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Die Erfindung bezieht sich auf ein Atriumhaus od. dgl. mit einem umschlossenen Innenhof.
Atriumhäuser bieten einen besonderen Wohnkomfort, da es ihre Innenhöfe erlauben, eine Gartenfläche in den eigentlichen Wohnraum einzubeziehen. Ein auf allen Seiten geschlossener Innenhof ergibt dabei den Vorteil einer vollkommenen Abschirmung nach aussen und damit praktisch eine echte Wohnfläche im Freien. Um diese Integrierung des Innenhofes in den Wohnbereich zu ermöglichen, besitzen die Atriumhäuser L-förmige, U-förmige oder bei besonders grossen Ausführungen direkt in sich geschlossene ringförmige Gebäudetrakte, wobei gegebenenfalls die nicht von einem Gebäudeteil begrenzte Hofseite von einer eigenen freien Abschlusswand abgeschirmt wird.
Auf Grund der Bauweise dieser bekannten Atriumhäuser ist nun der Innenhof nur bei schönem und warmem Wetter wirklich ausnutzbar, da er jeder Witterung ungeschützt ausgesetzt und sein Betreten bei Niederschlag oder kaltem Wetter unzumutbar ist. An heissen Tagen hingegen ist ein Aufenthalt im Innenhof wegen dessen Geschlossenheit ebenfalls sehr unangenehm, da es in ihm kaum zu einer Luftbewegung kommt und die ruhende Luft drückend und schwül empfunden wird.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile zu beseitigen und ein Atriumhaus od. dgl. der eingangs geschilderten Art zu schaffen, dessen Innenhof zu jeder Jahreszeit und jeder Witterung zum Wohnbereich gezählt werden kann und eine ideale Ergänzung und Erweiterung des Gebäudetraktes darstellt.
Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass ein wenigstens teilweise durchscheinendes bzw. durchsichtiges Schiebedach mit einer oder mehreren einstellbaren Belüftungseinrichtungen zur Abdeckung des Innenhofes vorgesehen ist und eine sich öffnen lassende Trennwand, z. B. eine Faltwand, an einer Hofseite den Innenhof gegen das Freie abschliesst. Das Dach schützt den Innenhof nicht nur vor Niederschlägen, sondern ermöglicht, für den Innenhof einen Art Glashauseffekt zu erzielen, der in kühler und kalter Jahreszeit den Hof angenehm temperiert. Dabei ist mit der entsprechenden Belüftungseinrichtung, die im einfachsten Fall verstellbare Lüftungsklappen, aber auch ganze Klimaanlagen umfassen kann, die notwendige Luftzirkulation zu erzielen, um ein angenehmes Wohnklima zu erhalten.
Bei warmem, schönem Wetter gibt das zurückgeschobene Schiebedacht den Innenhof frei, wobei ohne weiteres ein nicht ganz zurückgeschobenes Dach als Schattenspender dienen kann. Wird die Luft im Innenhof bei starker Sonneneinstrahlung zu stickig und kann die nötige, als angenehm empfundene Luftbewegung nicht mehr aufrechterhalten werden, erlaubt die Trennwand auf einer Hofseite eine Öffnung des Innenhofes ins Freie, so dass kühlender, erfrischender Wind in den Hof eindringen kann. Eine solche Öffnung vergrössert ausserdem den Innenhof praktisch um den ausserhalb des Atriumhauses liegenden Gartenteil. Selbstverständlich sind Trennwand und Schiebedach unabhängig voneinander zu betätigen und beispielsweise ist bei einem Sommerregen nur das Schiebedach bei offener Trennwand zu schliessen.
Schiebedach und Trennwand laufen in Schienen, so dass ihre Handhabung keine Schwierigkeiten bereitet, wobei dazu selbstverständlich auch ein motorischer Antrieb vorgesehen sein kann. Als Trennwand eignen sich Schiebe- oder Faltwände, vorzugsweise mit lichtdurchlässigen Einsätzen, aber auch andere ein Öffnen der Wand erlaubende Konstruktionen sind möglich. Auch als Dach muss nicht unbedingt ein Schiebedach vorgesehen sein, es könnte genausogut ein Klappdach oder ein anderes geeigneterweise bewegliches Dach sein. Mit Hilfe der Trennwand eines Atriumdaches kann erfindungsgemäss für den Innenholf eines Atriumhauses ein wohngerechtes Kleinklima geschaffen werden, das eine Ausdehnung des Wohnbereiches auf den Innenhof und eine wesentliche Verbesserung der Wohnqualität, u. zw. bei jeder Wetterlage, mit sich bringt.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel rein schematisch dargestellt, u. zw. zeigen Fig. l und Fig. 2 ein erfindungsgemässes Atriumhaus im Schaubild mit geöffnetem bzw. mit abgedecktem und geschlossenem Innenhof und Fig. 3 einen Querschnitt durch den abgedeckten, geschlossenen Innenhof mit grösseren Massstab.
Das dargestellte Atriumhaus weist einen U-förmigen Gebäudetrakt --1-- mit Flachdach auf, dessen Innenhof --2-- an der gebäudefreien Seite mit einer sich öffnen lassenden Trennwand abgeschlossen ist.
Als Trennwand dient eine mehrteilige Faltwand --3--, deren Teile in geschlossenem Zustand in der gemeinsamen Wandebene und im geöffneten Zustand parallel aneinander liegen. In den einzelnen Wandteilen sind Glaseinsätze --4-- vorgesehen, die auch bei geschlossener Wand --3-- einen guten Lichteinfall in den Innenhof --2-- ermöglichen und den Blick nach aussen freigeben.
Um den Innenhof --2-- abdecken zu können, gibt es ein zweiteiliges Schiebedach --5--, das einstellbare, als Lichtkuppeln ausgebildete Lüftungsklappen --6-- aufweist. Entsprechende Gestänge --7-- erlauben eine gemeinsame Einstellung der Klappen --6--, und Führungsschienen --8--, in die entsprechende Rollen --9-- von Schiebedach und
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Faltwand eingreifen, garantieren ein funktionssicheres Öffnen und Schliessen von Schiebedach --5-- und Faltwand-3--.
Das erfindungsgemässe Atriumhaus erlaubt mit Hilfe des Schiebedaches und seiner Belüftungseinrichtung sowie der aufzumachenden Trennwand die Schaffung eines Kleinklimas im Innenhof, das diesen unabhängig von der Wetterlage stets zu einem voll mit den Wohnräumen des Gebäudetraktes integrierten Gartenbereich macht, womit auf einfache, rationelle Weise die Wohnfläche des Atriumhauses wesentlich vergrössert und die Wohnqualität um vieles gesteigert wird.
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