AT343298B - Verfahren zur herstellung von delta 1,3,5 (10)-steroiden - Google Patents

Verfahren zur herstellung von delta 1,3,5 (10)-steroiden

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AT343298B AT838875A AT838875A AT343298B AT 343298 B AT343298 B AT 343298B AT 838875 A AT838875 A AT 838875A AT 838875 A AT838875 A AT 838875A AT 343298 B AT343298 B AT 343298B
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von   A'' )-Steroiden   der allgemeinen Teilformel 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 gen das erfindungsgemäss eingesetzte Lösungsmittel Ammoniak gegen Methylamin ausgetauscht wurde, gezeigt haben, erfolgt nach dem erfindungsgemässen Verfahren in Ammoniak die eine Reduktion der   2-Doppel-   bindung stereoselektiv, während die Reduktion in Methylamin (analog US-PS Nr. 3, 444, 057) nicht stereose- 
 EMI2.1 
 entsteht ein weitgehend einheitliches Produkt, während unter Verwendung von Methylamin unter sonst gleichen Bedingungen ein Substanzgemisch entsteht, das sich mindestens aus sechs Substanzen zusammensetzt, wobei die gewunschte Substanz noch nicht einmal Hauptprodukt ist. 



   Aus der US-PS   Nr. 3, 150, 989 ist   ein elektrochemisches Reduktionsverfahren bekannt,   bei dem níaht-   konjugierte Steroldketone (einschliesslich   o'-Hydroxyketone   und   cï-Acyloxyketone)   In einem Elektrolytenmit schwer reduzierbarem Kation, vorzugsweise einem   tetraalkylsubstituierten   Ammoniumsalz, unter Erhaltung des aromatischen A-Ringes elektrolytisch reduziert werden können. Bei diesem bekannten Verfahren 
 EMI2.2 
 wenden. Des weiteren ist es zur Durchführung dieses Verfahrens unerlässlich, eine geteilte Elektrolysezelle zu verwenden. 



   Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter geringem apparativem Aufwand und In kurzer Zeit ungesättigte Steroide und reduzierbare Gruppierungen am   Steroidmolekül   partiell unter Erhaltung des aroma- 
 EMI2.3 
 zureduzieren. Dièse Aufgabe wlrd erftndungsgemaB daduroh gelëst, daBrolde der allgemeinen Teilformel 
 EMI2.4 
 worin
R die oben angegebene Bedeutung hat und
St'den Rest BCD eines   Steroidmolekuls   mit x Mehrfachbindungen als isolierte Doppel- oder Dreifach- bindungen und/oder konjugierte Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen bedeutet, wobei x eine ganze Zahl zwischen 1 und 3 ist, in Gegenwart eines   Alkali- oder Erdalkalisalzes in fliissigem Ammoniak,   gegebenenfalls unter Zusatz eines Lösungsvermittlers, vorzugsweise Äther, chlorierte Kohlenwasserstoffe, Ketone,

   Säurederivate oder Was- 
 EMI2.5 
 



  Genannt seien beispielsweise Äther, wie Diäthyläther, Tetrahydrofuran oder Dioxan, Säurederivate, wie Essigester, Acetonitril, Dimethylformamid, ferner Dimethylsulfoxyd, chlorierte Kohlenwasserstoffe, wie Methylenchlorid, Chloroform oder Trichloräthylen. Neben inerten organischen Lösungsmitteln kommt In begrenztem Masse aber auch Wasser fUr diesen Zweck in Frage. 



   Es ist überraschend, dass die Reduktion bei dieser Verfahrensweise bei den partiell reduzierten 
 EMI2.6 
 



   Die Elektrolyse wird in einer ungeteilten Zelle durchgeführt. Es kann Wechselstrom, gerichteter, ungeglätteter Wechselstrom, Gleichstrom oder modulierter Gleichstrom verwendet werden. 



   Dabei können die Elektrolysebedingungen, wie Spannung, Stromstärke, Stromdichte, Elektrodenober- 
 EMI2.7 
    ;durchgefUhrt   werden. 



   Die erfindungsgemäss verwendeten Ausgangsverbindungen enthalten neben den Kohlenstoff-KohlenstoffDoppelbindungenim aromatischen A-Ring mindestens eine weitere konjugierte C= C-Doppelbindung, z. B. als   A-, A -oder A )-Doppelbindungund/oder   eine andere Gruppierung mit isolierten Doppelbindungen, wie In den Gruppen 
 EMI2.8 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
C=0, N0wobei
R Wasserstoff, Hydroxy, Alkyl oder Aryl bedeutet. 



   Eine isolierte Kohlenstoff-Kohlenstoff-Dreifachbindung verhält sich unter den erfindungsgemässen Bedingungen wie eine zum A-Ring konjugierte C = C-Doppelbindung. Das   Steroidgerüst   kann weiterhin Alkylgruppen, insbesondere Methylgruppen in 1-, 2-, 4-, 6-,   7- oder 16-Stellung   und freie oder verätherte oder veresterte Hydroxygruppen In 1-, 3-, 6-, 7-, 11-, 15-, 16-oder 17-Stellung aufweisen. Eine 17-Alkylgruppe kann   a-oder ss-konfiguriert   sein. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren hat den Vorteil, dass die Reduktion stereospezifisch verläuft, wobei Steroide mit der natürlichen Konfiguration   8-H-9o !-H   erhalten werden. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren hat weiterhin den Vorteil, dass man mit einem relativ geringen apparativen Aufwand auskommt und die Elektrolyse in kurzer Zeit durchgeführt werden kann. Des weiteren ist die Reduktion weitgehend temperatur- und druckunabhängig. 
 EMI3.1 
    sïnd-1, 3, 5 (10)-östratrien-17p-ol   vom Fp.   850C.   



   Beispiel 2 : 1 g 3-Methoxy-1,3,5(10),9(11)-östratetraen-17ss-ol und 5 g Natriumperchlorat werden 
 EMI3.2 
 
Ammoniak zwisehen Platinelektroden nachsäure und erhält nach Filtration   0,   8 g 1,3,5(10)-Östratrien-17ss-ol vom Fp. 800C. 



   Beispiel 3 : 1 g 3-Methoxy-18-methyl-1,3,5(10),8-östratetraen-17ss-ol werden mit 5 g Magnesiumtetrafluoroborat in 200 ml flüssigem Ammoniak zwischen Platinelektroden elektrolysiert. Nach beendeter 
 EMI3.3 
 tration 0, 9 g 3-Methoxy-18-methyl-1,3,5(10)-östratrien-17ss-ol vom Fp. 127 C.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von #1,3,5(10)-Steroiden der allgemeinen Teilformel EMI3.4 worin R Wasserstoff, Alkyl oder Acyl und St den Rest BCD eines gegebenenfalls substituierten SteroidmolekUls mit gegebenenfalls isolierten n Mehrfachbindungen bedeuten, wobei n eine ganze Zahl zwischen 0 und 2 ist, durch partielle elektrochemische Reduktion, dadurch gekennzeichnet, dass man #1,3,5(10)-Steroide der allgemeinen Teilformel EMI3.5 worin R die oben angegebene Bedeutung hat und St'den Rest BCD eines Steroidmo1ekUls mit x Mehrfachbindungen als isolierte Doppel- oder Dreifach- <Desc/Clms Page number 4> bindungen und/oder konjugierte Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen bedeutet, wobei x eine ganze Zahl zwischen 1 und 3 ist,
    in Gegenwart eines Alkali- oder Erdalkalisalzes in flüssigem Ammoniak, gegebenenfalls unter Zusatz eines EMI4.1 ser, bei konstanter Stromstärke bei einer Stromdichte von 10-3 bis 5 A/cm2 und bei Temperaturen von -500C bis zur Siedetemperatur des Lösungsmittels elektrolysiert.
AT838875A 1970-12-12 1975-11-04 Verfahren zur herstellung von delta 1,3,5 (10)-steroiden AT343298B (de)

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