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Die Erfindung betrifft einen Trocken- bzw. Rollski, mit einer langen, schmalen Fussplatte, die mit einem vorderen und einem hinteren, in Flucht mit der Längsachse der Fussplatte und beidseitig einer zum Festspannen eines Skischuhes vorgesehenen Skibindung angeordneten Rad versehen ist, von denen wenigstens ein Rad für
Bremsung bei Rückwärtsbewegung vorgesehen ist, wobei an der Fussplatte zwecks Führung des Unterschenkels und der Fersenpartie des Skiläufers eine starre Haltevorrichtung schwenkbar befestigt ist, die am oberen Ende einen für Anbringung rund um den Unterschenkel des Skiläufers vorgesehenen Haltekragen trägt.
In den Jahreszeiten, in denen Schnee nicht zur Verfügung steht, wird Skilauftraining in wachsendem
Umfang mit Hilfe sogenannter Trocken- bzw. Rollskier ausgeübt, mit denen man die Muskeln trainieren kann, die bei normalem Skilaufen beansprucht werden. Es ist deshalb wichtig, die Trocken- bzw. Rollskier so auszuführen, dass das Training richtig erfolgt, d. h. dass das Laufen auf ihnen weitestgehend dem üblichen
Skilaufen gleicht. Es sind bereits mehrere Trocken- bzw. Rollskikonstruktionen, insbesondere mit drei bis fünf, zum Teil paarweise angeordneten Rädern bekannt, die jedoch für die Beinmuskeln nicht dieselben
Trainingsmöglichkeiten wie gewöhnliche Skier beim Laufen auf Schnee bieten. Der sogenannte Stemmpflug ist z. B. mit ihnen nicht möglich. Die Balance wird ebenfalls nicht natürlich.
Die bekannten Konstruktionen eignen sich ausserdem auch nicht für eine Anwendung auf einer Unterlage von Geländecharakter. Es ist auch bereits bekannt, Rollskier mit nur zwei Rädern auszuführen, u. zw. mit einem grösseren Rad vorn und einem etwas kleineren Rad hinten. Diese Räder sind in nach oben gekrümmten Ausnehmungen an beiden Enden des Skis eingelassen. Diese Konstruktion hat den Nachteil, dass die Skibindung beim Laufen unter den Schwerpunkt des
Skis zu liegen kam. Bei gewöhnlichem Skilauf hingegen kommt ein solches Verhalten nicht vor, und solche Skier ermöglichen deshalb auch kein Training im richtigen Sinn.
Dieser Nachteil liegt auch beim Trockenski gemäss der USA-Patentschrift Nr. 3, 767, 220 vor, der zum
Training für den alpinen oder Abfahrs-Skilauf gedacht ist und bei dem entsprechend zur Stützung der
Unterschenkel-ähnlich wie Skischuhe mit hohen Schäften-eine Wange mit daran begrenzt nach vorne schwenkbar befestigter Stützschale vorgesehen ist. Mit diesem bekannten Skiern ist es auch nicht möglich, ein entsprechendes Skilanglauftraining durchzuführen, d. h. bei den verschiedenen Lauf- oder Schrittarten Balance zu halten bzw. dasselbe Balancegefühl wie bei auf Schnee zu benutzenden Langlaufskiern herbeizuführen, abgesehen davon, dass die Fersenpartien beim Langlauftraining vom Ski abhebbar sein müssen.
Diese Stabilitäts- oder
Balanceprobleme können auch nicht durch die hohen Schäfte der im Fersenbereich festgehaltenen Schuhe bzw.
Wangen, wie beim Trockenski gemäss der genannten USA-Patentschrift Nr. 3, 767, 220, gelöst werden.
Es ist somit ein Ziel der Erfindung, einen Trocken- bzw. Rollski der eingangs angeführten Art zu schaffen, bei dem die obenstehenden Nachteile vermieden sind und der insbesondere ein gutes Skilanglauf-Trockentraining ermöglicht und dabei vor allem eine gute Stabilität sowie ein gutes Balancegefühl vermittelt.
Der erfindungsgemässe Trocken- bzw. Rollski eingangs angeführter Art ist dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung aus einer zwischen der Skibindung und dem hinteren Rad an der Fussplatte angelenkten Stangenkonstruktion besteht, die zur Ermöglichung der beim Skilaufen erforderlichen Bewegung des Fusses und Beines jeweils in ihrer Länge veränderbar ist.
Der erfindungsgemässe Trocken-bzw. Rollski vermittelt während des Laufens eine natürliche Balance und ermöglicht auch Bewegungen solcher Art, wie sie beim Laufen mit Skiern auf Schnee vorkommen, z. B. Stemmpflüge und im Spreizschritt steigen. Der Trockenski ermöglicht ferner ein besseres Laufen auf einer mehr geländemässigen Unterlage, als es mit herkömmlichen Rollskiern möglich ist. Das Laufen auf Rollskiern gemäss der Erfindung gleicht somit weitestgehend dem gewöhnlichen Skilaufen im Schnee, so dass der Läufer das ganze Jahr hindurch richtig trainieren kann.
Bei einer bevorzugten Ausführung der genannten Stangenkonstruktion in Form eines an der Fussplatte gelenkartig befestigten Bügels, dessen Schenkellänge durch eine Teleskopausbildung veränderlich ist, ergibt sich für Unterschenkel und Fersenpartie des Läufers eine sehr gute Unterstützung und genaue Führung.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles noch weiter erläutert. In den Zeichnungen zeigen im einzelnen : die Fig. 1 eine Draufsicht auf einen TrockenbzwRollski gemäss der Erfindung, und die Fig. 2 eine Seitenansicht desselben, an einem Skiläufer befestigten Trocken- bzw. Rollskis.
Der Trocken- bzw. Rollski nach der Erfindung besteht, wie aus Fig. 1 hervorgeht, aus einer langen, schmalen Fussplatte --1--, die mit einem vorderen und einem hinteren Rad--2 bzw. 3--versehen ist. Die Räder sind mittels vorderer und hinterer Lagerbügel--4 bzw. 5--an der Fussplatte--l--befestigt. Beide Räder--2, 3--haben in Vorwärtsrichtung freien Lauf, jedoch ist wenigstens ein Rad für Bremsung bei Rückwärtsbewegung eingerichtet. Zwischen den Rädern--2, 3--ist eine Skibindung--6--mit einem Bügel 7zum Festklemmen der Sohlenkante eines Skischuhes angebracht.
Der Ski weist als Stützkonstruktion weiters eine Haltevorrichtung in Form einer Stangenkonstruktion auf, die einen an der Fussplatte--l--schwenkbar angeordneten Bügel umfasst, zwecks Unterstützung und Führung des Unterschenkels und der Fersenpartie des Läufers. Jeder Bügelschenkel schliesst eine in einem äusseren Rohr
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-9-- teleskopartigFig. 2 zeigt den Trocken- bzw. Rollski in Anwendung. Auf Grund der veränderlichen Länge seiner Schenkel behindert der Stützbügel, wie man sieht, nicht die bei normalem Skilaufen vorkommenden Bein- und
Fussbewegungen. Die Konstruktion bewirkt jedoch in allen Bewegungsphasen eine feste Führung des Beines und
Fusses. Unter Ausnutzung dieser Stangenkonstruktion kann man folglich mit sicherer Balance auch auf Skiern laufen, die mit nur zwei und verhältnismässig kleinen Rädern oder Rollen versehen sind, was ein Gefühl ähnlich dem auf gewöhnlichen Skiern vermittelt.
Die Erfindung kann in mehrerer Hinsicht im Rahmen der Ansprüche geändert werden. Der gezeigte Bügel z. B. kann gegen eine andere geeignete Stangenkonstruktion mit entsprechender Funktion ausgewechselt werden.
Die Befestigung des Haltekragens an den Aussenenden des Bügels kann ferner so ausgeführt sein, dass zwischen Kragen und Bügel eine gewisse Drehung möglich ist. Obwohl sich die Anbringung des Haltekragens unmittelbar unter dem Knie als besonders geeignet erwiesen hat, kann die Stangenkonstruktion für Anbringung an einer andern Stelle längs dem Unterschenkel, z. B. unmittelbar oberhalb des Spannes, ausgeführt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Trocken- bzw. Rollski, mit einer langen, schmalen Fussplatte, die mit einem vorderen und einem hinteren, in Flucht mit der Längsachse der Fussplatte und beidseitig einer zum Festspannen eines Skischuhes vorgesehenen Skibindung angeordneten Rad versehen ist, von denen wenigstens ein Rad für Bremsung bei Rückwärtsbewegung vorgesehen ist, wobei an der Fussplatte zwecks Führung des Unterschenkels und der Fersenpartie des Skiläufers eine starre Haltevorrichtung schwenkbar befestigt ist, die am oberen Ende einen für Anbringung rund um den Unterschenkel des Skiläufers vorgesehenen Haltekragen trägt, d a d ur c h ge- k e n n z ei c h n. e t, dass die Haltevorrichtung aus einer zwischen der Skibindung (6,7) und dem hinteren Rad
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