Art und Verbinden der ursprünglichen Oberflächenschichten miteinander, Fig.
ll in einer schematischen Darstellung das doppelte Ziehen und gleichzeitige Zerteilen der Lamellen und Fig. 12 in einer schaubildlichen, schematischen Darstellung, teilweise im Schnitt, eine Düsenanordnung entsprechend der in Fig. ll gezeigten Anordnung.
In Fig. 1 ist das Flächengebilde der Einfachheit halber so gezeigt, als ob es nur aus zwei Materialien hergestellt wäre, einem ersten extrudierbaren, polymeren Material, aus dem die Lamellen--l--bestehen, und einem zweiten extrudierbaren Material, aus dem die Lamellen --2-- bestehen. Zur Verdeutlichung sind die Lamellen durch Linien dargestellt, doch weisen sie tatsächlich eine Dicke entsprechend den Zwischenräumen
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zwischen vollen und unterbrochenen Linien auf. Wie ersichtlich, werden die Lamellen durch eine
Schmierbewegung ausgebreitet und bilden ein flaches, sandwichartiges Gebilde nächst den Oberflächen und erhöhen so den Zusammenhang des Gebildes in diesen Bereichen, während die Lamellen annähernd senkrecht zur
Ebene des Flächengebildes in der Kernzone angeordnet sind. Die Linie--A-A--bezeichnet die Trennebene.
Es ist nicht erforderlich, diese Trennebene exakt in jenem Teil der Kernzone zu bezeichnen, wo die Lamellen senkrecht zur Ebene des Flächengebildes angeordnet sind.
In Fig. 1 bestehen beide Oberflächenschichten lediglich aus den Lamellen-l--und aus dem ersten extrudierbaren polymeren Material, und die Lamellen--2--aus dem zweiten extrudierbaren Material liegen nur in der Kernzone vor.
Die in Fig. 2 veranschaulichte Vorrichtung weist eine Ringdüse-3-auf und umfasst eine Reihe von
Schlitzen bzw. Düsen, die mit einer Sammelkammer zusammenwirken, welche aus zwei Teilen-4 und 5-- besteht, die so geformt sind, dass sie eine Extrudierdüse --6-- und einen Hals --7-- bilden. Das erste polymere Material--l--wird durch die relativ langen Schlitze--8--der Ringdüse extrudiert, während das zweite extrudierbare Material --2-- durch die kürzeren Schlitze --9-- extrudiert wird.
Die beiden Teile - 4 und 5--der Sammelkammer werden miteinander relativ zu der Düsenreihe in Rotation versetzt und üben so eine Schleppbewegung auf die Lamellen--l und 2--aus, wenn diese aus den Schlitzen-8 und 9-- extrudiert werden. Diese Schleppbewegung hat zur Folge, dass die Lamellen in Schraubenlinien im wesentlichen flach entlang der Düsenreihe gelegt werden. Gleichzeitig werden jedoch die Lamellen durch weitere Mengen von extrudiertem Material vorwärts getrieben und während dieser Bewegung erfahren ihre Ränder eine
Schleppbewegung entlang den Seitenteilen der Sammelkammer und insbesondere entlang des Halses-7--.
Dadurch werden die Lamellen einer Schmierbewegung in ihren oberflächennahen Bereichen unterworfen und es bildet sich eine sandwichartige Anordnung wie in Fig. 1 ersichtlich.
Das extrudierte Produkt besteht aus kürzeren
Lamellen--2-, die die Lamellen-l--voneinander trennen, welche folglich die Oberflächenschichten des
Flächengebildes bilden.
Wenn die Sammelkammer (Teile-4 und 5--) in Rotation versetzt wird, muss die Einrichtung zum
Ausstossen des zunächst röhrenförmigen Flächengebildes aus der Extrudiervorrichtung ebenfalls in Rotation versetzt werden, damit ein Aufdrehen der Schraubenform der Lamellen verhindert wird. Die Sammelkammer kann jedoch ortsfest vorgesehen werden, um eine solche Rotation der Ausstosseinrichtung zu vermeiden, doch in diesem Fall sollen die ringförmige Reihe von Düsen und die vielfachen Zuführungen zu denselben ebenfalls rotieren. In diesem Fall können die Vielfachzuführungen durch konzentrisch rotierende Fittings gespeist werden.
Die bei der in Fig. 2 veranschaulichten Vorrichtung angewendete Schlitzanordnung ist vergrössert und in
Einzelheiten in Fig. 3 dargestellt, welche eine Schlitzanordnung veranschaulichen, die lange Schlitze--8- alternierend mit kurzen Schlitzen --9-- aufweist. Zur Vereinfachung ist die Schlitzreihe geradlinig dargestellt.
Die in Fig. 4 bis 7 veranschaulichten Schlitzanordnungen werden zur Herstellung eines Flächengebildes verwendet, das eine schwächere Kernzone aufweist, wodurch das Zerteilen des Flächengebildes in zwei Teile in einer Ebene parallel zu der Ebene des Flächengebildes erleichtert wird.
Bei Verwendung der in Fig. 4 und 5 gezeigten Schlitzanordnungen wird ein erstes extrudierbares, polymeres Material durch die Schlitze--10--extrudiert, welche an entgegengesetzten Seiten der Trennzone angeordnet sind und ein extrudierbares zweites Material wird durch die Schlitze --11-- extrudiert. So erstrecken sich in dem in zwei Teile zu trennenden Flächengebilde die Lamellen aus dem zweiten Material über die gesamte Dicke und die Lamellen aus dem polymeren Material sind in der Kernzone, in welcher die Teilung stattfinden soll, nicht enthalten. Ein durch Verwendung der Schlitzanordnung gemäss Fig. 4 und 5 hergestelltes Flächengebilde wird an den Oberflächen aufgekämmt, um die Lamellen aus dem polymeren Material aneinanderzubinden. Das Kämmen wird mit Hilfe von Zähnen durchgeführt, welche in der in Fig. 2 gezeigten Sammelkammer angebracht sind.
Die in Fig. 6 gezeigte Schlitzanordnung zeigt Schlitze-12-für das Extrudieren eines ersten polymeren Materials, Schlitze --13-- für das Extrudieren eines weiteren (Trenn-) Materials und Schlitze-14-für das Extrudieren eines zweiten polymeren Materials. Bei Verwendung der Schlitzanordnung nach Fig. 6 wird ein Flächengebilde erhalten, welches eine kontinuierliche Schichte aus dem zweiten polymeren Material innerhalb der Trennzone enthält. Wenn die Teilung eines solchen Flächengebildes stattgefunden hat, kann das zweite polymere Material beispielsweise durch Bürsten leicht entfernt werden.
Die in Fig. 7 gezeigte Schlitzanordnung stimmt mit jener in Fig. 6 überein, mit der Ausnahme, dass die Schlitze --13-- für das Extrudieren des weiteren (Trenn-) Materials sich über die gesamte Breite der Ringdüse erstrecken. Bei Verwendung dieser Schlitzanordnung wird ein Flächengebilde mit einer Kernzone hergestellt, welche aus alternierenden Lamellen aus dem weiteren Material und dem zweiten polymeren Material besteht.
Die in Fig. 8 und 9 gezeigte Schlitzanordnung dient zum Extrudieren eines Flächengebildes mit Lamellen aus einem ersten polymeren Material und einem zweiten polymeren Material, welche Lamellen ineinandergreifend lediglich in der Kernzone angeordnet sind. Beim Teilen eines Flächengebildes, welches innerhalb der Kernzone solche ineinandergreifende Lamellen aufweist, erfolgt die Teilung in einem Bereich entsprechend der in Fig. 8 und 9 gezeigten Ebene--B-B-.
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Die in Fig. 9 veranschaulichte Schlitzanordnung umfasst Schlitze für das Extrudieren eines ersten polymeren
Materials, Schlitze --16-- für das Extrudieren eines zweiten polymeren Materials und Schlitze-17-für das Extrudieren eines weiteren (Trenn-) Materials.
Bei einem unter Verwendung der in Fig. 8 und 9 gezeigten Schlitzanordnung hergestellten Flächengebilde sind die aus dem ersten polymeren Material bestehenden Lamellen an einer Oberfläche miteinander verbunden und die aus dem zweiten polymeren Material bestehenden Lamellen sind an der andern Oberfläche miteinander verbunden. Bei Verwendung der gezeigten Schlitzanordnungen werden die Lamellen in den Oberflächenschichten miteinander verschmolzen, doch kann das Verbinden auch durch Kämmen erfolgen, wobei aus den Rändern der Lamellen Fäden gezogen und aus benachbarten Fäden Bündel in einem sandwichartigen Aufbau gebildet werden.
Ausserdem kann das Verbinden durch Injizieren bzw. Einführen von Reihen von andern Lamellen in die
Randbereiche der Lamellen an den Oberflächen erfolgen.
Das Einführen von Lamellen aus weiteren oder Trennmaterial ist nur dann erforderlich, wenn die Lamellen aus dem ersten und dem zweiten polymeren Material die Neigung zeigen, miteinander zu verschmelzen und eine festhaftende Bindung zu bilden, beispielsweise wenn das erste polymere Material mit dem zweiten polymeren Material identisch ist.
Das in Fig. 10 gezeigte Flächengebilde wurde hergestellt durch Trennen eines Flächengebildes der in Fig. 1 gezeigten Art in zwei Teile und Unterbrechen der Lamellenstruktur beispielsweise durch Entfernen der Lamellen des extrudierbaren Materials--2--. Die beiden entstandenen Teile wurden dann mit Hilfe eines Klebstoffes verbunden, welcher auf die ursprünglichen Oberflächenschichten punktweise aufgetragen wurde. Durch dieses punktweise Auftragen des Klebstoffes wurde eine hohe Biegsamkeit erzielt.
Die Festigkeit des zusammengesetzten Materials kann erhöht werden durch Einverleiben eines verstärkten Materials, welches beispielsweise aus parallelen Fäden zwischen den Schichten, die zusammengeklebt werden, bestehen kann.
Eine weitere Erhöhung der Festigkeit ist erzielbar durch gekreuztes Schichten der beiden durch das Teilen des Flächengebildes erhaltenen Teile.
Wenn die Oberflächen des Flächengebildes, welches in zwei Teile geteilt werden soll, gekämmt wurden, um aus den Rändern von benachbarten Lamellen Fäden auszuziehen, wurde das Schichten vorzugsweise derart ausgeführt, dass in dem Endprodukt die ursprünglich in einer der Oberflächenschichten enthaltenen Fäden gekreuzt waren mit den Fäden jener Oberflächenschichte, die ursprünglich der erstgenannten Oberflächenschichte entgegengesetzt war.
Um die Feinheit des Flors des Flächengebildes zu erhöhen und solche Flächengebilde für sanitäre Zwecke und auch zur Verwendung für feine Teppiche brauchbar zu machen, wird bevorzugt, die Lamellen in der Extrudiervorrichtung einem doppelten Verzug zu unterwerfen, wie schematisch in Fig. 11 veranschaulicht.
In Fig. 11 und 12 erfolgt das seitliche Ziehen der Lamellen unter Bildung der U-Form in zwei Stufen mit dem Ergebnis, dass die Feinheit der Lamellen ausserordentlich erhöht werden kann, u. zw. selbst in der Kernzone des Flächengebildes, und mit dem weiteren Ergebnis, dass die Lamellen gleichzeitig mit diesem Verziehen zerstückelt werden, wobei sich kontinuierliche Reihen diskontinuierlicher Lamellen bilden. Aus den Extrudierschlitzen --8 und 9-- fliessen die extrudierbaren Materialien--l und 2-in die rotierende Sammelkammer--18--, während sie zu halbfeinen, kontinuierlichen Lamellen gezogen werden, welche durch die Sammelkammer im wesentlichen in einem "breitseitigen" Fluss strömen.
Der Hals der Sammelkammer setzt
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geht der im wesentlichen breitseitige Fluss in einen annähernd längserstreckten Fluss über, so dass die Lamellen aus jedem der Kanäle in Bündeln hervorgehen. Jedes Bündel wird weitergezogen durch die Bewegung zwischen den Wänden --19-- und der zweiten Extrudierkammer--20--und bildet eine Reihe in dem extrudierten Flächengebilde.
In dem Schlitz--21--kann sich die Kammer allmählich erweitern, um das Flächengebilde gewünschtenfalls dicker zu machen und um den Mittelteil der U-Form anzuheben. Für diesen Zweck kann es vorteilhaft sein, die zweite Sammelkammer zu kühlen, beispielsweise durch ein Kühlmedium, welches durch Kanäle in den Wänden der Sammelkammer umläuft.
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