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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Weichmachen und zur Beschleunigung der Vernetzung von fluorierten Polymeren, sowie zur Verringerung des durch Zugabe eines Weichmachers oder Vernetzungsmittels bei diesen Polymeren auftretenden Drehmomentes.
Es ist bekannt, dass fluorierte Polymeren eine sehr hohe chemische Beständigkeit besitzen und dazu neigen, Weichmacher oder Lösungsmittel, die in sie eingearbeitet werden, abzustossen. Dies führt zu Schwierigkeiten bei der Verwendung von Weichmachern und Vernetzungsmitteln.
Es wurde nun gefunden, dass bei der Verwendung von bestimmten Phenylindanestern diese Nachteile nicht eintreten.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist nun dadurch gekennzeichnet, dass dem fluorierten Polymeren etwa 3 bis 5 Gew.-% eines Phenylindanesters der allgemeinen Formel
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worin A, B, C, D, E und F für Wasserstoff, Carboxyallyl-oder Carboxymethallylgruppen stehen, wobei jedoch einer der Substituenten A, B und C und einer der Substituenten D, E und Feine Carboxyallyl- oder eine Carboxymethallylgruppe sind, zugesetzt werden und diese Mischung erhitzt und bei hohen Temperaturen, vorzugsweise zwischen 260 und 3040C, gerührt wird.
Vorzugsweise wirdeinDiallyl-odereinDimethallylester des 1, 1, 3-Trimethyl-5-carboxy-3- (p-carboxy- phenyl)-indan oder ein Gemisch dieser Ester verwendet.
Diese Verbindungen besitzen ausgezeichnete Eigenschaften als Weichmacher und Vernetzer für eine
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dungsgemäss verwendeten Verbindungen besonders als vernetzende Zusätze geeignet sind, die in den ver- netzten Produkten die Beständigkeit gegen Verformung bei erhöhter Temperatur fördern. Die Verbindungen zeigen auch sehr nützliche Weichmachereigenschaften bei der Verarbeitung der Polymermischungen.
Die erfindungsgemäss verwendeten Verbindungen können hergestellt werden, indem man als Vorstufe
Phenylindandicarbonsäure, wie z. B. eine 1, 1, 3-Trimethyl-5-carboxy-3- (p-carboxyphenyl) -indandicarbon- säure, mit Thionylchlorid zum entsprechenden Diacylohlorid reagieren lässt, und dieses Diacylchlorid mit
Allylalkohol, Methallyla1koho1 oder einer Mischung von Allyl- und Methallylalkohol reagieren lässt. Die als
Vorstufe dienenden Dicarbonsäuren sind bekannt und werden aus dem entsprechenden Tetramethyl-3-tolyl- indan durch katalytische Luftoxydation in einem Verfahren hergestellt, ähnlich dem, das in einen Artikel von P. Towle und H. Baldwin in Hydrocarbon Processing 43 (11) 194 [1964] beschrieben wird.
Wahlweise können die erfindungsgemäss verwendeten Verbindungen auch nach andern Methoden herge- stellt werden, einschliesslich der direkten Veresterung, katalytischen Veresterung oder Umesterung von gesättigten Estern. Ausserdem können die Verbindungen aus Phenylindandinitril oder Dialdehyd oder ähnlichen Zwischenstufen auf bekannte Weise hergestellt werden.
Es hat sich gezeigt, dass die erfindungsgemäss verwendeten Verbindungen besonders nützliche Eigenschaften als Zusätze besitzen, die das Vernetzen von fluorierten Polymeren bei chemischer Aktivierung oder Strahlungsaktivierung beschleunigen. Die thermoanalytische Prüfung hat gezeigt, dass diese Verbindung im Vergleich zu den bislang als Vernetzungsbeschleuniger benutzten Acryl-, Methaeryl- und Allylverbin- dungen eine ausgezeichnete thermische Stabilität und eine sehr geringe Flüchtigkeit besitzen. Darüber hinaus besitzen die nach dem erfindungsgemässen Verfahren verwendeten Verbindungen Lösungs- oder Weichmachereigenschaften, die sie für eine Vielzahl von Polymersystemen verträglich machen.
Äthylen-Tetrafluoräthylen-Copolymeren und Äthylen-Chlortrifluoräthylen-Copolymeren sind z. B. bekannt dafür, dass sie eine ungewöhnlich hohe chemische Beständigkeit besitzen und dazu neigen, Weichmacher oder Lösungsmittel abzustossen, die in sie eingearbeitet werden. Es hat sich jedoch gezeigt, dass die erfindungsgemäss verwendeten Ester mit den fluorierten Copolymeren ganz verträglich sind, was im Hinblick auf das oben Gesagte, dass nämlich diese Copolymeren eine hohe Beständigkeit gegenüber Solvatisierung und Quellung besitzen, überraschend ist.
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Es wurde in der Tat gefunden, dass z. B. durch Einarbeiten der Diallylester in diese Copolymeren nach dem erfindungsgemässen Verfahren die Extrusion bei wesentlich niedrigeren Temperaturen durchgeführt werden kann. In Übereinstimmung damit ist die folgende Tabelle aufgeführt, um die durch das Einarbeiten des Diallylester von 1,1,3-Trimethyl-5-carboxy-5-(p-carboxyphenyl)-indan in verschiedene Polymermischungen erreichte Verringerung des Drehmoments zu zeigen, verglichen mit den Drehmomentwerten, die erreicht werden, wenn keine Zusätze vorhanden sind oder wenn die üblichen vernetztenden Zusätze (z. B.
Triallylcyanurat) den Polymermischungen zugesetzt werden :
Tabelle I
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<tb>
<tb> Polymer- <SEP> Monomeres, <SEP> einge- <SEP> Gew.-% <SEP> Misch- <SEP> Drehmoment <SEP> +
<tb> mischung <SEP> arbeitet <SEP> in <SEP> die <SEP> Monomere <SEP> kammer <SEP> Metergramm
<tb> Polymermischung <SEP> ( C) <SEP> Temp.
<tb>
Äthylen-Tetra <SEP> kein <SEP> - <SEP> 300 <SEP> 900
<tb> fluroäthylenCopolymere
<tb> Äthylen-Tetra-Diallylester <SEP> von <SEP> 5 <SEP> 300 <SEP> 800
<tb> fluoräthylen-1, <SEP> 1, <SEP> 3-Trimethyl-5- <SEP>
<tb> Copolymere-carboxy-3- <SEP> (p-carboxy- <SEP>
<tb> phenyl)-indan
<tb> Äthylen-Tetra- <SEP> Triallylcyanurat <SEP> 5 <SEP> 300 <SEP> 1100
<tb> fluoräthylenCopolymere
<tb> Äthylen-Chlor-kein-260 <SEP> 1660
<tb> trifluoräthylenCopolymere
<tb> Äthylen-Chlor- <SEP> Diallylester <SEP> von <SEP> 5 <SEP> 260 <SEP> 1450
<tb> trifluoräthylen- <SEP> 1,1,3-Trimethyl-5Copolymere <SEP> -carboxy-3- <SEP> (p-carboxy- <SEP>
<tb> phenyl)
-indan
<tb> Äthylen-Chlor-Triallyleyanurat <SEP> 5 <SEP> 260 <SEP> 1660
<tb> trifluoräthylenCopolymere
<tb> Polyvinyliden-kein-290 <SEP> 1950
<tb> fluorid-Homopolymere
<tb> Polyvinyliden-Diallylester <SEP> von <SEP> 5 <SEP> 290 <SEP> 1650
<tb> fluorid-Homo-1, <SEP> 1, <SEP> 3-Trimethyl-5- <SEP>
<tb> polymere <SEP> -carboxy-3- <SEP> (p-carboxy- <SEP>
<tb> phenyl)-indan
<tb> Polyvinyliden-Triallylcyanurat <SEP> 5 <SEP> 290 <SEP> 1950
<tb> fluorid-Homopolymere
<tb>
Diese Versuche wurden in einem "Brabender-Mischer" durchgeführt, wobei in jedem Fall eine
Gesamtmenge von 70 g eingesetzt wurde und die angegebenen Temperaturen bei einer Scher-
Rate von 80 rpm benutzt wurden.
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Man erkennt aus den Daten, dass gemäss der Verträglichkeit des erfindungsgemäss verwendeten Diallylesters in der Polymermischung sich eine wesentliche Verringerung des Drehmoments ergibt, während der nichtverträgliche Zusatz nach dem Stand der Technik diesen Effekt nicht zeigt.
Diese Verringerung des Drehmoments zeigt an, dass die Polymermischungen, die den Diallylester enthalten, bei niedrigeren Temperaturen verarbeitet werden können, um z. B. zusammenhängende dünnwandige Ziehprofile zu ergeben oder bei gleichen Temperaturen zu wesentlich dünneren Ziehprofilen zu führen, verglichen mit Mischungen, die den Vernetzer Triallyloyanurat enthalten.
Die ausgezeichneten mechanischen und Alterungseigenschaften der vernetzten Polymermischungen, die die nach dem erfindungsgemässen Verfahren zugesetzten Verbindungen enthalten, sind den folgenden Beispielen zu entnehmen.
Bei spiel 1 : Eine Polymermischung wurde hergestellt, indem Äthylen-Chlortrifluoräthylen-Copolymeren mit 3 Gew. -% Diallylester von 1,1,3-Trimethyl-5-carboxy-3-(p-carboxyphenyl)-indan, hergestellt nach dem Verfahren in Beispiel la, und l Gew.-% Magnesiumoxyd im pulverigen Zustand gemischt wurden.
Die Mischung wurde dann bei 250 C formgepresst und einer Bestrahlung mit einer Dosis von 10. 104 J/kg in einem 1, 5 MeV Elektronenstrahlbeschleuniger unterworfen, um eine vernetzte Polymermischung zu ergeben, welche die folgenden mechanischen Eigenschaften bei Raumtemperatur (ungefähr 25 C) und bei erhöhter Temperatur (250 C) zeigt :
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<tb>
<tb> Bei <SEP> 250C
<tb> Reissfestigkeit <SEP> 447 <SEP> kg/cm
<tb> Dehnung <SEP> (25, <SEP> 4 <SEP> cm <SEP> Dehnung/min) <SEP> 250 <SEP> % <SEP>
<tb> Bei <SEP> 2500C
<tb> Reissfestigkeit <SEP> 23,8 <SEP> kg/cm2
<tb> Dehnung <SEP> (25, <SEP> 4 <SEP> cm <SEP> Dehnung/min) <SEP> 263 <SEP> % <SEP>
<tb> Heissmodul <SEP> + <SEP> 43 <SEP> % <SEP>
<tb>
Der Heissmodultest zeigt die prozentuale Dehnung eines
Probestreifens von vernetztem Polymeren nach Erhitzen der Polymer mischung über dem Schmelzpunkt der unver- netzten Polymermischung, Anlegen einer Belastung von 3, 5 kg/cm2 an die vernetzte Mischung, während sie sich oberhalb ihres Schmelzpunktes befindet, und nachträg- liches Abkühlen der Mischung auf Raumtemperatur.
Beispiel l a : Der in Beispiel 1 verwendete Diallylester von 1,1,3-Trimethyl-5-carboxy-3-(p-carb- oxyphenyl)-indan wurde folgendermassen hergestellt :
Ein geeignetes Reaktionsgefäss, versehen mit einem Thermometer und einem Rückflusskühler, wurde mit 80 g (0, 19 Mol) 1,1,3-Trimethyl-5-cfarboxy-3-(p-carboxyphenyl)-indan und 74 g (0, 62 Mol) Thionylchlorid beschickt. Die vorgelegte Masse wurde vorsichtig bis zum Lösen erhitzt und dann über Nacht am Rückfluss erhitzt. Der Überschuss an Thionylchlorid wurde zunächst bei Atmosphärendruck und zuletzt an der Absaugpumpe abdestilliert. Dann wurden 66 g(1,14 Mol) Allylalkohol zugegeben und das Reaktionsgemisch über Nacht am Rückfluss erhitzt.
Der Überschuss an Allylalkohol wurde abgezogen und die zurückbleibende, geschmolzene Masse mehrmals mit verdünnter Natriumcarbonatlösung und schliesslich mit Wasser aufgeschlemmt.
Nach dem Sammeln und Trocknen auf der Nutsche wurde der resultierende gepulverte Kuchen bei 1100C im Ofen getrocknet und ergab 73 g (58% der Theorie) eines gelbbraunen Pulvers vom Schmelzpunkt 82 bis 84 C. Das resultierende Produkt wurde dann aus Äthanol umkristallisiert und ergab ein leicht gelbbraun
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Infrarotspektroskopie als Diallylester von 1, 1, 3-Trimethyl-5-carboxy-3- (p-calorimeters).
Beispiel 2 : Eine Probe der durch Bestrahlung vernetzten Mischung aus Beispiel 1 und eine Vergleichsprobe Äthylen-Chlortrifluoräthylen-Copolymeren (ohne Zusatz), die ebenfalls einer Bestrahlung mit einer Dosis von 10. 104 J/kg unterworfen worden war, wurden bei 2000C gealtert und die Reissfestigkeit und Dehnung nachAbkühlen auf Raumtemperatur (zirka 25 C) geprüft.
Die Ergebnisse dieses Tests, die die überlegenen Alterungseigenschaften zeigen, welche die Polymermischungen besitzen, die einen Diallylester gemäss der Erfindung enthalten, waren folgende :
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EMI4.2
<tb>
<tb> Monomeres, <SEP> einge- <SEP> Bestrahlungs- <SEP> Test <SEP> Alterungszeitraum
<tb> arbeitet <SEP> in <SEP> dosis <SEP> (h)
<tb> Äthylen-Chlor- <SEP> 10.
<SEP> 104 <SEP> J/kg
<tb> trifluoräthylen-0 <SEP> 24 <SEP> 72 <SEP> 168
<tb> Copolymere
<tb> kein <SEP> 10 <SEP> Reissfestig- <SEP> 444 <SEP> 371 <SEP> 316 <SEP> 291
<tb> keit <SEP> (kg/om)
<tb> Diallylester <SEP> von <SEP> 10 <SEP> Reissfestigkeit <SEP> 447 <SEP> 381 <SEP> 384 <SEP> 391
<tb> 1,1,3-Trimethyl- <SEP> keit <SEP> (kg/cm2)
<tb> -5-earboxy-3- <SEP> (p-
<tb> - <SEP> carboxyphenyl)- <SEP>
<tb> - <SEP> indan <SEP>
<tb> kein <SEP> 10 <SEP> Dehnung <SEP> bei <SEP> 350 <SEP> 342 <SEP> 396 <SEP> 329
<tb> 25, <SEP> 4 <SEP> cm <SEP>
<tb> Dehnung/min <SEP> (%)
<tb> Diallylester <SEP> von <SEP> 10 <SEP> Dehnung <SEP> bei <SEP> 250 <SEP> 242 <SEP> 233 <SEP> 221
<tb> 1, <SEP> 1, <SEP> 3-Trimethyl- <SEP> 25, <SEP> 4 <SEP> cm <SEP>
<tb> - <SEP> 5-carboxy-3- <SEP> (p- <SEP> Dehnung/min <SEP> (%)
<tb> - <SEP> carboxyphenyl)
<SEP> - <SEP>
<tb> - <SEP> indan <SEP>
<tb>
Beispiel 3 : Eine Polymermischung wurde durch Auswalzen eines Vinylidenfluorid-Hexafluorpropy- len-Copolymeren auf einer ungeheizten Zweiwalzenmühle hergestellt, wobei 4 Gew.-% Diallylester von 1,1,3-Trimethyl-5-carboxy-3-(p-carboxyphenyl)-indan und 1 Gew.-% Magnesiumoxyd in das Copolymere eingewalzt wurden. Die Platte wurde von der Mühle entfernt und in schmale Abschnitte zerschnitten. Die resultierenden Abschnitte wurden bei 2500C zwischen Ferrotyp- Platten, die 15 cm2 grosse Anpassungslöcher besitzen, formgepresst, um eine Reihe 88, 9 x 10-3 cm grosse Tafeln zu erzeugen.
Diese Tafeln wurden mit Dosen von 5. 104 und 10. 104 J/kg in einem 1, 5 MeV Elektronenstrahlbeschleuniger bestrahlt, um vernetzte Polymermischungen herzustellen, die bei Raumtemperatur (zirka 250C) und bei erhöhter Temperatur (250 C) folgende mechanischen Eigenschaften besitzen :
Tabelle III
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<tb>
<tb> Dosis <SEP> Temp. <SEP> Reissfestig- <SEP> Dehnung <SEP> Heissmodul
<tb> (10.
<SEP> 104 <SEP> J/kg) <SEP> ( C) <SEP> keit <SEP> (% <SEP> bei <SEP> (% <SEP> bei <SEP> 2500C, <SEP>
<tb> (kg/cm2) <SEP> 25, <SEP> 4 <SEP> cm <SEP> 3,5 <SEP> kg/cm2)
<tb> Dehnung/min)
<tb> 5 <SEP> 25 <SEP> 61, <SEP> 2 <SEP> 388 <SEP>
<tb> 5 <SEP> 200 <SEP> 6, <SEP> 1 <SEP> 95 <SEP> 130
<tb> 10 <SEP> 25 <SEP> 66,1 <SEP> 292
<tb> 10 <SEP> 200 <SEP> 5, <SEP> 3 <SEP> 74 <SEP> 72
<tb>
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Zusätzlich wurden die durch Bestrahlung vernetzten Mischungen nach dem Verfahren des Beispiels 2 auf ihre Alterungseigenschaften geprüft.
Das Ergebnis dieser Versuche lautet wie folgt :
Tabelle IV
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<tb>
<tb> Bestrahlungs-Test <SEP> Alterungsdauer <SEP> (Tage)
<tb> dosis
<tb> (10. <SEP> 104 <SEP> J/kg) <SEP> 1 <SEP> 3 <SEP> 5 <SEP> 7 <SEP> 15
<tb> 5 <SEP> Reissfestigkeit <SEP> 63, <SEP> 6 <SEP> 65, <SEP> 1 <SEP> 61, <SEP> 5 <SEP> 48, <SEP> 5 <SEP> 36, <SEP> 5 <SEP>
<tb> (kg/cm)
<tb> 10 <SEP> Reissfestigkeit <SEP> 53, <SEP> 3 <SEP> 50, <SEP> 0 <SEP> 43, <SEP> 0 <SEP> 45, <SEP> 8 <SEP> 37, <SEP> 4 <SEP>
<tb> (kg/cm)
<tb> 5 <SEP> Dehnung <SEP> 450 <SEP> 438 <SEP> 425 <SEP> 425 <SEP> 431
<tb> (% <SEP> bei <SEP> 25, <SEP> 4 <SEP> cm
<tb> Dehnung/min)
<tb> 10 <SEP> Dehnung <SEP> 369 <SEP> 350 <SEP> 325 <SEP> 325 <SEP> 390
<tb> (% <SEP> bei <SEP> 25, <SEP> 4 <SEP> cm <SEP>
<tb> Dehnung/min)
<tb>
Um die Brauchbarkeit vernetzter Polymermischungen,
welche die weichmachenden und vernetzenden Mittel nach dem erfindungsgemässenverfahren enthalten, zum Isolieren von Drähten zu zeigen, wird das folgende Beispiel aufgeführt.
Beispiel 4 : Eine Probe aus reinem Äthylen-Tetrafluoräthylen-Copolymeren sowie zwei weitere Proben aus Äthylen-Tetrafluoräthylen-Copolymeren mit 3, 5 bzw. 5 Gew.-% Diallyl-1,1,3-trimethyl-5- -carboxy-3-(p-carboxyphenyl)-indan wurden durch Vermischen der Pulver nach Beispiel 1 hergestellt. Die drei resultierenden pulverförmigen Probenzusammensetzungen wurden dann zur Ausbildung von Strängen durch einen Extruder mit einer Kopf temperatur von 2770C geschickt. Die Stränge wurden dann geschnitzelt und die Schnitzel auf die Oberfläche eines mit einer 5. 08 x 10-1 mm dicken Zinnschicht überzogenen Kupferdrahtes extrudiert.
Die Extrudierbedingungen für die Drahtisolierung lauten wie folgt :
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<tb>
<tb> Monomeres, <SEP> eingearbeitet <SEP> Gew.-% <SEP> Temperatur <SEP> ( C) <SEP>
<tb> in <SEP> Äthylen-/Tetrafluor- <SEP> Zylinderzonen <SEP> Stempel <SEP> Kopf
<tb> äthylen-Copolymere <SEP> 123
<tb> kein-305 <SEP> 315 <SEP> 315 <SEP> 365 <SEP> 376
<tb> Diallylester <SEP> von <SEP> 3, <SEP> 5 <SEP> 295 <SEP> 295 <SEP> 295 <SEP> 315 <SEP> 365
<tb> l, <SEP> l, <SEP> 3-Trlmethyl-5- <SEP>
<tb> - <SEP> carboxy-3- <SEP> (p-carboxy- <SEP>
<tb> phenyl)-indan
<tb> Diallylester <SEP> von <SEP> 5, <SEP> 0 <SEP> 282 <SEP> 282 <SEP> 282 <SEP> 305 <SEP> 333
<tb> 1,1,3-Trimethyl-5-
<tb> -carboxy-3- <SEP> (p-carboxy- <SEP>
<tb> phenyl)-indan
<tb>
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Die drei isolierten Drähte wurden dann der Bestrahlung mit energiereichen Elektronen eines 1,
0 MeV Resonanzstrahltransformers unterworfen. Die resultierenden isolierten Drähte mit der durch Bestrahlung vernetzten Beschichtung wurden dann getempert und anschliessend geprüft, um ihre mechanischenund elektrischen Eigenschaften zu bestimmen. Das Ergebnis dieser Prüfung ist in der folgenden Tabelle dargelegt :
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<tb>
<tb> Äthylen- <SEP> Äthylen- <SEP> Äthylen- <SEP>
<tb> Tetrafluoräthylen <SEP> Tetrafluoräthylen <SEP> Tetrafluoräthylen
<tb> mit <SEP> 3, <SEP> 5 <SEP> Gew.-% <SEP> mit <SEP> 5, <SEP> 0 <SEP> Gew.-% <SEP> (ohne <SEP> Zusätze)
<tb> Diallylester <SEP> Diallylester
<tb> 10,104 <SEP> J/kg <SEP> 15,104 <SEP> J/kg <SEP> 10.
<SEP> 104 <SEP> J/kg <SEP> 15.104 <SEP> J/kg <SEP> 10.104 <SEP> J/kg <SEP> 15,104 <SEP> J/kg
<tb> Dosis <SEP> Dosis <SEP> Dosis <SEP> Dosis <SEP> Dosis <SEP> Dosis
<tb> Gewicht <SEP> der <SEP> Isolierung
<tb> (kg/300 <SEP> m) <SEP> 1, <SEP> 35 <SEP> 1, <SEP> 21 <SEP> 1, <SEP> 35 <SEP> 1, <SEP> 35 <SEP> 1, <SEP> 35 <SEP> 1, <SEP> 35 <SEP>
<tb> Reissfestigkeit
<tb> (kg/cm2 <SEP> bei <SEP> Raumtemperatur) <SEP> 548 <SEP> 470 <SEP> 434 <SEP> 440 <SEP> 366 <SEP> 389
<tb> Dehnung <SEP> (Raumtemp.)
<tb> (bei <SEP> 25, <SEP> 4 <SEP> cm <SEP> Dehnung/min) <SEP> 158 <SEP> 108 <SEP> 100 <SEP> 100 <SEP> 133 <SEP> 200
<tb> Lötkolbentest <SEP> 300 <SEP> + <SEP> 300 <SEP> + <SEP> 300 <SEP> + <SEP> 300 <SEP> + <SEP> 26,6 <SEP> 300+
<tb> Dorndeformation <SEP> Spannungs-Spannungs-
<tb> (96 <SEP> h, <SEP> 250 C.
<SEP> passiert <SEP> passiert <SEP> passiert <SEP> passiert <SEP> abweisung <SEP> abweisung
<tb> 1, <SEP> 13 <SEP> kg <SEP> Belastung) <SEP> misslungen <SEP> misslungen
<tb> Reissfestigkeit
<tb> (kg/cm2 <SEP> bei <SEP> 275 C) <SEP> 7,63 <SEP> 8,19 <SEP> 7,28 <SEP> 7,56 <SEP> 1,9 <SEP> 3,5
<tb> Dehnung <SEP> (bei <SEP> 275 C) <SEP> 244 <SEP> 124 <SEP> 95 <SEP> 79 <SEP> 375 <SEP> 30 <SEP> + <SEP>
<tb> Heissmodul
<tb> (3750, <SEP> 3, <SEP> 5 <SEP> kg/cm2) <SEP> 48 <SEP> 45 <SEP> 45 <SEP> 34 <SEP> misslungen <SEP> 295
<tb>
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Es liegt auf der Hand, dass viele Modifikationen und Variationen der Erfindung, wie sie hier dargelegt ist, durchgeführt werden können, ohne dass vom Inhalt und Umfang der Erfindung abgewichen wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Weichmachen von fluorierten Polymeren, sowie zur Beschleunigung der Vernetzung und zur Verringerung des durch Zugabe von Weichmachern und Vernetzungsmitteln bei diesen Polymeren auftretenden Drehmomentes, dadurch gekennzeichnet, dass dem fluorierten Polymeren etwa 3 bis 5 Gew.-% eines Phenylindanesters der allgemeinen Formel
EMI8.1
worin A, B, C, D, E und F für Wasserstoff, Carboxyallyl-oder Carboxymethallylgruppen stehen, wobei jedoch einer der Substituenten A, B und C und einer der Substituenten D, E und F eine Carboxyallyl-oder
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