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Die Erfindung betrifft eine teilweise in das Erdreich versenkbare, transportable Energieverteilungs- und bzw. oder Energieerzeugungsstation mit einem Aggregatesatz, insbesondere elektrische Umformerstation mit einem Hochspannungsteil, einem Transformator und einem Niederspannungsteil, die mit einem Betonflachdach abgedeckt ist.
Aus der deutschen Offenlegungsschrift 2311724 ist bereits eine derartige Energieverteilungsstation bekanntgeworden, bei der die das Stationsgebäude abdeckende Betonplatte eine Ausnehmung aufweist, die als
Einstiegluke in das Innere des Stationsgebäudes dient und die mit einem Deckel abgedeckt ist. Der Deckel muss von Hand abgehoben werden. Er darf deshalb nicht zu gross sein, weil er sonst zu schwer wird. Das bedingt aber, dass auch die Einstiegluke relativ klein gehalten sein muss. Dies aber wieder ist in mehrfacher Hinsicht nachteilig.
Die Mitnahme von Werkzeug und Material beim Einstieg in die Luke ist schwierig und kann sogar gefährlich sein, wenn die Bedienungsperson durch die Enge beim Einsteigen behindert ist. Grösser noch ist die nachteilige psychologische Wirkung auf die Bedienungsperson bei einer länger andauernden Wartungsarbeit im Inneren des
Stationsgebäudes, da die relativ kleine Öffnung in der Deckplatte das Gefühl des Eingeschlossenseins vermittelt.
Zum Ausbau grösserer Aggregateteile, die nicht durch die Luke hindurchpassen, muss sogar die gesamte
Deckplatte abgehoben werden, was den Einsatz eines Kranes erforderlich macht. Bei abgenommenem Deckel ist das Stationsinnere bei dieser vorbekannten Station auch nicht gegen das Eindringen von Regen oder Schnee geschützt, so dass stets die Aufstellung eines gesonderten Zeltdaches über der Einstiegluke erforderlich ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Betonflachdach bei einer Station der eingangs geschilderten
Art so zu gestalten, dass die vorgenannten Nachteile nicht auftreten können, d. h. dass ein bequemer Einstieg in eine relativ grosse Einstiegöffnung möglich wird, die durch eine Person geöffnet werden kann und trotzdem die notwendige Stabilität und Haltbarkeit aufweist, durch die auszutauschende Geräte transportiert werden können, ohne dass es dazu der Entfernung des gesamten Daches bedarf, und die gleichzeitig einen ausreichenden
Wetterschutz für die Bedienungsperson und das Stationsinnere bietet, wenn Teile des Daches während Regen und
Schnee bei Wartungsarbeiten in der Station geöffnet bleiben müssen.
Diese Aufgabe wird bei einer Station der eingangs geschilderten Art erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass das Betonflachdach einen Einstiegdeckel aufweist, der sich im wesentlichen über die gesamte Breite der Station erstreckt, an einer seiner beiden Aussenkanten schwenkbar an einer Stationslängswand angelenkt ist und bündig und abdichtend mit dem Betonflachdach abschliesst.
Bei dieser erfindungsgemässen Station hat der Einstiegdeckel eine Grösse, die allen Anforderungen der obengenannten Art gerecht wird. Er kann trotzdem leicht von einer Bedienungsperson in seine öffnungsstellung geschwenkt werden. Ist er in Weiterbildung der Erfindung an seiner freien Aussenkante mit einem in einer der
Längsseitenwände des Stationsgebäudes vorgesehenen Lüfterelement verbunden, so kann der Einstieg in das
Stationsinnere noch bequemer, gleichsam ebenerdig erfolgen.
In einer weiteren zweckmässigen Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass der Einstiegdeckel an seinen beiden Seitenkanten mit je einer Wetterschutzplane verbunden ist, die bei geöffnetem Einstiegdeckel eine seitliche Verkleidung für die Einstiegöffnung in die Station bildet und die sich beim öffnen bzw. Schliessen des Einstiegdeckels automatisch entfaltet bzw. zusammenfaltet. Eine derartige an den beiden Seitenkanten des Einstiegdeckels befestigte Wetterschutzplane schützt auch vor dem Eindringen von schräg fallendem Regen oder
Schnee.
Zweckmässigerweise weist der Einstiegdeckel eine obere Schicht aus einem wetterfesten Material auf, an die sich eine wärme- und schalldämmende Schicht, insbesondere Mineralwolle anschliesst und an seiner Unterseite ein Lochblech besitzt.
Weitere Einzelheiten und zweckmässige Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Die Erfindung wird an Hand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles näher beschrieben und erläutert. Es zeigen : Fig. 1 die perspektivische Ansicht einer teilweise in das Erdreich eingesenkten erfindungsgemässen elektrischen Umformerstation, Fig. 2 die Station gemäss Fig. l mit geöffnetem Einstiegdeckel, Fig. 3 einen Schnitt durch ein Teilstück des Betonflachdaches, des Einstiegdeckels, des Lüfterelementes und einer Seitenwand der erfindungsgemässen Station gemäss Fig. 1 und Fig. 4 die Draufsicht auf die Station gemäss Fig. l bei abgenommenem Betonflachdach und abgenommenem Einstiegdeckel.
Von der als Ausführungsbeispiel gewählten elektrischen Umformerstation ist in den Fig. 1 und 2 eine Seitenwand--11--und eine Vorderwand--12--sichtbar. Diese und die beiden andern nicht sichtbaren Wände des Stationsgebäudes sind durch zwei ein Betonflachdach bildende Fertigplatten--13 und 14--und einen Einstiegdeckel--15--abgedeckt. In der Vorderwand--12--ist unter dem Einstiegdeckel--15-- ein Lüfterelement--16--eingelassen, das-wie aus Fig. 2 erkennbar-fest mit dem Einstiegdeckel verbunden ist.
Der Einstiegdeckel --15-- ist an seiner hinteren Aussenkante --17-- schwenkbar an dem Stationsgebäude angelenkt. Die Schwenkbewegung um die Aussenkante --17-- wird durch einen Gewichtsausgleich unterstützt, so dass nur eine geringe Handkraft zur öffnung des Einstiegdeckels --15-erforderlich ist. Der Gewichtsausgleich erfolgt durch eine in den Zeichnungen nicht sichtbare Stahlfeder.
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Selbstverständlich eignet sich hiefür auch hervorragend eine Gasfeder, eine pneumatische oder hydraulische Vorrichtung oder ein Gegengewicht. Die Oberfläche des Einstiegdeckels--15--besteht aus einem rutschsicheren Warzenblech aus Aluminium. Geeignet sind auch Noppen- oder Warzenbleche aus Stahl oder Kunststoff oder Elemente aus wetterfestem Baustahl oder Kunstharzbeton. Wichtig ist, dass die Oberfläche nicht nur wetterfest, sondern auch wartungsfrei ist.
Beim Öffnen des Einstiegdeckels-15-wird eine seitliche Verkleidung in Form von Wetterschutzplanen entfaltet, die einerseits an den beiden Seitenkanten des Einstiegdeckels und anderseits an den Innenkanten der Fertigteilplatten --13 und 14--befestigt sind. Die Wetterschutzplanen--18--bieten Schutz gegen seitlich auftreffenden Regen oder Schnee. Sie schützen aber selbstverständlich ebenso gegen das Eindringen von Sonnenstrahlen, durch die das Stationsinnere unnötig aufgeheizt würde.
Der Einstiegdeckel --15-- ist im Ausführungsbeispiel einstückig ausgeführt. Dies erscheint als die praktischste und billigste Form ; es spricht aber nichts dagegen, den Einstiegdeckel--15--in der Mitte mit einem querverlaufenden Klappscharnier zu versehen, so dass seine Abmessung beim öffnen auf die halbe Längserstreckung vermindert werden kann, wenn die Raumverhältnisse dies erfordern. Sogar eine zieharmonikaförmige Ausgestaltung des Einstiegdeckels --15-- ist möglich. Allerdings ist dann die Schall- und Wärmedämmung und die Abdichtung gegen in das Stationsinnere eintretendes Regenwasser schwieriger zu beherrschen bzw. zumindest mit grösserem Aufwand verbunden.
Aus Fig. 3 geht der Aufbau des Einstiegdeckels --15-- hervor. Die Oberseite besteht-wie bereits gesagt-aus einem Aluminiumblech. Die Unterseite besteht aus einem Lochblech-21-. Der Zwischenraum zwischen der Oberseite und der Unterseite ist mit Mineralwolle --22-- gefüllt, die für einen Wärme- und Schallschutz sorgt. Durch die Löcher des Lochbleches --21-- kann eventuell auftretendes Kondenswasser abtropfen.
Zwischen den Fertigplatten-13 und 14--in Fig. 3 ist nur die Fertigplatte --14-- dargestellt - und
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zwischen den Fertigplatten-13 und 14-- und dem Einstiegdeckel --15-- auch gegen das Eindringen von Staub abgedichtet.
Aus Fig. 3 geht noch die für diesen Stationstyp gewählte Unterdachentlüftung --24-- hervor. Durch die erfindungsgemässe Ausgestaltung der Station ist es möglich, diese nterdachentlüftung --24-- nicht nur im Bereich der Fertigplatten--13 und 14--selbst vorzusehen, sondern auch im Bereich des Einstiegdeckels - -15--, so dass eine echte Rundumentlüftung erreicht wird.
Wie aus Fig. 4 hervorgeht, besteht einer der besonderen Vorteile der erfindungsgemässen Ausgestaltung der Station darin, dass die Masse der Fertigplatten-13 und 14-und des Einstiegdeckels --15-- so gewählt werden können, dass Lage und Abmessung des Einstiegdeckels den Massen und Anordnungen der Aggregate im Stationsinneren entsprechen. Die Umformstation enthält einen Transformator --31--, einen Hoch- oder Mittelspannungsteil --32-- und einen Niederspannungsteil-33--. Der Raum --34-- zwischen diesen drei
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Stationsinnere. Der Einstieg in das Stationsinnere kann nahezu ebenerdig erfolgen, da das Lüfterelement --16-- beim Öffnen des Einstiegdeckels--15--mit angehoben wird.
In der Rückwand--36--des Stationsgebäudes befindet sich gegenüber dem Lüfterelement --16-- ein zweites Lüfterelement--37--.
Die Abmessungen des Einstiegdeckels--15--, der selbstverständlich durch Lösen seiner Schwenkscharniere leicht vollständig abgenommen werden kann, sind aber auch gleichzeitig so gewählt, dass sämtliche Aggregatesätze--31 bis 33--bequem durch die durch den Einstiegdeckel abgedeckte Öffnung ausgetauscht werden können. Durch die Teilung des das Stationsgebäude abdeckenden Betonflachdaches in die beiden Fertigplatten-13 und 14-und den Einstiegdeckel-15-lässt sich jede beliebige Anordnung der Aggregatesätze im Stationsinneren vornehmen, ohne dass es dazu einer Neukonstruktion des abdeckenden Einstiegdeckels bedarf.
Das Betonflachdach kann auch in mehrere Fertigplatten unterteilt werden, beispielsweise in drei oder mehr normierte Platten in gleichen Abmessungen, so dass man beim Einrichten einer erfindungsgemässen Station nach einem Rastermass, das der Breite einer Platte entspricht, vorgehen kann.