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Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Gewinnung von Synchronimpulsen, die der Laufge- schwindigkeit eines Laufbildprojektorantriebs entsprechen, mittels eines laufabhängig intermittierend beleuchteten Photoelements.
In vielen Fällen ist es erwünscht, den Antrieb eines Laufbildprojektors und den Antrieb eines
Tonwiedergabegeräts miteinander zu synchronisieren, um ein synchrongenaues Vorführen getrennter Ton- und Bildaufzeichnungen zu ermöglichen oder um die Tonaufzeichnung synchrongenau auf eine Randspur des Laufbildfilms zu schreiben, der dadurch zu einem Tonfilm wird. Zu diesem Zweck verwendet man
Synchronregelgeräte, die unter anderem eine Einrichtung haben müssen, welche vom Projektor
Synchronimpulse ableiten, die der Laufgeschwindigkeit des Projektors entsprechen.
Einrichtungen der eingangs beschriebenen Gattung dienen diesem Zweck. In einer aus der
DE-OS 2035003 bekannten Ausführungsform ist das Photoelement der Einrichtung innerhalb des Projektors eingebaut und wird durch eine ebenfalls innerhalb des Projektors befindliche zusätzliche Lampe beaufschlagt. Die vom Photoelement abgeleiteten Synchronimpulse müssen mittels eines elektrischen Kabels aus dem Projektor herausgeführt werden, wozu es gesonderter Anschlussbuchsen am Projektor bedarf.
Die bekannte Einrichtung hat den Nachteil, dass ihr nachträglicher Einbau in einen bereits vorhandenen Projektor schwierig ist. Es bedarf hiezu der Installation einer zusätzlichen Lampe und einer gesonderten Vorrichtung, um das Licht dieser Lampe intermittierend auf das Photoelement fallen zu lassen, so dass elektrische Synchronimpulse abgeleitet werden können. Ein solcher nachträglicher Einbau kann, wenn aus Platzgründen überhaupt möglich, meist nur von einem Fachmann vorgenommen werden.
Ein Tonfilmamateur wird sich in vielen Fällen nicht an einen solchen Einbau heranwagen. Es ist die
Aufgabe der Erfindung, eine Einrichtung der eingangs beschriebenen Gattung so auszugestalten, dass sie von jedermann an jeden beliebigen Projektor sehr einfach ankoppelbar ist. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass das Photoelement infrarotempfindlich ist und, ausserhalb des Projektors befindlich, vom pulsierenden Projektionslichtkegel direkt oder indirekt beleuchtbar ist.
Die erfindungsgemässe Einrichtung kann als Bestandteil einer Anlage zur Bild/Ton-Synchronisierung den Aufwand wesentlich verringern, den man bisher für die Kopplung des Laufbildprojektors mit dem
Synchronregelgerät in Kauf nehmen musste. Die Erfindung gestattet mit einfachsten und billigsten Mitteln die Verwendung bereits vorhandener Projektoren ohne Synchronausgang.
Aus der US-PS Nr. 2, 854, 883 ist es an sich bekannt, Photoelemente im Projektionslicht von Laufbildprojektoren vorzusehen. In diesem Fall dienen die Photoelemente dazu, plötzliche Änderungen in der Helligkeit der projizierten Szene zu signalisieren. Diese Signale sollen zwar auch zu Synchronisierungszwecken verwendet werden, sie stehen jedoch nicht in eindeutiger Beziehung zur Laufgeschwindigkeit des Projektors, sondern treten in einer unregelmässigen, nicht vorhersagbaren Folge auf, die von dem eher zufälligen Szenenablauf abhängt. Im Falle einer gleichmässig hell bleibenden Szene fehlen diese Signale sogar völlig. Im bekannten Fall werden also keine Synchronimpulse abgeleitet, die der Laufgeschwindigkeit des Projektors entsprechen.
Die aus der US-PS Nr. 2, 854, 883 bekannte Technik geht darüber hinweg, dass im Wege der dort geschehenden Signalverarbeitung Signalkomponenten erscheinen, die zur Ableitung solcher Synchronimpulse geeignet wären.
Die Infrarotempfindlichkeit des in der erfindungsgemässen Einrichtung verwendeten Photoelements hat den Vorteil, dass die gewünschten Synchronimpulse auch dann gewonnen werden, wenn der durchlaufende Film eine äusserst dunkle Szene enthält oder gar schwarz ist. Der Infrarotanteil des von der Projektionslampe ausgehenden Lichts, der auch solche dunklen Filmabschnitte durchdringt, pulsiert mit der Laufgeschwindigkeit des Projektors in gleicher Weise wie das sichtbare Licht einer hellen Szene, so dass auch hier die benötigten Synchronimpulse gewonnen werden.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die erfindungsgemässe Einrichtung so ausgebildet, dass das pulsierende Licht des Projektionslichtkegels mittels eines flexiblen oder stabilen Lichtleiters dem mit dem projektorseitigen Eingang einer Synchronregeleinrichtung verbundenen Photoelement zuführbar ist. Hiebei kann es günstig sein, wenn der Lichtleiter am projektorseitigen Ende eine schräge Schnittfläche aufweist, um durch Reflexion eine Lichtablenkung um 90 zu bewirken.
Eine Weiterbildung der Erfindung ist die Verwendung einer erfindungsgemässen Einrichtung für Filme mit einem infrarotundurchlässigen Vorspann. Wenn dieser Vorspann durch den Projektor läuft, spricht das Photoelement nicht an, so dass die Synchronimpulse ausbleiben. Das Ausbleiben von Synchronimpulsen während eines Vorspanns ist von besonderem Vorteil, wenn die vom Projektor abgeleiteten Synchron-
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impulse zur Synchronisierung des Antriebs eines Tonbandgeräts verwendet werden sollen, das erst mit beginnender Filmszene anlaufen soll.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus der nachstehenden Beschreibung eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels hervor.
Die Zeichnung zeigt bei --53-- den Projektionslichtkegel eines nur sehr schematisch dargestellten Laufbildprojektors. Ein Lichtleiter --50-- ragt mit seinem einen, eine schräge Schnittfläche aufweisenden Ende --54-- in den Projektionslichtkegel --53--, so dass das auf die schräge Schnittfläche fallende Projektionslicht um 90 in den Lichtleiter hinein abgelenkt wird und am andern Ende des Lichtleiters auf ein Photoelement --51-- trifft.
Das Projektionslicht --53-- pulsiert mit einer Frequenz, die in direkter Beziehung zur Laufgeschwindigkeit des Projektorantriebs steht, so dass vom elektrischen Ausgang des Photoelements --51-- Synchronimpulse abgeleitet werden können, die dieser Laufgeschwindigkeit entsprechen. Der elektrische Ausgang des Photoelements --51-- ist im Betrieb mit einem Eingang eines (nicht dargestellten) Synchronregelgeräts verbunden, mittels dessen der Lauf des Projektorantriebs und der Lauf eines andern Antriebs (etwa eines Tonbandgeräts) miteinander synchronisiert werden können.
In den meisten Fällen hat ein Laufbildprojektor eine mehrflügelige Umlaufblende, die das Projektionslicht während der Projektion jedes Einzelbildes mehrmals unterbricht. In diesen Fällen pulsiert also der Projektionslichtkegel --53-- mit vervielfachter Bildfrequenz. Um Synchronimpulse mit einer der Bildfrequenz gleichen Frequenz zu erhalten, kann zwischen dem Photoelement --51-- und dem projektorseitigen Eingang des Synchronregelgeräts ein digitaler Frequenzteiler mit entsprechendem Teilungsverhältnis geschaltet sein.
Der Lichtleiter --50-- kann mittels einer geeigneten Haltevorrichtung, z. B. mit Hilfe des dargestellten Saugnapfes --52--, an der Vorderwand des Projektors befestigt werden.
Das Photoelement --51-- hat eine solche Infrarotempfindlichkeit, dass es auch dann zufriedenstellend anspricht, wenn der durch den Projektor laufende Filmabschnitt eine sehr dunkle Szene enthält oder gar für sichtbares Licht schwarz ist. Auf diese Weise wird verhindert, dass die Synchronimpulse während solcher Filmabschnitte ausbleiben. Wenn man die Erzeugung von Synchronimpulsen für die Dauer eines Vorspanns unterbinden will, dann wird man einen infrarotundurchlässigen Vorspannfilm nehmen. Dieser Vorspannfilm kann für sichtbares Licht sogar durchlässig gelassen werden, wenn man dafür sorgt, dass das Photoelement --51-- ausschliesslich auf infrarotes Licht anspricht. In diesem besonderen Fall wird das Photoelement auch dann keine Synchronimpulse liefern, wenn ein Stillstandsprojektionsfilter in den Projektor eingelegt ist.
Dies bietet die vorteilhafte Möglichkeit, beim Aufsuchen einer bestimmten Filmszene mit vorgeschaltetem Stillstandsprojektionsfilter das Synchronregelgerät automatisch zu entkoppeln.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Gewinnung von Synchronimpulsen, die der Laufgeschwindigkeit eines
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