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Die Erfindung betrifft einen Behälter für Flüssigkeiten oder Gase, insbesondere aus Betonfertig- teilen, z. B. Ringen, zusammengesetzte Behälter, mit einer aus flüssigkeits-bzw. gasdichtem Material, z. B. aus Kunststoff-Folien, bestehenden Verkleidung, die aus einzelnen Verkleidungsbahnen zusammen- gesetzt ist.
Die Verkleidungen solcher Behälter wurden bisher meist als ein geschlossener Sack ausgebildet, welcher ausserhalb des Behälters vorgefertigt und sodann durch das in der Behälterdecke vorgesehene
Mannloch in das Behälterinnere eingeführt und am Flanschring des Behälterverschlusses befestigt wurde, um sich dann beim Füllen des Behälters schmiegsam an die Innenwandung des Behälters dichtend anzulegen. Diese Innenverkleidungen mussten demnach der Grösse des Behälters jeweils angepasst vorgefertigt werden, ihre Grösse war infolgedessen nach oben hin beschränkt und sie hatten darüber hinaus den Nachteil, dass sie beim Füllen und Entleeren des Behälters mechanischen Beanspruchungen,
Dehnungen und sonstigen Formänderungen unterlagen, die ihre Lebensdauer verringerten und die Gefahr einer Beschädigung und eines Leckwerdens vergrösserten.
Aus der AT-PS Nr. 264376 ist ferner bereits ein Behälter bekanntgeworden, dessen aus einer
Kunststoff-Folie bestehende Innenverkleidung aus einzelnen Verkleidungsbahnen zusammengesetzt ist. Bei diesem vorbekannten Behälter sind allerdings diese Verkleidungsbahnen in ihren oberen Randbereichen mit den Innenwänden des Behälters unmittelbar verklebt und sind ausserdem untereinander durch Ver- schweissung oder Verklebung der aneinanderstossenden Kanten verbunden.
Diese Art der Befestigung lässt sich jedoch nur bei Behältern mit einer sehr glatten Innenwandung - zuverlässig durchführen, keinesfalls bei aus Beton bestehenden Behältern, deren Material eine ausreichend feste Verklebung mit einer Kunststoff-Folie nicht zulässt.
Davon abgesehen würde die Verbindung zwischen dem oberen Randbereich einer einzelnen
Verkleidungsbahn bei hohen Behältern allzusehr durch das Eigengewicht dieser Verkleidungsbahn auf Zug beansprucht werden, wenn diese Bahnen ansonst nur untereinander, aber nicht auf ihre gesamte Länge mit der Behälterwand verbunden wären.
Ziel der Erfindung ist es, eine wesentlich zuverlässigere und ausserdem einfach herstellbare Art der Befestigung der aus einzelnen Verkleidungsbahn zu fertigenden Behälterverkleidung zu schaffen, die völlig unabhängig von der jeweiligen Grösse des Behälters, aber auch völlig unabhängig von der Be- schaffenheit, z. B. der Rauhigkeit, der Innenwandung des Behälters anwendbar ist und sich infolgedessen ganz besonders für Behälter aus Betonfertigteilen eignet.
Dem wesentlichsten Erfindungsmerkmal zufolge wird dieses Ziel dadurch erreicht, dass die Verkleidungsbahnen längs ihrer einander benachbarten, parallelverlaufenden Ränder mit zur Behälterwandung bzw. zum Behälterboden und/oder zur Behälterdecke gehörenden, an diesen Behälterteilen verankerten, vorzugsweise streifen- oder leistenförmigen Halteelementen flüssigkeits-bzw. gasdicht verbunden, z. B. verschweisst oder verklebt, sind.
Die Erfindung beruht demnach auf der Erkenntnis, dass es die genannten Haltelemente als Vermittler zwischen einer vergleichsweise rauhen, unebenen und haftungsfeindlichen Wandung eines undichten, beispielsweise aus Betonfertigteilen bestehenden Behälters einerseits und der gegen solche Rauhigkeiten und Unebenheiten einigermassen empfindlichen Verkleidungsfolie anderseits ermöglichen, solche Folien als feste, integrierte Bestandteile eines doppel-oder mehrschaligen Behälters zu verwenden, ohne dass sie dabei zu einem gefährdenden Ausmass Formänderungen und Beanspruchungen unterworfen werden.
Ferner erschliessen diese Halteelemente die wirtschaftlich besonders günstige Möglichkeit einer Verwendung üblicher, handlicher und preiswert aus Kunststoff bestehender Folienbahnen einer Breite von etwa 1, 30 bis 1, 50 m, welche keiner zusätzlichen, aufwendigen und kostspieligen Vorbearbeitung bzw.
Formgebung bedürfen und die nach der erfindungsgemässen Lösung bei der Herstellung des Behälters oder auch noch nachträglich ohne nennenswerten Aufwand verlegt und an der Behälterwandung befestigt werden können, um sodann einen dauerhaften Bestandteil des Behälters zu verkörpern, so dass ihre Lebensdauer praktisch jener des Behälters gleichgesetzt werden kann, gleichwohl eine Auswechslung technisch unschwer jederzeit durchführbar ist.
Mit der erfindungsgemässen Lösung lässt sich demnach eine vorteilhafte exakte Trennung der Funktionen zwischen der dichtenden Behälterhaut und der tragenden Behälterwandung erzielen, wobei diese Bestandteile vorteilhafterweise weitgehend voneinander unabhängig wirksam und unabhängig voneinander herstellbar sind, wobei die Eigenschaften ihrer voneinander verschiedenen Materialien optimal verwertet werden.
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Eine ausreichende Dichtung wäre im Rahmen der Erfindung zwar schon dadurch gewährleistet, dass die Randbereiche benachbart verlegter Folienbahnen paarweise flächig und satt anliegend mit den z. B. aus Streifen bestehenden Halteelementen verbunden werden.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes können jedoch ausserdem die einander gegenüberliegenden Ränder der jeweils benachbarten Verkleidungsbahnen nicht nur mit den Halteelementen, sondern auch unmittelbar oder mittelbar, z. B. unter Verwendung einer schweissbaren Zwischenlage, flüssigkeits-bzw. gasdicht miteinander verbunden sein. Bei dieser Ausführungsform ist also auch das Halteelement selbst gegen den Behälterinhalt abgeschirmt, gegen Korrosion geschützt und es ergibt sich eine noch höhere Sicherheit der Fugenverbindung zwischen benachbarten Verkleidungsbahnen.
Die zu einer solchen Fugenverbindung besonders geeigneten Halteelemente sind im Rahmen der Erfindung Haltestreifen, Halteplatten od. dgl., die vorzugsweise aus Metall, kunststoffbeschichtetem Metall, oder aus Kunststoff bestehen und die in einem der Breite der Verkleidungsbahnen entsprechenden Mittelachsabstand voneinander örtlich an der Behälterwandung bzw. dem Behälterboden und/oder der Behälterdecke verankert sind und deren glatte, freie Seite mit den Randbereichen der Verkleidungsbahnen, z. B. durch Verschweissung oder Verklebung, flächig verbunden ist. Dabei ergibt sich eine besonders satte, grossflächige Verbindung und Dichtung zwischen den Verkleidungsbahnen und den Halteelementen.
Die streifenförmigen Halteelemente können beispielsweise aus einem 0, 75 mm starken Stahlblech einer Breite von etwa 10 cm bestehen, auf welches schon fabriksmässig eine PVC-Folie aufkaschiert ist und dessen Rückseite mit einem Korrosionsschutz versehen ist. Diese Halteelemente können aber auch zur Gänze aus einem Kunststoff bestehen und werden in diesem Fall zweckmässigerweise von Aluminiumbändern gehalten, die z. B. mittels geschossener oder geschlagene Bolzen an der Behälterwandung befestigbar sind.
Einfacher ist es, die Halteelemente selbst an der Behälterwandung zu verankern, sei es mittels in einer giessfähigen, erhärtenden Masse, insbesondere Beton, der Bauelemente des Behälters bei deren Herstellung eingebetteten, vorragenden Verankerungsfortsätzen, oder sei es, dass die Halteelemente mittels Schuss-oder Schlagbolzen oder-dübel od. dgl. in den bereits fertigen, gegebenenfalls bereits verlegten Bauelementen des Behälters nachträglich verankert werden.
Im Zusammenhang mit den bereits geschilderten Erfindungsmerkmalen erstreckt sich die Erfindung auch auf Verfahren zur Herstellung erfindungsgemässer Behälter.
Einem solchen Verfahren zufolge werden nach der Errichtung der starren, insbesondere aus Betonfertigteilen, z. B. Ringen, zusammengesetzten Wandung des Behälters auf einer den Behälterboden bildenden Bodenplatte die einzelnen Verkleidungsbahnen mit ihren Rändern zunächst stumpf aneinanderstossend verlegt und auf den den Randbereichen jeweils gemeinsamen Halteelementen befestigt, z. B. aufgeschweisst, sodann wird die Fuge zwischen den beiden benachbarten Verkleidungsbahnen maschinell oder manuell ausgefräst und mit einer Zwischenlage, z. B. einer aus schweissbarem Material bestehenden Schnur, einem Band od. dgl. ausgefüllt und sodann werden die Ränder der Verkleidungsbahnen mit dieser Zwischenlage verschweisst.
Gleichzeitig mit dem Aufbringen der Verkleidungsbahnen auf der Innen-und/oder Aussenseite der Behälterwandung kann die Verbindung, z. B. Verschweissung, der Randbereiche dieser Verkleidungsbahnen mit den zur Behälterwandung gehörenden Halteelementen durchgeführt werden.
Der Erfindungsgegenstand ist nachfolgend an Hand von Zeichnungen erläutert, die ein Ausführungsbeispiel schematisch veranschaulichen, u. zw. zeigt Fig. 1 den Querschnitt durch eine horizontale Stossfuge
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im Querschnitt die Ausbildung der Verkleidung im Deckenbereich des Behälters, Fig. 4 ist ein Vertikalschnitt durch einen Teil der Behälterwandung.
In Fig. 1 ist dargestellt, wie ein als Streifen --2-- ausgebildetes Halteelement an der Wandung-1-- eines z. B. aus Betonfertigteilen zusammengesetzten Behälters mittels irgendwelcher Verankerungsfortsätze --3-- befestigt ist. Das Halteelement --2-- besteht beispielsweise aus Metall, ist an seiner der Wandung --1-- zugewendeten Seite gegen Korrosion geschützt und trägt an der dem Behälterinneren zugewendeten Seite eine Kunststoffschicht --4--, die mit der aus Kunststoff bestehenden Verkleidungsbahn-5-verschweisst ist.
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Die Herstellung einer solchen Verbindung zwischen zwei benachbart verlaufenden Verkleidungsbahnen - erfolgt derart, dass die einzelnen Verkleidungsbahnen zunächst mit ihren Rändern stumpf aneinanderstossend verlegt und auf dem den beiden Randbereichen gemeinsamen Halteelement --2-- durch Heissluft- oder Quellschweissung verbunden werden, wobei die Kunststoffschicht --4-- dieses Halteelementes mit dem Kunststoff der Verkleidungsbahn --5-- verschmolzen wird und eine dichte, flächige Verbindung entsteht. Sodann wird die Fuge zwischen den beiden benachbarten Verkleidungsbahnen--5--maschinell oder manuell sauber ausgefräst und mit einer Zwischenlage, z. B. einer aus schweissbarem Material
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ausgeSchnur--6--verschweisst, d.h.dichtverschmolzen.
Fig. 2 zeigt diese Randverbindung in grösserem Massstab, wobei das Halteelement --2-- bloss der besseren Übersichtlichkeit halber in einer gewissen Distanz von der Behälterwandung --1-- dargestellt ist.
Fig. 3 stellt einen Teil einer Behälterdecke--7--mit einem Mannloch--8-- dar und zeigt die Überlappung und Verbindung der Verkleidungsbahnen--5--im Bereich der Oberkante der Behälterwandung --1--. Die an der Unterseite der Behälterdecke --7-- angeordneten Verkleidungsbahnen --5-sollen nicht durchhängen und sie können deshalb, zusätzlich zur Befestigung ihrer Ränder an den randseitigen Haltelementen --2--, auch noch innerhalb ihrer Breite an beliebig gestaltbaren Halteelementen --9--, stellenweise durch Schweissung befestigt werden. Ein abgewinkeltes Halteelement --10-- kann als Randeinfassung des Manloches --8-- benutzt werden.
Fig. 4 zeigt die Hälfte eines Querschnittes durch einen aus ringförmigen Stahlbetonfertigteilen-l'- hergestellten zylindrischen Behälters. Die Darstellung ist bloss schematisch und der Übersichtlichkeit halber sind die Verkleidungsbahnen --5-- nicht satt an der Behälterwandung anliegend, sondern distanziert dargestellt. Wie die Darstellung lehrt, ist die Innenwandung des zylindrischen Behälters mit horizontal verlaufenden, übereinander angeordneten ringförmig geschlossenen Verkleidungsbahnen--5-ausgekleidet. Die horizontal verlaufenden Randbereiche dieser Verkleidungsbahnen --5-- sind mit den gleichfalls horizontal übereinander verlaufenden, voneinander distanzierten Halteelementen --2--, wie in den Fig. 1 und 2 dargestellt, verschweisst. Die Innenseite (Oberseite) des z.
B. aus Ortbeton bestehenden Behälterbodens --11-- ist ebenso wie die in Fig. 3 dargestellte Behälterdecke-7-- mit einer Anzahl parallel zueinander verlaufender Verkleidungsbahnen --5-- ausgekleidet, deren Randbereiche gleichfalls mit quer über die Oberseite des Behälterbodens --11-- verlaufenden Halteelementen --2-- verschweisst sind.
An der Aussenseite des aus kreisringsektorförmig profilierten Betonfertigteilen zusammengesetzten zylindrischen Behälters ist eine ring-oder schraubenförmig durchlaufende, in Nuten --12-- der Aussenseite dieser Fertigteile --1'-- eingebettete, unter Vorspannung setzbare Bewehrung --13-vorgesehen, die später mit Mörtel umhüllt werden kann und gegebenenfalls von einer Aussenverkleidung des Behälters überdeckt wird. Auf diese Aussenverkleidung sind die erfindungsgemässen Massnahmen gleicherweise anwendbar wie auf die oben erläuterte Innenverkleidung des Behälters.
Ferner ist in Fig. 4 - jedoch bloss schematisch - eine Vorrichtung angedeutet, mittels derer alle zur Herstellung des Behälters erforderlichen Arbeiten besonders rationell durchgeführt werden können. Diese Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einer in der Behälterachse angeordneten vertikalen, in den Lagern --14 und 15-- drehbar gelagerten Welle --16-- mit radial ausragenden Auslegern --17-- od.dgl., an welchen nicht dargestellte und bloss durch den Träger --18-- angedeutete Werkzeuge zur Anbringung und Befestigung der Verkleidungsbahnen-5-- an den Halteelementen --2-- und/oder zur Verlegung, Einbettung und/oder Vorspannung der Bewehrungen --13-- angeordnet werden können, die es beispielsweise ermöglichen, gleichzeitig die Verkleidungsbahnen-5-- zu verlegen und mit den Halteelementen --2-- zu verschweissen bzw.
das Einbetten der Bewehrungen gleichzeitig mit dem Verlegen der Verkleidungsbahnen --5-- durchzuführen usw. Hiezu kann der Träger --18-- beispielsweise ein Laufwerk aufweisen.
Die Schmalseiten der Verkleidungsbahnen --5-- können gleichermassen wie die Längsseiten miteinander verschweisst werden. Wie aus Fig. 4 ersichtlich können also auch vertikal verlaufende Halteelemente --2'-zwischen horizontal verlaufenden Halteelementen --2-- vorgesehen werden, an denen dann die Ränder der Schmalseiten der Verkleidungsbahnen --5-- befestigt werden.
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Selbstverständlich ist die Erfindung in keiner Weise an die dargestellten und oben erläuterten konstruktiven Details gebunden, sie ist vielmehr im Rahmen des Grundgedankens mannigfach abwandelbar und ausbaufähig.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Behälter für Flüssigkeiten oder Gase, insbesondere aus Betonfertigteilen, z. B. Ringen, zusammengesetzter Behälter, mit einer aus flüssigkeits-bzw. gasdichtem Material, z. B. aus Kunststoff-Folien, bestehenden Verkleidung, die aus einzelnen Verkleidungsbahnen zusammengesetzt ist, da-
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benachbarten, parallelverlaufenden Ränder mit zur Behälterwandung bzw. zum Behälterboden und/oder zur Behälterdecke gehörenden, an diesen Behälterteilen verankerten, vorzugsweise streifen- oder leistenförmigen Halteelementen flüssigkeits-bzw. gasdicht verbunden, z. B. verschweisst oder verklebt, sind.