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Die Erfindung betrifft eine Abstelleinrichtung für den Dieselmotor von Nutzfahrzeugen mit zwei je einen federbelasteten Kolben aufweisenden, von einer Druckluftquelle her über eine Magnetventilsteuerung beaufschlagbaren Arbeitszylindern, von denen bei Druckbeaufschlagung der eine die EinspritzpumpenRegelstange in die Nullstellung zurückführt und der andere die Auspuffbremsklappe schliesst, und mit Schaltern zur Stromkreisschliessung und-unterbrechung.
Es ist bereits eine Abstelleinrichtung bekannt, bei der die Druckluftquelle über ein gegen die Kraft einer Feder mit dem Fuss betätigbares Ventil mit den beiden Arbeitszylindern verbunden ist. Das Ventil wird lediglich gedrückt, wenn der Motor abgestellt oder mit Hilfe der Auspuffbremse gebremst werden soll. Sobald die Fussbelastung aufhört, nimmt das Ventil aber wieder jene Stellung ein, in der die Auspuffbremsklappe geöffnet und die Regelstange der Einspritzpumpe frei verstellbar ist. Nachteilig ist hiebei, dass daher der Dieselmotor durch Anschleppen des Fahrzeuges angelassen werden kann, auch wenn kein Schlüssel für das den sogenannten Tagverbrauchern und dem Anlasser zugeordnete Schaltschloss vorhanden ist. Demnach kann das Fahrzeug verhältnismässig leicht von Unbefugten in Betrieb genommen werden.
Ein weiterer Nachteil ist auch darin zu erblicken, dass das Ventil nicht an beliebiger Stelle vorgesehen werden kann, um möglichst kurze Druckluftleitungen zu erreichen, sondern in der Reichweite eines der beiden Füsse des Fahrers angeordnet werden muss. Dazu kommt noch, dass der Motor nur durch Betätigung des Ventils, aber nicht mit Hilfe des Schaltschlosses abgestellt werden kann, so dass der Fahrer beim Abstellen des Motors häufig vergisst, auch die Tagverbraucher abzuschalten bzw. den Schlüssel des Schaltschlosses abzuziehen, was die Gefahr der unbefugten Inbetriebnahme des Fahrzeuges noch weiter erhöht.
Es ist auch schon eine Abstelleinrichtung bekanntgeworden (DE-OS 1947724), bei der für jeden Arbeitszylinder ein eigenes Magnetventil in einem eigenen Stromkreis vorgesehen ist. Dabei sind die Ventile im Fall der Stromlosigkeit geschlossen, es herrscht also kein Druck in den zugehörigen Arbeitszylindern und die die Kolben belastenden Federn bewirken ein Öffnen der Drosselklappen. Auch der die Regelstange der Kraftstoff-Einspritzpumpe betätigende Arbeitszylinder wird so beaufschlagt, dass die Brennstoff einspritzung durch Schliessen des zugehörigen Stromkreises auf Null gestellt wird.
Es ergibt sich also eine verhältnismässig aufwendige, elektrische Einrichtung mit einer Mehrzahl von Schaltern und Ventilen, bei der es hauptsächlich darum geht, bei verschiedenen Betriebszuständen des Motors die entsprechenden Stellungen der Einspritzpumpen-Regelstange, der Auspuffbremsklappe und einer Drosselklappe in der Ansaugleitung herbeizuführen und nicht nur den Motor abzustellen.
Somit liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, diese Mängel zu beseitigen und eine Abstelleinrichtung der eingangs geschilderten Art zu schaffen, bei der es mittels einer verhältnismässig einfachen elektrischen Schaltung möglich ist, das Anlassen des Motors ohne Schaltschlossbetätigung durch blosses Anschleppen bzw. Abrollenlassen des Fahrzeuges über eine schräge Fahrbahn auszuschliessen und den Motor mit Hilfe des Sehaltsehlosses abzustellen.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass für die beiden Arbeitszylinder nur ein gemeinsames Magnetventil vorgesehen ist, das in einem beim Einschalten der Tagverbraucher bzw. des Anlassers schliessbaren und in an sich bekannter Weise mittels eines zusätzlichen Schalters unterbrechbaren Stromkreis liegt und bei geschlossenem Stromkreis die Entlüftungsstellung für die Arbeitszylinder einnimmt.
Es ist selbstverständlich, dass der Motor nur angelassen werden kann, wenn die beiden Arbeitszylinder entlüftet sind, also weder die Auspuffbremsklappe geschlossen ist, noch die EinspritzpumpenRegelstange die Nullstellung einnimmt bzw. in dieser festgehalten wird. Da sich nun aber das Magnetventil nur bei geschlossenem Stromkreis in der Entlüftungsstellung für die Arbeitszylinder befindet, muss das Schaltschloss mit Hilfe des zugehörigen Schlüssels in die der Schliessung des Stromkreises entsprechende Fahrtstellung gebracht worden sein, bevor der Motor angelassen werden kann, so dass das Anlassen des Motors durch blosses Anschleppen oder Abrollen des Fahrzeuges verhindert ist. Durch den zusätzlichen Schalter, der den Stromkreis unterbricht, ist aber trotzdem das jederzeitige Bremsen mit Hilfe der Auspuffbremse möglich.
Das Abstellen des Motors hat, wie gesagt, die Stromkreisunterbrechung zur Voraussetzung, so dass der Fahrer in der Regel zum Abstellen des Motors das Schaltschloss betätigen und damit automatisch auch die Tagstrom-Verbraucher abschalten wird. Dabei handelt es sich um eine ganz einfache Schaltung, da für beide Arbeitszylinder nur ein gemeinsames Magnetventil vorgesehen ist, das an
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der jeweils günstigsten Stelle angeordnet werden kann, wobei es auch möglich ist, den zusätzlichen Schalter für Hand- oder Fussbetätigung auszubilden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen Abstelleinrichtung im Schaltschema dargestellt.
Von einer Druckluftleitung --1-- führt eine Leitung --2-- über ein Magnetventil --3-- zu zwei Arbeitszylindern --4, 5--, die jeweils mit einem federbelasteten Kolben --6, 7-- ausgestattet sind. Mit Hilfe des Kolbens --6-- des Arbeitszylinders --4-- wird bei Druckluftbeaufschlagung, also in der dargestellten Stellung die Einspritzpumpen-Regelstange in die Nullstellung zurückgeführt bzw. in dieser festgehalten. Der Arbeitszylinder --5-- bzw. dessen Kolben --7-- hat die Aufgabe, bei Druckluftbeaufschlagung die Auspuffbremsklappe des Dieselmotors zu schliessen.
Das Magnetventil --3-- liegt in einem Stromkreis--8--, der mit Hilfe eines Schalters --9-- schliessbar ist, der dabei die Tagverbraucher und den Anlasser einschaltet. Wird also der Stromkreis --8-- mit Hilfe des als Schaltschloss ausgebildeten Schalters --9-- geschlossen, so kommt das Magnetventil in jene Stellung, in der die Arbeitszylinder --4, 5-- entlüftet werden, so dass die Kolben 7--unter der Wirkung der sie belastenden Federn die Einspritzpumpen-Regelstange freigeben bzw. in die Fahrstellung bringen und die Auspuffbremsklappe öffnen. Im Stromkreis --8-- ist ein zusätzlicher Schalter--10-vorgesehen, mit dessen Hilfe der Stromkreis wieder unterbrochen werden kann, wenn während der Fahrt mit Hilfe der Auspuffbremse gebremst werden soll.
Das Abstellen des Motors ergibt sich automatisch, wenn der Schalter --9-- in die Ausschaltstellung gebracht wird, in der auch die sogenannten Tagverbraucher abgeschaltet sind.