AT3223U1 - Einrichtung zum absaugen von abgasen über einen schornstein od. dgl., insbesondere zum absaugen von rauchgasen aus feuerstätten - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Absaugen von Abgasen über einen Schornstein (1) od. dgl., insbesondere zum Absaugen von Rauchgasen aus Feuerstätten. Zur Gewährleistung einer wirkungsvollen Absaugung auch bei normalerweise unzureichenden Zugverhältnissen, insbesondere bei geringen Durchmessern der Schornsteinöffnung, ist die Konstruktion gekennzeichnet durch einen Injektor (5), bestehend aus einem Rohr (2), an das außenseitig ein Diffusor (4) anschließt, und einer in dem Rohr (2) oder Diffusor (4) mündenden Leitung (8) zur Zuführung von Außenluft. Nach dem Injektorprinzip entsteht im Injektor (5) Unterdruck, durch den die Abgase aus der Feuerstelle abgesaugt werden. Der Injektor (5) kann auf dem Schornstein (1) od. dgl. aufgesetzt oder in diesem integriert werden. Die Zuführung der Außenluft geschieht vorteilhafterweise durch einen Ventilator (9). Zusätzlich kann eine Nebenluftvorrichtung zur weiteren Luftzuführung im Schornstein (1) od. dgl., vorzugsweise nahe der Schornsteinsohle angeordnet sein. Die Erfindung kann insbesondere bei sanierten Schornsteinen mit geringerem Öffnungsdurchmesser sehr wirkungsvoll angewandt werden.
Description
<Desc/Clms Page number 1> Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Absaugen von Abgasen über einen Schornstein od dgl.. insbesondere zum Absaugen von Rauchgasen aus Feuerstätten. Aus Gründen der Wetterlage, der Versottung der Kamine oder aufgrund zu geringer Querschnitte von Öffnungen von Schornsteinen kommt es häufig vor. dass die Zugwirkung der Schornsteine nicht zufriedenstellend ist. Bei der Sanierung alter Kamine werden übhcherweise zur Vermeidung von Stemmarbeiten Rohre aus Kunststoff, Metall oder Schamotte in den bestehenden Schornstein eingezogen. Damit ist gezwungenermassen eine EMI1.1 Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss gelöst durch einen Injektor, bestehend aus einem Rohr. an das aussenseitig ein Diffusor anschliesst, und einer in dem Rohr oder Diffusor mündenden Leitung zur Zuführung von Aussenluft. Durch die Zuführung von zusätzlicher Luft in das Rohr oder den Diffusor in Verbindung mit der Querschnittserweiterung durch den Diffusor entsteht nach dem Injektorprinzip Unterdruck. durch den eine gute Absaugung der Abgase aus der Feuerstätte ermöglicht wird. Dadurch wird eine bessere Zugwirkung von Kaminen insbesondere bei geringen Durchmessern der Schornsteine erzielt. Durch Anwendung der erfindungsgemässen Einrichtung kann eine einwandfreie Funktion sanierter Kamine trotz geringerer Öffnungsdurchmesser sichergestellt werden. Dadurch können Neuerrichtungen von Kaminen vermieden bzw. zumindest zeitlich hinausgezögert und somit Kosten gespart werden. Gleichzeitig ist durch die Beimengung von Reinluft eine Verdünnung der Abgase verbunden, wodurch die Emissionskonzentrationen von Luftschadstoffen, wie Kohlenmonoxid, Schwefeloxid. Stickoxide, unverbrannte Kohlenwasserstoffe. Wasserdampf und Russ wesentlich abgesenkt werden können. Durch die Absaugung der Abgase kann durch die erfindungsgemässe Einrichtung auch die Funktion bei längeren Verbindungsleitungen aufrechterhalten werden. Ebenso kann durch die erfindungsgemässe Einrichtung die Höhe von Rauchfängen reduziert werden bzw. eine notwendige Erhöhung vermieden werden. Durch die <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 Wasserdampftaupunkts trocken gehalten werden können und Versottungserscheinungen nicht auftreten Insbesondere zur Sanierung bestehender Schornsteine ist vorgesehen, dass das Rohr des Injektors an die Öffnung des Schornsteins od. dgl. anschliesst oder in die Öffnung des Schomstems od. dgl. hineinragt. Dadurch ist eine nachträgliche Montage der erfindungsgemässen Einrichtung rasch und kostengünstig durch einfaches Aufsetzen auf den Schornsteinkopf möglich. Alternativ dazu kann der Injektor auch im Bereich der Schomsteinmündung im Schornstein integriert sein, anstatt dass dieser auf den Kopf des Schornsteins od. dgl. aufgesetzt wird. Gemäss einer vorteilhaften Ausführungsvariante der Erfindung schliesst der Diffusor bzw. ein damit verbundenes Rohr an das Rohr unter Bildung eines Ringspalts teilweise überlappend an. und mündet der Ringspalt in einer, das Rohr umgebenden Kammer. mit welcher Kammer die Leitung zur Zuführung der Aussenluft verbunden ist. Durch diese Konstruktionsvariante werden besonders gleichmässige Strömungsverhältnisse im Injektor geschaffen. und dadurch die Wirkung verbessert. Eine einfache aber zugleich effektive Konstruktionsvariante wird dadurch erreicht, dass der Diffusor durch einen konischen Rohrstutzen gebildet wird. Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung ist aussenseitig ein Ventilator zur Förderung der Aussenluft an die Leitung angeschlossen. Zur Vermeidung zu grosser Lärmentwicklung wird vorteilhafterweise ein geräuscharmer Ventilator eingesetzt. Die aussenseitige Anordnung erleichtert die Wartung und einen etwaigen Austausch des Ventilators. Gemäss einem weiteren Erfindungsmerkmal ist vorgesehen. dass im Schornstein od. dgl., vorzugsweise nahe der Schornsteinsohle, eine Nebenluftvorrichtung zur weiteren Zuführung von Aussenluft vorgesehen ist. Durch eine solche Nebenluftvorrichtung, welche beispielsweise in Form einer Klappe über der Rauchfangsohle vorgesehen sein kann, wird durch den im <Desc/Clms Page number 3> Injektor erzeugten Unterdruck ein dauerndes Durchsaugen von Luft durch den Schornstein und somit ein Trockenhalten bzw. rasches Trockenlegen und Verhindern eines neuerlichen Nass-erden des Schornsteins bewirkt. Weitere Einzelheiten der Erfindung werden anhand der angeschlossenen Zeichnung erläutert, in welcher ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Einrichtung schematisch dargestellt ist. Die Zeichnung zeigt einen Schornstein 1 und eine Ausführungsform der erfindungsgemässen Einrichtung, welche auf den Kopf des Schornsteins l aufsetzbar ist. Der Injektor 5 besteht aus einem Rohr 2, welches einen geringeren Durchmesser als die Öffnung des Schornsteins l aufweist, sodass es in diesen einsetzbar ist. An das Rohr 2 schliesst aussenseitig ein Rohr 3 an. wobei der Durchmesser des Rohres 3 grösser als der Durchmesser des Rohres 2 ist, sodass die Rohre 2 und 3 ineinandergesteckt werden können. Im Überlappungsbereich zwischen den beiden Rohren 2 und 3 entsteht ein Ringspalt 6. Mit dem Rohr 3 ist ein Diffusor 4 verbunden. Im dargestellten Beispiel weist der Diffusor 4 kegelstumpfförmige Gestalt auf, der Diffusor 4 kann aber auch eine anders geformte Querschnittserweiterung nach aussen aufweisen. Der Ringspalt 6 mündet in eine als Beruhigungszone dienende, das eingangsseitige Ende des Rohres 3 und das ausgangsseitige Ende des Rohres 2 umschliessende Kammer 7. Ein Ventilator 9 bläst Aussenluft über eine Leitung 8 seitlich in die Kammer 7 ein. Die eingeströmte Luft bewegt sich in Richtung der Pfeile in die Kammer 7 und von dort aus über den Ringspalt 6 in das Rohr 3. Aufgrund der strömungstechnischen Gesetze entsteht durch die hohe Geschwindigkeit der Luft im Ringspalt 6, in Verbindung mit dem Diffusor 4 in der Abgasaustrittszone Unterdruck, durch welchen die Abgase aus der Feuerstätte angesaugt werden. Vorzugsweise wird zum Einblasen der Luft ein geräuscharmer Luftventilator mit niedriger Ausgangsleistung eingesetzt. Dadurch sind die Betriebskosten sehr niedrig. Die elektrische Versorgung des Ventilators ist vorzugsweise mit der Kesselsteuerung gekoppelt, sodass der Ventilator nur während des Betriebs der Heizung aktiviert wird. Der von aussen leicht EMI3.1 <Desc/Clms Page number 4> Die erfindungsgemässe Einrichtung kann sehr einfach und rasch auf bestehende Schornsteine aufgesetzt und montiert werden. Eine Anpassung an die jeweilige Kaminleistung ist ebenfalls leicht und kostengünstig durchführbar. Für Kesselleistungen im Bereich von 40 bis 50 kW reicht eine Einrichtung mit einer Gesamthöhe von 60 cm, einem Durchmesser von etwa 20 cm und einer Ventilatorleistung von etwa 40 Watt aus, bei einen Kamin mit 80 mm Durchmesser und 50 m Länge einen ausreichenden Unterdruck für eine sichere Absaugung der Abgase hervorzurufen. Derartig dimensionierte Aufsätze sind kostengünstig herzustellen und weisen EMI4.1 Durch die Verdünnung der Abgase mit Aussenluft können mit Hilfe der erfindungsgemässen Einrichtung die Emissionskonzentrationen von Luftschadstoffen (Kohlenmonoxid, Schwefeloxide, Stickoxide, unverbrannte Kohlenwasserstoffe, Wasserdampf, Russ) deutlich, EMI4.2 Die erfindungsgemässe Einrichtung kann besonders vorteilhaft bei der Sanierung alter Schornsteine eingesetzt werden, da durch den Unterdruck eine Querschnittveringerung des Schornsteins durch Metallrohre, Schamotterohre oder flexible PVDF (Polyvinylidenfluorid)Rohre zulässig wird. Durch den auf den Schornstein aufgesetzten Injektor werden Versottungserscheinungen. welche die Funktion des Kamins beeinträchtigen an gemauerten Fängen, Fängen aus Schamotterohren oder Leca-Beton in Verbindung mit einer über der Rauchfangsohle eingebrachten Nebenluftvorrichtung, beispielsweise in Form einer Klappe, vermieden. Ebenso wird dadurch ein Trockenhalten von Rauchfängen bei Unterschreitung des WasserdampfTaupunkts erreicht Neben dem bevorzugten Anwendungsgebiet der erfindungsgmässen Einrichtung zur Absaugung von Rauchgasen von Feuerstätten sind auch verschiedene andere Anwendungen denkbar. Der Einbau der erfindungsgemässen Einrichtung in Rauchfänge. vorzugsweise im Bereich dessen Mündung anstelle des Aufsetzens ist ebenso möglich.
Claims (6)
- Ansprüche 1. Einrichtung zum Absaugen von Abgasen über einen Schornstein (1) od. dgl., insbesondere zum Absaugen von Rauchgasen aus Feuerstätten, gekennzeichnet durch einen Injektor (5), bestehend aus einem Rohr (2), an das aussenseitig ein Diffusor (4) anschliesst, und einer in dem Rohr (2) oder Diffusor (4) mündenden Leitung (8) zur Zuführung von Aussenluft, wobei der Diffusor (4) bzw. ein damit verbundenes Rohr (3) an das Rohr (2) unter Bildung eines Ringspalts (6) teilweise überlappend anschliesst, und dass der Ringspalt (6) in einer, das Rohr (2) umgebenden Kammer (7) mündet, mit welcher Kammer (7) die Leitung (8) zur Zuführung der Aussenluft verbunden ist.
- 2. Einrichtung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (2) des Injektors (5) an die Öffnung des Schornsteins (1) od dgl. anschliesst oder in die Öffnung des Schornsteins (1) od dgl hineinragt
- 3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Injektor (5) im Bereich der Schomsteinmündung im Schornstein (1) od. dgl. integriert ist.
- 4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Diffusor (4) durch einen konischen Rohrstutzen gebildet ist
- 5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass aussenseitig ein Ventilator (9) zur Förderung der Aussenluft an die Leitung (8) angeschlossen ist.
- 6 Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass im Schornstein (1) od. dgl., vorzugsweise nahe der Schomsteinsohle, eine Nebenluftvorrichtung zur weiteren Zuführung von Aussenluft vorgesehen ist
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| AT3223U1 true AT3223U1 (de) | 1999-11-25 |
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1997
- 1997-10-21 AT AT0064897U patent/AT3223U1/de not_active IP Right Cessation
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