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Die Erfindung bezieht sich auf eine elektrische Flächenheizung, insbesondere für Trittflächen von Fussböden, Treppen od. dgl., mit einer von einer Isolierschicht umgebenen Heizschicht, wobei über der Isolierschicht eine elektrisch leitende Schutzschicht und über dieser eine Deckschicht angeordnet ist.
Derartig aufgebaute elektrische Flächenheizungen sind bekannt (Schweizer Patentschrift Nr. 506226). Die Deckschicht bildet bei Verwendung der Flächenheizung für Fussböden, Treppen od. dgl. die begangene Schicht und unterliegt daher einem bestimmten Verschleiss. Sie dient dazu, die Heizschicht sowie die Schutzschicht gegen mechanische Beschädigungen abzuschirmen. Wird nun aber die Heizschicht, z. B. durch konstanten Abrieb der Deckschicht infolge des natürlichen Verschleisses oder durch mechanische Beschädigung der Deckschicht freigelegt, so kann dies zu schweren und unter Umständen sogar tödlichen Unfällen führen. Eine solche Freilegung der Heizschicht ist jedoch zumeist dadurch nur schwer zu erkennen, dass die Deckschicht verschmutzt ist.
Eine solche Verschmutzung der Deckschicht ist insbesondere bei Fussböden und Treppen nicht zu vermeiden, da dort die Verschmutzung funktionsbedingt ist. Aber auch bei Dachheizungen usw. lässt sich eine Verschmutzung der Deckschicht infolge der Luftverschmutzung nicht vermeiden. Aber selbst wenn die Deckschicht rein ist oder laufend rein gehalten wird, ist bei den herkömmlichen Bauarten der elektrischen Flächenheizung eine Freilegung der Heizschicht nur schwer zu erkennen. Der Grund dafür liegt darin, dass die Farbskala der zumeist verwendeten Materialien für Deckschicht, Isolierschicht, Heizschicht und Schutzschicht verhältnismässig eng ist, so dass sich die einzelnen Schichten voneinander nur durch graduelle Farbtönungen unterscheiden, die zumeist zwischen einem lichten Grau und einem dunklen Grau liegen.
Im selben Farbtonbereich liegt zumeist die Verschmutzung, so dass gegebenenfalls vorhandene Farbtonunterschiede durch die Verschmutzung verwischt werden.
Aus der oben erwähnten Schweizer Patentschrift Nr. 506226 ist es auch bekannt geworden, die Trittschicht zu färben. Dadurch lässt sich eine Anpassung der Farbe der Trittschicht an die Gegebenheiten des Bauwerkes, an welchem die Flächenheizung verlegt werden soll, erzielen. Da aber erfahrungsgemäss auch bei Bauwerken die Grautöne vorherrschen, lassen sich die angeführten Schwierigkeiten auch durch eine solche Einfärbung der Trittschicht (Deckschicht) nicht vermeiden.
Aus der DDR-Patentschrift Nr. 65104 ist es bekanntgeworden, in das Material von Kunststeinstufen ein Metallgitter bzw. eine gelichte Blechschicht einzulegen, wobei das Hervortreten dieses Metallteiles eine Anzeige und Warnung darstellt, die Reparatur bzw. das Aufbringen einer neuen Fussbodenoberschicht zu veranlassen. Da aber Kunststeinstufen im allgemeinen eine Farbskala aufweisen, die von einem lichten Grau bis zu einem dünkleren Mittelgrau reichen und genau in diesem Farbbereich auch die übliche Färbung von Blech bzw.
Streckmetall liegt, insbesondere wenn es einige Zeit lang in Kunststeinmaterial eingebettet war und damit an seiner Oberfläche oxydiert bzw. korrodiert ist, so wird das Hervortreten des Metallteiles aus dem Kunststeinmaterial, insbesondere bei Verschmutzung, nicht rechtzeitig bemerkt. Abgesehen davon, können solche hervortretende Blechteile aufgebogen werden und stellen dann eine Stolpergefahr dar. Ferner besteht die Gefahr, dass, insbesondere bei Stufen, die Drahtgitter- bzw.
Blecheinlage mit einer üblichen Stufenarmierung verwechselt wird, wenn nicht schon bei der Errichtung des Bauwerkes bewusst an den mit der Flächenheizung zu versehenden Stellen auf Armierungen verzichtet wird, was wieder konstruktive Schwierigkeiten und erhebliche Mehrkosten mit sich bringt, da die ansonsten von der Armierung aufgenommenen Beanspruchungen nunmehr allein vom Kunststeinmaterial getragen werden müssen.
Die Erfindung setzt sich zur Aufgabe, die erwähnten Nachteile und Schwierigkeiten zu vermeiden und eine elektrische Flächenheizung der eingangs geschilderten Art so zu verbessern, dass bei Abnutzung der oberhalb der Heizschicht angeordneten Schichten der Abnutzungsgrad deutlich und auffallend erkennbar wird. Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass die oberhalb der Heizschicht angeordneten Schichten, nämlich die Isolierschicht, die Schutzschicht und die Deckschicht, untereinander verschiedene, stark kontrastierende Farben haben. Eine solche Einfärbung der Schichten lässt sich leicht und billig herstellen, etwa durch Zugabe von Farbpigmenten oder durch Verwendung entsprechend gefärbter Zuschlagstoffe.
In jedem Fall ist sofort ein Erkennen der jeweils
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grün und die wieder darunterliegende Isolierschicht rot, so bildet das Zutagetreten der grünen Farbe ein Anzeichen dafür, dass die Deckschicht abgenutzt ist. Es muss daher zeitgerecht für eine Erneuerung bzw. Ausbesserung der Deckschicht Sorge getragen werden. Wird dies aber vernachlässigt oder verzögert sich diese Arbeit, so wird durch das Zutagetreten der roten Farbe der Isolierschicht ein Signal gegeben, dass nunmehr eine kritische Phase eingetreten ist, die eine sofortige Ausbesserung oder eine Abschaltung des Flächenheizelementes zur Vermeidung von Stromunfällen erforderlich macht.
Besonders vorteilhaft ist hiebei, dass auch starke Verschmutzungen sich lange nicht so störend auswirken wie bei den bekannten Ausbildungen, da der Schmutz die voneinander stark kontrastierenden Farben der einzelnen Schichten zwar dämpft, aber dennoch die verschiedenen Farben erhalten bleiben, soferne der Schmutz nicht eine eigene, geschlossene Schicht bildet.
Trittflächen von Fussböden, Treppen od. dgl. werden zumeist in bestimmten Zeitintervallen gereinigt, wobei spätestens bei oder nach der Reinigung die kontrastierenden Farben deutlich ersichtlich ins Auge springen. Vor allem aber hat Schmutz fast stets eine graue bzw. grau-braune Farbe, so dass sich voneinander stark
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kontrastierende Farben der Deckschicht, Schutzschicht und Isolierschicht gegenüber diesem Grau- bzw. Braunton stark abheben müssen.
Vorteilhaft ist ferner, dass durch blosse Farbgebung der einzelnen Schichten erkennbar ist, welche Schicht bereits frei liegt, ohne dass hiefür gesonderte Einlagen nötig sind, die nicht nur einen erhöhten Kostenaufwand bedeuten, sondern auch mit den üblichen Armierungseinlagen verwechselt werden können und bei Aufbiegung eine Stolpergefahr bilden. Ferner wird die Gefahr vermieden, dass durch Anordnung gesonderter metallischer Anzeigeeinlagen diese bei nicht fachgemässer Verlegung in Berührung mit der leitenden Heizschicht gelangen und dadurch unter Spannung stehen.
Die Einfärbung der einzelnen Schichten mit untereinander verschiedenen, stark kontrastierenden Farben bereitet keinerlei Schwierigkeiten, auch nicht für die leitenden Heiz- und Schutzschichten.
Wie bereits erwähnt, sind bloss graduelle Farbtönungen nicht mit Kontrastfarben im Sinne der Erfindung gleichzusetzen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen Flächenheizung für eine Trittfläche
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elektrisch leitenden Schutzschicht --5-- bedeckt ist. Diese Schutzschicht --5-- steht an mindestens einer Stelle durch eine kräftig bemessene Leitung mit Masse in Verbindung und wirkt somit als Schutzleiter für die darunter befindlichen, an das Netz angeschlossenen Heizleiter--3--. Oberhalb der Schutzschicht --5-- liegt eine Deckschicht--6--, die im vorliegenden Fall die begehbare Trittfläche des Fussbodens, der Treppe od. dgl. bildet und die beispielsweise aus Siliciumkarbid, einer Mischung aus Korund und Kunstharz oder aus einem andern verschleissfesten Material besteht.
Die Heizschicht--2--, die Isolierschicht--4--, die Schutzschicht--5--und die Deckschicht --6-- sind in verschiedenen, untereinander stark kontrastierenden Farben eingefärbt. Beispielsweise besteht die Deckschicht--6--aus schwarzem Korund und Kunstharz, weist also eine schwarze Farbe auf, wogegen die Schutzschicht --5-- weiss eingefärbt ist, die Isolierschicht--4--rot und die Heizschicht--2--blau.
Dadurch wird bei Abtragung oder Beschädigung einer oder mehrerer dieser Schichten sofort an Hand der zutagetretenden Farbe optisch erkennbar, welche Schicht freiliegt und es kann dadurch die Isolationsfestigkeit bzw. Betriebssicherheit der Flächenheizung rein visuell festgestellt werden.