AT3183U1 - Vorrichtung mit spreizvorrichtung zum stapeln von profilen - Google Patents
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Abstract
Vorrichtung zum Stapeln von stabförmigen kontinuierlich anfallenden Profilabschnitten (8) in Kassetten (3) unter Verwendung von heb- und senkbaren Vakuumsaugern (12), wobei an den Längsseiten der Kassetten (3) mindestens zwei sich paarweise gegenüberliegende vertikale Pfosten (14,15) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zum Stapeln (2) eine Spreizvorrichtung (1) mit mindestens zwei sich paarweise gegenüberliegenden Spreizelementen zum Spreizen der freien Enden der Pfosten (14,15) aufweist, die im Bereich der freien Enden der vertikalen Pfosten (14,15) mit der Spreizvorrichtung (1) verbunden sind, wobei die Spreizelemente im Bereich der freien Enden der vertikalen Pfosten jeweils ein beweglich gelagertes Halteteil (21,27) und eine Zylinder-Kolben-Einheit (23,29) aufweisen, und die Zylinder-Kolben-Einheit (23,29) derart zwischen beweglichem Halteteil (21,27) und Spreizvorrichtung (1) angeordnet ist, daß beim Betätigen der Zylinder-Kolben-Einheit (23,29) das Halteteil (21,27) kraftschlüssig an das freie Ende des Vertikalpfostens (14,15) greift und dieses spreizt.
Description
AT 003 183 Ul
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Stapeln von stabförmigen, kontinuierlich anfallenden Profilabschnitten in Kassetten gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Eine gattungsgemäße Stapelvorrichtung ist bereits aus dem DE-Gebrauchsmuster 92 14 690 bekannt. Darin ist eine Stapelvorrichtung beschrieben, die mit Hilfe von Vakuumsaugern Profilabschnitte in eine Kassette stapelt. Die handelsüblichen Kassetten bestehen dabei aus einem langgestreckten Boden, auf dem die Profilabschnitte liegen. Entlang der Längsseiten der Kassette sind sich gegenüberliegend vertikale Pfosten angeordnet, die ein seitliches Herunterfallen der Profile verhindern. Der lichte Abstand der Pfosten ist dabei auf die Breite einer Lage von nebeneinanderllegenden Profilabschnitten abgestellt, wobei ein geringes Toleranzmaß berücksichtigt ist.
Nun hat sich gezeigt, daß beim Transport der leeren Kassetten die freien Enden der Pfosten infolge unsachgemäßen Umgangs mit den Kassetten regelmäßig verbogen sind. Die Folge hiervon ist, daß der lichte Abstand zwischen den verbogenen Pfosten nicht mehr ausreicht, um eine Lage Profilabschnitte in die Kassette abzusetzen. Vielmehr stoßen die Profilabschnitte beim Absetzen an den Pfosten an und fallen ungeordnet in die Kassette oder gar zu Boden. Dadurch wird der vollautomatische Betriebsablauf erheblich gestört.
Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die gattungsgemäßen Stapelvorrichtungen derart forzubilden, daß beim Stapelvorgang stets der für das Absetzen der Profilabschnitte erforderliche Pfostenabstand gewährleistet ist. 2 AT 003 183 Ul
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe durch eine Stapelvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Mit Hilfe der erfindungsgemäßen Spreizvorrichtung werden die Pfosten der Kassette noch vor dem ersten Absetzen der Profilabschnitte auf den erforderlichen Abstand gebracht und während des gesamten StapelVorgangs in dieser Position gehalten. Das hat den Vorteil, daß der vollautomatische Betrieb der Herstellung und des Stapelns von Profilen nunmehr reibungslos ablaufen kann. Dies ist bei der Herstellung von Profilen nach dem kontinuierlich ablaufenden Extruderverfahren besonders wichtig, da ein Stillstand des Extruders, z. B. bedingt durch einen Ausfall der Stapelvorrichtung, zum Verbrennen des Kunststoffes am Extruder führen kann. Auf jeden Fall muß ein Extruder nach einem Stillstand wieder langsam angefahren werden, wobei die ersten Profilabschnitte erfahrungsgemäß Ausschuß sind.
Ein weiterer Vorteil ist, daß die Profilabschnitte nicht mehr infolge eines mißglückten StapelVorgangs durch das Aufsetzen auf die Pfosten der .Kassette oder das Zubodenfallen beschädigt werden.
Nach einer besonderen Ausführungsform werden die Pfosten mit Hilfe von Winkeln auf den erforderlichen Abstand gebracht. Die Winkel sind am Ende ihres einen Schenkels um eine Achse parallel zur Kassettenlängsachse drehbar gelagert, während der andere Schenkel das freie Ende des Pfostens greift und nach außen zieht. Der Antrieb erfolgt dabei über eine Zylinder-Kolben-Einheit, die sowohl hydraulisch als auch pneumatisch betrieben sein kann. 3 AT 003 183 Ul
Alternativ hierzu können die Halteteile auch in einer Ebene senkrecht zur Kassettenlängsachse zwangsgeführt sein. Dabei sind die Führungen so angeordnet, daß das Halteteil bei seiner Bewegung das freie Ende der Pfosten greift und dieses nach außen zieht.
Da die handelsüblichen Kassetten hinsichtlich Pfostenanzahl und -abstand in Längsrichtung nicht genormt sind, ist die Stapelvorrichtung jederzeit um weitere Spreizvorriehtungen ergänzbar. Darüber hinaus ist allen Spreizvorrichtungen gemein, daß sie in Längsrichtung der Stapelvorrichtung verschieblich sind. Dadurch läßt sich die Spreizvorrichtung auf die verschiedenen Kassettentypen einstellen und in dieser Lage fixieren.
Wie auch die Stapelvorrichtung kann die Spreizvorrichtung über Lichtschranken bzw. Endabschalter vollautomatisch gesteuert werden. Dadurch läßt sie sich problemlos in eine vollautomatische Fertigungsstraße integrieren.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels erläutert. Es zeigen
Fig. 1 einen Querschnitt durch eine Stapelvorrichtung mit erfindungsgemäßer Spreizvorrichtung,
Fig. 2 eine Detaildarstellung eines ersten Halteelements und
Fig. 3 eine Detaildarstellung eines zweiten Halteelements.
Fig. 1 zeigt die erfindungsgemäße Spreizvorrichtung 1 in Kombination mit einer Stapel Vorrichtung 2 sowie einer fahrbaren Kassette 3 für das Stapelgut. Die Stapelvorrichtung 2 besteht aus mehreren in Längsrichtung 4 AT 003183 Ul hintereinander angeordneten Rahmen 4. Die Rahmen 4 sind über längs verlaufende Riegel 5, 6 biegesteif miteinander verbunden. Etwa auf halber Höhe der Rahmen 4 sind horizontal und seitlich verschwenkbare Auflagerarme 7 angeordnet. Auf ihnen sind die abgelängten und zum Stapeln vorbereiteten Profilabschnitte 8 abgelegt. Am oberen Ende der Rahmen 4 ist jeweils eine Hubvorrichtung 9 angeordnet. Sie besteht im wesentlichen aus einem Hubantrieb 10, durch den eine vertikale Hubstange 11 geführt ist. Am unteren Ende der Hubstange ll sind eine Vielzahl von Vakuumsaugern 12 über den Profilabschnitten 8 angeordnet.
Unterhalb der Hubvorrichtung 9 erkennt man eine fahrbare Kassette 3. Sie besteht aus einem durchgängigen Boden 13 und sich paarweise gegenüberliegenden vertikalen Pfosten 14, 15, die an den Längsseiten der Kassette 3 befestigt sind. Der lichte Abstand der Pfosten 14, 15 ist auf die Breite einer Lage mehrerer nebeneinanderliegender Profilabschnitte 8 . abgestimmt.
Die erfindungsgemäße Spreizvorrichtung 1 ist zweigeteilt, nämlich in einen Teil 16, der dem der Stapelvorrichtung 2 zugewandten Pfosten 14 zugeordnet ist, und in einen Teil 17, der dem gegenüberliegenden Pfosten 15 zugeordnet ist.
Der Teil 17 besteht aus einem abgewinkelten Arm 18. Der Arm 18 ist mit dem einen Ende an dem oberen Riegel 5 des Rahmens \ 4 befestigt. Dabei läßt die Befestigung ein Verschieben des Arms 18 in Längsrichtung des Riegels 5 zu, so daß ein Anpassen des Teils 17 an die unterschiedlichen Kassettentypen mit dem speziellen Pfostenabstand möglich ist.
Am anderen Ende des Arms 18 ist ein Stahlprofil 19 angeordnet, das mit seinem Ende in die unmittelbare Nähe des 5 AT 003 183 Ul freien Endes des Pfostens 15 führt.
In Fig. 2 erkennt man, daß dieses Ende ein zur Kassettenlängsrichtung paralleles Achslager 20 aufweist, um das ein Winkel 21 drehbar gelagert ist. Der eine Schenkel 22 des Winkels 21 zeigt nach unten in Richtung des Pfostens 15. Bewegt wird der Winkel 21 über eine Zylinder-Kolben-Einheit 23, die zwischen dem Winkel 21 und dem Stahlprofil 19 angeordnet ist.
Fig. 1 zeigt auch den zweiten Teil 16 der Spreizvorrichtung 1 bestehend aus einem horizontalen Arm 24, der mit seinem rückwärtigen Ende an dem unteren Riegel 6 des Rahmens 4 befestigt ist. An dem vorderen Ende ist ein vertikales, parallel zum Pfosten 16 verlaufendes Stahlprofil 25 angeordnet. Auch hier führt das Ende des Stahlprofils 25 in die unmittelbare Nähe des Endes des Pfostens 14. Ein Aussteifungsprofil 26 zwischen Arm 24 und Stahlprofil 25 sorgt für eine biegesteife Verbindung. Am Ende des Stahlprofils 25 ist ein Halteteil angeordnet, das näher unter Fig. 3 beschrieben ist.
In Fig. 3 erkennt man den oberen Teil des Pfostens 16 und des Stahlprofils 25. Am Ende des Stahlprofils 25 ist wie schon bei Teil 17 beschrieben ein Halteelement in Form eines Winkels 27 über ein Achslager 28 drehbar gelagert. Auch hier wird der Winkel 27 mit Hilfe einer Zylinder-Kolben-Einheit 29, die zwischen dem Winkel 27 und dem Stahlprofil 25 angeordnet ist, betätigt.
Zum Stapeln der Profilabschnitte 8 werden die Vakuumsauger 12 bis zum Kontakt mit den Profilabschnitten 8 gesenkt und es wird über ein Vakuum eine kraftschlüssige Verbindung zu den Profilabschnitten 8 hergestellt. Anschließend werden die Profilabschnitte 8 mit Hilfe eines Hubantriebs 10 leicht 6 AT 003 183 Ul angehoben und nach dem seitlichen Verschwenken der Auflagerarme 7 in die Kassette 3 abgelassen.
Um dabei den erforderlichen lichten Abstand zwischen den Pfosten 14 und 15 zu gewährleisten, werden die beiden Winkel 21 und 27 mit Hilfe der Zylinder-Kolben-Einheiten 23 und 29 um die Achslager 20 und 28 nach unten verschwenkt. Dabei greifen sie die Enden der Pfosten 14 und 15 und ziehen diese gleichzeitig so weit nach außen, bis der erforderliche Abstand zwischen den Pfosten 14 und 15 vorhanden ist. Die verbogenen Pfosten 14, 15 werden dabei gerichtet. Mittels eines Endschalters wird der Spreizvorgang überwacht und begrenzt.
In dieser Position werden die Pfosten 14 und 15 gehalten, bis die Kassette 3 vollständig mit Profilabschnitten 8 beladen ist. Durch Aktivieren der Zylinder-Kolben-Einheiten 23 und 29 werden die Winkel 21 und 27 wieder nach oben verschwenkt und geben dabei die Pfosten 14 und 15 frei, so daß anschließend die volle Kassette 3 zum Weitertransport von der Stapelvorrichtung 2 weggefahren werden kann. 7
Claims (6)
- AT 003 183 Ul Ansprüche 1. Vorrichtung zum Stapeln von stabförmigen kontinuierlich anfallenden Profilabschnitten (8) in Kassetten (3) unter Verwendung von heb- und senkbaren Vakuumsaugern (12), wobei an den Längsseiten der Kassetten (3) mindestens zwei sich paarweise gegenüberliegende vertikale Pfosten (14,15) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zum Stapeln (2) eine Spreizvorrichtung (1) mit mindestens zwei sich paarweise gegenüberliegenden Spreizelementen zum Spreizen der freien Enden der Pfosten (14,15) aufweist, die im Bereich der freien Enden der vertikalen Pfosten (14,15) mit der Spreizvorrichtung (1) verbunden sind, wobei die Spreizelemente im Bereich der freien Enden der vertikalen Pfosten jeweils ein beweglich gelagertes Halteteil (21,27) und eine Zylinder-Kol-ben-Einheit (23,29) aufweisen, und die Zylinder-Kolben-Einheit (23,29) derart zwischen beweglichem Halteteil (21,27) und Spreizvorrichtung (1) angeordnet ist, daß beim Betätigen der Zylinder-Kol-ben-Einheit (23,29) das Halteteil (21,27) kraftschlüssig an das freie Ende des Vertikalpfostens (14,15) greift und dieses spreizt.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteteil (21, 27) um eine parallel zur Kassettenlängsachse angeordnetes Achslager (20, 28) drehbar ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteteil (21, 27) in einer Ebene senkrecht zur Kassettenlängsachse zwangsgeführt ist.
- 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteteil (21,27) aus einem Winkel besteht, dessen einer Schenkel beweglich mit der Spreizvorrichtung (1) verbunden ist und dessen anderer Schenkel an das freie Ende der Pfosten (14,15) greift. 8 AT 003 183 Ul
- 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Spreizvorrichtung (1) an der Vorrichtung zum Stapeln (2) längsverschieblich befestigt ist.
- 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche l bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die SpreizVorrichtung (l) einen Endschalter aufweist, der den Spreizvorgang überwacht und begrenzt. 9
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