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Postkarten haben den Vorteil, dass sie ohne Umschlag innerhalb vorgegebener Gewichtsbereiche kostengünstig befordert werden, weisen aber den Nachteil auf, dass ihre Bild- bzw. Schriftfläche auf das vorgegebene Format beschränkt und stets einsehbar ist.
Der Erfindung hegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Postkarte zu schaffen, deren Bild- bzw SchriftflÅache vergrossert und vor einer unmittelbaren Einsichtnahme geschützte Bereiche aufweist.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass sie aus wenigstens zwei je einen Bildtrager bildenden, uber eine Klebeschicht miteinander verbundenen Lagen besteht, von denen die eine Lage mit der Klebeschicht und die andere Lage mit einer von der Klebeschicht ablosbare Deckschicht versehen Ist Durch den Aufbau einer Postkarte aus wenigstens zwei je einen Bildträger bildenden Lagen kann die Bild- bzw. Schriftfläche entsprechend vergrössert werden, wenn die beiden Lagen miteinander trennbar verbunden sind.
Dies wird durch eine Klebeschicht zwischen den belden Lagen ermöglicht, von denen die eine die Klebeschicht und die andere eine Deckschicht tragen, die von der Klebeschicht ablosbar Ist, wie dies an sich bekannt ist In der Verbundstellung der beiden Lagen wird eine einheitliche Postkarte erhalten, die nach dem Trennen der beiden Lagen in zwei Bildträger geteilt wird, von denen In der Verbundstellung lediglich die nach aussen weisenden Bild- bzw SchritlÅachen einsehbar sind Um die belden Lagen, die eine Im wesentlichen deckungsgleiche Umrissform aufweisen, einfach voneinander trennen zu können, kann eine der beiden Lagen einen gegenüber der anderen Lage vorragenden oder einspringenden Randabschnitt
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aufweisen,
mit dessen Hilfe das Ablösen der Deckschicht der einen Lage von der Klebeschicht der anderen Lage einfach eingeleitet werden kann.
Die von der Klebeschicht zwischen den beiden Lagen ablosbare Deckschicht der einen Lage kann durch eine entsprechende Oberflächenausbildung dieser Lage erreicht werden. Im allgemeinen ist es jedoch einfacher, diese Lage mit einer gesondert hergestellten Deckschicht zu kaschieren, Indem diese gesondert hergestellte Deckschicht mit Hilfe einer beidseitigen Klebefolie an die zugehonge Lage angeklebt wird.
Eine solche beidseitige Klebefolie kann auch zur Bildung eines Filmscharniers zwischen den beiden Lagen herangezogen werden, wenn die beidseitige Klebefolie an den einander zugekehrten Seiten beider Lagen aufgeklebt wird Besonders günstige Konstruktionsverhältnisse ergeben sich In diesem Zusammenhang, wenn die beidseitige Klebefolie im Bereich der der Deckschicht gegenuberllegenden Lage die von der Deckschicht lösbare Klebeschicht bildet, so dass die von der Deckschicht lösbare Lage keiner gesonderten Behandlung zum Aufbringen einer Klebeschicht bedarf. Es braucht wohl nicht besonders hervorgehoben zu werden, dass sowohl die Deckschicht als auch die der Deckschicht zugewandte Seite der von der Deckschicht ablösbaren Lage einander zugekehrte Bild- bzw.
Schnftfláchen bilden kònnen. Es ist in diesem Fall lediglich dafür zu sorgen, dass die beidseitige Klebefolie durchsichtig ist, so dass die Blld- bzw Schnftfläche der die Klebeschicht tragenden Lage durch diese Klebeschicht gelesen werden kann.
Obwohl an die von der Klebeschicht ablösbare Deckschicht lediglich die Forderung zu stellen Ist, von Jer Klebeschicht ohne Mitnahme der Klebeschicht abziehbar zu sein, was durch unterschiedliche Werkstoffe erreicht werden kann, ergeben sich besonders einfache HerstellungsverhaKsse, wenn die von der Klebeschicht ablösbare Deckschicht aus einem einseitig beschichteten Wachspapier besteht, das mit seiner Wachsseite von den üblichen Klebeschichten ohne weiteres abgelöst werden kann, nicht aber mit der ungewachsten Seite.
Die Klebeschicht braucht sich nicht über die gesamte Flache der zugehörigen Lage zu erstrecken, sie kann nur bereichsweise, vorzugsweise unter Auslassung eines
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Mittenbereichs vorgesehen sein, weil es Im wesentlichen nur darum geht, die einzelnen Lagen so miteinander zu verbinden, dass sie nicht unbeabsichtigt voneinander gelöst werden.
Die miteinander lösbar verbundenen Lagen der Postkarte bieten darüber hinaus die Möglichkeit, zusätzliche Informationen auf gesonderten Datentragern aufzunehmen. Im einfachsten Fall kann ein solcher Datenträger zwischen die beiden Lagen gelegt werden, wobei vorzugsweise im Bereich des zusätzlichen Datenträgers die Klebeschicht ausgespart ist.
Eine bessere Halterung für einen zusätzlichen Datenträger wird dann erreicht, wenn zumindest eine der Lagen, vorzugsweise die Lage mit der Klebeschicht, eine Einstecktasche mit einer von der anderen Lage abdeckbaren Einsteckoffnung bildet, weil In diesem Fall der zusatzllche Datenträger, sei es ein Blatt Papier, ein Photo oder eine Kompaktscheibe, von der Einstecktasche aufgenommen wird Es ist aber auch möglich, zumindest eine der Lagen, vorzugsweise die Lage mit der Klebeschicht, mit einer von der anderen Lage abdeckbaren mittigen Aussparung zur Aufnahme eines Datenträgers, insbesondere einer Datenträgerscheibe, zu versehen, so dass der zusätzliche Datenträger In dieser Aussparung geschützt aufgenommen wird Wird die Klebeschicht der Lage mit der Aussparung zugeordnet, so bedarf es keiner zusätzlichen Massnahme,
das Ankleben des zusatzlichen Datenträgers an der Klebeschicht zu verhindern In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen Fig. 1 eine erfindungsgemasse Postkarte ausschnittsweise in einem schematischen
Querschnitt in einem vergrösserten Massstab, Fig 2 eine der Fig 1 entsprechende Darstellung einer abgewandelten Ausführungs- form einer erfindungsgemassen Postkarte, Fig. 3 eine weitere Konstruktlonsvanante einer erfindungsgemässen Postkarte in einem vergrösserten Querschnitt, Fig. 4 eine abgewandelte Ausführungsform einer erfindungsgemässen Postkarte mit einer Aussparung zur Aufnahme eines zusätzlichen Datenträgers in einem vergrösserten Querschnitt,
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Fig.
5 die die Aussparung aufweisende Lage der Postkarte gemass der Fig 4 in einer
Draufsicht auf die Aussparung in einem kleineren Massstab und Fig. 6 eine Lage einer erfindungsgemässen Postkarte mit einer Einstecktasche zur
Aufnahme eines zusätzlichen Datentragers ausschnittsweise in einem ver- grösserten Querschnitt Gemäss dem Ausführungsbeispiel nach der Fig. 1 besteht die Postkarte aus zwei im wesentlichen deckungsgleichen Lagen 1 und 2, die miteinander über eine Klebeschicht 3 lösbar verbunden sind.
Zu diesem Zweck ist die eine Lage 1 mit einer von der Klebeschicht 3 lösbaren Deckschicht 4 versehen, während der anderen Lage 2 die Klebeschicht 3 zugeordnet 1St. Um nun die beiden Lagen 1 und 2 voneinander trennen zu können, braucht lediglich die Lage 1 mit der Deckschicht 4 von der Lage 2 mit der Klebeschicht 3 abgehoben zu werden Dieses Trennen der beiden Lagen 1 und 2 voneinander kann durch eine Randaussparung 5 der einen Lage 1 erleichtert werden, weil durch diese Randaussparung 5 der vorragende Randabschnitt 6 der anderen Lage 2 gegenüber der abzuhebenden Lage 1 zurückgehalten werden kann.
Damit im Bereich der Randaussparung 5 der vorragende Randabschnitt 6 der Lage 2 nicht sichtbar wird, kann der im Bereich der Randaussparung 5 ausgestanzte Randabschnitt der Lage 1 am vorragenden Randabschnitt 6 der Lage 2 angeklebt werden und die Randaussparung 5 ausfüllen.
Um einfache Konstruktionsbedingungen sicherzustellen, kann die Deckschicht 4 mit der zugehörigen Lage 1 über eine doppelseitige Klebefohe 7 verbunden sein. In ähnlicher Weise kann die Klebeschicht 3 durch eine auf die andere Lage 2 aufgeklebte beidseitige Klebefolie 7 gebildet werden, deren von der zugehörigen Lage 2 abgewandte Seite die mit der Deckschicht 4 zusammenwirkende Klebeschicht 3 ergibt.
Auch bel dieser Konstruktion kann die Lage 1 mit der Deckschicht 4 von der Lage 2 wiederholt abgelost und aufgebracht werden Nach der Fig. 3 sind die beiden beidseitigen Klebefolien 7 der Lagen 1 und 2 auf einer Seite der Postkarte einstückig miteinander verbunden und ergeben im Ver-
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bindungsbereich ein Filmscharnier 8, um das die belden Lagen 1 und 2 auseinanderklappbar sind, wie dies strichpunktiert angedeutet Ist Unabhängig von den gewählten Konstruktionen kann die Lage 2 auf der die Klebeschicht 3 tragenden Seite eine Bildfläche aufweisen, die durch die durchsichtige Klebeschicht 3 bzw die durchsichtige Klebefolie 7 betrachtet werden kann.
Diese Bildflache kann naturgemäss nicht beschriftet werden Eine Beschriftung ist auf der gegenüberliegenden Aussenseite der Lage 2 möglich Die mit der Deckschicht 4 versehene Lage kann sowohl auf der Aussen- als auch auf der Innenseite eine Bildbzw Schriftfläche bilden. Während die äusseren Bild- bzw.
Schnftflächen der Lagen 1 und 2 wie bei herkömmlichen Postkarten In der Verbundstellung einsichtbar sind, bleiben die einander zugekehrten Innenflächen der Lagen 1 und 2 durch diese Lagen abgedeckt, bis die beiden Lagen 1 und 2 voneinander getrennt werden Die Deckschicht 4 der einen Lage 1 soll sich beim Ablösen von der Klebeschicht 3 der anderen Lage 2 nicht von der zugehongen Lage 1 losen Aus diesem Grunde muss die Haftkraft zwischen der Lage 1 und der Deckschicht 4 grösser als zwischen der Deckschicht 4 und der Klebefolie 7 sein.
Die Deckschicht 4 wird daher im allgemei- nen nur auf einer Seite eine von einer Klebeschicht lösbare Oberfläche aufweisen, wie dies bei einseitig beschichteten Wachspapieren der Fall ist Gemäss dem Ausfuhrungsbelsplel nach den Fig 4 und 5 weist die Lage 2 mit der Klebeschicht 3 eine Aussparung 9 auf, In der ein zusätzlicher Datenträger aufgenommen werden kann. Wie aus der Fig 5 ersichtlich ist, kann diese Aussparung 9 kreisförmig ausgebildet sein, um eine Kompaktscheibe aufzunehmen.
Werden die beiden Lage 1 und 2 über das Filmscharnier 8 gegeneinander geschwenkt und die Postkarte verschlossen, so deckt die Lage 1 mit der Deckschicht 4 die Kompaktscheibe in der Aussparung 9 ab Die Aussparung 9 kann aber auch eine andere geometrische Form aufweisen, wie dies In der Flg. 5 durch die stnchpunktiert angedeutete Rechteckform eingezeichnet ist Die Aussparung 9 selbst kann In einfacher Weise durch einen zweischichtigen Aufbau der Lage 2 erreicht werden.
Die die Klebeschicht 3 tragende Schicht 2a der Lage 2 bildet entsprechend der Fig. 4 die Aussparung 9
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In der Fig. 6 ist eine weitere Moglichkeit einer Aufnahme eines zusatzlichen Datenträgers dargestellt, und zwar bildet die Lage 2 eine Einstecktasche 10 mit einer Einstecköffnung 11, durch die der zusätzliche Datenträger entsprechend dem Pfeil 12 in die Einstecktasche 10 eingeschoben, bzw. aus der Einstecktasche 10 entnommen werden kann. Da die Einstecköffnung 11 der Einstecktasche 10 durch die Lage 1 abgedeckt wird, die auf die Klebeschicht 3 aufgedrückt wird, Ist der zusätzliche Datenträger, beispielsweise ein Blatt Papier, ein Photo od dgl., In der Einstecktasche 10 sicher verwahrt.
Die Erfindung Ist selbstverständlich nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt. So können durchaus mehr als zwei Lagen für den Aufbau der Postkarte eingesetzt werden, wobei Verbindungen der einzelnen Lagen 1 und 2 über Filmscharniere mit Lagen ohne FIlmscharniere abwechseln können. Ausserdem ist es nicht erforderlich, die Klebeschicht 3 über die ganze Flache der Lage 2 zu erstrecken. Es können in diesem Fall lediglich Randstreifen der Lage 2 mit einer Klebeschicht versehen werden, wobei der gleiche Effekt sichergestellt wird.