AT345088B - Verfahren und einrichtung zur rueckgewinnung des schwefels und des magnesiums in form des technisch reinen magnesiumbisulfits - Google Patents

Verfahren und einrichtung zur rueckgewinnung des schwefels und des magnesiums in form des technisch reinen magnesiumbisulfits

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AT345088B
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Erwin Schroettner
Helmut Schweiger
Otto Weidel
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Waagner Biro Ag
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D53/00Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols
    • B01D53/34Chemical or biological purification of waste gases
    • B01D53/46Removing components of defined structure
    • B01D53/48Sulfur compounds
    • B01D53/50Sulfur oxides
    • B01D53/501Sulfur oxides by treating the gases with a solution or a suspension of an alkali or earth-alkali or ammonium compound
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F5/00Compounds of magnesium
    • C01F5/42Magnesium sulfites

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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zur Rückgewinnung des Schwefels und des Magnesiums in der Form des technisch reinen Magnesiumbisulfits aus den staubförmiges Magnesiumoxyd führenden, schwefeldioxydhältigen Abgasen einer   Laugenverbrennungsanlage,   wobei die Abgase durch einen Trockenentstauber und mindestens zwei als Schwefeldioxydabsorber ausgebildete Waschstufen hindurchgeführt werden. 



   Die Erfindung hat es sich zur Aufgabe gestellt, das Magnesiumbisulfit in möglichst reiner Form rückzugewinnen, ohne dass flüssigkeitslösliche Verunreinigungen in das Magnesiumbisulfit gemischt werden. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass der im Trockenabscheider abgeschiedene Staub nach der ersten und vor der letzten Waschstufe dem Abgas wieder zugemischt wird und dass durch Absorption von Schwefeldioxyd in der zweiten Waschstufe bei einem PH-Wert grösser als 7 der umlaufenden Waschflüssigkeit das Magnesiumoxyd in Magnesiumsulfit und in der ersten Waschstufe bei einem PH-Wert kleiner als 5 der umlaufenden Waschflüssigkeit des Magnesiumsulfit in Magnesiumbisulfit umgewandelt wird. Die erfindungsgemässe Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass eine Mischstelle des abgeschiedenen Staubes mit dem aus der Waschstufe austretenden Abgas vorgesehen ist und dass nach der Mischstelle eine weitere Waschstufe im Rohgasstrom angeordnet ist.

   Insbesondere sind die Waschstufen als Venturiwäscher ausgebildet, in welchen eine Suspension als Waschflüssigkeit verwendet wird. 



   Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise und schematisch dargestellt. 



   In einer Zellstoffabrik fallen Ablaugen an, die in einer   Laugenverbrennungsanalge--5--eingedickt   verbrannt werden. Die Verbrennungsrückstände werden staub-und gasförmig durch das Abgas ausgetragen. Zur Wiedergewinnung des Magnesiumbisulfits aus den Verbrennungsrückständen wird bei modernen Anlagen eine eigene   Chemikalienrückgewinnungsanlage --6-- verwendet.   In diese werden die Abgase aus der   Laugenverbrennungsanlage --5-- über   eine Leitung --7-- eingeleitet und in einem   Trockenabscheider   wie z. B. Elektrofilter, Zyklon oder Multizyklon, entstaubt. Die trocken gereinigten Abgase werden schliesslich durch mindestens zwei Waschstufen-2 und   4--geführt,   in welchen das gasförmige Schwefeldioxyd ausgewaschen und absorbiert wird.

   Als Waschstufen eignen sich besonders düsenlose Venturiwäscher, bei welchen die Waschflüssigkeit in Form einer Suspension über eine   Umwälzpumpe --8-- rezirkuliert   werden kann. Hiedurch wird die Ablagerung in den Düsen an den Aufgabestellen der Waschflüssigkeit vermieden, so dass Störungen in den Waschstufen--2 und 4-- kaum auftreten. Die im   Troekenabscheider--l-abgetrennten   staubförmigen Verunreinigungen enthalten hauptsächlich Magnesiumoxyd und stellen Ausgangsstoffe für die Gewinnung der Kochlauge dar. Das staubförmige Magnesiumoxyd ist durch unerwünschte flüssigkeitslösliche Ballaststoffe verunreinigt, deren Anreicherung in der Kochsäure vermieden werden soll.

   Die abgeschiedenen Stäube werden über eine pneumatische   Fördereinrichtung --9-- unter   Umgehung der ersten Waschstufe --2-- einer Mischeinrichtung   --3-   zugeführt, die mit der zweiten   Waschstufe --4-- in   Verbindung steht. Durch diese Massnahme wird erreicht, dass in der ersten Waschstufe, der Magnesiumbisulfitstufe, der PH-Wert unter 5 gehalten werden kann, so dass in der   Waschflüssigkeit   möglichst reines gelöstes Magnesiumbisulfit gebildet wird. Dabei ist wesentlich, dass in den Abgasen der ersten   Waschstufe --2-- möglichst   wenig oder kein Magnesiumoxyd enthalten ist.

   In der zweiten   Waschstufe --4-- wird   das Magnesiumoxyd von der Waschflüssigkeit ausgewaschen, wobei auch die wasserlöslichen Verunreinigungen des Magnesiumoxydstaubes vom Waschwasser gelöst werden und das wasserunlösliche Magnesiumoxyd durch den niedrigen Schwefeldioxydgehalt des Abgases bei einem PH-Wert der Waschflüssigkeit höher als 7 in Magnesiumsulfit umgewandelt wird, welches schwer löslich ist und sich im Absetztrichter der Waschstufe --4-- in Form von Kristallen absetzt. Die Kristalle werden über die Leitung --10-- unter Zusatz von Frischwasser aus der Leitung   --14-- der ersten Waschstufe-2-- zugeführt.   Das Magnesiumsulfit wird unter dem Eindruck des höheren Partialdruckes des   Schwelfeldioxyds   und des niedrigeren PH-Wertes in Magnesiumbisulfit umgewandelt.

   Im Rahmen der Erfindung kann dem trocken abgeschiedenen Staub der   Entstaubungsanlage --1-- auch   frisches Magnesiumoxyd zur Kompensation des in der zweiten   Waschstufe --4-- in   gelöster Form über die   Abschlämmleitung-12-- abgeschiedenen   Magnesiumsulfits über die   Leitung --15-- zugemischt   werden. Die im Flugstaub enthaltenen flüssigkeitslöslichen Ballaststoffe reichern sich in der Waschflüssigkeit der zweiten   Waschstufe --4-- an   und können nach Trennung des ungelösten kristallinen Magnesiumsulfits als echte Lösung über die   Leitung --12-- abgeschlämmt   werden, wobei die Wasserverluste über die Leitung 

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 --13-- ersetzt werden.

   Das in der ersten Waschstufe --2-- gewonnene Magnesiumbisulfit wird gemäss Pfeil -   dem Waschkreis   in Form einer Lösung entnommen, wobei die Wasserverluste durch die Wasserzuleitung --14-- ersetzt werden. 



     PATENTANSPRÜCHE   : 
1. Verfahren zur Rückgewinnung des Schwefels und des Magnesiums in der Form des technisch reinen Magnesiumbisulfits aus den staubförmiges Magnesiumoxyd führenden, schwefeldioxydhältigen Abgasen einer   Laugenverbrennungsanlage,   wobei die Abgase durch einen Trockenentstauber und mindestens zwei als Schwefeldioxydabsorber ausgebildete Waschstufen hindurchgeführt werden, dadurch gekennzeichnet, dass der im Trockenabscheider abgeschiedene Staub nach der ersten und vor der letzten Waschstufe dem Abgas wieder zugemischt wird und dass durch Absorption von Schwefeldioxyd in der zweiten Waschstufe bei einem PH-Wert grösser als 7 der umlaufenden Waschflüssigkeit das Magnesiumoxyd in Magnesiumsulfit (MgS03)

   und in der ersten Waschstufe bei einem PH-Wert kleiner als 5 der umlaufenden Waschflüssigkeit das Magnesiumsulfit in Magnesiumbisulfit [Mg   (HSOg) ]   umgewandelt wird.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, bei der im Abgasstrom einer Laugenverbrennungsanlage ein Trockenentstauber einer Waschstufe der Chemikalienrückgewinnungsanlage EMI2.1 nen Staubes mit dem aus der Waschstufe (2) austretenden Abgas vorgesehen ist und dass nach der Mischstelle (3) eine weitere Waschstufe (4) im Rohgasstrom angeordnet ist. EMI2.2 dassWaschstufen (2,4) als Venturiwäscher ausgebildet sind, in welchen eine Suspension als Waschflüssigkeit verwendet wird.
AT488176A 1974-11-29 1976-07-05 Verfahren und einrichtung zur rueckgewinnung des schwefels und des magnesiums in form des technisch reinen magnesiumbisulfits AT345088B (de)

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DE19772727128 DE2727128C3 (de) 1974-11-29 1977-06-16 Verfahren und Einrichtung zur kontinuierlichen Gewinnung von Magnesiumbisulfitlosungen

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